Blau mit weißen Wölkchen: Himmelfahrtstag

 

Eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken...

 

 

Ob Du den heutigen Tag mit einem der schönen Freiluftgottesdienste beginnst oder ihn ganz weltlich einfach als Urlaubstag ansiehst - Es ist Frühling, es ist Feiertag. Und damit erst gar kein Zweifel aufkommt, ob heute wohl Lümmeln auf dem Sofa angesagt ist oder auch Schrauben, Putzen, Papiere ordnen, falle ich hiermit gleich mal mit der Tür ins Haus uns sage: Nein! No! Nix da!

 

Blümchenbluse und Sommerrock angezogen und dann bring Dich in Festtagsmodus! Schön. Haben wir das geklärt.

 

Zur weiteren Einstimmung habe ich als nächstes eine prachtvoll passende Himmelfahrtstorte für Dich. Die sollte dann aber das letzte Alltagsgefühl mit süßem Strahlen beseitigen!

 

Himmelfahrtstorte, Himmelstorte, Wölkchentorte, Wolkenkuchen: Rezept für Christi Himmelfahrt

 

Mmmmmmh... ♥ Himmelblaue Sahne mit luftigen Wölkchen umhüllen zarte Schichten aus Biskuit und Blaubeerquark. Mit dieser Torte als Mittelpunkt der Frühlingskaffeetafel kommt garantiert fröhliche-festliche Stimmung auf. Und dabei ist sie, wie meist bei mir, supersimpel herzustellen. (Du weißt ja schon: Verarmter Adel ohne Dienerschaft...)

 

Himmelfahrtstorte, Himmelstorte, Wölkchentorte, Wolkenkuchen: Rezept für Christi Himmelfahrt (Detail)

 

Unten der "Rohbau". Alles was Du benötigst sind helle Wiener Böden, tiefgekühlte Blaubeeren, Quark, Sahne, Zucker, 1 Zitrone und Gelatine. Mein Rezept für die Himmelfahrtstorte verrate ich Dir hier.

 

Rezept für Blaubeer-Quark Torte

 

Als Alternative zur Kaffeetafel daheim bietet sich der Tag natürlich bei schönem Wetter vor allem für einen Ausflug in die Natur an. Das frische Grün, die bunten Blüten... Ich selber kann mich gar nicht satt sehen. Schau mal, was ich bei meinem letzten Spaziergang vor wenigen Tagen so aufgenommen habe:

 

Frühlingslandschaft mit Pusteblumen
Pusteblume
Frühlingsblumen
Typisch Mai: Kastanienblüten und blauer Himmel
Mai auf dem Land: Verkaufsschilder Erdbeeren und frischer Spargel
Typisch Mai: Zaun und Frühlingsfeld
Typisch Mai: blühende Schafgarbe
Alter Leiterwagen auf Frühlingswiese
Kleeblüten

 

Inspiriert? Dann ab in die Natur. Sie wartet schon auf Dich mit ihrem Vogelgezwitscher, mit vielen Pusteblumen und neuem saftigen Frühlingsgrün! ♥

 

Ob Du nun mit Deinen Freundinnen radelst oder aber die ganze Familie wandert: Die gemütliche Krönung des Ausflugs ist natürlich das erste Picknick des Jahres. 

 

Dass es noch nicht so brütend heiß ist, ist doch eigentlich nur gut und auch wenn Du das gar nicht vorbereitet hast, musst Du auf auf dieses Vergnügen nicht verzichten. Schau Dich doch einfach in Küche und Keller um. Improvisieren ist angesagt!

 

 

Aus Frischkäse, Salz, Pesto oder Tomatenmark rühren wir eine Sandwich-Creme an, frische Kräuter und eingelegte Gürkchen peppen die Brote zusätzlich auf. Das Fleisch, das eigentlich für's Abendessen gedacht war, wird vorab gebraten, aufgeschnitten und eingepackt, Kirschtomaten und Senf sind auch da und ein Nudelsalat dazu ist doch rasch gezaubert: Nudeln nach dem Kochen kalt abschrecken, dann aus Kräutern, Salz, Essig, Öl oder Sahne die Soße mischen und ansonsten hinein, was sich so findet, z. B. ein paar hartgekochte Eier, alles was an Gemüse und Salat so da ist und Käsewürfel. Die Zutaten für kleine herzhafte Pfannkuchen finden sich meist auch - den Teig peppen wir beispielsweise mit Schinkenwürfelchen und Maiskörnern auf. Möhrensticks und einen Quarkdip dazu kriegen wir auch zusammen und dann plündern wir noch die Keks- und Schokoladenvorräte. Dazu Obst, kalter Tee und Saft... Geht doch!

 

 

Alles hübsch einpacken, Picknickdecke, Teller, Gläser, Besteck und Servietten nicht vergessen und los!

 

 

Durchatmen. Gänseblümchenketten machen. Die Seele baumeln lassen.

 

Genieße das lange Wochenende!

 


Die weißen Familienfeste

 

Wonnemonat Mai. Nicht nur, dass er uns mit neuem Grün und den schönsten, duftenden Blüten verwöhnt, finden in diesem Monat traditionell auch die besonderen, fröhlichen, weißen Feste im Lebenskreis statt: Kommunions- und Konfirmationsfeste, besonders gerne aber auch Taufen und Hochzeiten.

 

Die Temperaturen sind angenehm, die Stimmung ist heiter und der ganze Monat steht für Neubeginn. Wirklich perfekt also, gemeinsam mit Familie und Freunden zu feiern.

 

Dabei strotzen gerade die wichtigen Lebensfeste nur so vor altem Brauchtum, das von den Fest-Gestaltern nur zu gerne weitergetragen wird: Zur Taufe das Wasser, die Kerze, die weiße Taufkleidung – geerbt, selbst genäht oder liebevoll zusammengetragen...

 

 

... zur Erstkommunion wieder die festliche Kleidung: Die Jungs im kleinen Anzug, die Mädchen im weißen Kleid mit wunderschönen weißen Blütenkränzen im Haar...

 

 

Wie bei der Erstkommunion wird auch bei Konfirmation und Firmung oft die Haustür geschmückt, die Mädchen halten ein Maisträußchen in der Hand und die Jungs stecken sich die Blümchen an das Revers. Die Taufkerze wird noch einmal entzündet und es wird festlich getafelt. Die jungen Damen und Herren sind nun etwa 14 Jahre alt und so kann bereits auf ein Stück Lebensweg zurückgeblickt werden. Babyfotos und andere alte Bilder werden herausgelegt, vielleicht auch ein Video aus Grundschultagen gezeigt. Ansonsten sind zur Unterhaltung Spiele sehr beliebt, wie beispielsweise ein "Konfirmanden-Quiz". 

 

 

Das am aufwendig gefeiertste Fest schließlich ist die Hochzeit. Ein Jahr Planung vorweg ist nichts! Unzählige Seiten im Internet widmen sich dem Thema, Hochzeitsmessen zeigen den Brautleuten, was es an perlenbestickten Schleiern, spitzenbesetzten und bestickten Traumkleidern, prachtvollen, mehrstöckigen Torten und fulminant dekorierten Festsälen zu planen gibt. Vom ausgelassenen Polterabend, an dem glücksbringenderweise altes Porzellan zerschlagen wird, über den Festtag selber, bis hin zur anschließenden Hochzeitsreise will alles gut überlegt sein: Gästelisten, Trauzeugen, Ringe, Speisen und Getränke, Fotograf, Musik, Brautstrauß... die Liste ist schier endlos!

 

 

Natürlich lohnt die ganze Mühe unbedingt. Schließlich soll es der schönste Tag im Leben sein. Ein Tag, den man niemals mehr wieder vergisst, der Alben und Wandrahmen füllt und nach dem schließlich mit Glück und Segen der ganze Kreislauf wieder von vorne beginnt...

 

 

Tja. So ist das mit dem Wonnemonat. Frühling im Jahreskreis und Feste im Lebensfrühling...

 

Wer nun noch ein bisschen schwelgen möchte, besorgt sich DEN Film zum Thema Mai: 

 

(Bildquelle: www.amazon.de)

 

... und schmilzt im Frühlingssonnenschein bei einem Glas Maibowle dahin, wenn Willy Fritsch den Zwanziger-Jahre-Schlager singt: 

 

 

Wenn der weiße Flieder wieder blüht, 

sing' ich dir mein schönstes Liebeslied. 
Immer, immer wieder knie ich vor dir nieder, 
trink mit dir den Duft vom weißen Flieder. 
Wenn der weiße Flieder wieder blüht, 
küß' ich deine roten Lippen müd'. 
Wie im Land der Märchen werden wir ein Pärchen 
wenn der weiße Flieder wieder blüht.

 

 


Tanz in den Mai

 

Wenn Du meinen Blog schon eine Weile verfolgst, weißt Du ja was mich so umtreibt und bist nicht erstaunt, was wohl für mich einer der Höhepunkte der alten Jahresbräuche ist: Der Tanz in den Mai.

 

Ich liebe es, wenn sich schöne Sitten der "guten alten Zeit" bis heute gehalten haben. Sicher oft reichlich verändert, aber immerhin. 

 

Nach meinem Geschmack ist eine Tanzveranstaltung auch heutzutage viel netter mit Stöckelschuhen und hübschem Kleid, aber man kann ja nicht alles haben. Und wenn auch viele in dieser Gesellschaft Jeans und Schlabber-Shirt bevorzugen - es liegt es ja immer noch an einem selber, welchen Stil man lebt.

 

 

1926: Im Garten des Berliner Hotels "Esplanada" spielt eine Jazzband zum 5 Uhr-Tee.

(Bild-Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundesarchiv_Bild_183-K0623-0502-001,_Berlin,_Tanztee_im_%22Esplanade%22.jpg)

 

 

1930er Jahre, Ochsenfurt: Kinder warten auf den Beginn des Mai-Umzugs

(Foto: Paul Walde (1899-1970), Bild-Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ochsenfurt_1930er_Umzug_Kinder.jpg)

 

Tanz in den Mai... Wieviel uralte Tradition das beinhaltet! Mit dem Tanz in der Walpurgisnacht feiern wir den Auftakt zu den Festlichkeiten und Bräuchen rund um den Maifeiertag. Verliebte Jungs schmücken in der Nacht das Haus der Angebeteten mit einem großen Birkenzweig, der mit vielen bunten Bändern geschmückt ist. Ist das Mädchen aus dem Nachbarort, gilt es anschließend den Baum zu bewachen und die Nachbarjungs des umworbenen Fräuleins mit Bier und Schnaps auszuzahlen. 

 

 

In der Mitte vieler Dörfer und Städte wird noch immer ein prachtvoller Maibaum aufgestellt, um den dann in althergebrachter Weise getanzt wird.

 

 

Für Tanzfreudige aus Hamburg und Umland hier meine Lieblingsveranstaltungen: 

 

Angesagt und stilvoll unter Kronleuchtern und Stuck:

"Swing in den Mai", am Sonntag, den 30. April 2017, ab 20:00 Uhr, Mozartsäle

 

Mit Hafenblick unter'm Sternenzelt:

"Mai Ahoi", am Sonntag, den 30. April 2017, ab 21:00 Uhr, Museumsschiff Cap San Diego

 

6 Clubs im Park am See:

"Tanz in den Mai", am Sonntag, den 30. April 2017, ab 20:00 Uhr, Café Seeterrassen 

 

Natürlich findest Du viele weitere Tipps auch aus Deiner Umgebung in den Zeitungen und im Internet. Mach Dich hübsch und dann los! Schuhe zertanzen bis in die Morgenstunden. Denn praktischerweise ist ja der daraufolgende Tag immer ein Feiertag und angenehmerweise in diesem Jahr auch noch ein Montag!

 

 

Bunte Bänder leuchten, Vögel zwitschern, das junge Grün leuchtet und warm soll es auch endlich werden... Wir haben es doch einfach wunderbar!

 

Bleiben als Vorletztes nur noch meine Hinweise für's "Davor und Danach"...

 

Meine Rezepte für Birkengelee und Hexenlikör findest Du hier und meine weiteren Mairezepte findest Du hier.

 

 

... und zuletzt gibt es noch eine passende Geschichte aus "meiner" Zeit:

 

 

Die zertanzten Schuhe

 

Es war einmal ein König, der hatte zwölf Töchter und eine war schöner als die andere. Der König behütete seine Töchter sehr: Sie hatten ihre zwölf Betten zusammen in einem Saal und immer wenn sie schlafen gingen, wurde die Tür verschlossen und verriegelt. Trotzdem waren aber jeden Morgen ihre Schuhe zertanzt und keiner wusste, wie das zugehen konnte oder wo sie gewesen waren.

 

Da ließ der König ausrufen, wer ausfindig machen könnte, wo seine Töchter in der Nacht tanzten, der sollte sich eine davon zur Frau wählen und nach seinem Tod König sein. Wer sich aber meldete und es nach drei Tagen und Nächten nicht herausbrächte, der hätte sein Leben verwirkt.

 

Es kam bald ein Königssohn, der wurde freundlich aufgenommen und abends in das Zimmer vor dem Schlafsaal der zwölf Töchter geführt. Da stand sein Bett und er sollte Acht haben, wo sie hingingen und tanzten. Damit sie ja nicht heimlich verschwinden konnten, wurde dieses Mal die Saaltür offen gelassen.

 

Der Königssohn schlief aber leider ein und als er am Morgen aufwachte, waren alle Zwölf zum Tanz gewesen: Ihre Schuhe standen da und hatten Löcher in den Sohlen. Den zweiten und dritten Abend ging es ebenso und da wurde ihm tatsächlich sein Haupt abgeschlagen.

 

So wie der erste kamen noch viele und meldeten sich zu dem Wagestück, sie mussten aber alle ihr Leben lassen.

 

Nun trug es sich zu, dass ein armer Soldat, der eine Wunde hatte und nicht mehr dienen konnte, in die Stadt des Königs kam und von der Geschichte hörte. Da begegnete ihm eine alte Frau, die fragte ihn, wo er hin wollte. „Ich weiß noch nicht genau", sprach er, „aber ich hätte wohl Lust König zu werden und auszumachen, wo die Königstöchter ihre Schuhe zertanzen.“ „Ei", sagte die Alte, „das ist so schwer nicht, du musst nur den Wein nicht trinken, den dir eine von ihnen abends bringt und musst tun, als wärst du fest eingeschlafen!“ Darauf gab sie ihm ein Mäntelchen und sprach: „wenn du das umhängst, bist du unsichtbar und kannst den Zwölfen nachschleichen!“

 

Nachdem der arme Soldat so guten Rat bekommen hatte, wurde es ihm Ernst und er fasste sich ein Herz. Er ging vor den König und meldete sich als Kandidat. Er wurde genauso gut aufgenommen wie die andern und es wurden ihm königliche Kleider angetan.

 

Abends zur Schlafenszeit wurde er in das Vorzimmer geführt, und als er zu Bette gehen wollte, kam tatsächlich die älteste und brachte ihm einen Becher Wein. Er schüttete ihn heimlich aus, legte sich nieder und als er ein Weilchen gelegen hatte, fing er an zu schnarchen, wie im tiefsten Schlaf.

 

Das hörten die zwölf Königstöchter, lachten, und die älteste sprach: „Der hätte auch sein Leben sparen können!“ Danach standen sie auf, öffneten Schränke, Kisten und Kästen, holten die prächtigsten Kleider heraus und putzten sich vor den Spiegeln. Sie sprangen herum und freuten sich auf den Tanz. Nur die jüngste sagte: „ich weiß nicht, ihr freut euch, aber mir ist so wunderlich zu Mute, gewiss widerfährt uns ein Unglück!“ – „Du Schneegans", sagte die älteste, „du fürchtest dich doch immer! Hast du vergessen, wie viele Königssöhne schon umsonst da gewesen sind? Dem Soldaten hier hätte ich nicht einmal den Schlaftrunk zu geben brauchen. Der wäre doch nicht aufgewacht.“

 

Als sie alle fertig zurecht gemacht waren, gingen sie zu dem Soldaten, aber der rührte und regte sich nicht. Sie glaubten, ganz sicher zu sein, darum ging die älteste an ihr Bett und klopfte daran. Sofort sank das Bett in die Erde und es öffnete sich eine Falltür. Der Soldat aber sah zu, wie sie hinunter stiegen, eine nach der andern, die älteste voran. Er wusste, dass er keine Zeit zu verlieren hatte, hing sich rasch das Mäntelchen um und stieg hinter der jüngsten mit hinab.

 

Mitten auf der Treppe trat er ihr ein wenig auf's Kleid; da erschrak sie und rief: „es ist nicht richtig, es hält mich was am Kleid!“ „Stell dich nicht so einfältig an!", sagte die älteste, „du bist an einem Haken hängen geblieben.“

 

Da gingen sie vollends hinab, und als sie unten waren, standen sie in einer wunderprächtigen Allee. Die Blätter der Bäume waren alle von Silber und schimmerten und glänzten. Der Soldat dachte 'du willst dir ein Wahrzeichen mitnehmen' und brach einen Zweig davon ab, da gab es natürlich ein lautes Geräusch. Die jüngste rief wieder: „es ist nicht richtig, habt ihr das knallende Geräusch nicht gehört? Das ist noch nie hier geschehen!“ Die älteste aber sprach: „das sind Freudenschüsse, weil wir unsere Prinzen bald erlöst haben!“

 

Darauf kamen sie in eine Allee, wo alle Blätter von Gold waren und endlich in eine dritte, wo sie aus funkelnden Diamanten waren; von beiden brach der Soldat einen Zweig ab, wobei es jedes Mal knallte, so dass die jüngste vor Schrecken zusammen fuhr. Die älteste blieb aber dabei, es wären Freudenschüsse.

 

Da gingen sie weiter bis zu einem großen See, darauf lagen zwölf Boote, und in jedem Boot saß ein schöner Prinz. Sie hatten auf die Zwölf gewartet und jeder nahm eine zu sich. Der Soldat setzte sich mit der jüngsten hinein, da sprach der Prinz: „Ich bin doch so stark wie sonst, aber heute ist das Schiff viel schwerer! Ich muss hier rudern, was ich nur kann!“ – „Wovon sollte das kommen?", sprach die jüngste, „vielleicht vom warmen Wetter, es ist mir auch so heiß zu Mute.“

 

Jenseits des Wassers aber stand ein wunderschönes, hell erleuchtetes Schloss, aus dem fröhliche Musik erschallte. Sie ruderten hinüber, gingen hinein und jeder Prinz tanzte mit seiner Prinzessin. Der Soldat tanzte einfach unsichtbar mit und wenn eine einen Becher mit Wein hielt, trank er ihn aus, so dass er leer war, wenn sie ihn an den Mund brachte. Der jüngsten machte auch das Angst, aber die älteste brachte sie immer wieder zum Schweigen.

 

Sie tanzten bis drei Uhr am andern Morgen, dann waren alle Schuhe durchgetanzt und sie mussten aufhören. Die Prinzen fuhren die Königstöchter über das Wasser zurück. Sie nahmen voneinander Abschied und versprachen in der folgenden Nacht wieder zu kommen. Als sie an der Treppe waren, lief der Soldat schnell voraus, legte sich ins Bett und als die Zwölf langsam und müde herauf kamen, schnarchte er schon wieder laut, so dass sie sprachen „also vor dem sind wir sicher!“ Sie zogen ihre schönen Kleider aus, hängten sie weg, stellten die zertanzten Schuhe unter das Bett und legten sich nieder.

 

Am andern Morgen wollte der Soldat noch nichts sagen, sondern lieber das wunderliche Treiben noch weiter ansehen. Er ging auch die zweite und die dritte Nacht mit und da war alles, wie beim ersten Mal: Sie tanzten, bis die Schuhe entzwei waren. Beim dritten Mal nahm er noch einen Becher mit als Wahrzeichen.

 

Vor der Stunde, in der er antworten sollte, nahm er die drei Zweige und den Becher hervor und ging zum König. Die Zwölf aber standen hinter der Tür und horchten, was er sagen würde. Als der König fragte: „Nun. Wo haben meine zwölf Töchter ihre Schuhe in der Nacht zertanzt?“ antwortete er: „mit zwölf Prinzen in einem unterirdischen Schloss!“ Er erzählte alles und holte die Wahrzeichen hervor. Da rief der König seine Töchter und fragte sie, ob der Soldat die Wahrheit gesagt hätte und weil sie sahen, dass sie verraten waren und leugnen nichts half, erzählten sie alles.

 

Das Rätsel war endlich gelöst und der König fragte den armen Soldaten, welche seiner Töchter er denn zur Frau haben wollte. Er antwortete: „ich bin nicht mehr jung, so gebt mir die älteste.“ Noch am selben Tag wurde die Hochzeit abgehalten und ihm das Reich nach des Königs Tode zugesprochen.

 

Die Prinzen aber wurden auf so viel Tage wieder verwünscht, als sie Nächte mit den Zwölfen getanzt hatten.

 

Ende

 

 

Modifiziert nach Brüder Grimm "Kinder- und Haus-Märchen, Band 2" (1815). Quelle: https://de.wikisource.org/wiki/Die_zertanzten_Schuhe_(1815)

 


Gründonnerstag, Karfreitag und Vorfreude auf Ostern

 

Auch wenn die Temperaturen momentan gar nicht frühlingshaft sind: Der warme März hat dafür gesorgt, dass die Natur jetzt, Mitte April, schon richtig weit ist. Es blüht, so weit das Auge reicht. Mir haben es ja immer schon die wunderschönen, zartrosa oder weißen Magnolien angetan, aber auch die gelben Blüten der Forsythien leuchten jetzt geradezu - selbst bei verhangenem Himmel. Und darunter wachsen gelbe Narzissen, rote Tulpen, blaue Hyazinthen... Wirklich eine bunte Pracht!

 

Bei all den fröhlichen Farben sollten wir aber nicht vergessen, dass vor dem heiteren Osterwochenende gerade noch eine andere Zeit ist - denn wir befinden uns ja mitten in der Karwoche.

 

 

Die beginnt mit dem Palmsonntag, dem letzten Sonntag vor Ostern, und in der Karwoche wird das Fasten traditionell besonders streng eingehalten!

 

Hm. Wenn ich so überlege... Da wir Ostern mit einer Überdosis Braten und Torten begehen, ist es vielleicht nicht nur im Gedenken an die Ereignisse vor 2017 Jahren ratsam, sich noch etwas zurückzuhalten?

  

 

Am heutigen Gründonnerstag z. B. kann man passenderweise ein leichtes, grünes Gemüsegericht auf den Tisch bringen - auch wenn das "Grün" im Wort ursprünglich nichts mit der Farbe zu tun hat, sondern von "grinen" abstammt, was so viel wie klagen und weinen bedeutet.

 

Hier ist mein Vorschlag für Dich:

 

Rezept für Gründonnerstag: Grüne Gemüsepfanne mit grünen Nudeln - ein grünes Gericht

 

Eine leichte Gemüsepfanne mit grünem Spargel, Broccoliröschen und Bärlauch in Pesto-Sahne-Soße, dazu grüne Bandnudeln...

 

Mein Gründonnerstagsrezept für Dich findest Du hier.

 

 

Nach Gründonnerstag folgt der Karfreitag, der Kreuzigungstag, für den es sogar von öffentlicher Seite aus Vorschriften gibt. In Hamburg beispielsweise steht das Riesenrad auf dem Frühlings-"Dom" still. Denn Volksfeste, Tanzveranstaltungen oder Fußballspiele sind verboten.

 

Manche wollen diese Vorschriften für den Karfreitag abschaffen. Frag mich mal, was ich davon halte. Du weißt ja schon, dass ich gegen das graue Einerlei bin, dass uns mit Jogginghose von Montag bis Sonntag, mit Ladenöffnungszeiten an 365 Tagen, mit Pizzaservice auch an Pfingsten droht. Für mich ist das kulturelle Verarmung. Äscht, eyh!

 

Nee, nee. Wir möchten doch bitte hoffentlich die alten Jahreslaufsbräuche hochhalten und essen SELBSTVERSTÄNDLICH an Karfreitag - wenn schon nicht gleich vegetarisch - Fisch!

 

Ich habe hier zwei Rezepte für Dich, die Du vielleicht gerne nachkochen möchtest: 

 

Rezept für Karfreitag: überbackener Lachs mit Kräuterkruste - ein leckeres Karfreitagsgericht

 

Mein erster Vorschlag ist ein überbackener Lachs mit Kräuterkruste.

 

Rezept für Karfreitag: überbackener Lachs mit Kräuterkruste - ein leckeres Karfreitagsgericht - Nahaufnahme

 

Das werden alle mögen! Frischkäse mit Kräutern und Croutons... Das Rezept findest Du hier.

 

Mein zweiter Vorschlag: Fischröllchen mit Pesto und Oliven:

 

Rezept für Karfreitag: Fischröllchen mit Pesto und Oliven - ein leckeres Karfreitagsgericht

 

Aromatisches Pesto Genovese zwischen aufgerollten Seelachsfilets, dazu Pasta mit einer milden Käse-Sahnesoße... Auch richtig lecker! Hier habe ich für Dich das Rezept abgespeichert.

 

Rezept für Karfreitag: Fischröllchen mit Pesto und Oliven - ein leckeres Karfreitagsgericht - Nahaufnahme

 

Eigentlich alles viel zu lecker und kein bisschen zurückhaltend? Nun. Die innere Haltung und das richtige Handeln bei den wirklich wichtigen Themen spielen ja eh die größere Rolle. Stimmen diese beiden nicht, hilft auch kein Wassersüppchen. Also lassen wir uns unseren schönen Karfreitagsfisch ruhig schmecken und pflegen dabei unseren Geist, indem wir uns an unsere Geschichte erinnern und einen klaren Kopf bewahren bei allen Entscheidungen für unsere Zukunft - und die unserer Mitmenschen.

 

Die allernächste Zukunft ist dabei in unserem Land im Normalfall schon mal verdammt erfreulich: Denn mit dem Ostersonntag ist die Fastenzeit schließlich schon wieder vorbei, wir besuchen die Familie im festlich geschmückten Heim, laden Freunde zum Festtagsbrunch ein, machen - dieses Jahr warm eingemummelt - wunderschöne Frühlingsspaziergänge und genießen das Leben in vollen Zügen!

 

 

Meine Rezepte für Ostern findest Du in meinen "Geheimnissen aus der Schlossküche", oben im Menue oder klicke einfach auf diesen Link. Alles ist wie immer schnell und einfach zubereitet, so dass Du es auch spontan noch einplanen kannst. Samstags haben die Geschäfte noch mal auf!

 

 

 

♥ Ich wünsche Dir ein fröhliches und überraschend sonniges Osterwochenende! ♥

 

 


Die Sonne im Märzenwald

 

Die Frühlingstagundnachtgleiche am 20. haben wir schon hinter uns. Von jetzt an ist es länger hell als dunkel und das merken wir alle an unserer Energie. Mir geht es jedenfalls so:

Je weiter der März fortschreitet, desto fröhlicher werde ich.

 

Manchmal fallen mir dann zwei alte Märzlieder ein, die schon ich in meiner Kindheit und unsere Kids dann wieder in ihrer Kindergartenzeit gesungen haben. Irgendwie hüpft mein Herz dabei immer ein bisschen: 

 

... Scheint die Sonne, scheint die Sonne in den Märzenwald 

kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.

Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling komm doch bald herbei, 

jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben frei!

(Auszug. Text und Melodie Heinz Lau, 1950)

 

Oder auch dieses. Wer kennt's nicht?:

 

Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt;

er setzt seine Felder und Wiesen in Stand.

Er pflüget den Boden, er egget und sät

und rührt seine Hände frühmorgens und spät...

(Auszug. Volkslied aus Mähren, Erstveröffentlichung 1905)

 

 

Nachdem auch ich unseren kleinen Garten gedüngt und "gepflügt" habe, das Haus renoviert und durchgeputzt ist, räume ich derzeit vor allem wieder mal die Regale und Tische in den Gartenmärkten leer. Frühlingsgestecke für die Tische, Zweige für Wohnzimmer und Treppenhaus, Narzissen für den Flur... 

 

Märzdekoration: Schale mit Narzissen

 

Narzissen sind natürlich ein Muss in diesen Wochen, aber wovon ich am meisten anschleppe, wovon ich nicht genug bekommen und woran ich mich nicht sattsehen kann, das sind Hornveilchen. Ich gebe es hier und jetzt zu: Ich bin hornveilchensüchtig. Ich finde die sooo klasse. Die können früh raus, sie sind umwerfend niedlich, standfest, leuchtend und halten fast ohne Pflege bis weit in den Sommer hinein. Ach, guck mal, da ist ja auch noch ne freie Stelle! Na da MUSS ich ja wieder los, noch 'n paar Töpfchen kaufen!

 

♥ ♥ ♥
♥ ♥ ♥

 

Übrigens: Jetzt, wo es wieder losgeht mit dem Blütenreigen, möchte ich Dir einmal die kleinen Bücher zeigen, die ich vor einigen Jahren mit den Kids gemacht habe. Durch alle Monate haben wir gesammelt und getrocknet was gerade Saison hat: Frühblüher, Rosen, Kräuter, bunte Blätter und im Winter Ilex, Buchsbaum und Efeu...

 

Nostalgie-Liebe: Blumen pressen für ein Herbarium oder um einen Gedichtsband zu verzieren

 

... ergänzt mit jahreszeitlichen Gedichten, Bastelein und hübschen Glanzbildern. So ist im Laufe der Zeit eine weitere nette Erinnerung aus Kindertagen entstanden.

 

Nostalgie-Liebe: Traditionelle Beschäftigung mit Kindern: Blumen pressen

 

Ob Waldmeister, Flieder oder Rosen...

 

Typisch Mai: Gepresster Waldmeister - Nostalgie-Liebe
Typisch Mai: Gepresster Flieder - Nostalgie-Liebe

 

...trocknen kann man fast alles. Wer keine Blumenpresse besitzt, ordnet die gesammelten Pflanzen einfach zwischen Löschpapier in einem dicken Buch ein. Dann einige Wochen warten und schließlich vorsichtig entnehmen.

 

Die gepressten Blüten eignen sich natürlich nicht nur für ein kleines, individuelles Herbarium, sondern auch zum Verzieren von Einladungen, Grußkarten und - vorsichtig mit Klarlack überzogen - auch für Holzschachteln und dergleichen. Herrlich nostalgisch, das Ganze. Finde ich jedenfalls.

 

Typisch Juni - Blumen pressen: Gepresste Rose - Nostalgie-Liebe

 

 

Lass es Dir gut gehen! ♥

 


Luftigleicht: Gartenzeit und Fastenzeit

 

Fast Mitte März, schönster Sonnenschein. Zeit, wieder in den Garten zu gehen. Ach, haben wir uns aber lange nicht mehr richtig gesehen, mein Liebster! Dich werde ich nun erst mal schön durchputzen und vom Wintergrau befreien. Zwischen den vertrockneten Zweigen der Stauden und altem Laub finde ich sogar noch einige heruntergefallene Silvesterhülsen. Jetzt aber ran da!

 

 

Ich arbeite guten organischen Dünger in den Boden ein, häufel die Rosen ab und sehe mir an, was da so alles wieder wachsen möchte. Am weitesten sind natürlich die Frühblüher. Winterlinge und Krokusse blühen schon, auf Tulpen und Nazissen warte ich noch.

 

Ouh. Ein Blick auf unseren Rasen holt mich allerdings wieder aus den Frühlingsblütenträumen zurück in die Wirklichkeit. Der braucht eine Sonderkur. Hat meine Zuwendung im Herbst denn nichts gebracht? Doof. Dort wo die Kids den ganzen Winter über täglich zum Kaninchenstall gelaufen sind, ist plattgewalzte, nackte Erde. Da haben wir noch mal richtig zu tun. Aber gut. So ist das eben jetzt. Trittsteine möchten wir halt auch nicht legen.

 

Am Ende der Arbeit wird auch der Rasen wieder grün und dicht sein.

 

 

Die Natur erwacht, wir säen die ersten Kräuter aus und auch wir selber wollen Müdigkeit und Ballast nach dem langen Winter vertreiben. Da hilft es wieder einmal, sich an die alten Jahresabläufe zu erinnern, denn die haben sehr oft ihren Sinn gehabt!

 

Schon seit Aschermittwoch haben wir Fastenzeit. Ob katholisch oder nicht, auf den Zug können wir gerne aufspringen. Denn den Organismus durchzuputzen und zu entgiften, zwischen den Feiertagen etwas reduzierter zu leben, über eine frische, unbelastete und vollwertige Ernährung nachdenken, ist für die meisten von uns doch hilfreich. Fast alle können wir da noch etwas verbessern.

 

 

Darum nehme ich die Fastenzeit gerne an - eine Tradition, die lohnenswert und gut ist. Letztendlich sind solche Dinge wie Achtsamkeit dem eigenen Körper gegenüber oder Nachdenken, was esse ich und woher kommt es, nicht einmal sooo weit weg von religiösen Anschauungen. 

 

Lassen wir uns also darauf ein!

 

Fastenformen gibt es viele. Mir selber ist die ganz strikte Methode, bei der man nur noch Wasser und ungesüßten Tee zu sich nimmt, viel zu anstrengend ist und Molkefasten ist mir zu "durchschlagend". Was ich aber sehr ansprechend finde, ist eine ganz gemäßigte Art des Saftfastens, bei der auch kleine ballaststoffreiche Snacks erlaubt sind. 

 

Ein paar Tage mit dieser Art Saftfasten führt garantiert zu einem Energieschub! Natürlich spreche ich nicht von pappesüßem Bananensaft aus dem Supermarktregal, dazu ein paar Müslieriegel... Nein. Zucker sollte man schon vermeiden. Es geht um frische Gemüsesäfte, ganz viel Mineralwasser dazu und ein wenig Vollkornbrot- oder Vollkornnudeln.

 

Einen Entsafter brauchst Du für meine Vorschläge übrigens nicht, aber einen Standmixer. EIGENTLICH sind meine "Säfte" dadurch Smoothies, denn sie enthalten ja noch alle Fasern des Gemüses. Finde ich aber auch viel besser. So bekomme ich die gesamte Power, produziere keinen Abfall und es füllt natürlich auch den Bauch ein wenig.

 

Los geht der erste Kurtag mit frischem Gurken-/Staudenselleriesaft. Für 1 großes Glas benötigst Du 1/2 Salatgurke und 2 Stangen Staudensellerie. Beides grob zerkleinern und mit 200 ml Mineralwasser im Mixer glatt pürieren.

 

Diesen Rohkostsaft bereite ich mir fünfmal an diesem ersten Tag zu. 

 

Rezept für die Fastenzeit: Gurken-Sellerie-Smoothi

 

 

Gurke und Sellerie. Eine Power-Kombi! Die beiden entschlacken, entwässern und bringen den Stoffwechsel so richtig auf Touren. Damit ich ein bisschen was zu kauen habe, backe ich zu Beginn meiner Kur diese kleinen Fastenbrötchen:

 

Fastenspeise - Rezept für die Fastenzeit: Ballaststoffreiche Fastenbrötchen

 

Zu jeder Saftmahlzeit gibt es 1-2 kleine Brötchen.

 

Hier ist mein Rezept:

 

Ballaststoffreiche Fastenbrötchen (10 Stück á ca. 50 Kcal)

 

Für 10 Minibrötchen: 60 g Dinkelvollkornmehl, 1 P. Trockenhefe, 140 g Haferkleie, 1 TL Zucker, 1 TL Salz, 1 TL gemahlener Kümmel, 1/2 TL gemahlener Anis vermengen.

 

200 ml lauwarmes Wasser zufügen und zu einem glatten Teig verkneten.

 

Abgedeckt an einem warmen Ort mindestens 1 Stunde gehen lassen.

 

Den Ofen auf 250 °C vorheizen. 10 kleine Brötchen formen und auf dem Blech, mittlere Schiene, in gut 10 Minuten fertigbacken.

 

Fastenzeit Rezepte

 

Ganz wichtig ist: Ich trinke vor jeder Mahlzeit zwei große Gläser Mineralwasser, so komme ich auf mindestens 2,5 Liter Wasser pro Tag. Dazwischen genieße ich unterstützende Fastentees, die man im Handel ja problemlos bekommt.

 

 

Am zweiten Tag läuft es eigentlich genauso ab. Nur das ich dieses Mal für jedes der fünf Gläser die frische Kombi aus 1/2 gelben Paprika und 1/2 Handvoll Spinat plus 100 ml Mineralwasser zubereite.

 

Mixer für grüne Smoothies - Smoothie mixen

 

Jetzt kommt die Sache langsam in Schwung. Merkst Du's? Und das Prinzip ist doch auch ganz einfach. Es geht jetzt eben ein paar Tage so weiter, mit Kombinationen wie man sie mag.

 

Die 1-2 Brötchen pro Mahlzeit kannst Du durch 2-4 Scheiben Vollkornknäckebrot oder eine Tasse Vollkornreis oder Vollkornnudeln ersetzen (gekocht gemessen) und für Deine Smoothies probier mal Rote Bete, Weißkohl, Möhren und Kohlrabi. Gib verschiedene Salatsorten dazu, auch mal einen halben Apfel, wirf eine Handvoll Kräuter mit hinein... Ein Gefühl für die Mengen hast Du doch jetzt, nicht wahr?

 

Für's Büro füllst Du Dir vorher Deine Portionen in Schraubverschlussgläser. So einfach ist das.

 

 

Über die selbsthergestellten Säfte geht nichts. Trotzdem kannst Du als Ergänzung auch zu hochwertigen Gemüsesäften aus dem Handel greifen. 

 

In meinem Reformhaus habe ich z. B. diese Supermischung entdeckt: Verschiedene Gemüsesorten plus Löwenzahn- Brennessel- und Artischockensaft. Perfekt für meinen Plan und sehr lecker!:

 

Saftfasten mit Gemüsesaftmischungen

 

Eine übliche Zeit für eine solche Saftkur wären fünf Tage. Aber auch drei bewirken schon viel Gutes und gegen eine kleine Verlängerung spricht normalerweise auch nichts. (Auf der sicheren Seite bist Du bei individuellen Fastenfragen aber erst nach Rücksprache mit einem Arzt.)

 

Ich jedenfalls fühle mich nach fünf Tagen schon super durchgeputzt, bin fit und energiegeladen! (...und passe auch wieder besser in meine zarten, perlenbesetzten Prinzessinnenroben )

 

Anschließend bin ich bereit für viel Bewegung an der frischen Luft und bereit, von den Safttagen langsam umzusteigen auf eine wieder abwechslungsreichere Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, guten Pflanzenölen, Kräutern, naturbelassenen Joghurts und Quark, kräftigem Körnerbrot uvm.

 

 

Zum Abschluss für heute ein paar Fotos von meinem letzten Spaziergang am Blankeneser Strandweg. Befrei Dich und atme durch! ♥

 

Spaziergang am Blankeneser Strandweg - knorriger Baumstamm mit Tau an der Elbe
Spaziergang am Blankeneser Strandweg - bizarrer Stein an der Elbe
Spaziergang am Blankeneser Strandweg - Sonnenungergang an der Elbe
Spaziergang am Blankeneser Strandweg - Sonnenungergang an der Elbe

Buntes Treiben und Graue Erbsen - Von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag

Ende Februar: Die ersten Schneeglöckchen
Ende Februar: Die ersten Schneeglöckchen

 

Der schlimmste Frost ist seit einiger Zeit vorbei, wir haben Plustemperaturen und beim Rundgang durch den Garten sieht man es deutlich: Die Natur will wieder erwachen. Erste Boten sind die hübschen Schneeglöckchen, die sich nun wieder zeigen und bestätigen: Es ist tatsächlich Vorfrühling! In den Blumengeschäften locken schon seit Längerem Töpfe mit vorgezogenen Primeln und anderen Frühlingsblühern und der Handel bietet die ersten Schokohasen und Kunststoffeier an. Winter?! Und tschüss!

 

 

So knallebunt wie diese Primeln sind, geht es hier heute weiter, denn wir haben Weiberfastnacht! Da ich die althergebrachten Feste so mag, liebe ich ja alleine schon das zünftige Wort: Weiber! Das steckt doch was drin! Saft und Kraft und die richtige Portion Wildheit. Finde ich jedenfalls. 

 

Heute an Weiberfastnacht übernehmen jedenfalls in vielen Regionen die Frauen das Regiment. Sie gehen verrückt verkleidet und mit Scheren bewaffnet auf Krawattenjagd, stürmen die Rathäuser, halten närrische Sitzungen ab und in den Gaststätten wird ausgelassen gefeiert.

 

Die Weiberfastnacht geht bis ins tiefe Mittelalter zurück, wo selbst die Nonnen in den Klöstern den Tag ausgiebig feierten. Das kann ich gerne glauben!  

 

 

Also rein in den bunten Partyfummel, die Federboa umgeschlungen und dann los mit dem restlichen Furiengeschwader! Härrlisch!!!

 

Der Hit dabei ist, dass die Weiberfastnacht ja sogar nur der Auftakt für die tollen Tage ist, die noch folgen. Da braucht frau wirklich Stehvermögen.

 

Damit das so hinhaut mit der Feierei von Donnerstag bis Dienstag, gehört seit jeher eine gute Grundlage dazu. Jetzt, bei noch immer kalten Temperaturen, hat darum gehaltvolles Schmalzgebackenes in allen Variationen eine lange Geschichte. 

 

 

Rezepte gibt es zuhauf. Heutzutage wird das Gebäck oft bunt verziert und kommt auch in Form der amerikanischen Donuts daher. Lecker. Prima. Aber mich freut besonders, dass ich hier eine traditionelle rheinische Karnevalsspezialität vorstellen kann, die mir eine Eifeler Leserin zugeschickt hat: Mutzen!

 

Liebe Bina K., hier sind Deine Bilder und Dein Rezept. Vielen Dank dafür und Alaaf! ☺☺☺

 

 

Für eine Schüssel Karnevalsmutzen stellen wir einen Teig her aus 500 g Quark, 4 Eiern, 160 g Mehl, 2 P. Vanillezucker, 400 g Mehl, ca. 1 EL Natron und je 1 Handvoll Rosinen, feine Apfelstückchen und Mandelstifte.

 

Daraus formen wir ca. 12 - 14 Bällchen, die wir portionsweise in heißem Fett goldbraun ausbacken.

 

 

Die fertigen Mutzen auf Küchenkrepp abtropfen lassen und vor dem Servieren ordentlich mit Puderzucker bestäuben.

 

Faschingsrezept - Rheinische Spezialität zu Karneval - Rezept für Karnevals-Mutzen

 

Ich finde ja, die alten Familienrezepte sind meist die allerbesten. Sehr lecker!

 

 

Zu den Eifeler Karnevalsmutzen gesellt sich hier nun noch eine deftige, regionale Spezialität aus Norddeutschland. Die gibt es schon seit Sechzehnhundertschießmichtot und sie wird bis heute jedes Jahr am Faschingsdienstag in vielen Gaststuben und Familienküchen gekocht: "Graue Erbsen".

 

Graue Erbsen, auch Kapuzinererbsen genannt, sind vor allem in Ostfriesland und im Elmshorner Raum bekannt. Woanders sind diese Hülsenfrüchte aus Großmutters Küche kaum zu finden. 

 

Kapuzinererbsen kaufen - Graue Erbsen kaufen

 

In Elmshorn beliefert der Landhandel "Theodor Stüben OHG" die umliegenden Gaststätten. Im kleinen Kontor kann man aber auch für den Privathaushalt Packungen ab 500 g erwerben. 

 

Kapuzinererbsen kaufen - Graue Erbsen kaufen

 

Rechtzeitig vor dem Veilchendienstag war ich dort, wurde sehr freundlich und fröhlich bedient und bekam netterweise gleich noch das passende Rezept dazu mit:

 

 

(Übrigens: Theodor Stüben versendet die grauen Erbsen um die Karnevalszeit herum auch innerhalb Deutschlands. Hier ist darum gerne der Link zur Webseite.)

 

Die traditionelle Zubereitungsart habe ich Dir also - siehe oben - nicht vorenthalten. Ich selber allerdings mache das etwas anders, füge z. B. noch Kräuter dazu, halte es leichter, indem ich Schweinebacke und Speck weglasse und ich koche Kassler und Wurst nicht separat. Kann ja jeder machen wie er mag...

 

So sieht es bei mir aus - mir ist das noch deftig genug:

 

Traditionsrezept: Spezialität zum Faschingsdienstag: Rezept für Graue Erbsen - Eine Elmshorner Tradition

 

Wenn Du die "Grauen Erbsen" auf meine Art nachkochen möchtest: Die Kapuzinererbsen wie oben beschrieben zubereiten, aber kein Salz zum Kochwasser geben. Nach den 2,5 Stunden Kochzeit 2 Loorbeerblätter, Majoran, Petersilie, gemahlenen Kümmel und 1 Prise Zucker zufügen, außerdem pro Person 2 Scheiben Kassler und 1 - 2 kleingeschnittene Mettwürstchen.

30 Minuten nur mild köcheln lassen, in der Zwischenzeit die Beilagen zubereiten (wir bevorzugen Kartoffelpüree). Pro Person 1 Zwiebel in Ringe schneiden, leicht mit Mehl überstäuben und in heißem Öl goldbraun ausbacken. Alles anrichten und dazu mittelscharfen Senf reichen.

 

Nun bist Du, was die Grundlagen angeht, doch ausgestattet, oder? Für die flüssigen Spezialitäten brauchst Du sicher keine Tipps. Dann also Prost, Helau und Alaaf! Feier schön, lärme, vertreibe den restlichen Winter. Und hau ordentlich rein, denn Aschermittwoch beginnt schließlich die Fastenzeit.

 

Um die geht es hier das nächste Mal, aber daran wollen wir ja jetzt noch gar nicht denken!

 


♥ Valentinstag ♥

 

Es ist wieder Valentinstag! Valentinstag. Nun rümpft doch hoffentlich keiner die Nase und behauptet, der Tag wurde von Schokoladenfabrikanten und Blumenhändlern erfunden? Denn dem ist nicht so. 

 

Valentinsfeste gab es schon im Mittelalter, in England übergab man am Valentinstag bereits im 15. Jahrhundert kleine Geschenke und Gedichte und in Deutschland wurde das Valentinsbrauchtum immerhin bereits in den 1950er Jahren bekannt. Was attraktiv begangen wird, ist eben auch rasch populär. Ist doch nett!

 

Und dass heutzutage der Handel kräftig mitmischt, finde ich sogar gut. So wird dieser schöne Tag gewiss nicht vergessen - wie so viele andere. Darum sollten auch für den Walpurgistag endlich Marzipanhexen hergestellt werden. Und warum gibt es noch keine Johannistagsbonbons oder auch süße Bartholomäustörtchen und kleine Sankt-Andreas-Geschenke? Ist nicht. Und so merkt dann auch kaum noch jemand, dass diese Tage einst von Bedeutung waren im Jahreslauf.

 

Ich persönlich bin ja der Überzeugung, dass wir nicht nur die alten Apfelsorten retten sollten, sondern auch die alten Gedenktage. Einer der Gründe für diesen Blog!

 

Nun. Also an Valentin ist es einfacher. Schon am Morgen starten wir mit einem herzigen Frühstück in den Tag. Das finden auch unsere Kids nett. 

 

Herzige Häppchen: Frühstück am Valentinstag oder Valentinsfrühstück
Herzige Häppchen: Frühstück am Valentinstag oder Valentinsfrühstück - Nahaufnahme

 

Für die Schul- oder Aktentasche gibt es noch eine süße Handvoll glänzender roter Bonbons mit, dann geht es erst einmal los zur Dienstags-Pflichterfüllung. 

 

Hübsche Herzbonbons - Süßes zum Valentinstag

 

Nach Feierabend möchten wir den Tag natürlich angemessen verbringen - egal ob frisch verliebt oder zum noch größeren Glück im bereits ruhig-beständigen Liebesfahrwasser.

  

Dabei muss es am Valentinstag gar nicht Venedig oder Paris sein. Ein gemeinsamer Besuch im Spa, Restaurant, Konzert oder Theater hebt diesen Tag ja ebenfalls aus der Arbeitswoche hervor. 

 

 

Aber auch in den eigenen vier Wänden können wir es uns abends mit einem raffinierten Dinner und einem Liebesfilm so richtig nett machen. Ein paar buntgemischte Klassiker – selbstverständlich mit Happy End:

 

Stolz und Vorurteil

Notting Hill

Frühstück bei Tiffany

Der Prinz aus Zamunda

Pretty Woman

Pyjama für Zwei

Männerherzen

 

Zwei orange-rote Rosen

 

Ideen für raffinierte Rezepte und herzige Törtchen habe ich auf meiner Pinterest-Seite gespeichert. Schau doch mal rein...

 

 

Valentinstag. Ist doch schön, dass es ihn gibt, oder? Welches Thema könnte angenehmer sein? Und falls Du immer noch findest, das ganze "Theater" sei übertrieben, dann werfe mal einen Blick in meinen alten, rot-goldenen Prinzessinen-Gedichtsband. Das schwelgt. Das schwärmt. Das trieft...

 

Herrlich.

 

Hab einen schönen 14. Februar.  ♥  ♥  ♥

 

 

... in deiner Augen lichtem Schein, blüht meine Seele, liebestrunken...

... bei deinem Kuß tönt mir Musik, mit süßen Schauern mich durchbebend...

 

Wow.

 


Mariä Lichtmess? Kerzenweihe?

 

Heute gibt es von mir wieder einmal einen kleinen Zwischengruß, denn es ist "Mariä Lichtmess".

 

Mariä Lichtmess??? Äh. Ähm. Aha?!

 

Ja. Hier nur so viel: Am uralten Lichtmessfest brachten früher die Menschen ihren ganzen Jahresbedarf an Kerzen in die Kirchen, wo sie gesegnet wurden und so beim Abbrennen Schutz versprachen, z. B. vor Unwetter und Krankheit.

  

Schade, dass der Tag für die meisten heute keine Bedeutung mehr hat. Denn es ist doch schön, dass uns der Lichtmess-Kerzenschein mitten im kalten, dunklen Winter Wärme und Licht bringen möchte!

 

 

Ich halte bei uns diesen Tag zumindest dadurch ein wenig hoch, dass ich am 02. Februar viele Kerzen anzünde und meist auch etwas Passendes backe, z. B. knusprige Haferflockenplätzchen, ausgestochen in Kerzenform.

 

 

Außerdem könnte man gerade an diesem Tag vorhandene Kerzen hübsch verzieren, beispielsweise mit winterlichen oder auch schon mit fröhlichen Frühlingsmotiven. Kerzenmalstifte und Wachsplatten dafür gibt es in jedem Bastelbedarfsgeschäft.

 

Ich hatte mir für heute vorgenommen, aus unseren vielen Kerzenresten eine schöne, große, neue Kerze zu gießen.

 

Meine Methode ist dabei supereinfach. Kein Gefummel mit gekauftem Docht und keine Formen, die man nach dem Gießen lösen muss...

 

Du brauchst einfach nur eine leere Blechdose, ein Glas (oder mehrere), einen Kochtopf und natürlich die Kerzenreste.

  

 

Der Zeitspartrick ist: Ich nehme eine in der Länge passende alte Kerze, die ich mit ein paar Wachstropfen in der Mitte eines alten hitzebeständigen Glases befestige...

 

 

...dann erhitze ich die Wachsreste im Wasserbad...

 

 

... fische mit einer Gabel die alten Dochtreste heraus und gieße das flüssige Wachs einfach um die Kerze herum ins Glas.

 

 

Dabei kannst Du in einer oder mehreren Schichten arbeiten, je nach Größe von Dose und Glas und natürlich je nach Lust und Laune. Wichtig ist, dass Du die oberste Schicht nicht ganz bis zum Rand der Mittelkerze gießt, denn beim Erkalten sackt die ganze Mitte ein wenig ab. Lass Dir also für den nächsten Tag ein wenig Wachs über, den Du noch einmal erhitzen kannst, um damit die Mitte aufzufüllen.

 

So sieht meine fertige Kerze aus:

 

 

Lass es Dir gut gehen!


Wintertraditionen

Januarlandschaft: Ente auf dem zugefrorenen Bach

 

Mitten im Winter. Draußen ist es frösteligjanuarkalt. Wir laufen Schlittschuh im Park oder planen bei Schnee eine Wanderung mit Winterpicknick. Im glitzernden Weiß rasten wir dick eingemummelt auf unseren Schlitten, packen einen Thermotopf mit deftiger Erbsensuppe aus, das frisch gebackene Brot mit Schinkenwürfeln und Kannen mit süßem, heißem Vanillepunsch.

 

 

Ansonsten sitzen wir nun aber gerne und viel hinter dem Ofen, beschäftigen uns mit einigen liegengebliebenen Projekten oder finden wieder die Zeit für verschiedene Handarbeiten. Schon in alten Tagen waren vor allem Januar und Februar die Monate, in denen gesponnen und gewebt, geflickt und genäht wurde.

 

Altes Spinnrad

 

Die Kälte draußen bringt uns zum Beispiel automatisch auf die Idee, uns einen schönen Schal oder eine kuschelige kleine Decke zu stricken. Projekte, die selbst Strickanfänger in Angriff nehmen können. Schöne Wolle besorgt, die passenden Nadeln dazu und dann trifft man sich mit der Tante oder Freundin, die bereit ist, einem das Aufnehmen der Maschen und die beiden Grundarten zu zeigen. 

 

Wenn man ein wenig experimentiert, kann man aus einfachen rechten und linken Maschen zahlreiche kreative Muster stricken. 

 

Wintertradition: Einfach gestrickte Decke
Wintertradition: Einfach gestrickte Decke

 

Dann sind bald schon ein paar weiche, wärmende Lieblingsstücke fertiggestellt.

 

Wenn das Stricken in immer gleich breiten Reihen erst einmal gelingt, kann man sich im nächsten Schritt daran machen, zwischendurch die Wollfarbe zu wechseln und auch das Abnehmen und Zusammennähen zu üben. Auf diese Weise ist zum Beispiel diese einfach Wärmflaschenhülle entstanden:

 

Wintertradition: Gestrickte Hülle für die Wärmflasche

 

Mit Wolle kann man aber nicht nur stricken und häkeln. Versuch doch ruhig auch einmal zu weben! Ich habe z. B. den alten Schulwebrahmen der Kids hier liegen und finde, es geht auch wirklich kinderleicht. Einfach Wollfäden einspannen und dann im Wechsel drüber und drunter die Wolle in der gewünschten Farbe einweben. 

 

So entstehen individuelle Schals, Pulswärmer oder andere Kleinigkeiten, die anschließend ganz nach Wunsch zusammengenäht werden können.

 

Wintertradition: Weben mit dem Schulwebrahmen
Wintertradition: Weben mit dem Schulwebrahmen

 

Wenn Du Dich auch mal wieder mit Handarbeiten beschäftigen möchtest, kann ich Dir hier ein paar inspirierende Blogs empfehlen:

 

Farbenfaden

Krautiline

Maschenfein und

Manu strickt...

 

 

Im Gegensatz zu meinen winterlichen Aktivitäten wurden früher mit viel Fleiß und Sorgfalt noch weitaus beeindruckendere Handarbeitsstücke hergestellt.

 

Hier eine alte, hübsche, große Tischdecke aus meiner Familie, die ich mit weißem Geschirr immer besonders gerne zum Sonntagskaffee auflege:

 

Handbestickte Tischdecke in blau-weiß
Handbestickte Tischdecke in blau-weiß - Detail

 

Mit diesen gemütlichen Traditionen lässt sich der Winter doch aushalten, oder? Wir trinken Tee und lesen, treffen uns, um gemeinsam Handarbeiten zu machen, kochen und backen in unseren Schlossküchen all die typischen Winterrezepte und lassen es uns richtig gut gehen.

 

 

Übrigens ist jetzt in der kalten Jahreszeit auch eine besondere Zeit für alle Korbflechter, denn es ist die Zeit, in der die Ruten der Kopfweiden geschnitten werden. Diese dürfen nämlich nur in der Saftruhe von Ende November bis Ende Februar geerntet werden.

 

Kopfweiden findest Du häufig an Bachläufen und sie sind an ihrer besonderen Form gut zu erkennen. Natürlich musst Du den Besitzer vorher fragen, ob Du Dir Ruten abschneiden darfst. 

 

 

Nach der Ernte der Weidenruten müssen diese erst einmal geputzt werden, das heißt, von allen kleinen Verästelungen befreit werden. Danach prüfst Du, ob sie für Dein Projekt genügend biegsam sind. Wenn nicht, werden sie entsprechend lange in Wasser eingelegt. 

 

Möchtest Du das Weidenflechten, dieses wunderschöne alte Handwerk, einmal ausprobieren, findest Du im Internet einfache Anleitungen, um selber damit zu experimentieren. Dort wirst Du natürlich auch fündig, wenn du lieber gleich einen Kurs besuchen möchtest.

 

  

Ich jedenfalls liebe Körbe und überhaupt alles aus Weidengeflecht zu sehr! Ich brauche sie für's Gartenkleingerät, zum Einsammeln von Laub und auch im Haus sind sie überall verteilt: Altglas, Äpfel, Zeitungen, Strickzeug, Bastelkram... Man kann doch gar nicht genug haben!

 

 

So. Der Schornstein raucht. Drinnen haben wir es schön warm und es warten ein Glas heiße Schokolade und mein Strickzeug auf mich. Darum tschüss für heute - mit diesem kleinen Gedicht:

 

 

Januar

 

Wohin man schaut, nur Schnee und Eis,
Der Himmel grau, die Erde weiß;
Hei, wie der Wind so lustig pfeift,
Hei, wie er in die Backen kneift!

 

Doch meint er`s mit den Leuten gut,
Erfrischt und stärkt, macht frohen Mut.
Ihr Stubenhocker schämet euch,
kommt nur heraus, tut es uns gleich.

 

Bei Wind und Schnee auf glatter Bahn,
Da hebt erst recht der Jubel an.

 

 

(Robert Reinick, 1805-1852)

 

 

Wintergetränk, typisch im Januar: Ein Glas heiße Schokolade mit Sahne

Neujahrsputz am Freitag, den 13.

Spaziergang im Januar. Der kleine Bach beginnt zu vereisen.
Spaziergang im Januar. Der kleine Bach beginnt zu vereisen.
Spaziergang im Januar. Schnee am bemoosten Baum.
Spaziergang im Januar. Schnee am bemoosten Baum.

 

Freitag, der 13. Hm. Freitag, der Kreuzigungstag, plus die Dreizehn, das "Dutzend des Teufels". Oha! Kann das gut gehen?! Also irgendwann vor vielen Jahren habe ich mal darüber nachgedacht, dass mir eigentlich nie was besonders Schlechtes passiert ist an einem dieser Tage. Ich habe angefangen, ganz genau darauf zu achten. Aber nein, nach weiteren Jahren der Beobachtung habe ich festgestellt: Nix. Gar nix. Im Gegenteil! Eigentlich liefen diese verrufenen Tage sogar besonders glatt, ja geradezu schön und gut. Und zwar immer. So bin ich zu dem Schluss gekommen: Freitag, der 13.? Das ist eigentlich ein Glückstag. Das wissen nur nicht so viele. Yeah. Ich lebe jedenfalls sehr gut mit ihm. 

 

 

Jedenfalls traue ich mich auch an diesem Tag ganz mutig zu putzen. Kein Wischwasser auf den glatten Fliesen lässt mich erschauern und auch die Haushaltsleiter erklettere ich unbekümmert, denn ich hab mir ja für den Januar was vorgenommen!

 

 

Das Jahr ist schließlich neu, da sollen auch Haus und Garten wieder wie neu strahlen! Darum ist der Januar der perfekte Monat für eine großangelegte Neujahrs-Entrümpelungs- und

-Putzaktion. Man ist motiviert, hat Zeit und kann es sich nach getaner Arbeit sooo schön gemütlich machen!

 

Wenn ich mich ranhalte, bin ich Ende des Monats durch und profitiere den ganzen Rest des Jahres davon. Denn manches ist eh nicht so oft dran und anderes hält man viel leichter sauber und ordentlich, wenn es möglichst viele freie Flächen gibt.

 

Wenn es losgeht, nehme ich mir jeden Raum einzeln vor, sehe mich von Wand zu Wand um und frage mich: Muss dieses Sammelsurium im Regal wirklich hier stehen und einstauben oder kann ich mich trennen?!

  

Angehäufte Stapel und Kisten werden gesichtet, es wird aussortiert und aufgeräumt.

Das Wichtigste dabei: auch die Schrankinhalte werden geklärt. Bestenfalls gibt es anschließend überall noch reichlich Luft, damit Neues IM Schrank gelagert werden kann und sich nirgendwo Zwischenlager auf Schränken, Tischen oder sogar dem Boden bilden. 

 

 

Während und nach dem Entrümpeln mache ich eine Liste, was vielleicht repariert oder erneuert werden muss. Kleinigkeiten, wie z. B. Kerben, bessere ich sofort aus, größere Befunde wie "Oh. die Tapete ist aber auch mal wieder fällig!" werden notiert.

 

Wenn so erst mal alle Flächen freigeräumt und die Vorhänge in der Waschmaschine sind, atme ich schon durch, denn das weitere Pflegen der freien Flächen ist doch dann überhaupt kein Problem mehr!

 

Das Putzen erledige ich grundsätzlich mit umweltverträglichen Reinigungsmitteln. Und mit einer ziemlich reduzierten Palette. Für die allermeisten Fälle brauche nur: Spülmittel, Soda und Zitronensäure.

 

Spüli, Soda, Zitronensäure - Ökologisch putzen: Nur wenige Mittel reichen.

 

Spülmittel: Ich wüsste keinen Grund, Spülmittel nicht auch als Allzweckreiniger zu benutzen. Außer für Geschirr benutze ich es daher auch beispielsweise für Böden und Fenster. Was die angeht ist mein bester Zusatz-Tipp die Investition in einen Akku-Fenstersauger. Ich habe mir

z. B. vor Jahren den Kärcher-Fenstersauger zugelegt und der ist einfach nur suuuuuuper! Ich reinige die Fenster mit Spüliwasser, schäume sie dabei ordentlich ein und ziehe den Schaum dann in nur einem weiteren Arbeitsgang vollkommen streifenfrei und ohne Tropferei mit dem Akkusauger ab. Fertig! Kein Nachpolieren. Lediglich die Ränder einmal nachwischen und gut ist. Besonders für Schlossherrinnen ohne Personal eine lohnende Anschaffung!

 

Ich liebe meinen Kärcher Fensterreiniger

 

Zitronensäure: Wo zum Schmutz auch noch Kalkreste dazukommen, kommt eine Lösung aus Zitronensäure und Wasser zum Einsatz - und zwar 30 g auf 1 Liter. Eine natürlich kalklösende Mischung ohne den "Duft" von Essig.

 

Soda: Bei fettigem Schmutz, z. B. in der Küche, hilft normales Waschsoda perfekt. Soda ist alkalisch und ein echter Fettkiller. Bei der Verwendung daher unbedingt Handschuhe anziehen.

 

Mit einer Mischung aus Soda, ein wenig Wasser und Spülmittel reibt man beispielsweise hartnäckigen Schmutz im Backofen ein, lässt es etwas wirken und wischt den Ofen dann einfach aus. Auch als Abflussreiniger ist eine Sodalauge bestens geeignet, denn sie tötet Bakterien und hilft gegen Schimmel und Gerüche.

 

 

Mit den oben genannten Mitteln halte ich 98 % unseres Haushaltes sauber. Dazu gesellen sich einige wenige Sondermittel, wie ein guter WC-Reiniger, ein Glasspray für kleine Zwischendurch-Aktionen, Schmierseife, z. B. für die Gartenmöbel, Wiener Kalk zum Polieren und einige wenige mehr. Diese Reiniger kaufe ich aber immer von Ökoherstellern. Überall bekommt man ja z.B. die günstigen Produkte von www.frosch.de oder sieh mal z. B. nach bei www.waschbaer.de.

 

Ökologisch reinigen: Umweltverträgliche Putzmittel
Schmitzol's Wiener Kalk
Savon de Marseille

 

Was richtige Spezialfälle angeht, liebe ich die alten Haushaltstipps aus Großmutters Zeiten. Die ganz alten Originalhefte dienen allerdings oft nur noch dem Amüsement. Was für eine wundervoll skurille Mischung!

 

„Rußflecke an den Händen entfernt man durch Schwefeldampf“, Glanzstellen in Anzügen beseitigt man, wenn man sie mit einer Efeublätter-Salmiak-Brühe abreibt“, „Lackierte Gegenstände reinigt man mit einem Gemisch von Mehl und Baumöl“ und „Teppiche frischt man auf durch Abreiben mit Sauerkraut“… Herrlich!

  

Alter Haushaltsratgeber: Die rechte Hand der Hausfrau, für 90 Pfennige
Verblichene Handschriften...
Verblichene Handschriften...

 

Auch die weniger alten Ratgeber sind für mich die wundervollste Lektüre:

 

Kristall-Lüster...
Kristall-Lüster...

 

Ich liebe z. B. auch das kleine Informationsheftchen von Holste's "Kaiser Natron", die Allzweckwaffe für alles und jedes. 

 

 

Die Informationsbeschaffung geht aber natürlich auch moderner - heute ist ja das Internet die angesagte Quelle für Reinigungsprobleme aller Art. 

 

Einige Beispiele:

 

Fräulein Ordnung

Rosa und organisiert

Haushaltstipps.com

und der Klassiker: Simplify.de

 

weiße Amaryllisblüte am Fenster

 

Wenn dann Raum für Raum fertig ist, kommt das Schönste:

 

Dekoriert mit frisch geduschten oder neu erworbenen Zimmerpflanzen... 

 

Im Januar: Frische Zimmerpflanzen

 

... mache ich es mir ganz gepflegt gemütlich, bei einer guten Tasse Tee.

 

Gemütliche Tasse Tee im Goldrandgeschirr, dazu Ingwer-Konfekt

 

Draußen ist es kalt. Die Natur ruht. Und nun kann auch ich mich ausruhen in unserem ordentlichen, sauberen Heim.

 


Nigelnagelneues Jahr

 

So. Nun geht alles wieder von vorne los... Ach nee. Natürlich nicht ganz. Immerhin haben wir uns doch verdammt viel Gutes und Sinnvolles vorgenommen und das halten wir SELBSTVERSTÄNDLICH auch ein und durch! Also wird alles sogar noch besser als es je war! Super!!! In dem Sinne wünsche ich erst einmal ein 

 

Frohes Neues Jahr!

 

 

 

Oh. Stopp. Dir ist noch gar nicht sooo froh zumute? Bisschen verkatert?! Aha. Na, da hilft doch garantiert DAS zum Frühstück:

 

 

Okay. Das war jetzt echt gemein. Trotzdem hier ein paar Tipps für's Katerfrühstück. Es muss ja kein Brathering oder Matjes sein. Salzig-herzhafte Aufbaunahrung für Deinen Zustand ist z. B. auch Vollkornbrot mit Schinken-Rührei mit ein paar sauren Gurken dazu. 

 

Zu Trinken gibt es dazu den Kater-Killer schlechthin: Brau Dir eine Kanne Tee aus Majoran mit Honig und frischem Ingwer. Danach sollte es schon wieder ein bisschen gehen - Sonst müssen noch paar homöopathische Wunderkügelchen unterstützen: Versuch's mal mit "Nux Vomica" - hilft gut gegen Übelkeit.

 

Anschließend reißen wir uns zusammen und räumen erst mal auf. Die Party ist zwar vorbei, aber der Neujahrstag selber ist ja immerhin ein Festtag. Und den wollen wir, wenn auch müde, so doch würdevoll begehen.

 

 

Nachdem die Spülmaschine läuft, mein Tipp für alles und für jeden Zustand und jede Jahreszeit:

 

Raus aus dem Haus zum traditionellen Neujahrsspaziergang! Die frische Januarluft des unverbrauchten neuen Jahres wird Dich endgültig zurechtrücken!

 

 

Anschließend geht auch wieder eine kleine Leckerei von der nett gedeckten Neujahrskaffeetafel, nicht wahr?

 

Wie wäre es mit einem lecker gefüllten Berliner und bunt verzierten Neujahrsplätzchen?

 

 

Hufeisen, Schweinchen und Kleeblätter sind einfach ausgestochene Mürbeteigkekse mit Zuckerguss verziert. Die niedlichen Fliegenpilzplätzchen machst Du so: Aus dem selben Butter-Mürbeteig stichst Du runde Kekse aus, drückst zwei abgezogene Mandeln ein, darüber kommt je eine halbe kandierte Kirsche. An den Fuß der Pilzchen drückst Du noch gehackte Pistazien auf und pinselst dann alles, außer den Kirschen, mit Eimilch ein. 

 

Nach dem Backen bei 175 °C (etwa 12 Minuten) lässt Du die Plätzchen auskühlen und trägst zuletzt noch mit einem zähen Zuckerguss kleine Punkte auf.

  

Klasse, oder? Einzeln verpackt in kleinen Tütchen sind diese Kekse auch ein tolles Neujahrs-Mitbringsel für Freunde und Kollegen.

 

 

 

Wenn Du einfach mit losem Zucker überstreute Berliner ein bisschen aufpeppen möchtest, habe ich auch eine nette kleine Idee für Dich: Hast Du von gestern Abend noch ein bisschen von den Streuteilen des Tischfeuerwerks da? Dann leg einen dieser kleinen Plastikschornsteinfeger als Schablone auf Deine Berliner, streu kräftig Puderzucker darüber und fertig ist's.

 

 

Außer Schmalzgebackenem, wie den bekannten Krapfen, sind auch Hefekränze und -zöpfe zum Jahreswechsel guter alter Brauch.

 

Bei uns gibt es immer eine verzierte Neujahrsbrezel, die ich aus Dinkel-Vollkornmehl backe. Dieses Jahr ist sie mir so üppig geraten, dass man allerdings zweimal hingucken muss, um die Brezelform zu erkennen.

 

Gebildgebäck aus Hefe - Traditionsgebäck zu Neujahr: Neujahrs-Brezel

 

Übrigens: Vergiss nicht, dass wir die Zeit der Rauhnächte haben. Das sind die Tage und Nächte zwischen dem ersten Weihnachtstag und dem Dreikönigstag am 06. Januar, an denen früher täglich Haus und Hof ausgeräuchert wurden, um böse Geister fern zu halten. 

 

Auch heute noch glauben viele Menschen an die Kraft des Räucherns und daran, dass es zumindest Einfluss auf unsere Seele hat. Wer's glaubt wird also selig und schaden kann es ja sowieso nicht. Zumindest schaffst Du Dir eine "dufte" Wohlfühlatmosphäre und führst eine sehr sehr lange Tradition fort.  

 

Neujahr ist also ein passender Anlass, einmal die eigenen Räume auszuräuchern.

 

Wenn Du nicht gleich groß ins Thema einsteigen und richtig mit Räucherkohle, Harzen und Kräutern experimentieren möchtest, dann reichen ja für's erste auch unsere altgedienten Räuchermännchen und die kleinen kegelförmigen Räucherkerzen, die es dazu gibt. Vielleicht hast Du die Weihnachten eh schon abbrennen lassen? Na, nun weißt Du woher der Brauch kommt.

 

 

Zuletzt für heute noch ein kleiner grüner Tipp. Zu Neujahr ist es ja ebenfalls schöner Brauch, kleine Töpfchen mit Glücksklee zu verschenken oder den Tisch damit zu schmücken. (Wobei der Klee dieses Jahr eine Rarität war, weil es in DEM holländischen Klee-Kühlhaus einen Brand gegeben hatte...) Wenn bald der Alltag des neuen Jahres wieder kommt, denk bitte daran: Wirf das Töpfchen nicht achtlos in den Müll. Es lohnt sich, die kleinen Pflänzchen auf der Fensterbank weiterzupäppeln, auch wenn sie zwischendurch ziemlich schlapp machen.

 

Im zeitigen Frühjahr topfst Du sie in frische Erde und in einen bisschen größeren Topf um, stellst sie an die frische Luft und dann wirst Du sehen: Sie wachsen und gedeihen und zeigen schließlich ihre Dankbarkeit mit zarten roten Blüten! Also: Versuch es doch mal. Hier ist zur Motivation ein Bild vom letzten Sommer:

 

blühender Glücksklee

 

Und so ist es: Wir gehen durch Alltag und Festtag, immer mit einem kleinen Blick zurück und eben auch nach vorne. Frei nach dem Motto

 

Einszweidrei, im Sauseschritt 

Läuft die Zeit; wir laufen mit.

 

(Wilhelm Busch 1877)

 

Ich wünsche Dir einen schönen Start und fröhliches, erfolgreiches Mitsausen im neuen Jahr!

 

 

 


5-4-3-2-1... Morgen ist Silvester!!!

 

Morgen ist Silvester. Ich liebe es! Diese besondere Nacht, die nur so strotzt vor alten Bräuchen, wilden oder stimmungsvollen Partys und Gänsehaut-Feeling um Mitternacht. Und: Wann sonst ist es VERBOTEN zu arbeiten? Besonders Wäsche waschen und aufhängen sind vollkommen tabu, bitte. Oder willst Du Dir den Zorn Wotans und seines wilden Heeres an den Hals putzen? Nee. Das lassen wir mal lieber.

 

Also mach heute klar Schiff und bereite alles vor, denn dann darfst Du erst wieder nach Neujahr.

 

 

Tja. Ein wie meistens ganz gemischtes Jahr geht zu Ende. Die Nachrichten waren oft sehr belastend, aber auch Schönes gab es doch reichlich. 

 

Wir blättern morgen durch den Familienkalender, sehen uns noch einmal alle Fotos an und nehmen uns so gemeinsam Zeit für unseren ganz persönlichen Jahresrückblick. Dabei erinnern wir uns an Besuche und Schulveranstaltungen, an manche Verpflichtung und an die gepackten Koffer des vergangenen Jahres. 

 

 

Damit das Schlechte flüchtet und das Gute herbeieilt, zünden wir anschließend die ersten Tischfeuerwerke ab, freuen uns über die herausgeschleuderten Glückssymbole und werfen dann beim Bleigießen einen Blick in die Zukunft. Irgendwie sehen die entstandenen Figuren immer so skurril aus, dass man eigentlich grundsätzlich etwas Positives hineininterpretieren kann. Find ich unverbesserliche Optimistin natürlich gut.

 

 

Auch sehr beliebt, besonders bei den Kids, ist das etwas neuere "Gummibärchen-Orakel". Dabei werden 5 Gummibärchen aus der Tüte gezogen und die Farbkombination bedeutet dann z. B. Wahrheit und Erfolg. Da die Gummibärchen nach der Weissagung ihren Dienst getan haben, dürfen sie anschließend angenehmerweise gleich verputzt werden.

 

Unsere Beschreibung des Gummibärchen-Orakels kannst Du Dir als kleines Freebie gerne hier herunterladen.

 

 

Sehr wichtig für einen stimmungsvollen und gelungenen Silvesterabend ist natürlich auch die Dekoration. Neben Luftschlangen und Luftballons dürfen Glücksklee, Marienkäfer, Hufeisen, Glücksschweinchen, Münzen, Schornsteinfeger und reichlich Fliegenpilze nicht fehlen! Glück kann man schließlich nie genug haben...

 

Silvester-Deko: Schornsteinfeger, Hufeisen und Glückspfennige, in einer Marienkäferschachtel aufbewahrt
Unsere Streudeko für den Silvestertisch, passenderweise in einer Marienkäferschachtel aufbewahrt
Getöpferte Keramik Silvester-Deko: Kleine Keramik-Fliegenpilze
Meine winzige, getöpferte Fliegenpilzfamilie

 

Wenn's nach diesem Einstieg nicht losgeht zur Großparty oder zum eleganten Dinner mit schickem Rahmenprogramm, sondern die Nacht der Nächte bei Dir zuhause stattfindet, hier ein paar weitere Tipps.

 

Los geht es mit der Tischdeko, die hier ebenfalls getöpfert ist. Jeder Gast findet ein Keramik-Kleeblatt auf seinem Platz, das natürlich gerne mitgenommen werden darf...

 

Getöpferte Keramik Silvester-Deko: Vierblättriges Kleeblatt als Mitgebsel

 

Was das Essen angeht, wird auch das natürlich dem besonderen Anlass entsprechend geplant. Gemütlich und beliebt sind Raclette oder Fondue, festlich-traditionell ist der berühmte Karpfen (von dem eine Schuppe das neue Jahr über im Portemonaie aufbewahrt wird!) und ebenfalls populär ist ein tolles - kleines oder großes - Partybuffet. 

 

Ein Buffet ist perfekt für alle, die sich am Abend selber um rein gar nichts mehr kümmern möchten. Die Schüsseln und Platten mit Salaten und Fingerfood lassen sich gut vorbereiten und stehen, lediglich immer wieder appetitlich zusammengerückt, die ganze Nacht zur Verfügung, nach Mitternacht vielleicht noch mit einer heißen Partysuppe ergänzt.

 

Hier habe ich ein paar Vorschläge für kleine, einfache Platten für Dich, für die Du nicht einmal selber den Kochlöffel schwingen musst, sondern die nur nett zusammengestellt sind:

 

Buffetplatte, Partyplatte: Räucherlachsstücke, Krabbencocktail und Eier mit Kaviar
Räucherlachsstücke, Krabbencocktail und Eier mit Kaviar
Buffetplatte, Partyplatte: Gefüllte Weinblätter und Zaziki, mit Kräuter-Frischkäse gefüllte Champions
Gefüllte Weinblätter und Zaziki, mit Kräuter-Frischkäse gefüllte Champions
Silvesterplatte, Buffetplatte: Mit Gurkensheiben dekorierter Lachsschinken, mit einem Senf-Dip
Mit Gurkensheiben dekorierter Lachsschinken, mit einem Senf-Dip
Silvesterplatte, Buffetplatte: Börek, gefüllte Oliven, gefüllte Mini-Paprika, Ziegenkäse, gefüllte Weinblätter
"Börek", gefüllte Oliven, gefüllte Mini-Paprika, Ziegenkäse, gefüllte Weinblätter

 

So oder ähnlich bekommst Du doch rasch eine ansprechende Sammlung zusammen. Dazu ein paar Kräuterbaguettes und alle sind glücklich. 

 

Hast Du Zeit und Lust, auch noch ein wenig Fingerfood selber herzustellen, findest Du hier meine Rezepte für Lachs-Schnecken, Parmesan-Muffins, Knusperoliven u.a.

 

Außerdem gibt es dort auch die Rezepte für diese nette kleine Vorspeise und dieses originelle Dessert, ein Apfel-Sekt-Gelee:

 

 

So vorbereitet kann er kommen, der große Abend! Ob du es gemütlich angehen lässt, mit "Diner for one" und geselligen Spielen, oder ob Du die Musik aufdrehst und das Wohnzimmer zur Tanzfläche wird, liegt dann ganz bei Dir.

 

Bildquelle: www.ndr.de

 

Gemütlicher Spieleabend an Silvester

 

Ich jedenfalls freue mich auf morgen. Wir haben netten Besuch und mit dem vergangenen Jahr bin ich persönlich ganz zufrieden.

 

Übrigens ist hiermit ja auch mein erstes "Blogger"-Jahr rum. Ich war gespannt, wie lange ich darauf Lust haben werde, aber bisher bringt es mir so viel Spaß, dass ich einfach mal weitermache. Insgesamt hatte meine hochadelige Seite immerhin schon 2342 Besucher. Das hätte ich nicht gedacht und es macht mich schon ein bisschen stolz.

 

Von daher hoffe ich, dass Du auch im neuen Jahr wieder vorbeischaust (und das ist in diesem Fall schon übermorgen ) und ich wünsche Dir einen 

 

guten Rutsch!!!

 


Weihnachtsstimmung

 

Noch acht Tage. Der Countdown läuft. Bist Du schon in Weihnachtsstimmung? Na, das will ich doch hoffen! Sonst hab ich mein Ziel hier aber verfehlt. Oder brauchst Du einfach nur noch einen kleinen Schubs? 

 

Dann atme erst einmal tief ein...

 

 

... nimm einen Schluck heißen, würzig-süßen Punsch...

 

 

... und lehne Dich ein bisschen zurück. Heute gibt es hier keine Rezepte oder Basteltipps. Heute erzähle ich Dir einfach, wie es bei uns so ist in der Weihnachtszeit. Vielleicht schaffe ich es ja dadurch, Dich in Stimmung zu versetzen?

 

Also wir stimmen uns vor allem mit einem gemütlichen Bummel über den Weihnachtsmarkt so richtig schön ein. Wohlgemerkt: gemütlicher Bummel! Also nicht am Rande von großen Einkaufs-Aktionen, womöglich noch mit ein paar Tüten bepackt, sondern der Markt selber ist dann das alleinige Ziel. Wenn ich an den geschmückten Hütten vorbeischlendere, mir Strickwaren, Lichterhäuschen und Holzschmuck ansehe und mir der Duft von frischen Waffeln in die Nase steigt, dann ist es automatisch da, dieses Gefühl von guter, heimeliger Tradition. Ich liebe es!

 

 

Genauso schön wie ein Weihnachtsmarktbummel ist es, bei trockenem Wetter weite Spaziergänge zu machen. Natürlich am traumhaftesten, wenn es geschneit hat. Warm eingepackt durch den Park oder Winterwald laufen - es kann ja fast nichts Herrlicheres geben!

 

Und auch wenn es momentan noch nicht ganz nach weißen Flocken aussieht, hier zum Trotz zwei SCHNEEBILDER!

 

 

Beizeiten vor dem Fest führt uns unser Weg zu einem Hof im Nachbardorf. Dort stapfen wir die langen Reihen schöner Tannen ab und diskutieren aufgeregt, welcher Baum der prachtvollste, der geradeste, der charaktervollste und der ideal-beastetste ist. Das dauert! Zuletzt sind wir uns aber immer noch einig geworden und dann schmeißen sich Vater und Sohn auf die Erde und sägen ihn ab, unseren Weihnachtsbaum.

 

 

Nach dieser wichtigen Arbeit kann man sich auf dem Hof noch am Feuer die Hände wärmen und es gibt Punsch mit Keksen. So soll es sein, oder?

 

 

Übrigens bekommen unsere Kaninchen selbstverständlich ebenfalls einen Weihnachtsbaum. Mit Holzsternen. Ehrensache!

 

 

Auch all die vielen Festvorbereitungen helfen, das rechte Adventsgefühl zu bekommen. Allen voran die Backtage, die ich mit den Kids mache. Inzwischen liegen mir nach solchen Aktionen nicht mehr die Nerven blank(!), sondern die beiden sind mir eine richtige Hilfe geworden!

 

 

Wenn dann abends die Kerzen angezündet werden und man so wohlig eingekuschelt im warmen Zimmer beisammensitzt... Das ist für mich das ganze Glück. Geborgenheit.

 

 

An Heiligabend schließlich geht's in die festlich geschmückte Kirche. Ohne könnten wir uns den Auftakt des Festes nicht vorstellen.

 

 

Und später gibt es natürlich - begleitet von großem "Ooh!" und "Aah!" - Geschenke!

Frei nach dem Motto "Papa gets a Schlips and Socken..." (Dieses "denglische" Gedicht kennst Du sicher, nicht wahr?) 

 

Die Bescherung findet unter unserer sehr wild und sehr dicht behangenen Tanne statt. (Auf den Hauptästen hängt der "Schmuck" dank langer Schlaufen oder Haken teilweise dreifach hintereinander.) Eigentlich bin ich ja ein Durchsortierer und Rausräumer. Wirklich! Aber an den Christbaumschmuck kann ich einfach nicht ran. Der muss GENAU SO bleiben, wie er immer war. So wild gewachsen aus altem Familienschmuck, Kindergarten-Erdnussmännchen und

Pappsantas, dicken Engeln, an denen ich vor 20 Jahren nicht vorbeigehen konnte, Ringelsöckchen, Weltladen-Glocken und FLITTERRENTIEREN!!!!!

 

Wenigstens DIE wollte ich letztes Jahr loswerden. Aber nein, die liebt unsere Tochter von allen am meisten. Also eine kann-nicht-darf-nicht-Kombi. Kannste nix machen. 

 

Wilde Baumschmuck Mischung

 

Spätestens ab dem Programmpunkt "Bescherung" ist bei uns vorbei mit "stiller Nacht". 

 

Es gibt ein höchst ausgiebiges Essen, die Feuerzangenbowle wird angesetzt und der restliche Abend ist laut, ausgelassen und immer irgendwie auch chaotisch. 

 

 

 

Tja. So sieht das aus bei uns. Ich denke, wir haben großes Glück. Oder empfinde ich einfach nur, dass wir großes Glück haben? Und kann man das lernen? Aber wie geht das denn? 

 

Nun. so rosarot wie ich die Welt betrachte, ist dies definitiv keine tiefschürfende Lebenshilfe-Seite. Außerdem geht es gerade ja auch "nur" um Weihnachten. Da sich aber genau an diesen Tagen alle Erwartungen zuspitzen, hier der Versuch eines Ratschlages, falls Du zu denen gehörst, die Weihnachten eher mit gemischten Gefühlen entgegen sehen: Sei nicht passiv, sondern bereite vor, was nur geht, um die Feiertage froh und zufrieden zu verbringen.

 

Wenn Du alleine bist: Gib Dir einen Ruck. Auch jetzt ist noch Zeit, spontan jemanden einzuladen oder zu besuchen. Denk nach, trau Dich zu fragen und dann esst Ihr lecker und seht Euch nette Filme an. Ist doch gemütlich!

 

Wenn Du mit der Familie feierst und schon so manches "befürchtest": Noch ist Zeit, sich abzustimmen, was jeder vom Fest erwartet und was jeder beitragen kann. Niemand sollte sich zu sehr verbiegen müssen, aber jeder sollte auch ein wenig kompromissbereit sein. Finde raus, was genau Dir (und den anderen) unter den Nägeln brennt, sprich es offen an und dann sei(d) auch bereit für Veränderungen.

 

So entstehen vielleicht jetzt, eine gute Woche vor dem Fest, noch nette neue Pläne für Spieleabende, gemeinsame Kochaktionen oder lockerere Abläufe,  die dann doch ein gutes Gefühl mit sich bringen. Und darum geht es letztendlich ja schließlich.

 

 

Ein bisschen Lebkuchen und ein paar Kerzen gehören dann aber bitte auch für Weihnachtsmuffel dazu, okay?

 

 

Und zuletzt: Ob es schön wird oder doch ein bisschen schwer, Dein Fest: Geh auf jeden Fall hinaus. Geh in die Natur. Mach einen langen, sehr langen Spaziergang unter dem freien Himmel. Mein bester Tipp! ♥

 

 

Und damit verabschiede ich mich für heute. Mit dem Bild des freien Himmels und mit meinem allerliebsten Weihnachtsgedicht genau darüber. Ich wünsche Dir zum Fest ein kleines bisschen von dem Zauber, der aus diesen bekannten Zeilen weht.

 

 

   

Weihnachten

 

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

 

 

(Joseph von Eichendorff, 1864)

 

 


Nikolaus

Der Nikolaustag ist mir doch mindestens einen klitzekleinen Zwischengruß wert - und ein Beweisfoto, dass sich auch Teenager noch über gefüllte Stiefel freuen. Vielleicht ist der Inhalt nicht mehr ganz so bunt wie früher und der Schoko-Mann inzwischen ein bisschen cooler... aber noch werden die Stiefel brav geputzt und bereitgestellt.

 

Nikolaus-Brauch gefüllte Stiefel: Auch Teenager stellen noch Stiefel hin

Adventszeit. Geschenke selber machen!

Genähter Weihnachtswichtel
Stiefelchen zum Befüllen: Selbstgemachte kleine genähte Advents-Stiefel an einer Tannengirlande

 

Das zweite Türchen ist geöffnet und wir sind nun voll eingestiegen in die Adventszeit. Noch ist Zeit genug, möglichst viele Geschenke selber zu machen, denn es steckt doch so viel mehr Liebe in handgefertigten Dingen. Gerade in der heutigen Zeit, in der viele eh "alles haben", ist Selbermachen außerdem eine schöne Möglichkeit, etwas zu verschenken, was es eben genau so nicht zu kaufen gibt. Na, und basteln, köcheln und werkeln macht ja auch einfach Spaß!

 

 

Also habe ich heute für Dich einige ganz simple Ideen. Die erste ist etwas, das man auch mit Kindern einfach durchführen könnte: Selbst gerollte Bienenwachskerzen und -anhänger.

 

Aus dieser günstigen Fertig-Packung Wachsplatten:...

 

 

... habe ich beispielsweise diese Kerzen und Anhänger hergestellt:

 

Selbstgerollte, selbstgemachte Bienenwachskerzen und Bienenwachsanhänger aus Wachsplatten

 

Wenn man den Einzelpreis von gekauften Bienenwachskerzen bedenkt, lohnt sich das Selberdrehen auf jeden Fall. Die Anleitung liegt solchen Sets bei und was man sonst noch benötigt, hat jeder Haushalt da: Schneidebrett, Messer, Lineal, Ausstechförmchen und Fön. 

 

Die nächste Idee geht auch ganz fix. Geh einfach durch Deine Schränke und Schubladen und suche Dir Stoffreste, alte Deckchen, Schürzen, Stofftaschentücher, Geschirrhandtücher oder Ähnliches zusammen.

 

 

Aus denen nähst Du dann kleine Duftsäckchen und -herzen für's Kopfkissen oder den Kleiderschrank! Einfach mit getrockneten Duftkräutern füllen (Lavendelblüten z. B. gibt es in der Apotheke) und fertig ist Dein schönes Weihnachtsgeschenk für liebe Leute.

 

Selbstgemachtes Geschenk, romantisch und nützlich: Aus alten Stoffresten genähte Säckchen und Herzen mit Lavendel gefüllt

 

Wo es hier jetzt eh schon so nach Honig und Lavendel duftet, kommen nun noch zwei einfache Ideen für die Schönheitspflege dazu. Einmal das absolute Blitzgeschenk: Ein belebendes Körperpeeling, angerührt aus 3 EL feinem Salz, 120 g grobem Meersalz, 80 ml Olivenöl und 1 EL getrocknetem Rosmarin und Thymian. (Ja. Ganz einfach die aus dem Gewürzregal.) Einfach in einem Schüsselchen vermischen, in ein Schraubverschlussglas füllen, nach Geschmack dekorieren, fertig. 

 

Selbstgemachtes natürliches Körperpeeling aus Meersalz und Kräutern

 

Und dann noch folgende, eigentlich altbekannte, aber immer wieder nette Idee: Kleine Gästeseifen, farblich passend zum Bad des Beschenkten, je nach Vorliebe schön duftend z. B. nach Parfum, Rosenöl oder Weihnachtsduft. 

 

Selbstgemachte Gästeseife als Weihnachtsgeschenk

 

Die Herstellung ist kinderleicht: Besorge Dir im Bastelgeschäft Rohseife, den Rest hast Du vielleicht schon zuhause: Lebensmittelfarbe, Duftöl oder Parfum und Förmchen (z. B. Silikon-Pralinenformen, Sandkastenförmchen oder kleine Plastikdöschen). 

 

Die Rohseife wird im Wasserbad geschmolzen, dann werden Farbe und Duft zugefügt und die Flüssigkeit in die Formen gegossen. 

 

Das Abkühlen dauert gar nicht lange und schon können die kleinen Seifen herausgelöst und nett verpackt werden.

 

Selbstgemacht: Zutaten für's Seife Gießen

 

Wenn das alles noch nicht das Richtige war: Wie wäre es mit ein paar köstlichen Küchengeschenken? Mit denen kann man ja eigentlich nie was falsch machen. 

 

Sehr lecker und ganz schnell herzustellen sind z. B. süß-beschwipste Rum-Honig-Mandeln mit Rosinen. Am besten hängst Du für die Verwendung ein Schildchen daran. Sie passen z. B. wunderbar zu Vanilleeis oder in den Punsch. Wie Du es machst steht hier.

 

Eingelegte Mandeln mit Rosinen: Mandeln in Rum-Honig

 

Das nächste Küchengeschenk: Ein herb-süßes Pomelo-Orangen-Gelee. Diese Kombi gibt es nicht so oft, weswegen sich Feinschmecker sicher darüber freuen werden. Wie Du dieses winterliche Gelee einmachst, findest Du hier

 

Pomelo-Orangen-Gelee

 

Immer wieder beliebt sind natürlich auch frisch gebackene und liebevoll verzierte Plätzchen. Die müssen gar nicht allzu schick sein. Unsere Schokokekse z. B. haben die Kids für Oma und Opa einfach mit allem verziert, was der Backschrank und die Nasch-Schublade so hergab (und Großeltern LIEBEN natürlich Kekse, denen man ansieht, wer sie gemacht hat):

 

Bunt verzierte Schokokekse

 

Das Rezept für 2 Bleche Schokokekse: 1 Ei, 1 EL Zitronensaft, 1 P. Vanillezucker, 200 g Puderzucker, 200 g Margarine, 350 g Mehl, 200 g gemahlene Mandeln, 3 gehäufte EL Backkakao. Alles zu einem Teig verkneten, ausrollen, Figuren ausstechen, auf's Backblech legen und bei 175 °C etwa 15 - 20 Minuten backen. 

 

Weitere Ideen für Küchengeschenke findest Du unter meinen "Geheimnissen aus der Schlossküche", jeweils am Ende der Saisonrezepte. Schau doch mal rein. Da gibt es Gewürzsalze, Liköre, Gelees, Zitronenzucker, Salzgebäck, Milchreismischungen und vieles mehr. 

 

 

Und wenn Dir das noch nicht genügt, dann schau auf meiner Pinterest-Seite vorbei. Die quillt über von Sammlungen für schöne Geschenke!  

 

Jedenfalls hoffe ich, Du findest die eine oder andere Idee und ich konnte Dich ein bisschen zur Zurückbesinnung inspirieren. Ist doch heimelig, wie in der guten alten Zeit in den Wochen vor Weihnachten heimlich zu sägen und zu stricken, zu kleben und zu köcheln, oder etwa nicht? ♥

 

 

Ganz am Ende noch ein anderer kleiner Hinweis: Übermorgen, am 04. Dezember ist Barbaratag. Du weißt sicher: An diesem Tag holt man sich traditionell ein paar Zweige von Blühgehölzen aus dem Garten oder dem Blumengeschäft. Denn in der Vase im warmen Haus blühen sie bis Weihnachten auf und das ist nicht nur schön, sondern soll sogar Glück bringen! 

 

Also: Zweige z. B. von Kirsche, Apfel oder Forsythie holen. Gab es bis zum Barbaratag noch keinen Nachtfrost (nur dann) über Nacht im Tiefkühlschrank zwischenlagern, die Enden anschließend schräg anschneiden und schließlich die Zweige in warmes Wasser stellen, damit sie glauben, es sei Frühling...

 


Maronen, Bratäpfel und lange Adventslisten

Nikolausschuh am Fenster

 

Am Sonntag ist es soweit: 1. Advent! Haben wir uns bisher nur locker und naiv warmgelaufen mit dem einen oder anderen Bazar oder mit bisschen Tischreservieren und Tannengrün besorgen, so wissen wir spätestens jetzt: Er beginnt, der vorweihnachtliche Spaßmarathon. Montag Krippenausstellung mit Tante Lisbeth, Dienstag Julklapp mit der Häkelrunde, Mittwoch Adventsbuffet im Verein, Donnerstag zum Glück nix, also ab in die City und bis 20:00 Uhr die ersten Geschenke und neue Festtagskleidung für die Kids besorgen, Freitag Putz- und Backtag, denn Samstag traditionelle Adventseinladung bei uns, Sonntag Weihnachtsmarktsbummel in Hamburg, Montag...

 

Foto vom Hamburger Weihnachtsmarkt

 

Wer jetzt nicht einen übersichtlichen Kalender hat, eine - nein - VIELE umfassende Listen und vor allem ein paar bereits genehmigte Urlaubstage als kleine Inseln verteilt, der GEHT UNTER!  

 

Waaas? So pessimistisch?! Jain. Die erste Erkenntnis ist einfach: Es ist Ausnahmezustand. Jedenfalls bei mir. Die zweite Erkenntnis: Ich will nix verpassen, ich will nix vergessen, ich will keinen Stress. (???!!! Ähm. Hm. Tja...). Die dritte Erkenntnis: Das passt nicht zusammen, also wachse organisatorisch über Dich hinaus! Es ist ein Großprojekt. Es muss professionell gemanagt werden. Professionelles Projektmanagement bedeutet den Ausschluss von Gefühlsduseligkeiten, Bauchentscheidungen und Haltungsfehlern wie "Aaach (gähn), wir gucken einfach mal, ob vielleicht...". 

 

(???!!! Ähm. Hm. Tja...) Maria?! Halloooooo! Es beginnt doch einfach nur die schöne Adventszeit?!

 

Na, okay. Fahr ich mich mal wieder runter. Mach ich doch einfach mal weiter, als ob nix wäre. Reden wir über 

 

Maronen.

 

Esskastanien oder auch Maronen genannt

 

Denn frische Maronen gehören jetzt dazu. Endlich gibt es sie wieder, beim Gemüsehändler um die Ecke und auch auf den beginnenden Weihnachtsmärkten. Gestern hatte ich uns die erste Papiertüte voll mitgebracht und abends haben wir sie sofort geröstet. Lange lagern geht nämlich nicht, sie verderben ziemlich schnell. 

 

frische Maronen / frische Esskastanien

 

Du weißt, wie man sie vorbereiten muss? Leg sie in einfach in eine Schüssel kaltes Wasser und fische sie dann nacheinander raus. Mit einem scharfen Sägemesser die Schalen auf der gewölbten Seite kreuzweise einritzen und dann tropfnass auf einem Blech im Backofen bei 200 °C ca. 15 Minuten rösten. Tja und dann den leckeren Kern rauspuhlen und knabbern. Perfekt für lange Spätherbst- und Winterabende.

 

Mich erinnern sie immer an "Die kleine Hexe" von Ottfried Preußler. (Schon wieder dieses Buch!) Das Kapitel, in dem die kleine Hexe im verschneiten Dorf den Maronimann trifft. Er schenkt ihr aus seinem Öfchen ein paar heiße Kastanien und sie hext ihm aus Dankbarkeit seinen Schnupfen für immer weg.

 

Wintergemütlichkeit: geröstete Maronen knabbern vor dem Kamin
Geht's gemütlicher? Geröstete Maronen puhlen vor dem Kaminfeuer... 

 

Zweites Thema, dass Du nicht verpassen darfst: Brätäpfel. Egal wie oft oder selten Du kochst oder backst, egal überhaupt wie wo oder was... Bratäpfel sind ein Muss in dieser Zeit. Brätäpfel, das ist Glück aus dem Ofen! Und darauf wollen wir doch nicht verzichten, oder?

 

Fertig gebackene gefüllte Bratäpfel mit Puderzucker
Fertig gebackene gefüllte Bratäpfel mit Puderzucker

 

Und Bratäpfel sind sooo einfach zuzubereiten. Einfach ein paar herzhafte Äpfel (wie z. B. Boskop, Elstar oder Jonagold) aushöhlen, eine Füllung nach Geschmack zusammenmischen (ich nehme meistens schlicht, was ich in Backschrank und Keller so finde: z. B. Pflaumenmus, gehackte Mandeln, Rosinen und Zimt), die Mischung in die Äpfel stopfen und ab damit in den Ofen. Mein Rezept für lecker gefüllte Bratäpfel mit Vanillesoße habe ich Dir hier gespeichert. ♥

 

Diese Köstlichkeit ist es wahrhaftig wert bedichtet zu werden, daher zur weiteren Motivation die bekannten Zeilen: 

 

 

Der Bratapfel

 

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie's knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.

 

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

 

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

 

(Bayrisches Volksgut)

 

Lecker gefüllter Bratapfel mit Vanillesoße

 

Tja, und während wir abends so im warmen Wohnzimmer beisammen sitzen, Bratäpfel schlemmen oder Maronen knabbern, mache ich mir lange Listen für die nächsten Tage und Wochen: Welche Zutaten brauche ich für meine Küchengeschenke? Lebkucheneis oder Backobstkompott als Dessert bei unserer Adventseinladung? Und hab ich noch genügend Kandis und Zimtstangen da? Und Packpapier? Funktionieren die Lichterketten? Was schenke ich meinem Schwager? Gibt's Raclette oder Fondue? Wie ging das noch mit den Fröbelsternen? Was schicke ich Tante Agnes und was besorge ich für den Julklapp nächste Woche??? 

 

Notizbuch mit Füller: Adventsliste schreiben

 

So geht das jetzt los und hört garantiert nicht mehr auf bis Januar. Die Kunst ist - siehe oben - Organisation. Dann kriegt man eigentlich alles recht entspannt hin. Wenn man an Advent und Weihnachten so seine Ansprüche hat, dann muss man eben auch was dafür tun.

 

Leckerer bunter Plätzchenteller

 

Gekaufte Plätzchen gehen halt gar nicht. Und Zeit für einen Weihnachtsmarktbummel mit Freunden und Familie, Zeit sich zu treffen im Advent, Zeit für all die vielen Geschenke und Aufmerksamkeiten soll auch sein. Und erst die Planung des großen Festes selber! Glitzernd, duftend, lecker und harmonisch soll es werden. Dafür ist einfach einiges vorzubereiten. Jedenfalls stehen bei mir mit Beginn der Adventszeit alle anderen Projekte still. Die haben Zeit bis nach den Feiertagen...

 

Adventsdeko auf der Treppe: Korb mit Zweigen und Holzbuchstaben "Advent"

 

An dieser Stelle schon mal ein paar Bilder der ersten fertiggestellten Geschenke. Die, die ein wenig länger gedauert haben. (Last-Minute-Ideen gibt es nächste Woche.)

 

Zum einen zwei Stick-Projekte. STICKEN??! Ja. Ich sticke noch! Natürlich! Ich bin immerhin eine Prinzessin. Die sitzen im Kaminzimmer mit dem Stickrahmen auf dem Schoß. Schon vergessen?

 

Geschenkidee selbstgemachter Kirchsteinsack: Selbst besticktes Kirchkernkissen

 

Kirschsteinsäcke sind natürlich keine neue Idee, aber mir gefällt dieser rustikal-alte Look und außerdem dachte ich, es ist praktisch, wenn die Gebrauchsanleitung gleich dabei ist.

 

Kirchsteinsack: Selbst besticktes Kirchkernkissen - Nahaufnahme

 

Hier, wie ich es gemacht habe: Zunächst besorgst Du beigen Baumwoll-Stickstoff, einen Bügelmusterstift, nicht zu feines Stickgarn, Nadel und einen einfachen Stickrahmen.

 

Dann legst Du die Maße für das Kissen samt Nahtzugaben fest. Den gewünschten Text druckst Du Dir einfach spiegelverkehrt(!) mit der gewünschten Schrift maßstabsgetreu auf Papier aus und überträgst diese Vorlage auf den Stoff.

 

Jetzt kannst Du alles mit einem gewöhnlichen Plattstich nachsticken.

 

Zuletzt bügelst Du alles über und nähst erst dann das Kissen von links zusammen.

 

Geschenkidee: Selbstgemachter, Selbstbestickter kleiner Jutesack für Dörrobst

 

Und das ist das zweite Stickprodukt. Damit aus unseren im Oktober gedörrten Apfelringen ein schönes Geschenk wird, bekommen sie eine nette Hülle aus besticktem Sackleinen.

 

Geschenkidee: Selbstbestickter kleiner Jutesack für Dörrobst - Nahaufnahme

 

Die Herstellung läuft genauso wie beim Kirschkernkissen, nur dass Du hier im Kreuzstich stickst und vor dem Zusammennähen von rechts ein Zierband aufbringst.

 

Geschenkidee: Selbstgemachte selbstgetöpferte Keramikschalen

 

Zuletzt meine neuesten Keramiken. Kann ich Dich motivieren es einmal selber zu versuchen? Töpferkurse und -gruppen findest Du bestimmt auch in Deiner Nähe.

 

Geschenkidee: Selbstgemachte selbstgetöpferte Keramikschalen - Nahaufnahme

 

Das nächste Mal melde ich mich schon in einer Woche wieder und dann stelle ich Dir, wie versprochen, einige selbstgemachte Geschenke vor, die Du in sehr kurzer Zeit und sehr einfach fertigstellen kannst. Vielleicht ist ja dann die eine oder andere Idee für Dich dabei?

 

Bis dahin... Genieß die Zeit! ☺☺☺

 


Martinstag und Abwehrkräfte stärken

 

Martinstag! In den meisten Gegenden ist die Zeit rund um diesen Tag auch heute noch mit viel schönem alten Brauchtum angefüllt: In den Kindergärten oder abends in der Familie werden fleißig aus Schachteln, Fotokarton und Transparentpapier die herrlichsten Laternen gebastelt. Jedes Kind bemüht sich, dass seine Laterne die schönste wird, denn oft werden die originellsten und hübschesten Lampions am Ende prämiert.

 

 

Der Laternenzug wird dann von einem fröhlichen Spielmannszug begleitet, alle singen "Laterne, Laterne..." oder "Ich geh mit meiner Laterne..." und vorneweg reitet hoch zu Ross ein beeindruckender Heiliger Martin, natürlich mit Helm und Schwert und in einen langen, weiten Mantel gehüllt! 

 

 

Die Lichter wackeln durch die Dämmerung, dass es nur so eine Pracht ist, selbst die Allerkleinsten in den Kinderwägen halten schon ein Stöckchen mit einer kleinen Lampe daran fest.

 

Laternenumzug im Rosarium Uetersen
Laternenumzug im Rosarium Uetersen

 

Am Ende dann locken meist noch Punsch und das typische Gebildbackwerk: Zum Beispiel Martinshörnchen oder auch Martins-Weckmänner - am begehrtesten, wenn sie eine echte Tonpfeife im Arm halten.

 

Wenn Du selber einmal für Deine Lieben solche Weckmänner backen möchtest: Es ist gar nicht schwer. Hier findest Du mein Rezept und die benötigte Schablone dafür. 

 

Zum Martinstag Martinswecken: Selbstgemachte Martins-Weckmänner

 

Eine andere süße Idee sind Martins-Gänseküchlein aus saftigem Quark-Öl-Teig und mit marzipangefülltem Bauch. Die gehen weg wie nichts - vielleicht solltest Du mein Rezept lieber gleich verdoppeln! ♥

 

Martinsgebäck. Ein Rezept zum Martinstag: süße Gänseküchlein mit Marzipan gefüllt.

 

Weckmänner oder Gänseküchlein wären auch ein schönes Mitgebsel für Deine Gäste, falls Du zum traditionellen Martinsessen einladen möchtest. Das könnte eine ganze, prachtvolle, knusprige Gans sein, aber auch "nur" ein paar leckere Gänsebrüste mit Rotkohl und Klößen sind wunderbar. Ebenfalls sehr traditionell ist der Eifeler "Döppekooche", den dort viele seit alters her am 11. November zubereiten - anstelle einer teuren Gans. Herzhaft-lecker!  Die Rezepte variieren von Dorf zu Dorf, von Haushalt zu Haushalt. Hier ist meine Version:

 

Rezept Spezialität zum Martinstag am 11. November: Der traditionelle Döppekooche

 

Das Rezept für den Döppekooche habe ich Dir hier abgespeichert.

 

Mit solchen alten Martinsrezepten und ein paar aufgehängten Lampions, ob selber gebastelt oder gekauft, fängst Du zuhause ganz einfach die schöne Stimmung dieses Tages ein.

 

Laternen oder Lampions als herbstliche Dekoration an Sankt Martin

 

Da ich die altbekannten Fertig-Lampions so wunderbar nostalgisch finde, habe ich mir nach diesen Vorlagen einige wetterfeste für den Vorgarten getöpfert. Dort baumeln sie fröhlich im Apfelbäumchen vor der Haustür...

 

Sankt Martin Dekoration: Getöpferte Keramik-Lampions als Herbstdekoration für den Garten.

 

Auch kleine oder große Martinsmärkte gibt es noch rund um den 11. November - oder es gibt sie wieder. Ursprünglich wurden an Martini Märkte abgehalten, damit sich die Bevölkerung vor dem Einbruch des Winters mit Schuhen, Werkzeug oder anderen Dingen des täglichen Bedarfs eindecken konnte.

 

Heutzutage ist der Martinsmarkt entweder ein kleinerer oder größerer Jahrmarkt oder auch ein Markt mit Verkaufsständen, meist schon mit weihnachtlichem Kunsthandwerk und mit gastronomischen Angeboten. Hier das Plakat zum letztjährigen Martinsmarkt in unserer Gemeinde: 

 

Plakat zum Tornescher Martinsmarkt

 

Mit seinen Märkten, seinen stimmungsvoll leuchtenden Laternen, dem ersten dampfenden Punsch am kühlen Abend, enden für mich mit dem Martinstag nach und nach die melancholischen Novemberwochen nach Allerheiligen und Allerseelen.

 

Mit Martini fängt langsam die Adventszeit an, wir stimmen uns um, wollen Tannengrün statt Nebelgrau, wollen Festglitzer statt Regentropfen. Ab jetzt finden die ersten Bazare und Weihnachtsmärkte statt. Gern gesehen! Es duftet vertraut, da tut sich was. Dass uns die größeren Geschäfte gefühlt seit Schließung der Freibäder mit den ersten Lebkuchen bombadieren, ignoriere ich hier jetzt mal.

 

Ich jedenfalls lege ab jetzt ganz in Ruhe, aber frühzeitig los mit meinen Listen und Planungen, damit mich der berühmt-schreckliche Adventsstress (alleine dieses kranke, paradoxe Wort!) auf gar keinen Fall erwischt. Denn mit ein bisschen Organisation kann man die kommenden Wochen ganz bestimmt in gemütlich-fröhlicher Atmosphäre verbringen. Das heißt - oh, noch was! - genau: Die Kunst ist also Organisation und: Die Abwehr von Erkältungen! Die Schniefzeit hat begonnen und die schönsten Adventseinladungen oder Weihnachtsmarktbummel fallen natürlich aus, wenn wir erst mal flachliegen. Hilfe! Bitte nicht! Nicht jetzt!

 

Ruhig, Brauner: Auch dafür habe ich hier Supertipps und -rezepte für Dich. Es kann also eigentlich nichts mehr schief gehen! ♥

 

 

 

Zum einen findest Du hier einen Freebie-Download mit meinen 8 Tipps, um Erkältungen vorzubeugen. Damit machst Du schon mal das meiste richtig.

 

Häng Dir die beiden Seiten an Deinen Spiegel und leg los!

 

Zum anderen gibt es hier einen Freebie-Download mit guten Tipps, wenn es Dich aber doch mal erwischt hat.

 

Du musst dann nicht gleich die Chemiekeule schwingen. Auch mit altem Wissen aus der Volksheilkunde und moderner Naturheilmedizin kannst Du so mancher Erkältung gleich zu Beginn den Garaus machen oder zumindest den Verlauf positiv beeinflussen.

Und Last-but-not-least gibt es als Ergänzung einen 3-Tage-Praxis-Plan für den Fall der Fälle. Mit dieser 3-Tages-Kur kurbelst Du zu Beginn eines Infekts Dein Immunsystem so richtig an und hilfst Deinem Körper schnell und gut wieder in die richtige Bahn zu kommen.

 

Bereit für einen vielleicht ungewöhnlichen aber schmackhaften und hilfreichen Plan?

An Tag 1 Deiner Erkältung geht es morgens los mit Mandelmilch und einem Mandel-Kräuter-Champignons-Aufstrich auf Vollkornbrot...

 

Druck Dir meinen Plan gerne aus und leg ihn Dir in die Hausapotheke. Hier ist der Freebie-Download dafür.

 

3-Tages-Diät bei Erkältungen - Rezepte zur Schleimlösung - schleimabbauende Gerichte

 

So. Nun weißt Du wie es geht. Das Wichtigste ist: Mit meinem Plan A oben kannst Du die Notpläne B und C hoffentlich meistens verhindern... Die Kunst ist wie immer die Praxis.

 

Hab ruhige und gesunde Novemberwochen!

 


Reformationstag, Halloween und Allerheiligen

Die Lutherrose, das Siegel Martin Luthers
Die Lutherrose, das Siegel Martin Luthers

 

In drei Tagen, am 31. Oktober, ist Reformationstag, an dem die evangelischen Christen die Reformation der alten Kirche durch den Mönch und Theologieprofessor Martin Luther feiert. Der Mann hatte sich ja im tiefsten Mittelalter unter anderem dagegen aufgelehnt, dass man Verfehlungen mal eben mit Geld bereinigt. Die Historie der "Ablassbriefe" kennen wohl die meisten von uns. Gut für die Kassen der Kirche, angenehm für den betuchten Sünder, der sich so seinen Freifahrtschein in den Himmel kaufen konnte. Wie absurd! Was für Zeiten! Dagegen anzudenken und zu rebellieren, das ist schon nach meinem Geschmack.

 

Der Reformationstag wird sehr unterschiedlich gestaltet. In manchen Bundesländern ist er gesetzlicher Feiertag, in anderen wird er nur recht still mit einem Gottesdienst an einem Werktag begangen.

 

Dort, wo er ein lebendiger Feiertag ist, besonders aber in den Lutherstädten wie Wittenberg und anderen, finden bunte Mittelaltermärkte statt und überall kann man süße Reformationsbrötchen kaufen, die in ihrem Aussehen an Martin Luthers Siegel erinnern.

 

Bei uns gibt es sie nicht in den Bäckereien, aber das ist für mich ja kein Grund, sie nicht auf den Tisch zu bringen. Mach ich sie halt selber, dachte ich. Mein "Passt-immer-gelingt-immer"-Hefeteig mit gehackten Mandeln aufgepeppt. Bällchen plattgedrückt und fünfmal eingeschnitten, 'n Loch für die Erdbeermarmelade, gut ist... Also. Ich stelle fest: Schmecken locker saftig. Bin zufrieden. Aber die Mitte muss ich nächstes Mal noch tiefer aushöhlen. Auf jeden Fall ist es eine FRECHHEIT, dass mein sonst so lieber Mann sie lachend als "Deformationsbrötchen" verunglimpft hat, als er sie gesehen hat!

 

Backrezept zum 31.10. - Rezept für Reformationsbrötchen - Spezialität zum Reformationstag

 

Wenn Du gerne selber diese leckeren Reformationsbrötchen backen möchtest, nimm gerne mein Rezept dafür. Hier ist es abgespeichert.

 

Der meist schlicht gehaltene Reformationstag, der still auf dem Vortag von Allerheiligen liegt, wird seit vielen Jahren mehr und mehr durch neu gelebtes, schrill-lautes Brauchtum in den Hintergrund gedrängt: Halloween. Viele hierzulande lieben es inzwischen heiß und innig, andere rümpfen noch empört die Nase.

 

 

Halloween. Seinen Ursprung hat es in uralten irischen Bräuchen in der Nacht vor Allerheiligen, dem "All Hallow's Evening". Diese Bräuche wurden erst durch irische Auswanderer in die "Neue Welt" mitgenommen und schwappten dann in den 90er Jahren wieder zurück nach Europa.

 

 

Halloween bietet natürlich einen absoluten Gegensatz zum ruhigen Reformationstag oder auch zum darauffolgenden, nachdenklichen Allerheiligen-Fest: Schrille Gestalten lärmen durch die Nacht, die Kinder freuen sich über reichlich Bonbons, die sie unter gereimten Drohungen an vielen Haustüren einfordern und überall gibt es Veranstaltungen, auf denen es blutrünstige Drinks und schreck-gespenstische Speisen und Dekorationen gibt.

 

 

Als zweifache Mutter stellst Du Dir nicht die Frage: lieben oder lassen? Die Kids wollen raus, sie wollen durch die Nacht, sie wollen Süßes oder Saures! Punkt. Blieb nur, in den ersten Jahren, das Treiben erzieherisch wachsam im Hintergrund zu beobachten und das artige Danke für die guten Gaben und das verständnisvolle Annehmen von auch mal verschlossenen Türen zu üben.

 

 

Ich also mit den Kids selber durch die Nacht gezogen, ihr Vater zuhause wiederum die Klingelgeister bedient. So wächst man rein in die neuen Sitten, dekoriert ebenfalls schwarz-orange, legt Gruselfilme ein und zaubert Würmerspeisen, blutige Hände und Spinnenkekse in der heimischen Küche. Nun. Das habe ich also jetzt zugegeben.  

 

 

Allerdings wird sich bei uns am 01. November, also gleich nach dem weltlichen Halloween, umgestellt - auf das leise Fest Allerheiligen und dessen Folgetag, Allerseelen.

 

Hier in Norddeutschland ist Allerheiligen ja kein gesetzlicher Feiertag. Der entsprechende Gedenktag der meist protestantische Bevölkerung ist der Ewigkeitssonntag Ende November. Ich finde es - arbeitsfrei oder nicht, katholisch oder nicht - aber ganz gut, diesen ruhigen Tag am oft neblig-verregneten Anfang des Monats November, so zu nehmen wie er ist: Eine Möglichkeit inne zu halten und sich vielleicht auch Manches wieder einmal bewusst zu machen...

 

 

Den ach so trüben November, der mit Allerheiligen und Allerseelen beginnt, mögen viele ja nicht wirklich. Ich frag aber mal: Warum denn nicht? Eigentlich ist doch bekannt, dass das Leben nicht nur aus lustigen Festen bestehen kann. Und wenn wir ganz ehrlich sind, tut es uns doch sogar gut, einmal zu stoppen und ganz ruhig zu sein. Denn erst dann hört man das Leise, hört man die feinen Schwingungen, die innere Stimme. Ja, wer weiß, dann, vielleicht und womöglich, spüren wir auch den Hauch der Ahnen, die uns etwas zu sagen haben...

 

Ist die jetzt bekloppt geworden? Nee. Aber mal die Klappe halten, anhalten, Handy weg, in sich gehen, lauschen... ist einfach mein Tipp des Tages!

 

 

Übrigens gibt es zu Allerheiligen und Allerseelen ein ganz altes, traditionelles Gebäck. Hochwillkommen nach dem Gang zum Friedhof oder einem Spaziergang durch den kühlen, spätherbstlichen Wald, zu dampfender Schokolade oder frisch gebrühtem Kaffee: 

 

Der Seelenzopf.

 

Die drei Stränge sollen wohl die Dreifaltigkeit symbolisieren und das Ineinanderverschlingen die Ewigkeit. Es gibt auch andere Formen, aber alle sind immer aus süßem Hefeteig hergestellt. 

 

Hier ist die Art aus meiner "Schlossküche" ♥: 

 

Traditionelles Rezept zu Allerheiligen und Allerseelen: Der Seelenzopf
Lecker nicht wahr? (Aber vor dem Backen nicht - wie ich - das Einpinseln mit einer Eigelb-Milch-Mischung vergessen. Dann reißt der Zopf nicht so auf!)

 

Und hier habe ich Dir das Rezept dafür abgespeichert. Wow. Heute ist Hefeblogtag.

 

Also. Du kennst ja meine Lieblingsmottos schon: Immer das Beste daraus machen. Und (möglichst) immer das Gute in den Dingen sehen. 

 

So wünsche ich Dir ruhig-besinnliche und kuschelig-gemütliche Spätherbsttage!

 


Oktoberleben und Wintervorbereitungen

 

Wir haben es in den letzten Tage gemerkt: Der Altweibersommer ist deutlich vorbei. Typisch für Mitte Oktober ist es merklich kühler und nasser geworden.

 

Lassen wir aber den Kopf nicht hängen. Als meistens positive Prinzessin Schaumkraut habe ich sowieso auch für dieses Wetter einen Trost. Denn wie es in einer alten Bauernregel heißt: Oktoberregen - Feldersegen! Na also.

 

Und wer weiß. Oft wird es auch noch mal schön sonnig. Eine kleine Verlängerung des Altweibersommers, bei der wir die Blätterfärbung der Laubbäume natürlich noch viel besser genießen können.

 

 

Wenn ich hier den Altweibersommer erwähne, sollte ich wohl auch Fotos von kunstvollen, taubenetzten Spinnweben hochladen. Sie sind immerhin namensgebend, da das "weiber" ursprünglich von "weiben" = "weben" kommt. Kann ich aber leider nicht. Denn ICH MAG DIE NICHT!

 

Ich kriege die Krise, wenn ich morgens in der Dunkelheit zum Fahrrad möchte und mich streift plötzlich... uäääääääh!!! Oder wenn ich bei der Gartenarbeit eins übersehe... Nee. Echt nicht. Also: Damit kann ich nicht dienen, weil ich mich weigere. Ich kommentiere nur, weil gerade die Zeit war oder ist. Die gehören dazu. Themenwechsel. Schnell.

 

Mit etwas weniger Makro also, genießen wir die schönsten Spaziergänge unter bunten Baumkronen, durch raschelndes Laub, vorbei an Wiesen und Stoppelfeldern. Mit den Kids kann man an den nun etwas windigeren Tagen dort prima Drachen steigen lassen. 

 

 

Nach unserem Gang über die Felder oder durch den bunten Herbstwald gibt es den ersten heißen Apfelpunsch des Jahres oder einen einfachen Hagebutten-Vanille-Tee und dazu ein Stück leckere Sanddorn-Buchweizentorte. Wenn wir Glück haben, noch einmal auf der sonnigen Terrasse.

 

Herbstliche Sanddorn-Buchweizentorte mit Blattmotiv

 

Mein Rezept für diese herbstlich dekorierte Sonntagstorte findest Du hier.

 

 

Schöner Herbst. Mit Glück im "goldenen Oktober"-Sonnenschein. Aber wie sehr wir auch genießen, das Jahr schreitet fort und alle sind tunlichst dabei, sich auf den nahenden Winter vorzubereiten.

 

Die letzten Starenschwärme fliegen in den Süden, und die Tiere die hier bleiben, füllen ihre Winterlager.

 

 

Auch ich bin emsig bei den Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit.

 

Draußen habe ich die Gartendeko, die nicht frostfest ist, in Kisten ins Gartenhaus gepackt, die Nistkästen geleert und gesäubert, die Wasserspiele abgestellt und ausgeleert, die Gartenschläuche ebenfalls.

 

Den Rasen habe ich mit Herbstdünger versorgt, gekalkt und kahle Stellen nachgesät...

 

 

... und im Baumarkt habe ich fehlende Frostschutzdecken aus Jute und Kokosfaser besorgt.

 

 

Das Laub, dass nun fällt, lasse ich in den Beeten liegen. Das freut die Tiere und schützt meine Pflanzen. In der Einfahrt, auf dem Rasen und den Wegen reche ich es auf und sammle es für den Moment, in dem der Frostschutz demnächst in die letzte Runde geht: Es ist ein natürliches und kostenfreies Dämm-Material, um damit die besonders empfindlichen Sträucher zu schützen: Einfach im unteren Bereich anhäufeln und ggf. mit einem Jutesack locker umwickeln.

 

Auch für Hochstämmchen ist das Naturfasergewebe ideal und ich finde so Verpacktes viel attraktiver, als im Winter auf irgendwelche Kunststoffsäcke zu schauen.

 

 

Ich freue mich immer, wenn ich rechtzeitig, in Ruhe und bei mildem Sonnenschein, mit dem Garten fertig bin, dann muss ich zuletzt nichts in Panik im kalten Wind oder bei eisigem Regen nachholen.

 

 

Auch Drinnen bin ich derzeit fleißig und mach es den Eichhörnchen nach: Sammeln und horten. Ich finde einen gut gefüllten Vorratsraum auch heutzutage noch praktisch. Wenn plötzlicher Besuch kommt oder man bei Starkschnee keine Lust hat einzukaufen oder auch wenn man mal mit einer dicken Erkältung flach liegt, freut man sich doch, wenn man z. B. Salami, Pasta und eine eingekochte Paprikasoße schnipp-schnapp zur Hand hat. 

 

Meine Gedanken und einige Links zum Thema Vorratshaltung findest Du hier.

 

Einmachen und Einkochen ist im Übrigen auch wieder in! Zu den Gläsern mit Sommerfrüchten  und -gemüse gesellen sich in diesen Tagen eingeweckte Kürbissuppe, Gewürzbirnen und Äpfel mit Rosinen:

 

Eingekochte Äpfel

 

Konfitüren einzumachen hast Du vielleicht schon probiert oder machst das regelmäßig. Auch das echte Einkochen ist gar nicht schwer! Man muss zwar erst einmal ein bisschen was dazu lesen, aber wenn man erst angefangen hat, hat es Suchtpotential. Denn der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und außer den oben genannten Vorteilen einer gefüllten Vorratskammer hat man auch superbeliebte Mitbringsel und Geschenke parat. In ein paar Wochen geht es spätestens wieder los, das Nachdenken in der Adventszeit. Ein paar liebevoll eingekochte Gläser mit Mangowürfeln in Limettensoße oder hausgemachter Backobstkompott sind doch oft schon ne gute Antwort! Und ca. 1 Jahr haltbar!

 

Am besten findest Du eine gleichgesinnte Freundin, dann macht das Einlesen und Besorgen, das Tüfteln und Schnippeln gleich doppelt so viel Spaß. Meinen kleinen praktischen Einkoch-Ratgeber findest Du hier als Freebie-Download. Und dann kann es auch schon losgehen...

 

Vorbereitung zum Einwecken oder Einkochen: Alle Utensilien liegen sterilisiert bereit.
Oberstes Gebot beim Einkochen: Hygiene. Alle Utensilien stehen abgekocht bereit...
Einwecken - Einkochen - Einsetzen der vorbereiteten Gläser in den Einkochautomaten
Und hier siehst Du die vorbereiteten Gläser im Einkochautomaten
Weck-Einkochautomat - Eine Anschaffung für's Leben
Mein Weck-Einkochautomat - Eine Anschaffung für's Leben

 

So sieht übrigens unser Vorratskeller aus:

 

Vorratsraum, Vorratskeller, Wintervorbereitung

 

Da tummeln sich nicht nur Vorräte und paar Flaschen Wein, sondern auch selten benutzte Töpfe und solche Sachen wie Fondue-Set, Stövchen, Erweiterungs-Geschirr und - das ist einfach genial wenn was Größeres ansteht: Eine zweite Kühl-Gefrier-Kombi. Wir haben keine durchgestylte Regalwand, aber sauber und einladend ist mir eh wichtiger. 

 

Das Erweiterungs-Geschirr steht verschlossen und mit Tüchern abgedeckt im Schrank. So kann ich es auch nach einigen Wochen Lagerung gleich auf den Tisch stellen.

 

Oben auf diesem Schrank steht, wie im ganzen Raum, allerhand Schnickschnack herum. Das liebe ich einfach. Verbinde ich mit der "guten alten Zeit von Omas heiler Welt zwischen Speisekammer und Kohleofen" oder so...

 

 

Tja. So sieht's aus. Lasst uns also Brennholz einlagern, Herbstfrüchte einwecken und das Strickzeug wieder auspacken. Ist es nicht schön, mit der Natur und den "guten alten" Abläufen zu leben?

 

Ich hoffe, ich konnte Dich ein wenig inspirieren. ♥

 


Michaeli, Erntezeit und Erntedankfest

 

29. September. Heute ist Michaeli-Tag.

 

Merkt man nicht in allen Gegenden, aber besonders in Süddeutschland werden am Gedenktag des Erzengels Michael noch einige Bräuche hochgehalten, wie die Michelgans und das Michelfeuer, und auch viele traditionelle Jahrmärkte finden rund um diesen Tag statt. Besonders bekannt ist der Dürkheimer Michaelismarkt, der seinen Ursprung auf einem kleinen Rebenhügel namens Michaelsberg hat. Heute gilt der Dürkheimer Michaelismarkt als das größte Weinfest der Welt. 

 

 

Der Wein fließt also in Strömen und dazu genießt man die deftigen, regionalen Spezialitäten. Ein typisches, uraltes Pfälzer Rezept möchte ich Dir zum heutigen Tag vorstellen: Dampfnudeln mit Salzkruste und Kartoffelsuppe.

  

Boh. DAS hört sich doch gut an, oder? Und so sieht es aus, wenn ich mich daran versuche:

 

 

Ich garantiere Dir, dass hinterher niemand mehr hungert. Möchtest Du es nachkochen, findest Du hier das Rezept dafür.

 

 

Ende September. Die Ernte von Birnen und Spätkartoffeln ist fast abgeschlossen, nun ist in den Weinbaugebieten die Traubenlese in vollem Gang und auch Kürbisse und Herbstäpfel werden jetzt geerntet.

 

 

Nicht nur in der Pfalz, sondern überall finden Herbst- und Bauernmärkte, Wein- und Apfelfeste, Umzüge und Tanzveranstaltungen an herbstlich dekorierten Orten statt. Die Landwirte bieten in den Innenstädten ihre regionalen Waren an oder laden zu Hoffesten ein und beim Gang durch's Maislabyrinth, beim Bummel vorbei an Imker- und Konfitürenständen, Korbmachern und Kunsthandwerkern, bei Traktorfahrten oder dem Genuss von Eintopf und leckeren Landfrauentorten in der herbstlichen Sonne, lässt man es sich gut gehen. 

 

Es ist also genau die richtige Zeit für das noch bekanntere schöne Fest: Erntedank!

 

Im Wort steckt alles drin, finde ich. Dass es uns so gut geht, ist schließlich nicht einfach nur eine Selbstverständlichkeit. Zwischen all unserem geschäftigen, modernen Treiben vergessen wir gerne mal die Basis und dass nicht alles machbar und planbar ist. Stürme, Überschwemmungen und Dürren z. B. leider nicht.

 

Es schadet sicher nicht, sich in dieser Zeit wieder einmal klarzumachen, wie perfekt wir in unserem Land ständig versorgt sind, auch wenn das Wetter einmal kurze Zeit verrückt gespielt hat. Unsere üppig gefüllten Stände, Regale und Einkaufstüten sind nicht überall der Standard.

 

Ausgelassen Erntedank feiern und sich grundsätzlich für faire und ökologische Bedingungen auf der Erde zu engagieren, dass wäre doch eine gute Kombi, oder?

 

Erntedank - Zur Apfelernte ein Herz aus Äpfeln im Gras

 

In unserer Gemeinde wird am Erntedank-Sonntag im historischen Möllnhof erst unter einer prachtvollen Holsteiner Erntekrone ein Gottesdienst auf plattdüütsch abgehalten und anschließend bei Speis, Trank, Musik und netten Aktionen ausgiebig gefeiert.

 

 

Wenn auch Du das Erntedankfest nicht einfach unbeachtet vorbeiziehen lassen möchtest, hast Du viele Möglichkeiten. Angebote gibt es ja genug. Schau mal in Euren Veranstaltungskalender oder den Regionalteil Eurer Tageszeitung. Sicher wirst Du etwas Passendes finden. 

 

Oder Du dekorierst zuhause herbstlich-gemütlich, mit Kerzen, Moos und Ähren, mit Äpfeln, Kastanien und Kürbissen, und lädst Freunde und Nachbarn ein zur fröhlichen Erntedank-Kaffeetafel mit Traubentorte und Kastanienkuchen oder dem berühmten "Pumpkin-Pie".

 

 

Eine andere Idee für diese Tage wäre ein netter, unkomplizierter Spiele-Abend, bei dem Ihr den neuen, noch gärenden, Wein dieser Saison, den "Federweißer", genießt, mit ein paar schnell gemachten herzhaften Beilagen.

 

Federweißer wird jetzt überall stehend im Kühlregal angeboten. (Achtung, auch beim Transport nach Hause müssen die Flaschen aufrecht bleiben, da sie nicht fest verschlossen sind.)

 

Klassisch dazu kannst Du rustikal-herzhaften Zwiebelkuchen anbieten, dann noch ein Brett mit einer schönen Käseauswahl und vielleicht auch meine pikanten Mürbeteigplätzchen:

 

Knabberei zum Wein: Pikante Mürbeteigplätzchen

 

Die Rezepte für Zwiebelkuchen und die pikanten Mürbeteigplätzchen findest Du hier

 

 

Genieße BEWUSST! ♥

 

 

Altweibersommer. Zeit zwischen Sommer und Winter. Zeit zum Genießen, Zeit Abschied zu nehmen, Zeit sich vorzubereiten, Zeit zu verstehen...

 


Herbstschönheit, Oktoberfest und heimische Superfood-Cookies

 

Mitte September. Die Tage waren zwar bis gestern noch einmal richtig heiß, aber spürbar kürzer sind sie längst und in knapp einer Woche, am 22., haben wir schon Herbst-Tagundnachtgleiche. 

 

Ich bin kein bisschen wehmütig, ist gerade diese Zeit doch so prall-fröhlich und lädt zu so herrlichen, ausgiebigen Spaziergängen ein. Guck mal meine Bilder von gestern Abend: 

 

Eichel und Eichelblatt im September
Langsam verfärbt sich das Eichenlaub
Kastanie im September
Und so sehen die Kastanienbäume gerade aus (mit reifen Kastanien, aber leider nicht nur herbstlich verfärbt, fürchte ich...)
Wiesen und Bäume in der September-Abendsonne
Ist das nicht schön? Wiesen und Bäume in der September-Abendsonne

 

Wenn Du unterwegs bist, ist jetzt auch eine gute Zeit, um Materialien für herbstliche Naturdekorationen zu sammeln: Die ersten Hagebutten sind rot und laden mit Moos, Heide, Hortensienblüten und kleinen Zieräpfelchen dazu ein, einen hübschen Türkranz zu winden oder ein Tischgesteck zusammenzustellen. 

 

 

Und wie wäre es, mal wieder die guten alten Kastanienmännlein zu basteln? Die niedlichen, eingeschrumpelten Gesellen, die ich vor Jahren mit den Kids gemacht habe, zieren immer wieder ab September unsere Fensterbank.

 

Herbstbastelei und Naturdeko im September / Oktober: Kastanienmännchen auf der Fensterbank

 

Im Garten gibt es natürlich im September auch einiges zu tun. Vorbei sind die müßigen Sommermonate, in denen zwar so manche Wasserkanne zu tragen war und hier und da vielleicht ein wenig Unkraut zu zupfen oder Verblühtes abzuschneiden war, die wir aber im Prinzip träge im Liegestuhl verbracht haben. War natürlich ganz nett, aber nun sind auch die Temperaturen wieder so, dass man sich bewegen mag und darum geht es jetzt los:

 

Erst einmal von stehengelassenen ausgereiften Pflanzen die Samen sammeln und trocken einlagern - das geht bei Ringelblumen, Stockrosen, Kapuzinerkresse und vielen anderen spielend einfach. In hübsche Papiertütchen verpackt und beschriftet sind diese Samen auch ein nettes kleines Geschenk für Garten- und Balkonbesitzer! Anschließend alle Beete und Kübel durchputzen, eingegangene Einjährige entfernen und Stauden eventuell schon etwas zurückschneiden. Zu groß gewordene oder überaltete Stauden herausnehmen, teilen und neu pflanzen oder ebenfalls verschenken. 

 

Nun vielleicht entstandene Lücken neu verplanen und eine Liste für den Gartenmarkt machen. In manchen Kübeln und Kästen lassen sich beispielsweise noch einigermaßen gut aussehende Sommerblumen schön mit Gräsern, Astern, Knospenheide, Alpenveilchen und anderen Herbstpflanzen oder Immergrünen kombinieren und so saisongerecht aufpeppen. 

 

Kübel mit Herbstbepflanzung: Knospenheide, Alpenveilchen und Gräser
Alpenveilchen

 

Tja und schließlich ab in den Gartenmarkt, Gräser und frostfeste Herbstblüher besorgen, aber vor allem auch Blumenzwiebeln! Denn: Kann man von den bunten Frühlingsblühern eigentlich genug haben? Nö. Ich denke nicht! Am liebsten sind mir die Sorten, die später verwildern. Immer mehr und immer bunter von ganz alleine, auch wenn ich im Herbst einmal nicht mehr knien und einbuddeln mag? Perfekt!

 

 

Mitte September, das heißt auch wieder: Oktoberfestzeit! Sogar hier, im hohen Norden, finden aller Orten kleinere und größere "Wiesn"-Veranstaltungen statt. Es werden Dirndl und Trachten-Lederhosen angeboten und in den Magazinen können wir später lesen, wer mit wem auf dem größten Volksfest der Welt eine Maß gestemmt hat.  

 

 

Wenn auch Du vom bayrischen Rausch erfasst worden bist: Hier findest Du zu Knödeln und Kraut mein erprobtes Rezept für einen zünftig-deftigen Schinkenbraten. Oder kann ich Dich - ich bin ja flexibel - mit dieser Münchner Veggie-Brotzeit überzeugen? Erstaunt? Ja, Veggie und Bayern geht jetzt mal. Wir haben 2016. Und dazu empfehle ich ein schön-natürliches Veggie-Weißbier! Oder zwei...

 

Vegetarisch-bayrisch: Zum Oktoberfest eine Veggie Brotzeit

 

Mein Rezept für diese vegetarische Brotzeitplatte mit Obatzter, "Wurst"-Salat, Getreidepflanzerln und Brezn findest Du hier. An Guadn!

 

 

Tja. Für viele Norddeutsche ist ja Bayern wahrscheinlich exotischer als Malle oder Bali und umgekehrt kennt mancher Bayer vielleicht zwar Neuseeland, war aber noch nie an der Nordsee. Ich bin ja immer für's Gucken über'n Tellerrand. Unbedingt! Wenn wir dabei aber bitte nicht unsere eigenen guten Dinge vergessen. So inspiriert, habe ich gestern wieder mal meine heimischen "Superfood-Cookies" gebacken. Die passen perfekt zur Jahreszeit, weil sie unter anderem mit Kastanienmehl hergestellt werden. Ich habe einen herbstlichen Plätzchenausstecher genommen und die Blätter mit Walnüssen verziert. Wir lieben diese Kekse einfach. Back sie doch mal nach! Die gibt es sicher noch nicht an jeder Ecke und sie sind auch eine schöne Idee für ein herbstliches Mitbringsel. Das Rezept findest Du hier.

  

Heimische Superfood Cookies mit Kastanienmehl
Heimische Superfood Cookies mit Kastanienmehl

 

Übrigens noch etwas anderes: Denk nicht ich töpfere nicht mehr. Über die Sommermonate war zwar Pause, aber nun bin ich wieder dabei. Zuletzt habe ich z. B. diese drei kleinen Anhänger gemacht. Farblich noch ein wenig von Strand und Meer inspiriert, aber gedacht zum Tragen über den ersten herbstlichen Strickpullis:

 

Getöpferte Keramikanhänger: Keramikschmuck in blau weiß und türkis
Getöpferter Keramikanhänger Nahaufnahme: Keramikschmuck in türkis

 

Nun denn. Bleibt mir nur noch, Dir eine angenehme Zeit zu wünschen. Genieße den Herbst mit seinen warmen Farben, seiner Fülle und seiner ganz besonderen Stimmung! ♥

 


Spätsommer, eine Nähtruhe und Einmachzeit

 

Hallo! Na? Wie waren Deine Sommerwochen bisher? Ich hoffe Du steckst voll schöner neuer Eindrücke und hast die Zeit genau so genossen wie ich.

 

Auch wenn es gerade sehr heiß ist: Es ist Spätsommer und bald schon Frühherbst. Ich liebe diese Zeit so sehr! Gerste, Roggen und Weizen sind eingefahren, nun folgt der Hopfen. Noch gibt es viele Sommerfrüchte auf dem Markt, doch bald sind auch schon die frühen Äpfel und Birnen dran.

 

Die Heide steht in voller Blüte und in den Gärten blühen die Sonnenblumen, Zinnien, Astern und Dahlien um die Wette.

 

Alles strotzt noch vor Sommerkraft, aber langsam werden die Temperaturen gemäßigter, das Licht wird ein bisschen weicher, wir kommen zur Ruhe oder setzen die Pläne um, die uns in den Wochen am Strand oder der Gartenliege so in den Kopf gekommen sind. 

 

 

Auch ich war nicht nur unterwegs, sondern habe an den Sommerregentagen ein paar Bastelstunden eingelegt. Da mir ja, wie Du schon weißt, das "wohlgefällig Gestaltete" am Herzen liegt, habe ich mir einmal meine unansehnlichen Näh-Dosen und -Kartons vorgenommen und dem nützlichen Handwerkszeug einen hübschen Rahmen gegönnt. 

 

Schau mal:

 

 

Selbst zusammengezimmert, lakiert und verziert.

 

Ich finde ja, meine neue Holztruhe sieht schon äußerlich viel hübscher aus als die olle Ansammlung, die sich vorher verbeult, zerschlissen und ein bisschen chaotisch im Schrank türmte. 

 

Aber nun sieh Dir mal das Innere an: 

 

 

Ich hab mir Mühe gegeben mit den Details! Es gibt mehrere Einsätze, die ich nach Bedarf entnehmen kann und aller Kleinkram ist in aufgehübschte Döschen und Schächtelchen gewandert. 

 

Auch ein neues Nadelkissen habe ich mir aus ein paar Stoffresten genäht:

 

 

Die Garnkarten habe ich mit Acrylfarben bemalt...

 

 

... und dazu neue Nadelhefte nach alten Vorbildern gebastelt:

 

 

Falls Du eine ähnliche Kiste nachmachen möchtest, zeige ich Dir hier noch mal den Aufbau: 

 

 

Es gibt drei Ebenen. Auf den Boden der Truhe setze ich den Rahmen, darin lagere ich nun Schnittmuster, Vliseline und dergleichen. Der Rahmen gibt der unteren Innenkiste Halt, in der ich seltener Benutztes aufbewahre. Darauf wiederum kommt die obere Kiste, in die ich alles stecke, woran ich schnell und oft gelangen möchte.

 

Alle Innenteile sind so bemessen, dass zu den Innenmaßen der Truhe ein klein wenig Platz bleibt, um sie leicht zu entnehmen. (Ich habe ausprobiert, dass man sie von innen gut mit zwei Händen greifen und darum auf Griffe verzichten kann.)

 

Hier zur Veranschaulichung noch einmal die eingesetzte untere Kiste, die auf dem Rahmen lagert:

 

 

Hier die obere eingesetzte Kiste:

 

 

Und hier die Scharniere an der Rückwand: 

 

 

Mit ein paar Skizzen und einfachen Berechnungen war ich im Baumarkt und habe mir dort alles millimetergenau aus Sperrholz zusägen lassen. Das Zusägen kostet in der Regel nichts.

 

Nach dem Zusammennageln habe ich alles nach Wunsch und Geschmack mit Acrylfarben lackiert, dann mit Serviettentechnik die Stiefmütterchen aufgebracht und den äußeren Deckel freihändig mit Lack gestaltet. Dabei habe ich mir aber vorher mit Bleistift meine Vorlagen aufgezeichnet.

 

Nun hat die neue Nähtruhe einen Ehrenplatz und ich freue ich mich, dass ich dieses Projekt noch vor dem Herbst fertig bekommen habe. Denn wenn die Tage langsam ruhiger werden, findet man die eine oder andere Stunde, in der man mal ein Kleidungsstück ändern oder aufpeppen möchte und spätestens im Winter sind dann auch wieder ein paar ganze Stücke dran. Ich hab da diesen tollen Lagenrock gesehen... ♥

 

Bei der Gelegenheit: 

 

Warst Du schon oder warst Du mal wieder auf meiner Pinterest-Seite? Die ist prallgefüllt mit vielen Nähideen und Inspirationen für "Country-Fashion", mit leckeren Rezepten, kreativen Dekorationen und vielem mehr. Schau doch mal rein. Die Anmeldung ist kostenlos.

 

 

Bevor ich mich für heute verabschiede, noch eine kleine Erinnerung: Falls Du bisher nicht dazu gekommen bist, vergiss nicht, dass jetzt die beste Gelegenheit ist, die vielen Obst- und Gemüsesorten für den Winter zu verarbeiten. Auch Kräuter gibt es noch im Überfluss. Mehr Auswahl hat kein Monat des Jahres zu bieten! Einkochen ist wirtschaftlich, macht Spaß und die fertige Gläserparade sieht einfach toll aus: Köstliche Zimtkirschenkonfitüre, Kräuteröle, Brombeer-Lavendel-Aufstrich, Tomaten-Paprika-Soße, beschwipstes Johannisbeergelee oder oder oder...

 

Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt und denk daran, wie praktisch es ist, für alle Fälle einen kleinen feinen Vorrat zu haben - ganz davon abgesehen, dass man so auch immer ein hochwillkommenes Mitbringsel zur Hand hat. 

 

Mehr Motivation und schöne Rezepte findest Du in meinem Archiv "Geheimnisse aus der Schlossküche".

 

Vielleicht begeistert Dich ja beim Lesen und Schauen die Idee so sehr, dass Du gleich eine kleine Einmachparty veranstalten möchtest? Diese Idee kommt bei Deinen Nachbarinnen oder Freundinnen bestimmt gut an und Spaß ist garantiert! Hier sind meine Tipps dazu für Dich. 

 

 

 

Gut. Genießen wir also die schönen Spätsommerwochen mit überbordenden Marktständen, bunten Astern, Dahlien, Herbstanemonen und Sonnenblumen und mit dem ersten Schoko-Birnenkuchen auf der noch sonnigen Wiese! ♥

 


Sommerfrische und basteln mit Fundstücken

Landende Möwe

 

Die schönsten Wochen des Jahres sind da. Wie wir uns alle freuen! Am Ausflugsziel oder Ferienort angekommen, werde ich sicher wieder mit Kamera und Sammel-Stoffbeuteln bewaffnet unterwegs sein. Je mehr Zeit ich habe, desto mehr sammel ich. Meine Lieben kennen das schon. Kein Wald- oder Strandspaziergang, bei dem ich nicht endlos hintendran rumstehe, rumhocke und rumwühle.

 

Aber immerhin: Ich mach dann auch was draus:

 

Mobile aus Naturmaterialien

 

 

 

 

 

Dazu brauche ich keine Anleitung schreiben, nicht wahr? Sammeln, was man schön findet und dann ran an die Kordel. Fertig.

 

Ich kann mir das auch mit Zapfen, Grasbüscheln, Ästen, Steinen und vielem mehr vorstellen.

 

Was wirst Du finden?

Mobile aus Naturmaterialien

Und so geht's auch:

 

Collage aus Herzsteinen

 

Sand mit Tapetenkleister vermischen, in eine alte Kiste oder Schale füllen. Glätten und Muster reinmachen, dann Muscheln oder Steine hineindrücken. Nach paar Tagen ist es richtig fest. In diesem Fall - das hat gedauert!!! - hab ich eine Sammlung herzförmiger Steine zusammengetragen. ♥

 

Ist doch nett, oder? Kostet nix und die Erinnerung bleibt noch schön lange vor der Nase.