Buntes Treiben und Graue Erbsen - Von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag

Ende Februar: Die ersten Schneeglöckchen
Ende Februar: Die ersten Schneeglöckchen

 

Der schlimmste Frost ist seit einiger Zeit vorbei, wir haben Plustemperaturen und beim Rundgang durch den Garten sieht man es deutlich: Die Natur will wieder erwachen. Erste Boten sind die hübschen Schneeglöckchen, die sich nun wieder zeigen und bestätigen: Es ist tatsächlich Vorfrühling! In den Blumengeschäften locken schon seit Längerem Töpfe mit vorgezogenen Primeln und anderen Frühlingsblühern und der Handel bietet die ersten Schokohasen und Kunststoffeier an. Winter?! Und tschüss!

 

 

So knallebunt wie diese Primeln sind, geht es hier heute weiter, denn wir haben Weiberfastnacht! Da ich die althergebrachten Feste so mag, liebe ich ja alleine schon das zünftige Wort: Weiber! Das steckt doch was drin! Saft und Kraft und die richtige Portion Wildheit. Finde ich jedenfalls. 

 

Heute an Weiberfastnacht übernehmen jedenfalls in vielen Regionen die Frauen das Regiment. Sie gehen verrückt verkleidet und mit Scheren bewaffnet auf Krawattenjagd, stürmen die Rathäuser, halten närrische Sitzungen ab und in den Gaststätten wird ausgelassen gefeiert.

 

Die Weiberfastnacht geht bis ins tiefe Mittelalter zurück, wo selbst die Nonnen in den Klöstern den Tag ausgiebig feierten. Das kann ich gerne glauben!  

 

 

Also rein in den bunten Partyfummel, die Federboa umgeschlungen und dann los mit dem restlichen Furiengeschwader! Härrlisch!!!

 

Der Hit dabei ist, dass die Weiberfastnacht ja sogar nur der Auftakt für die tollen Tage ist, die noch folgen. Da braucht frau wirklich Stehvermögen.

 

Damit das so hinhaut mit der Feierei von Donnerstag bis Dienstag, gehört seit jeher eine gute Grundlage dazu. Jetzt, bei noch immer kalten Temperaturen, hat darum gehaltvolles Schmalzgebackenes in allen Variationen eine lange Geschichte. 

 

 

Rezepte gibt es zuhauf. Heutzutage wird das Gebäck oft bunt verziert und kommt auch in Form der amerikanischen Donuts daher. Lecker. Prima. Aber mich freut besonders, dass ich hier eine traditionelle rheinische Karnevalsspezialität vorstellen kann, die mir eine Eifeler Leserin zugeschickt hat: Mutzen!

 

Liebe Bina K., hier sind Deine Bilder und Dein Rezept. Vielen Dank dafür und Alaaf! ☺☺☺

 

 

Für eine Schüssel Karnevalsmutzen stellen wir einen Teig her aus 500 g Quark, 4 Eiern, 160 g Mehl, 2 P. Vanillezucker, 400 g Mehl, ca. 1 EL Natron und je 1 Handvoll Rosinen, feine Apfelstückchen und Mandelstifte.

 

Daraus formen wir ca. 12 - 14 Bällchen, die wir portionsweise in heißem Fett goldbraun ausbacken.

 

 

Die fertigen Mutzen auf Küchenkrepp abtropfen lassen und vor dem Servieren ordentlich mit Puderzucker bestäuben.

 

Faschingsrezept - Rheinische Spezialität zu Karneval - Rezept für Karnevals-Mutzen

 

Ich finde ja, die alten Familienrezepte sind meist die allerbesten. Sehr lecker!

 

 

Zu den Eifeler Karnevalsmutzen gesellt sich hier nun noch eine deftige, regionale Spezialität aus Norddeutschland. Die gibt es schon seit Sechzehnhundertschießmichtot und sie wird bis heute jedes Jahr am Faschingsdienstag in vielen Gaststuben und Familienküchen gekocht: "Graue Erbsen".

 

Graue Erbsen, auch Kapuzinererbsen genannt, sind vor allem in Ostfriesland und im Elmshorner Raum bekannt. Woanders sind diese Hülsenfrüchte aus Großmutters Küche kaum zu finden. 

 

Kapuzinererbsen kaufen - Graue Erbsen kaufen

 

In Elmshorn beliefert der Landhandel "Theodor Stüben OHG" die umliegenden Gaststätten. Im kleinen Kontor kann man aber auch für den Privathaushalt Packungen ab 500 g erwerben. 

 

Kapuzinererbsen kaufen - Graue Erbsen kaufen

 

Rechtzeitig vor dem Veilchendienstag war ich dort, wurde sehr freundlich und fröhlich bedient und bekam netterweise gleich noch das passende Rezept dazu mit:

 

 

(Übrigens: Theodor Stüben versendet die grauen Erbsen um die Karnevalszeit herum auch innerhalb Deutschlands. Hier ist darum gerne der Link zur Webseite.)

 

Die traditionelle Zubereitungsart habe ich Dir also - siehe oben - nicht vorenthalten. Ich selber allerdings mache das etwas anders, füge z. B. noch Kräuter dazu, halte es leichter, indem ich Schweinebacke und Speck weglasse und ich koche Kassler und Wurst nicht separat. Kann ja jeder machen wie er mag...

 

So sieht es bei mir aus - mir ist das noch deftig genug:

 

Traditionsrezept: Spezialität zum Faschingsdienstag: Rezept für Graue Erbsen - Eine Elmshorner Tradition

 

Wenn Du die "Grauen Erbsen" auf meine Art nachkochen möchtest: Die Kapuzinererbsen wie oben beschrieben zubereiten, aber kein Salz zum Kochwasser geben. Nach den 2,5 Stunden Kochzeit 2 Loorbeerblätter, Majoran, Petersilie, gemahlenen Kümmel und 1 Prise Zucker zufügen, außerdem pro Person 2 Scheiben Kassler und 1 - 2 kleingeschnittene Mettwürstchen.

30 Minuten nur mild köcheln lassen, in der Zwischenzeit die Beilagen zubereiten (wir bevorzugen Kartoffelpüree). Pro Person 1 Zwiebel in Ringe schneiden, leicht mit Mehl überstäuben und in heißem Öl goldbraun ausbacken. Alles anrichten und dazu mittelscharfen Senf reichen.

 

Nun bist Du, was die Grundlagen angeht, doch ausgestattet, oder? Für die flüssigen Spezialitäten brauchst Du sicher keine Tipps. Dann also Prost, Helau und Alaaf! Feier schön, lärme, vertreibe den restlichen Winter. Und hau ordentlich rein, denn Aschermittwoch beginnt schließlich die Fastenzeit.

 

Um die geht es hier das nächste Mal, aber daran wollen wir ja jetzt noch gar nicht denken!

 


♥ Valentinstag ♥

 

Es ist wieder Valentinstag! Valentinstag. Nun rümpft doch hoffentlich keiner die Nase und behauptet, der Tag wurde von Schokoladenfabrikanten und Blumenhändlern erfunden? Denn dem ist nicht so. 

 

Valentinsfeste gab es schon im Mittelalter, in England übergab man am Valentinstag bereits im 15. Jahrhundert kleine Geschenke und Gedichte und in Deutschland wurde das Valentinsbrauchtum immerhin bereits in den 1950er Jahren bekannt. Was attraktiv begangen wird, ist eben auch rasch populär. Ist doch nett!

 

Und dass heutzutage der Handel kräftig mitmischt, finde ich sogar gut. So wird dieser schöne Tag gewiss nicht vergessen - wie so viele andere. Darum sollten auch für den Walpurgistag endlich Marzipanhexen hergestellt werden. Und warum gibt es noch keine Johannistagsbonbons oder auch süße Bartholomäustörtchen und kleine Sankt-Andreas-Geschenke? Ist nicht. Und so merkt dann auch kaum noch jemand, dass diese Tage einst von Bedeutung waren im Jahreslauf.

 

Ich persönlich bin ja der Überzeugung, dass wir nicht nur die alten Apfelsorten retten sollten, sondern auch die alten Gedenktage. Einer der Gründe für diesen Blog!

 

Nun. Also an Valentin ist es einfacher. Schon am Morgen starten wir mit einem herzigen Frühstück in den Tag. Das finden auch unsere Kids nett. 

 

Herzige Häppchen: Frühstück am Valentinstag oder Valentinsfrühstück
Herzige Häppchen: Frühstück am Valentinstag oder Valentinsfrühstück - Nahaufnahme

 

Für die Schul- oder Aktentasche gibt es noch eine süße Handvoll glänzender roter Bonbons mit, dann geht es erst einmal los zur Dienstags-Pflichterfüllung. 

 

Hübsche Herzbonbons - Süßes zum Valentinstag

 

Nach Feierabend möchten wir den Tag natürlich angemessen verbringen - egal ob frisch verliebt oder zum noch größeren Glück im bereits ruhig-beständigen Liebesfahrwasser.

  

Dabei muss es am Valentinstag gar nicht Venedig oder Paris sein. Ein gemeinsamer Besuch im Spa, Restaurant, Konzert oder Theater hebt diesen Tag ja ebenfalls aus der Arbeitswoche hervor. 

 

 

Aber auch in den eigenen vier Wänden können wir es uns abends mit einem raffinierten Dinner und einem Liebesfilm so richtig nett machen. Ein paar buntgemischte Klassiker – selbstverständlich mit Happy End:

 

Stolz und Vorurteil

Notting Hill

Frühstück bei Tiffany

Der Prinz aus Zamunda

Pretty Woman

Pyjama für Zwei

Männerherzen

 

Zwei orange-rote Rosen

 

Ideen für raffinierte Rezepte und herzige Törtchen habe ich auf meiner Pinterest-Seite gespeichert. Schau doch mal rein...

 

 

Valentinstag. Ist doch schön, dass es ihn gibt, oder? Welches Thema könnte angenehmer sein? Und falls Du immer noch findest, das ganze "Theater" sei übertrieben, dann werfe mal einen Blick in meinen alten, rot-goldenen Prinzessinen-Gedichtsband. Das schwelgt. Das schwärmt. Das trieft...

 

Herrlich.

 

Hab einen schönen 14. Februar.  ♥  ♥  ♥

 

 

... in deiner Augen lichtem Schein, blüht meine Seele, liebestrunken...

... bei deinem Kuß tönt mir Musik, mit süßen Schauern mich durchbebend...

 

Wow.

 


Mariä Lichtmess? Kerzenweihe?

 

Heute gibt es von mir wieder einmal einen kleinen Zwischengruß, denn es ist "Mariä Lichtmess".

 

Mariä Lichtmess??? Äh. Ähm. Aha?!

 

Ja. Hier nur so viel: Am uralten Lichtmessfest brachten früher die Menschen ihren ganzen Jahresbedarf an Kerzen in die Kirchen, wo sie gesegnet wurden und so beim Abbrennen Schutz versprachen, z. B. vor Unwetter und Krankheit.

  

Schade, dass der Tag für die meisten heute keine Bedeutung mehr hat. Denn es ist doch schön, dass uns der Lichtmess-Kerzenschein mitten im kalten, dunklen Winter Wärme und Licht bringen möchte!

 

 

Ich halte bei uns diesen Tag zumindest dadurch ein wenig hoch, dass ich am 02. Februar viele Kerzen anzünde und meist auch etwas Passendes backe, z. B. knusprige Haferflockenplätzchen, ausgestochen in Kerzenform.

 

 

Außerdem könnte man gerade an diesem Tag vorhandene Kerzen hübsch verzieren, beispielsweise mit winterlichen oder auch schon mit fröhlichen Frühlingsmotiven. Kerzenmalstifte und Wachsplatten dafür gibt es in jedem Bastelbedarfsgeschäft.

 

Ich hatte mir für heute vorgenommen, aus unseren vielen Kerzenresten eine schöne, große, neue Kerze zu gießen.

 

Meine Methode ist dabei supereinfach. Kein Gefummel mit gekauftem Docht und keine Formen, die man nach dem Gießen lösen muss...

 

Du brauchst einfach nur eine leere Blechdose, ein Glas (oder mehrere), einen Kochtopf und natürlich die Kerzenreste.

  

 

Der Zeitspartrick ist: Ich nehme eine in der Länge passende alte Kerze, die ich mit ein paar Wachstropfen in der Mitte eines alten hitzebeständigen Glases befestige...

 

 

...dann erhitze ich die Wachsreste im Wasserbad...

 

 

... fische mit einer Gabel die alten Dochtreste heraus und gieße das flüssige Wachs einfach um die Kerze herum ins Glas.

 

 

Dabei kannst Du in einer oder mehreren Schichten arbeiten, je nach Größe von Dose und Glas und natürlich je nach Lust und Laune. Wichtig ist, dass Du die oberste Schicht nicht ganz bis zum Rand der Mittelkerze gießt, denn beim Erkalten sackt die ganze Mitte ein wenig ab. Lass Dir also für den nächsten Tag ein wenig Wachs über, den Du noch einmal erhitzen kannst, um damit die Mitte aufzufüllen.

 

So sieht meine fertige Kerze aus:

 

 

Lass es Dir gut gehen!


Wintertraditionen

Januarlandschaft: Ente auf dem zugefrorenen Bach

 

Mitten im Winter. Draußen ist es frösteligjanuarkalt. Wir laufen Schlittschuh im Park oder planen bei Schnee eine Wanderung mit Winterpicknick. Im glitzernden Weiß rasten wir dick eingemummelt auf unseren Schlitten, packen einen Thermotopf mit deftiger Erbsensuppe aus, das frisch gebackene Brot mit Schinkenwürfeln und Kannen mit süßem, heißem Vanillepunsch.

 

 

Ansonsten sitzen wir nun aber gerne und viel hinter dem Ofen, beschäftigen uns mit einigen liegengebliebenen Projekten oder finden wieder die Zeit für verschiedene Handarbeiten. Schon in alten Tagen waren vor allem Januar und Februar die Monate, in denen gesponnen und gewebt, geflickt und genäht wurde.

 

Altes Spinnrad

 

Die Kälte draußen bringt uns zum Beispiel automatisch auf die Idee, uns einen schönen Schal oder eine kuschelige kleine Decke zu stricken. Projekte, die selbst Strickanfänger in Angriff nehmen können. Schöne Wolle besorgt, die passenden Nadeln dazu und dann trifft man sich mit der Tante oder Freundin, die bereit ist, einem das Aufnehmen der Maschen und die beiden Grundarten zu zeigen. 

 

Wenn man ein wenig experimentiert, kann man aus einfachen rechten und linken Maschen zahlreiche kreative Muster stricken. 

 

Wintertradition: Einfach gestrickte Decke
Wintertradition: Einfach gestrickte Decke

 

Dann sind bald schon ein paar weiche, wärmende Lieblingsstücke fertiggestellt.

 

Wenn das Stricken in immer gleich breiten Reihen erst einmal gelingt, kann man sich im nächsten Schritt daran machen, zwischendurch die Wollfarbe zu wechseln und auch das Abnehmen und Zusammennähen zu üben. Auf diese Weise ist zum Beispiel diese einfach Wärmflaschenhülle entstanden:

 

Wintertradition: Gestrickte Hülle für die Wärmflasche

 

Mit Wolle kann man aber nicht nur stricken und häkeln. Versuch doch ruhig auch einmal zu weben! Ich habe z. B. den alten Schulwebrahmen der Kids hier liegen und finde, es geht auch wirklich kinderleicht. Einfach Wollfäden einspannen und dann im Wechsel drüber und drunter die Wolle in der gewünschten Farbe einweben. 

 

So entstehen individuelle Schals, Pulswärmer oder andere Kleinigkeiten, die anschließend ganz nach Wunsch zusammengenäht werden können.

 

Wintertradition: Weben mit dem Schulwebrahmen
Wintertradition: Weben mit dem Schulwebrahmen

 

Wenn Du Dich auch mal wieder mit Handarbeiten beschäftigen möchtest, kann ich Dir hier ein paar inspirierende Blogs empfehlen:

 

Farbenfaden

Krautiline

Maschenfein und

Manu strickt...

 

 

Im Gegensatz zu meinen winterlichen Aktivitäten wurden früher mit viel Fleiß und Sorgfalt noch weitaus beeindruckendere Handarbeitsstücke hergestellt.

 

Hier eine alte, hübsche, große Tischdecke aus meiner Familie, die ich mit weißem Geschirr immer besonders gerne zum Sonntagskaffee auflege:

 

Handbestickte Tischdecke in blau-weiß
Handbestickte Tischdecke in blau-weiß - Detail

 

Mit diesen gemütlichen Traditionen lässt sich der Winter doch aushalten, oder? Wir trinken Tee und lesen, treffen uns, um gemeinsam Handarbeiten zu machen, kochen und backen in unseren Schlossküchen all die typischen Winterrezepte und lassen es uns richtig gut gehen.

 

 

Übrigens ist jetzt in der kalten Jahreszeit auch eine besondere Zeit für alle Korbflechter, denn es ist die Zeit, in der die Ruten der Kopfweiden geschnitten werden. Diese dürfen nämlich nur in der Saftruhe von Ende November bis Ende Februar geerntet werden.

 

Kopfweiden findest Du häufig an Bachläufen und sie sind an ihrer besonderen Form gut zu erkennen. Natürlich musst Du den Besitzer vorher fragen, ob Du Dir Ruten abschneiden darfst. 

 

 

Nach der Ernte der Weidenruten müssen diese erst einmal geputzt werden, das heißt, von allen kleinen Verästelungen befreit werden. Danach prüfst Du, ob sie für Dein Projekt genügend biegsam sind. Wenn nicht, werden sie entsprechend lange in Wasser eingelegt. 

 

Möchtest Du das Weidenflechten, dieses wunderschöne alte Handwerk, einmal ausprobieren, findest Du im Internet einfache Anleitungen, um selber damit zu experimentieren. Dort wirst Du natürlich auch fündig, wenn du lieber gleich einen Kurs besuchen möchtest.

 

  

Ich jedenfalls liebe Körbe und überhaupt alles aus Weidengeflecht zu sehr! Ich brauche sie für's Gartenkleingerät, zum Einsammeln von Laub und auch im Haus sind sie überall verteilt: Altglas, Äpfel, Zeitungen, Strickzeug, Bastelkram... Man kann doch gar nicht genug haben!

 

 

So. Der Schornstein raucht. Drinnen haben wir es schön warm und es warten ein Glas heiße Schokolade und mein Strickzeug auf mich. Darum tschüss für heute - mit diesem kleinen Gedicht:

 

 

Januar

 

Wohin man schaut, nur Schnee und Eis,
Der Himmel grau, die Erde weiß;
Hei, wie der Wind so lustig pfeift,
Hei, wie er in die Backen kneift!

 

Doch meint er`s mit den Leuten gut,
Erfrischt und stärkt, macht frohen Mut.
Ihr Stubenhocker schämet euch,
kommt nur heraus, tut es uns gleich.

 

Bei Wind und Schnee auf glatter Bahn,
Da hebt erst recht der Jubel an.

 

 

(Robert Reinick, 1805-1852)

 

 

Wintergetränk, typisch im Januar: Ein Glas heiße Schokolade mit Sahne

Neujahrsputz am Freitag, den 13.

Spaziergang im Januar. Der kleine Bach beginnt zu vereisen.
Spaziergang im Januar. Der kleine Bach beginnt zu vereisen.
Spaziergang im Januar. Schnee am bemoosten Baum.
Spaziergang im Januar. Schnee am bemoosten Baum.

 

Freitag, der 13. Hm. Freitag, der Kreuzigungstag, plus die Dreizehn, das "Dutzend des Teufels". Oha! Kann das gut gehen?! Also irgendwann vor vielen Jahren habe ich mal darüber nachgedacht, dass mir eigentlich nie was besonders Schlechtes passiert ist an einem dieser Tage. Ich habe angefangen, ganz genau darauf zu achten. Aber nein, nach weiteren Jahren der Beobachtung habe ich festgestellt: Nix. Gar nix. Im Gegenteil! Eigentlich liefen diese verrufenen Tage sogar besonders glatt, ja geradezu schön und gut. Und zwar immer. So bin ich zu dem Schluss gekommen: Freitag, der 13.? Das ist eigentlich ein Glückstag. Das wissen nur nicht so viele. Yeah. Ich lebe jedenfalls sehr gut mit ihm. 

 

 

Jedenfalls traue ich mich auch an diesem Tag ganz mutig zu putzen. Kein Wischwasser auf den glatten Fliesen lässt mich erschauern und auch die Haushaltsleiter erklettere ich unbekümmert, denn ich hab mir ja für den Januar was vorgenommen!

 

 

Das Jahr ist schließlich neu, da sollen auch Haus und Garten wieder wie neu strahlen! Darum ist der Januar der perfekte Monat für eine großangelegte Neujahrs-Entrümpelungs- und

-Putzaktion. Man ist motiviert, hat Zeit und kann es sich nach getaner Arbeit sooo schön gemütlich machen!

 

Wenn ich mich ranhalte, bin ich Ende des Monats durch und profitiere den ganzen Rest des Jahres davon. Denn manches ist eh nicht so oft dran und anderes hält man viel leichter sauber und ordentlich, wenn es möglichst viele freie Flächen gibt.

 

Wenn es losgeht, nehme ich mir jeden Raum einzeln vor, sehe mich von Wand zu Wand um und frage mich: Muss dieses Sammelsurium im Regal wirklich hier stehen und einstauben oder kann ich mich trennen?!

  

Angehäufte Stapel und Kisten werden gesichtet, es wird aussortiert und aufgeräumt.

Das Wichtigste dabei: auch die Schrankinhalte werden geklärt. Bestenfalls gibt es anschließend überall noch reichlich Luft, damit Neues IM Schrank gelagert werden kann und sich nirgendwo Zwischenlager auf Schränken, Tischen oder sogar dem Boden bilden. 

 

 

Während und nach dem Entrümpeln mache ich eine Liste, was vielleicht repariert oder erneuert werden muss. Kleinigkeiten, wie z. B. Kerben, bessere ich sofort aus, größere Befunde wie "Oh. die Tapete ist aber auch mal wieder fällig!" werden notiert.

 

Wenn so erst mal alle Flächen freigeräumt und die Vorhänge in der Waschmaschine sind, atme ich schon durch, denn das weitere Pflegen der freien Flächen ist doch dann überhaupt kein Problem mehr!

 

Das Putzen erledige ich grundsätzlich mit umweltverträglichen Reinigungsmitteln. Und mit einer ziemlich reduzierten Palette. Für die allermeisten Fälle brauche nur: Spülmittel, Soda und Zitronensäure.

 

Spüli, Soda, Zitronensäure - Ökologisch putzen: Nur wenige Mittel reichen.

 

Spülmittel: Ich wüsste keinen Grund, Spülmittel nicht auch als Allzweckreiniger zu benutzen. Außer für Geschirr benutze ich es daher auch beispielsweise für Böden und Fenster. Was die angeht ist mein bester Zusatz-Tipp die Investition in einen Akku-Fenstersauger. Ich habe mir

z. B. vor Jahren den Kärcher-Fenstersauger zugelegt und der ist einfach nur suuuuuuper! Ich reinige die Fenster mit Spüliwasser, schäume sie dabei ordentlich ein und ziehe den Schaum dann in nur einem weiteren Arbeitsgang vollkommen streifenfrei und ohne Tropferei mit dem Akkusauger ab. Fertig! Kein Nachpolieren. Lediglich die Ränder einmal nachwischen und gut ist. Besonders für Schlossherrinnen ohne Personal eine lohnende Anschaffung!

 

Ich liebe meinen Kärcher Fensterreiniger

 

Zitronensäure: Wo zum Schmutz auch noch Kalkreste dazukommen, kommt eine Lösung aus Zitronensäure und Wasser zum Einsatz - und zwar 30 g auf 1 Liter. Eine natürlich kalklösende Mischung ohne den "Duft" von Essig.

 

Soda: Bei fettigem Schmutz, z. B. in der Küche, hilft normales Waschsoda perfekt. Soda ist alkalisch und ein echter Fettkiller. Bei der Verwendung daher unbedingt Handschuhe anziehen.

 

Mit einer Mischung aus Soda, ein wenig Wasser und Spülmittel reibt man beispielsweise hartnäckigen Schmutz im Backofen ein, lässt es etwas wirken und wischt den Ofen dann einfach aus. Auch als Abflussreiniger ist eine Sodalauge bestens geeignet, denn sie tötet Bakterien und hilft gegen Schimmel und Gerüche.

 

 

Mit den oben genannten Mitteln halte ich 98 % unseres Haushaltes sauber. Dazu gesellen sich einige wenige Sondermittel, wie ein guter WC-Reiniger, ein Glasspray für kleine Zwischendurch-Aktionen, Schmierseife, z. B. für die Gartenmöbel, Wiener Kalk zum Polieren und einige wenige mehr. Diese Reiniger kaufe ich aber immer von Ökoherstellern. Überall bekommt man ja z.B. die günstigen Produkte von www.frosch.de oder sieh mal z. B. nach bei www.waschbaer.de.

 

Ökologisch reinigen: Umweltverträgliche Putzmittel
Schmitzol's Wiener Kalk
Savon de Marseille

 

Was richtige Spezialfälle angeht, liebe ich die alten Haushaltstipps aus Großmutters Zeiten. Die ganz alten Originalhefte dienen allerdings oft nur noch dem Amüsement. Was für eine wundervoll skurille Mischung!

 

„Rußflecke an den Händen entfernt man durch Schwefeldampf“, Glanzstellen in Anzügen beseitigt man, wenn man sie mit einer Efeublätter-Salmiak-Brühe abreibt“, „Lackierte Gegenstände reinigt man mit einem Gemisch von Mehl und Baumöl“ und „Teppiche frischt man auf durch Abreiben mit Sauerkraut“… Herrlich!

  

Alter Haushaltsratgeber: Die rechte Hand der Hausfrau, für 90 Pfennige
Verblichene Handschriften...
Verblichene Handschriften...

 

Auch die weniger alten Ratgeber sind für mich die wundervollste Lektüre:

 

Kristall-Lüster...
Kristall-Lüster...

 

Ich liebe z. B. auch das kleine Informationsheftchen von Holste's "Kaiser Natron", die Allzweckwaffe für alles und jedes. 

 

 

Die Informationsbeschaffung geht aber natürlich auch moderner - heute ist ja das Internet die angesagte Quelle für Reinigungsprobleme aller Art. 

 

Einige Beispiele:

 

Fräulein Ordnung

Rosa und organisiert

Haushaltstipps.com

und der Klassiker: Simplify.de

 

weiße Amaryllisblüte am Fenster

 

Wenn dann Raum für Raum fertig ist, kommt das Schönste:

 

Dekoriert mit frisch geduschten oder neu erworbenen Zimmerpflanzen... 

 

Im Januar: Frische Zimmerpflanzen

 

... mache ich es mir ganz gepflegt gemütlich, bei einer guten Tasse Tee.

 

Gemütliche Tasse Tee im Goldrandgeschirr, dazu Ingwer-Konfekt

 

Draußen ist es kalt. Die Natur ruht. Und nun kann auch ich mich ausruhen in unserem ordentlichen, sauberen Heim.

 


Nigelnagelneues Jahr

 

So. Nun geht alles wieder von vorne los... Ach nee. Natürlich nicht ganz. Immerhin haben wir uns doch verdammt viel Gutes und Sinnvolles vorgenommen und das halten wir SELBSTVERSTÄNDLICH auch ein und durch! Also wird alles sogar noch besser als es je war! Super!!! In dem Sinne wünsche ich erst einmal ein 

 

Frohes Neues Jahr!

 

 

 

Oh. Stopp. Dir ist noch gar nicht sooo froh zumute? Bisschen verkatert?! Aha. Na, da hilft doch garantiert DAS zum Frühstück:

 

 

Okay. Das war jetzt echt gemein. Trotzdem hier ein paar Tipps für's Katerfrühstück. Es muss ja kein Brathering oder Matjes sein. Salzig-herzhafte Aufbaunahrung für Deinen Zustand ist z. B. auch Vollkornbrot mit Schinken-Rührei mit ein paar sauren Gurken dazu. 

 

Zu Trinken gibt es dazu den Kater-Killer schlechthin: Brau Dir eine Kanne Tee aus Majoran mit Honig und frischem Ingwer. Danach sollte es schon wieder ein bisschen gehen - Sonst müssen noch paar homöopathische Wunderkügelchen unterstützen: Versuch's mal mit "Nux Vomica" - hilft gut gegen Übelkeit.

 

Anschließend reißen wir uns zusammen und räumen erst mal auf. Die Party ist zwar vorbei, aber der Neujahrstag selber ist ja immerhin ein Festtag. Und den wollen wir, wenn auch müde, so doch würdevoll begehen.

 

 

Nachdem die Spülmaschine läuft, mein Tipp für alles und für jeden Zustand und jede Jahreszeit:

 

Raus aus dem Haus zum traditionellen Neujahrsspaziergang! Die frische Januarluft des unverbrauchten neuen Jahres wird Dich endgültig zurechtrücken!

 

 

Anschließend geht auch wieder eine kleine Leckerei von der nett gedeckten Neujahrskaffeetafel, nicht wahr?

 

Wie wäre es mit einem lecker gefüllten Berliner und bunt verzierten Neujahrsplätzchen?

 

 

Hufeisen, Schweinchen und Kleeblätter sind einfach ausgestochene Mürbeteigkekse mit Zuckerguss verziert. Die niedlichen Fliegenpilzplätzchen machst Du so: Aus dem selben Butter-Mürbeteig stichst Du runde Kekse aus, drückst zwei abgezogene Mandeln ein, darüber kommt je eine halbe kandierte Kirsche. An den Fuß der Pilzchen drückst Du noch gehackte Pistazien auf und pinselst dann alles, außer den Kirschen, mit Eimilch ein. 

 

Nach dem Backen bei 175 °C (etwa 12 Minuten) lässt Du die Plätzchen auskühlen und trägst zuletzt noch mit einem zähen Zuckerguss kleine Punkte auf.

  

Klasse, oder? Einzeln verpackt in kleinen Tütchen sind diese Kekse auch ein tolles Neujahrs-Mitbringsel für Freunde und Kollegen.

 

 

 

Wenn Du einfach mit losem Zucker überstreute Berliner ein bisschen aufpeppen möchtest, habe ich auch eine nette kleine Idee für Dich: Hast Du von gestern Abend noch ein bisschen von den Streuteilen des Tischfeuerwerks da? Dann leg einen dieser kleinen Plastikschornsteinfeger als Schablone auf Deine Berliner, streu kräftig Puderzucker darüber und fertig ist's.

 

 

Außer Schmalzgebackenem, wie den bekannten Krapfen, sind auch Hefekränze und -zöpfe zum Jahreswechsel guter alter Brauch.

 

Bei uns gibt es immer eine verzierte Neujahrsbrezel, die ich aus Dinkel-Vollkornmehl backe. Dieses Jahr ist sie mir so üppig geraten, dass man allerdings zweimal hingucken muss, um die Brezelform zu erkennen.

 

Gebildgebäck aus Hefe - Traditionsgebäck zu Neujahr: Neujahrs-Brezel

 

Übrigens: Vergiss nicht, dass wir die Zeit der Rauhnächte haben. Das sind die Tage und Nächte zwischen dem ersten Weihnachtstag und dem Dreikönigstag am 06. Januar, an denen früher täglich Haus und Hof ausgeräuchert wurden, um böse Geister fern zu halten. 

 

Auch heute noch glauben viele Menschen an die Kraft des Räucherns und daran, dass es zumindest Einfluss auf unsere Seele hat. Wer's glaubt wird also selig und schaden kann es ja sowieso nicht. Zumindest schaffst Du Dir eine "dufte" Wohlfühlatmosphäre und führst eine sehr sehr lange Tradition fort.  

 

Neujahr ist also ein passender Anlass, einmal die eigenen Räume auszuräuchern.

 

Wenn Du nicht gleich groß ins Thema einsteigen und richtig mit Räucherkohle, Harzen und Kräutern experimentieren möchtest, dann reichen ja für's erste auch unsere altgedienten Räuchermännchen und die kleinen kegelförmigen Räucherkerzen, die es dazu gibt. Vielleicht hast Du die Weihnachten eh schon abbrennen lassen? Na, nun weißt Du woher der Brauch kommt.

 

 

Zuletzt für heute noch ein kleiner grüner Tipp. Zu Neujahr ist es ja ebenfalls schöner Brauch, kleine Töpfchen mit Glücksklee zu verschenken oder den Tisch damit zu schmücken. (Wobei der Klee dieses Jahr eine Rarität war, weil es in DEM holländischen Klee-Kühlhaus einen Brand gegeben hatte...) Wenn bald der Alltag des neuen Jahres wieder kommt, denk bitte daran: Wirf das Töpfchen nicht achtlos in den Müll. Es lohnt sich, die kleinen Pflänzchen auf der Fensterbank weiterzupäppeln, auch wenn sie zwischendurch ziemlich schlapp machen.

 

Im zeitigen Frühjahr topfst Du sie in frische Erde und in einen bisschen größeren Topf um, stellst sie an die frische Luft und dann wirst Du sehen: Sie wachsen und gedeihen und zeigen schließlich ihre Dankbarkeit mit zarten roten Blüten! Also: Versuch es doch mal. Hier ist zur Motivation ein Bild vom letzten Sommer:

 

blühender Glücksklee

 

Und so ist es: Wir gehen durch Alltag und Festtag, immer mit einem kleinen Blick zurück und eben auch nach vorne. Frei nach dem Motto

 

Einszweidrei, im Sauseschritt 

Läuft die Zeit; wir laufen mit.

 

(Wilhelm Busch 1877)

 

Ich wünsche Dir einen schönen Start und fröhliches, erfolgreiches Mitsausen im neuen Jahr!

 

 

 


5-4-3-2-1... Morgen ist Silvester!!!

 

Morgen ist Silvester. Ich liebe es! Diese besondere Nacht, die nur so strotzt vor alten Bräuchen, wilden oder stimmungsvollen Partys und Gänsehaut-Feeling um Mitternacht. Und: Wann sonst ist es VERBOTEN zu arbeiten? Besonders Wäsche waschen und aufhängen sind vollkommen tabu, bitte. Oder willst Du Dir den Zorn Wotans und seines wilden Heeres an den Hals putzen? Nee. Das lassen wir mal lieber.

 

Also mach heute klar Schiff und bereite alles vor, denn dann darfst Du erst wieder nach Neujahr.

 

 

Tja. Ein wie meistens ganz gemischtes Jahr geht zu Ende. Die Nachrichten waren oft sehr belastend, aber auch Schönes gab es doch reichlich. 

 

Wir blättern morgen durch den Familienkalender, sehen uns noch einmal alle Fotos an und nehmen uns so gemeinsam Zeit für unseren ganz persönlichen Jahresrückblick. Dabei erinnern wir uns an Besuche und Schulveranstaltungen, an manche Verpflichtung und an die gepackten Koffer des vergangenen Jahres. 

 

 

Damit das Schlechte flüchtet und das Gute herbeieilt, zünden wir anschließend die ersten Tischfeuerwerke ab, freuen uns über die herausgeschleuderten Glückssymbole und werfen dann beim Bleigießen einen Blick in die Zukunft. Irgendwie sehen die entstandenen Figuren immer so skurril aus, dass man eigentlich grundsätzlich etwas Positives hineininterpretieren kann. Find ich unverbesserliche Optimistin natürlich gut.

 

 

Auch sehr beliebt, besonders bei den Kids, ist das etwas neuere "Gummibärchen-Orakel". Dabei werden 5 Gummibärchen aus der Tüte gezogen und die Farbkombination bedeutet dann z. B. Wahrheit und Erfolg. Da die Gummibärchen nach der Weissagung ihren Dienst getan haben, dürfen sie anschließend angenehmerweise gleich verputzt werden.

 

Unsere Beschreibung des Gummibärchen-Orakels kannst Du Dir als kleines Freebie gerne hier herunterladen.

 

 

Sehr wichtig für einen stimmungsvollen und gelungenen Silvesterabend ist natürlich auch die Dekoration. Neben Luftschlangen und Luftballons dürfen Glücksklee, Marienkäfer, Hufeisen, Glücksschweinchen, Münzen, Schornsteinfeger und reichlich Fliegenpilze nicht fehlen! Glück kann man schließlich nie genug haben...

 

Silvester-Deko: Schornsteinfeger, Hufeisen und Glückspfennige, in einer Marienkäferschachtel aufbewahrt
Unsere Streudeko für den Silvestertisch, passenderweise in einer Marienkäferschachtel aufbewahrt
Getöpferte Keramik Silvester-Deko: Kleine Keramik-Fliegenpilze
Meine winzige, getöpferte Fliegenpilzfamilie

 

Wenn's nach diesem Einstieg nicht losgeht zur Großparty oder zum eleganten Dinner mit schickem Rahmenprogramm, sondern die Nacht der Nächte bei Dir zuhause stattfindet, hier ein paar weitere Tipps.

 

Los geht es mit der Tischdeko, die hier ebenfalls getöpfert ist. Jeder Gast findet ein Keramik-Kleeblatt auf seinem Platz, das natürlich gerne mitgenommen werden darf...

 

Getöpferte Keramik Silvester-Deko: Vierblättriges Kleeblatt als Mitgebsel

 

Was das Essen angeht, wird auch das natürlich dem besonderen Anlass entsprechend geplant. Gemütlich und beliebt sind Raclette oder Fondue, festlich-traditionell ist der berühmte Karpfen (von dem eine Schuppe das neue Jahr über im Portemonaie aufbewahrt wird!) und ebenfalls populär ist ein tolles - kleines oder großes - Partybuffet. 

 

Ein Buffet ist perfekt für alle, die sich am Abend selber um rein gar nichts mehr kümmern möchten. Die Schüsseln und Platten mit Salaten und Fingerfood lassen sich gut vorbereiten und stehen, lediglich immer wieder appetitlich zusammengerückt, die ganze Nacht zur Verfügung, nach Mitternacht vielleicht noch mit einer heißen Partysuppe ergänzt.

 

Hier habe ich ein paar Vorschläge für kleine, einfache Platten für Dich, für die Du nicht einmal selber den Kochlöffel schwingen musst, sondern die nur nett zusammengestellt sind:

 

Buffetplatte, Partyplatte: Räucherlachsstücke, Krabbencocktail und Eier mit Kaviar
Räucherlachsstücke, Krabbencocktail und Eier mit Kaviar
Buffetplatte, Partyplatte: Gefüllte Weinblätter und Zaziki, mit Kräuter-Frischkäse gefüllte Champions
Gefüllte Weinblätter und Zaziki, mit Kräuter-Frischkäse gefüllte Champions
Silvesterplatte, Buffetplatte: Mit Gurkensheiben dekorierter Lachsschinken, mit einem Senf-Dip
Mit Gurkensheiben dekorierter Lachsschinken, mit einem Senf-Dip
Silvesterplatte, Buffetplatte: Börek, gefüllte Oliven, gefüllte Mini-Paprika, Ziegenkäse, gefüllte Weinblätter
"Börek", gefüllte Oliven, gefüllte Mini-Paprika, Ziegenkäse, gefüllte Weinblätter

 

So oder ähnlich bekommst Du doch rasch eine ansprechende Sammlung zusammen. Dazu ein paar Kräuterbaguettes und alle sind glücklich. 

 

Hast Du Zeit und Lust, auch noch ein wenig Fingerfood selber herzustellen, findest Du hier meine Rezepte für Lachs-Schnecken, Parmesan-Muffins, Knusperoliven u.a.

 

Außerdem gibt es dort auch die Rezepte für diese nette kleine Vorspeise und dieses originelle Dessert, ein Apfel-Sekt-Gelee:

 

 

So vorbereitet kann er kommen, der große Abend! Ob du es gemütlich angehen lässt, mit "Diner for one" und geselligen Spielen, oder ob Du die Musik aufdrehst und das Wohnzimmer zur Tanzfläche wird, liegt dann ganz bei Dir.

 

Bildquelle: www.ndr.de

 

Gemütlicher Spieleabend an Silvester

 

Ich jedenfalls freue mich auf morgen. Wir haben netten Besuch und mit dem vergangenen Jahr bin ich persönlich ganz zufrieden.

 

Übrigens ist hiermit ja auch mein erstes "Blogger"-Jahr rum. Ich war gespannt, wie lange ich darauf Lust haben werde, aber bisher bringt es mir so viel Spaß, dass ich einfach mal weitermache. Insgesamt hatte meine hochadelige Seite immerhin schon 2342 Besucher. Das hätte ich nicht gedacht und es macht mich schon ein bisschen stolz.

 

Von daher hoffe ich, dass Du auch im neuen Jahr wieder vorbeischaust (und das ist in diesem Fall schon übermorgen ) und ich wünsche Dir einen 

 

guten Rutsch!!!

 


Weihnachtsstimmung

 

Noch acht Tage. Der Countdown läuft. Bist Du schon in Weihnachtsstimmung? Na, das will ich doch hoffen! Sonst hab ich mein Ziel hier aber verfehlt. Oder brauchst Du einfach nur noch einen kleinen Schubs? 

 

Dann atme erst einmal tief ein...

 

 

... nimm einen Schluck heißen, würzig-süßen Punsch...

 

 

... und lehne Dich ein bisschen zurück. Heute gibt es hier keine Rezepte oder Basteltipps. Heute erzähle ich Dir einfach, wie es bei uns so ist in der Weihnachtszeit. Vielleicht schaffe ich es ja dadurch, Dich in Stimmung zu versetzen?

 

Also wir stimmen uns vor allem mit einem gemütlichen Bummel über den Weihnachtsmarkt so richtig schön ein. Wohlgemerkt: gemütlicher Bummel! Also nicht am Rande von großen Einkaufs-Aktionen, womöglich noch mit ein paar Tüten bepackt, sondern der Markt selber ist dann das alleinige Ziel. Wenn ich an den geschmückten Hütten vorbeischlendere, mir Strickwaren, Lichterhäuschen und Holzschmuck ansehe und mir der Duft von frischen Waffeln in die Nase steigt, dann ist es automatisch da, dieses Gefühl von guter, heimeliger Tradition. Ich liebe es!

 

 

Genauso schön wie ein Weihnachtsmarktbummel ist es, bei trockenem Wetter weite Spaziergänge zu machen. Natürlich am traumhaftesten, wenn es geschneit hat. Warm eingepackt durch den Park oder Winterwald laufen - es kann ja fast nichts Herrlicheres geben!

 

Und auch wenn es momentan noch nicht ganz nach weißen Flocken aussieht, hier zum Trotz zwei SCHNEEBILDER!

 

 

Beizeiten vor dem Fest führt uns unser Weg zu einem Hof im Nachbardorf. Dort stapfen wir die langen Reihen schöner Tannen ab und diskutieren aufgeregt, welcher Baum der prachtvollste, der geradeste, der charaktervollste und der ideal-beastetste ist. Das dauert! Zuletzt sind wir uns aber immer noch einig geworden und dann schmeißen sich Vater und Sohn auf die Erde und sägen ihn ab, unseren Weihnachtsbaum.

 

 

Nach dieser wichtigen Arbeit kann man sich auf dem Hof noch am Feuer die Hände wärmen und es gibt Punsch mit Keksen. So soll es sein, oder?

 

 

Übrigens bekommen unsere Kaninchen selbstverständlich ebenfalls einen Weihnachtsbaum. Mit Holzsternen. Ehrensache!

 

 

Auch all die vielen Festvorbereitungen helfen, das rechte Adventsgefühl zu bekommen. Allen voran die Backtage, die ich mit den Kids mache. Inzwischen liegen mir nach solchen Aktionen nicht mehr die Nerven blank(!), sondern die beiden sind mir eine richtige Hilfe geworden!

 

 

Wenn dann abends die Kerzen angezündet werden und man so wohlig eingekuschelt im warmen Zimmer beisammensitzt... Das ist für mich das ganze Glück. Geborgenheit.

 

 

An Heiligabend schließlich geht's in die festlich geschmückte Kirche. Ohne könnten wir uns den Auftakt des Festes nicht vorstellen.

 

 

Und später gibt es natürlich - begleitet von großem "Ooh!" und "Aah!" - Geschenke!

Frei nach dem Motto "Papa gets a Schlips and Socken..." (Dieses "denglische" Gedicht kennst Du sicher, nicht wahr?) 

 

Die Bescherung findet unter unserer sehr wild und sehr dicht behangenen Tanne statt. (Auf den Hauptästen hängt der "Schmuck" dank langer Schlaufen oder Haken teilweise dreifach hintereinander.) Eigentlich bin ich ja ein Durchsortierer und Rausräumer. Wirklich! Aber an den Christbaumschmuck kann ich einfach nicht ran. Der muss GENAU SO bleiben, wie er immer war. So wild gewachsen aus altem Familienschmuck, Kindergarten-Erdnussmännchen und

Pappsantas, dicken Engeln, an denen ich vor 20 Jahren nicht vorbeigehen konnte, Ringelsöckchen, Weltladen-Glocken und FLITTERRENTIEREN!!!!!

 

Wenigstens DIE wollte ich letztes Jahr loswerden. Aber nein, die liebt unsere Tochter von allen am meisten. Also eine kann-nicht-darf-nicht-Kombi. Kannste nix machen. 

 

Wilde Baumschmuck Mischung

 

Spätestens ab dem Programmpunkt "Bescherung" ist bei uns vorbei mit "stiller Nacht". 

 

Es gibt ein höchst ausgiebiges Essen, die Feuerzangenbowle wird angesetzt und der restliche Abend ist laut, ausgelassen und immer irgendwie auch chaotisch. 

 

 

 

Tja. So sieht das aus bei uns. Ich denke, wir haben großes Glück. Oder empfinde ich einfach nur, dass wir großes Glück haben? Und kann man das lernen? Aber wie geht das denn? 

 

Nun. so rosarot wie ich die Welt betrachte, ist dies definitiv keine tiefschürfende Lebenshilfe-Seite. Außerdem geht es gerade ja auch "nur" um Weihnachten. Da sich aber genau an diesen Tagen alle Erwartungen zuspitzen, hier der Versuch eines Ratschlages, falls Du zu denen gehörst, die Weihnachten eher mit gemischten Gefühlen entgegen sehen: Sei nicht passiv, sondern bereite vor, was nur geht, um die Feiertage froh und zufrieden zu verbringen.

 

Wenn Du alleine bist: Gib Dir einen Ruck. Auch jetzt ist noch Zeit, spontan jemanden einzuladen oder zu besuchen. Denk nach, trau Dich zu fragen und dann esst Ihr lecker und seht Euch nette Filme an. Ist doch gemütlich!

 

Wenn Du mit der Familie feierst und schon so manches "befürchtest": Noch ist Zeit, sich abzustimmen, was jeder vom Fest erwartet und was jeder beitragen kann. Niemand sollte sich zu sehr verbiegen müssen, aber jeder sollte auch ein wenig kompromissbereit sein. Finde raus, was genau Dir (und den anderen) unter den Nägeln brennt, sprich es offen an und dann sei(d) auch bereit für Veränderungen.

 

So entstehen vielleicht jetzt, eine gute Woche vor dem Fest, noch nette neue Pläne für Spieleabende, gemeinsame Kochaktionen oder lockerere Abläufe,  die dann doch ein gutes Gefühl mit sich bringen. Und darum geht es letztendlich ja schließlich.

 

 

Ein bisschen Lebkuchen und ein paar Kerzen gehören dann aber bitte auch für Weihnachtsmuffel dazu, okay?

 

 

Und zuletzt: Ob es schön wird oder doch ein bisschen schwer, Dein Fest: Geh auf jeden Fall hinaus. Geh in die Natur. Mach einen langen, sehr langen Spaziergang unter dem freien Himmel. Mein bester Tipp! ♥

 

 

Und damit verabschiede ich mich für heute. Mit dem Bild des freien Himmels und mit meinem allerliebsten Weihnachtsgedicht genau darüber. Ich wünsche Dir zum Fest ein kleines bisschen von dem Zauber, der aus diesen bekannten Zeilen weht.

 

 

   

Weihnachten

 

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

 

 

(Joseph von Eichendorff, 1864)

 

 


Nikolaus

Der Nikolaustag ist mir doch mindestens einen klitzekleinen Zwischengruß wert - und ein Beweisfoto, dass sich auch Teenager noch über gefüllte Stiefel freuen. Vielleicht ist der Inhalt nicht mehr ganz so bunt wie früher und der Schoko-Mann inzwischen ein bisschen cooler... aber noch werden die Stiefel brav geputzt und bereitgestellt.

 

Nikolaus-Brauch gefüllte Stiefel: Auch Teenager stellen noch Stiefel hin

Adventszeit. Geschenke selber machen!

Genähter Weihnachtswichtel
Stiefelchen zum Befüllen: Selbstgemachte kleine genähte Advents-Stiefel an einer Tannengirlande

 

Das zweite Türchen ist geöffnet und wir sind nun voll eingestiegen in die Adventszeit. Noch ist Zeit genug, möglichst viele Geschenke selber zu machen, denn es steckt doch so viel mehr Liebe in handgefertigten Dingen. Gerade in der heutigen Zeit, in der viele eh "alles haben", ist Selbermachen außerdem eine schöne Möglichkeit, etwas zu verschenken, was es eben genau so nicht zu kaufen gibt. Na, und basteln, köcheln und werkeln macht ja auch einfach Spaß!

 

 

Also habe ich heute für Dich einige ganz simple Ideen. Die erste ist etwas, das man auch mit Kindern einfach durchführen könnte: Selbst gerollte Bienenwachskerzen und -anhänger.

 

Aus dieser günstigen Fertig-Packung Wachsplatten:...

 

 

... habe ich beispielsweise diese Kerzen und Anhänger hergestellt:

 

Selbstgerollte, selbstgemachte Bienenwachskerzen und Bienenwachsanhänger aus Wachsplatten

 

Wenn man den Einzelpreis von gekauften Bienenwachskerzen bedenkt, lohnt sich das Selberdrehen auf jeden Fall. Die Anleitung liegt solchen Sets bei und was man sonst noch benötigt, hat jeder Haushalt da: Schneidebrett, Messer, Lineal, Ausstechförmchen und Fön. 

 

Die nächste Idee geht auch ganz fix. Geh einfach durch Deine Schränke und Schubladen und suche Dir Stoffreste, alte Deckchen, Schürzen, Stofftaschentücher, Geschirrhandtücher oder Ähnliches zusammen.

 

 

Aus denen nähst Du dann kleine Duftsäckchen und -herzen für's Kopfkissen oder den Kleiderschrank! Einfach mit getrockneten Duftkräutern füllen (Lavendelblüten z. B. gibt es in der Apotheke) und fertig ist Dein schönes Weihnachtsgeschenk für liebe Leute.

 

Selbstgemachtes Geschenk, romantisch und nützlich: Aus alten Stoffresten genähte Säckchen und Herzen mit Lavendel gefüllt

 

Wo es hier jetzt eh schon so nach Honig und Lavendel duftet, kommen nun noch zwei einfache Ideen für die Schönheitspflege dazu. Einmal das absolute Blitzgeschenk: Ein belebendes Körperpeeling, angerührt aus 3 EL feinem Salz, 120 g grobem Meersalz, 80 ml Olivenöl und 1 EL getrocknetem Rosmarin und Thymian. (Ja. Ganz einfach die aus dem Gewürzregal.) Einfach in einem Schüsselchen vermischen, in ein Schraubverschlussglas füllen, nach Geschmack dekorieren, fertig. 

 

Selbstgemachtes natürliches Körperpeeling aus Meersalz und Kräutern

 

Und dann noch folgende, eigentlich altbekannte, aber immer wieder nette Idee: Kleine Gästeseifen, farblich passend zum Bad des Beschenkten, je nach Vorliebe schön duftend z. B. nach Parfum, Rosenöl oder Weihnachtsduft. 

 

Selbstgemachte Gästeseife als Weihnachtsgeschenk

 

Die Herstellung ist kinderleicht: Besorge Dir im Bastelgeschäft Rohseife, den Rest hast Du vielleicht schon zuhause: Lebensmittelfarbe, Duftöl oder Parfum und Förmchen (z. B. Silikon-Pralinenformen, Sandkastenförmchen oder kleine Plastikdöschen). 

 

Die Rohseife wird im Wasserbad geschmolzen, dann werden Farbe und Duft zugefügt und die Flüssigkeit in die Formen gegossen. 

 

Das Abkühlen dauert gar nicht lange und schon können die kleinen Seifen herausgelöst und nett verpackt werden.

 

Selbstgemacht: Zutaten für's Seife Gießen

 

Wenn das alles noch nicht das Richtige war: Wie wäre es mit ein paar köstlichen Küchengeschenken? Mit denen kann man ja eigentlich nie was falsch machen. 

 

Sehr lecker und ganz schnell herzustellen sind z. B. süß-beschwipste Rum-Honig-Mandeln mit Rosinen. Am besten hängst Du für die Verwendung ein Schildchen daran. Sie passen z. B. wunderbar zu Vanilleeis oder in den Punsch. Wie Du es machst steht hier.

 

Eingelegte Mandeln mit Rosinen: Mandeln in Rum-Honig

 

Das nächste Küchengeschenk: Ein herb-süßes Pomelo-Orangen-Gelee. Diese Kombi gibt es nicht so oft, weswegen sich Feinschmecker sicher darüber freuen werden. Wie Du dieses winterliche Gelee einmachst, findest Du hier

 

Pomelo-Orangen-Gelee

 

Immer wieder beliebt sind natürlich auch frisch gebackene und liebevoll verzierte Plätzchen. Die müssen gar nicht allzu schick sein. Unsere Schokokekse z. B. haben die Kids für Oma und Opa einfach mit allem verziert, was der Backschrank und die Nasch-Schublade so hergab (und Großeltern LIEBEN natürlich Kekse, denen man ansieht, wer sie gemacht hat):

 

Bunt verzierte Schokokekse

 

Das Rezept für 2 Bleche Schokokekse: 1 Ei, 1 EL Zitronensaft, 1 P. Vanillezucker, 200 g Puderzucker, 200 g Margarine, 350 g Mehl, 200 g gemahlene Mandeln, 3 gehäufte EL Backkakao. Alles zu einem Teig verkneten, ausrollen, Figuren ausstechen, auf's Backblech legen und bei 175 °C etwa 15 - 20 Minuten backen. 

 

Weitere Ideen für Küchengeschenke findest Du unter meinen "Geheimnissen aus der Schlossküche", jeweils am Ende der Saisonrezepte. Schau doch mal rein. Da gibt es Gewürzsalze, Liköre, Gelees, Zitronenzucker, Salzgebäck, Milchreismischungen und vieles mehr. 

 

 

Und wenn Dir das noch nicht genügt, dann schau auf meiner Pinterest-Seite vorbei. Die quillt über von Sammlungen für schöne Geschenke!  

 

Jedenfalls hoffe ich, Du findest die eine oder andere Idee und ich konnte Dich ein bisschen zur Zurückbesinnung inspirieren. Ist doch heimelig, wie in der guten alten Zeit in den Wochen vor Weihnachten heimlich zu sägen und zu stricken, zu kleben und zu köcheln, oder etwa nicht? ♥

 

 

Ganz am Ende noch ein anderer kleiner Hinweis: Übermorgen, am 04. Dezember ist Barbaratag. Du weißt sicher: An diesem Tag holt man sich traditionell ein paar Zweige von Blühgehölzen aus dem Garten oder dem Blumengeschäft. Denn in der Vase im warmen Haus blühen sie bis Weihnachten auf und das ist nicht nur schön, sondern soll sogar Glück bringen! 

 

Also: Zweige z. B. von Kirsche, Apfel oder Forsythie holen. Gab es bis zum Barbaratag noch keinen Nachtfrost (nur dann) über Nacht im Tiefkühlschrank zwischenlagern, die Enden anschließend schräg anschneiden und schließlich die Zweige in warmes Wasser stellen, damit sie glauben, es sei Frühling...

 


Maronen, Bratäpfel und lange Adventslisten

Nikolausschuh am Fenster

 

Am Sonntag ist es soweit: 1. Advent! Haben wir uns bisher nur locker und naiv warmgelaufen mit dem einen oder anderen Bazar oder mit bisschen Tischreservieren und Tannengrün besorgen, so wissen wir spätestens jetzt: Er beginnt, der vorweihnachtliche Spaßmarathon. Montag Krippenausstellung mit Tante Lisbeth, Dienstag Julklapp mit der Häkelrunde, Mittwoch Adventsbuffet im Verein, Donnerstag zum Glück nix, also ab in die City und bis 20:00 Uhr die ersten Geschenke und neue Festtagskleidung für die Kids besorgen, Freitag Putz- und Backtag, denn Samstag traditionelle Adventseinladung bei uns, Sonntag Weihnachtsmarktsbummel in Hamburg, Montag...

 

Foto vom Hamburger Weihnachtsmarkt

 

Wer jetzt nicht einen übersichtlichen Kalender hat, eine - nein - VIELE umfassende Listen und vor allem ein paar bereits genehmigte Urlaubstage als kleine Inseln verteilt, der GEHT UNTER!  

 

Waaas? So pessimistisch?! Jain. Die erste Erkenntnis ist einfach: Es ist Ausnahmezustand. Jedenfalls bei mir. Die zweite Erkenntnis: Ich will nix verpassen, ich will nix vergessen, ich will keinen Stress. (???!!! Ähm. Hm. Tja...). Die dritte Erkenntnis: Das passt nicht zusammen, also wachse organisatorisch über Dich hinaus! Es ist ein Großprojekt. Es muss professionell gemanagt werden. Professionelles Projektmanagement bedeutet den Ausschluss von Gefühlsduseligkeiten, Bauchentscheidungen und Haltungsfehlern wie "Aaach (gähn), wir gucken einfach mal, ob vielleicht...". 

 

(???!!! Ähm. Hm. Tja...) Maria?! Halloooooo! Es beginnt doch einfach nur die schöne Adventszeit?!

 

Na, okay. Fahr ich mich mal wieder runter. Mach ich doch einfach mal weiter, als ob nix wäre. Reden wir über 

 

Maronen.

 

Esskastanien oder auch Maronen genannt

 

Denn frische Maronen gehören jetzt dazu. Endlich gibt es sie wieder, beim Gemüsehändler um die Ecke und auch auf den beginnenden Weihnachtsmärkten. Gestern hatte ich uns die erste Papiertüte voll mitgebracht und abends haben wir sie sofort geröstet. Lange lagern geht nämlich nicht, sie verderben ziemlich schnell. 

 

frische Maronen / frische Esskastanien

 

Du weißt, wie man sie vorbereiten muss? Leg sie in einfach in eine Schüssel kaltes Wasser und fische sie dann nacheinander raus. Mit einem scharfen Sägemesser die Schalen auf der gewölbten Seite kreuzweise einritzen und dann tropfnass auf einem Blech im Backofen bei 200 °C ca. 15 Minuten rösten. Tja und dann den leckeren Kern rauspuhlen und knabbern. Perfekt für lange Spätherbst- und Winterabende.

 

Mich erinnern sie immer an "Die kleine Hexe" von Ottfried Preußler. (Schon wieder dieses Buch!) Das Kapitel, in dem die kleine Hexe im verschneiten Dorf den Maronimann trifft. Er schenkt ihr aus seinem Öfchen ein paar heiße Kastanien und sie hext ihm aus Dankbarkeit seinen Schnupfen für immer weg.

 

Wintergemütlichkeit: geröstete Maronen knabbern vor dem Kamin
Geht's gemütlicher? Geröstete Maronen puhlen vor dem Kaminfeuer... 

 

Zweites Thema, dass Du nicht verpassen darfst: Brätäpfel. Egal wie oft oder selten Du kochst oder backst, egal überhaupt wie wo oder was... Bratäpfel sind ein Muss in dieser Zeit. Brätäpfel, das ist Glück aus dem Ofen! Und darauf wollen wir doch nicht verzichten, oder?

 

Fertig gebackene gefüllte Bratäpfel mit Puderzucker
Fertig gebackene gefüllte Bratäpfel mit Puderzucker

 

Und Bratäpfel sind sooo einfach zuzubereiten. Einfach ein paar herzhafte Äpfel (wie z. B. Boskop, Elstar oder Jonagold) aushöhlen, eine Füllung nach Geschmack zusammenmischen (ich nehme meistens schlicht, was ich in Backschrank und Keller so finde: z. B. Pflaumenmus, gehackte Mandeln, Rosinen und Zimt), die Mischung in die Äpfel stopfen und ab damit in den Ofen. Mein Rezept für lecker gefüllte Bratäpfel mit Vanillesoße habe ich Dir hier gespeichert. ♥

 

Diese Köstlichkeit ist es wahrhaftig wert bedichtet zu werden, daher zur weiteren Motivation die bekannten Zeilen: 

 

 

Der Bratapfel

 

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie's knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.

 

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

 

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

 

(Bayrisches Volksgut)

 

Lecker gefüllter Bratapfel mit Vanillesoße

 

Tja, und während wir abends so im warmen Wohnzimmer beisammen sitzen, Bratäpfel schlemmen oder Maronen knabbern, mache ich mir lange Listen für die nächsten Tage und Wochen: Welche Zutaten brauche ich für meine Küchengeschenke? Lebkucheneis oder Backobstkompott als Dessert bei unserer Adventseinladung? Und hab ich noch genügend Kandis und Zimtstangen da? Und Packpapier? Funktionieren die Lichterketten? Was schenke ich meinem Schwager? Gibt's Raclette oder Fondue? Wie ging das noch mit den Fröbelsternen? Was schicke ich Tante Agnes und was besorge ich für den Julklapp nächste Woche??? 

 

Notizbuch mit Füller: Adventsliste schreiben

 

So geht das jetzt los und hört garantiert nicht mehr auf bis Januar. Die Kunst ist - siehe oben - Organisation. Dann kriegt man eigentlich alles recht entspannt hin. Wenn man an Advent und Weihnachten so seine Ansprüche hat, dann muss man eben auch was dafür tun.

 

Leckerer bunter Plätzchenteller

 

Gekaufte Plätzchen gehen halt gar nicht. Und Zeit für einen Weihnachtsmarktbummel mit Freunden und Familie, Zeit sich zu treffen im Advent, Zeit für all die vielen Geschenke und Aufmerksamkeiten soll auch sein. Und erst die Planung des großen Festes selber! Glitzernd, duftend, lecker und harmonisch soll es werden. Dafür ist einfach einiges vorzubereiten. Jedenfalls stehen bei mir mit Beginn der Adventszeit alle anderen Projekte still. Die haben Zeit bis nach den Feiertagen...

 

Adventsdeko auf der Treppe: Korb mit Zweigen und Holzbuchstaben "Advent"

 

An dieser Stelle schon mal ein paar Bilder der ersten fertiggestellten Geschenke. Die, die ein wenig länger gedauert haben. (Last-Minute-Ideen gibt es nächste Woche.)

 

Zum einen zwei Stick-Projekte. STICKEN??! Ja. Ich sticke noch! Natürlich! Ich bin immerhin eine Prinzessin. Die sitzen im Kaminzimmer mit dem Stickrahmen auf dem Schoß. Schon vergessen?

 

Geschenkidee selbstgemachter Kirchsteinsack: Selbst besticktes Kirchkernkissen

 

Kirschsteinsäcke sind natürlich keine neue Idee, aber mir gefällt dieser rustikal-alte Look und außerdem dachte ich, es ist praktisch, wenn die Gebrauchsanleitung gleich dabei ist.

 

Kirchsteinsack: Selbst besticktes Kirchkernkissen - Nahaufnahme

 

Hier, wie ich es gemacht habe: Zunächst besorgst Du beigen Baumwoll-Stickstoff, einen Bügelmusterstift, nicht zu feines Stickgarn, Nadel und einen einfachen Stickrahmen.

 

Dann legst Du die Maße für das Kissen samt Nahtzugaben fest. Den gewünschten Text druckst Du Dir einfach spiegelverkehrt(!) mit der gewünschten Schrift maßstabsgetreu auf Papier aus und überträgst diese Vorlage auf den Stoff.

 

Jetzt kannst Du alles mit einem gewöhnlichen Plattstich nachsticken.

 

Zuletzt bügelst Du alles über und nähst erst dann das Kissen von links zusammen.

 

Geschenkidee: Selbstgemachter, Selbstbestickter kleiner Jutesack für Dörrobst

 

Und das ist das zweite Stickprodukt. Damit aus unseren im Oktober gedörrten Apfelringen ein schönes Geschenk wird, bekommen sie eine nette Hülle aus besticktem Sackleinen.

 

Geschenkidee: Selbstbestickter kleiner Jutesack für Dörrobst - Nahaufnahme

 

Die Herstellung läuft genauso wie beim Kirschkernkissen, nur dass Du hier im Kreuzstich stickst und vor dem Zusammennähen von rechts ein Zierband aufbringst.

 

Geschenkidee: Selbstgemachte selbstgetöpferte Keramikschalen

 

Zuletzt meine neuesten Keramiken. Kann ich Dich motivieren es einmal selber zu versuchen? Töpferkurse und -gruppen findest Du bestimmt auch in Deiner Nähe.

 

Geschenkidee: Selbstgemachte selbstgetöpferte Keramikschalen - Nahaufnahme

 

Das nächste Mal melde ich mich schon in einer Woche wieder und dann stelle ich Dir, wie versprochen, einige selbstgemachte Geschenke vor, die Du in sehr kurzer Zeit und sehr einfach fertigstellen kannst. Vielleicht ist ja dann die eine oder andere Idee für Dich dabei?

 

Bis dahin... Genieß die Zeit! ☺☺☺

 


Martinstag und Abwehrkräfte stärken

 

Martinstag! In den meisten Gegenden ist die Zeit rund um diesen Tag auch heute noch mit viel schönem alten Brauchtum angefüllt: In den Kindergärten oder abends in der Familie werden fleißig aus Schachteln, Fotokarton und Transparentpapier die herrlichsten Laternen gebastelt. Jedes Kind bemüht sich, dass seine Laterne die schönste wird, denn oft werden die originellsten und hübschesten Lampions am Ende prämiert.

 

 

Der Laternenzug wird dann von einem fröhlichen Spielmannszug begleitet, alle singen "Laterne, Laterne..." oder "Ich geh mit meiner Laterne..." und vorneweg reitet hoch zu Ross ein beeindruckender Heiliger Martin, natürlich mit Helm und Schwert und in einen langen, weiten Mantel gehüllt! 

 

 

Die Lichter wackeln durch die Dämmerung, dass es nur so eine Pracht ist, selbst die Allerkleinsten in den Kinderwägen halten schon ein Stöckchen mit einer kleinen Lampe daran fest.

 

Laternenumzug im Rosarium Uetersen
Laternenumzug im Rosarium Uetersen

 

Am Ende dann locken meist noch Punsch und das typische Gebildbackwerk: Zum Beispiel Martinshörnchen oder auch Martins-Weckmänner - am begehrtesten, wenn sie eine echte Tonpfeife im Arm halten.

 

Wenn Du selber einmal für Deine Lieben solche Weckmänner backen möchtest: Es ist gar nicht schwer. Hier findest Du mein Rezept und die benötigte Schablone dafür. 

 

Zum Martinstag Martinswecken: Selbstgemachte Martins-Weckmänner

 

Eine andere süße Idee sind Martins-Gänseküchlein aus saftigem Quark-Öl-Teig und mit marzipangefülltem Bauch. Die gehen weg wie nichts - vielleicht solltest Du mein Rezept lieber gleich verdoppeln! ♥

 

Martinsgebäck. Ein Rezept zum Martinstag: süße Gänseküchlein mit Marzipan gefüllt.

 

Weckmänner oder Gänseküchlein wären auch ein schönes Mitgebsel für Deine Gäste, falls Du zum traditionellen Martinsessen einladen möchtest. Das könnte eine ganze, prachtvolle, knusprige Gans sein, aber auch "nur" ein paar leckere Gänsebrüste mit Rotkohl und Klößen sind wunderbar. Ebenfalls sehr traditionell ist der Eifeler "Döppekooche", den dort viele seit alters her am 11. November zubereiten - anstelle einer teuren Gans. Herzhaft-lecker!  Die Rezepte variieren von Dorf zu Dorf, von Haushalt zu Haushalt. Hier ist meine Version:

 

Rezept Spezialität zum Martinstag am 11. November: Der traditionelle Döppekooche

 

Das Rezept für den Döppekooche habe ich Dir hier abgespeichert.

 

Mit solchen alten Martinsrezepten und ein paar aufgehängten Lampions, ob selber gebastelt oder gekauft, fängst Du zuhause ganz einfach die schöne Stimmung dieses Tages ein.

 

Laternen oder Lampions als herbstliche Dekoration an Sankt Martin

 

Da ich die altbekannten Fertig-Lampions so wunderbar nostalgisch finde, habe ich mir nach diesen Vorlagen einige wetterfeste für den Vorgarten getöpfert. Dort baumeln sie fröhlich im Apfelbäumchen vor der Haustür...

 

Sankt Martin Dekoration: Getöpferte Keramik-Lampions als Herbstdekoration für den Garten.

 

Auch kleine oder große Martinsmärkte gibt es noch rund um den 11. November - oder es gibt sie wieder. Ursprünglich wurden an Martini Märkte abgehalten, damit sich die Bevölkerung vor dem Einbruch des Winters mit Schuhen, Werkzeug oder anderen Dingen des täglichen Bedarfs eindecken konnte.

 

Heutzutage ist der Martinsmarkt entweder ein kleinerer oder größerer Jahrmarkt oder auch ein Markt mit Verkaufsständen, meist schon mit weihnachtlichem Kunsthandwerk und mit gastronomischen Angeboten. Hier das Plakat zum letztjährigen Martinsmarkt in unserer Gemeinde: 

 

Plakat zum Tornescher Martinsmarkt

 

Mit seinen Märkten, seinen stimmungsvoll leuchtenden Laternen, dem ersten dampfenden Punsch am kühlen Abend, enden für mich mit dem Martinstag nach und nach die melancholischen Novemberwochen nach Allerheiligen und Allerseelen.

 

Mit Martini fängt langsam die Adventszeit an, wir stimmen uns um, wollen Tannengrün statt Nebelgrau, wollen Festglitzer statt Regentropfen. Ab jetzt finden die ersten Bazare und Weihnachtsmärkte statt. Gern gesehen! Es duftet vertraut, da tut sich was. Dass uns die größeren Geschäfte gefühlt seit Schließung der Freibäder mit den ersten Lebkuchen bombadieren, ignoriere ich hier jetzt mal.

 

Ich jedenfalls lege ab jetzt ganz in Ruhe, aber frühzeitig los mit meinen Listen und Planungen, damit mich der berühmt-schreckliche Adventsstress (alleine dieses kranke, paradoxe Wort!) auf gar keinen Fall erwischt. Denn mit ein bisschen Organisation kann man die kommenden Wochen ganz bestimmt in gemütlich-fröhlicher Atmosphäre verbringen. Das heißt - oh, noch was! - genau: Die Kunst ist also Organisation und: Die Abwehr von Erkältungen! Die Schniefzeit hat begonnen und die schönsten Adventseinladungen oder Weihnachtsmarktbummel fallen natürlich aus, wenn wir erst mal flachliegen. Hilfe! Bitte nicht! Nicht jetzt!

 

Ruhig, Brauner: Auch dafür habe ich hier Supertipps und -rezepte für Dich. Es kann also eigentlich nichts mehr schief gehen! ♥

 

 

 

Zum einen findest Du hier einen Freebie-Download mit meinen 8 Tipps, um Erkältungen vorzubeugen. Damit machst Du schon mal das meiste richtig.

 

Häng Dir die beiden Seiten an Deinen Spiegel und leg los!

 

Zum anderen gibt es hier einen Freebie-Download mit guten Tipps, wenn es Dich aber doch mal erwischt hat.

 

Du musst dann nicht gleich die Chemiekeule schwingen. Auch mit altem Wissen aus der Volksheilkunde und moderner Naturheilmedizin kannst Du so mancher Erkältung gleich zu Beginn den Garaus machen oder zumindest den Verlauf positiv beeinflussen.

Und Last-but-not-least gibt es als Ergänzung einen 3-Tage-Praxis-Plan für den Fall der Fälle. Mit dieser 3-Tages-Kur kurbelst Du zu Beginn eines Infekts Dein Immunsystem so richtig an und hilfst Deinem Körper schnell und gut wieder in die richtige Bahn zu kommen.

 

Bereit für einen vielleicht ungewöhnlichen aber schmackhaften und hilfreichen Plan?

An Tag 1 Deiner Erkältung geht es morgens los mit Mandelmilch und einem Mandel-Kräuter-Champignons-Aufstrich auf Vollkornbrot...

 

Druck Dir meinen Plan gerne aus und leg ihn Dir in die Hausapotheke. Hier ist der Freebie-Download dafür.

 

3-Tages-Diät bei Erkältungen - Rezepte zur Schleimlösung - schleimabbauende Gerichte

 

So. Nun weißt Du wie es geht. Das Wichtigste ist: Mit meinem Plan A oben kannst Du die Notpläne B und C hoffentlich meistens verhindern... Die Kunst ist wie immer die Praxis.

 

Hab ruhige und gesunde Novemberwochen!

 


Reformationstag, Halloween und Allerheiligen

Die Lutherrose, das Siegel Martin Luthers
Die Lutherrose, das Siegel Martin Luthers

 

In drei Tagen, am 31. Oktober, ist Reformationstag, an dem die evangelischen Christen die Reformation der alten Kirche durch den Mönch und Theologieprofessor Martin Luther feiert. Der Mann hatte sich ja im tiefsten Mittelalter unter anderem dagegen aufgelehnt, dass man Verfehlungen mal eben mit Geld bereinigt. Die Historie der "Ablassbriefe" kennen wohl die meisten von uns. Gut für die Kassen der Kirche, angenehm für den betuchten Sünder, der sich so seinen Freifahrtschein in den Himmel kaufen konnte. Wie absurd! Was für Zeiten! Dagegen anzudenken und zu rebellieren, das ist schon nach meinem Geschmack.

 

Der Reformationstag wird sehr unterschiedlich gestaltet. In manchen Bundesländern ist er gesetzlicher Feiertag, in anderen wird er nur recht still mit einem Gottesdienst an einem Werktag begangen.

 

Dort, wo er ein lebendiger Feiertag ist, besonders aber in den Lutherstädten wie Wittenberg und anderen, finden bunte Mittelaltermärkte statt und überall kann man süße Reformationsbrötchen kaufen, die in ihrem Aussehen an Martin Luthers Siegel erinnern.

 

Bei uns gibt es sie nicht in den Bäckereien, aber das ist für mich ja kein Grund, sie nicht auf den Tisch zu bringen. Mach ich sie halt selber, dachte ich. Mein "Passt-immer-gelingt-immer"-Hefeteig mit gehackten Mandeln aufgepeppt. Bällchen plattgedrückt und fünfmal eingeschnitten, 'n Loch für die Erdbeermarmelade, gut ist... Also. Ich stelle fest: Schmecken locker saftig. Bin zufrieden. Aber die Mitte muss ich nächstes Mal noch tiefer aushöhlen. Auf jeden Fall ist es eine FRECHHEIT, dass mein sonst so lieber Mann sie lachend als "Deformationsbrötchen" verunglimpft hat, als er sie gesehen hat!

 

Backrezept zum 31.10. - Rezept für Reformationsbrötchen - Spezialität zum Reformationstag

 

Wenn Du gerne selber diese leckeren Reformationsbrötchen backen möchtest, nimm gerne mein Rezept dafür. Hier ist es abgespeichert.

 

Der meist schlicht gehaltene Reformationstag, der still auf dem Vortag von Allerheiligen liegt, wird seit vielen Jahren mehr und mehr durch neu gelebtes, schrill-lautes Brauchtum in den Hintergrund gedrängt: Halloween. Viele hierzulande lieben es inzwischen heiß und innig, andere rümpfen noch empört die Nase.

 

 

Halloween. Seinen Ursprung hat es in uralten irischen Bräuchen in der Nacht vor Allerheiligen, dem "All Hallow's Evening". Diese Bräuche wurden erst durch irische Auswanderer in die "Neue Welt" mitgenommen und schwappten dann in den 90er Jahren wieder zurück nach Europa.

 

 

Halloween bietet natürlich einen absoluten Gegensatz zum ruhigen Reformationstag oder auch zum darauffolgenden, nachdenklichen Allerheiligen-Fest: Schrille Gestalten lärmen durch die Nacht, die Kinder freuen sich über reichlich Bonbons, die sie unter gereimten Drohungen an vielen Haustüren einfordern und überall gibt es Veranstaltungen, auf denen es blutrünstige Drinks und schreck-gespenstische Speisen und Dekorationen gibt.

 

 

Als zweifache Mutter stellst Du Dir nicht die Frage: lieben oder lassen? Die Kids wollen raus, sie wollen durch die Nacht, sie wollen Süßes oder Saures! Punkt. Blieb nur, in den ersten Jahren, das Treiben erzieherisch wachsam im Hintergrund zu beobachten und das artige Danke für die guten Gaben und das verständnisvolle Annehmen von auch mal verschlossenen Türen zu üben.

 

 

Ich also mit den Kids selber durch die Nacht gezogen, ihr Vater zuhause wiederum die Klingelgeister bedient. So wächst man rein in die neuen Sitten, dekoriert ebenfalls schwarz-orange, legt Gruselfilme ein und zaubert Würmerspeisen, blutige Hände und Spinnenkekse in der heimischen Küche. Nun. Das habe ich also jetzt zugegeben.  

 

 

Allerdings wird sich bei uns am 01. November, also gleich nach dem weltlichen Halloween, umgestellt - auf das leise Fest Allerheiligen und dessen Folgetag, Allerseelen.

 

Hier in Norddeutschland ist Allerheiligen ja kein gesetzlicher Feiertag. Der entsprechende Gedenktag der meist protestantische Bevölkerung ist der Ewigkeitssonntag Ende November. Ich finde es - arbeitsfrei oder nicht, katholisch oder nicht - aber ganz gut, diesen ruhigen Tag am oft neblig-verregneten Anfang des Monats November, so zu nehmen wie er ist: Eine Möglichkeit inne zu halten und sich vielleicht auch Manches wieder einmal bewusst zu machen...

 

 

Den ach so trüben November, der mit Allerheiligen und Allerseelen beginnt, mögen viele ja nicht wirklich. Ich frag aber mal: Warum denn nicht? Eigentlich ist doch bekannt, dass das Leben nicht nur aus lustigen Festen bestehen kann. Und wenn wir ganz ehrlich sind, tut es uns doch sogar gut, einmal zu stoppen und ganz ruhig zu sein. Denn erst dann hört man das Leise, hört man die feinen Schwingungen, die innere Stimme. Ja, wer weiß, dann, vielleicht und womöglich, spüren wir auch den Hauch der Ahnen, die uns etwas zu sagen haben...

 

Ist die jetzt bekloppt geworden? Nee. Aber mal die Klappe halten, anhalten, Handy weg, in sich gehen, lauschen... ist einfach mein Tipp des Tages!

 

 

Übrigens gibt es zu Allerheiligen und Allerseelen ein ganz altes, traditionelles Gebäck. Hochwillkommen nach dem Gang zum Friedhof oder einem Spaziergang durch den kühlen, spätherbstlichen Wald, zu dampfender Schokolade oder frisch gebrühtem Kaffee: 

 

Der Seelenzopf.

 

Die drei Stränge sollen wohl die Dreifaltigkeit symbolisieren und das Ineinanderverschlingen die Ewigkeit. Es gibt auch andere Formen, aber alle sind immer aus süßem Hefeteig hergestellt. 

 

Hier ist die Art aus meiner "Schlossküche" ♥: 

 

Traditionelles Rezept zu Allerheiligen und Allerseelen: Der Seelenzopf
Lecker nicht wahr? (Aber vor dem Backen nicht - wie ich - das Einpinseln mit einer Eigelb-Milch-Mischung vergessen. Dann reißt der Zopf nicht so auf!)

 

Und hier habe ich Dir das Rezept dafür abgespeichert. Wow. Heute ist Hefeblogtag.

 

Also. Du kennst ja meine Lieblingsmottos schon: Immer das Beste daraus machen. Und (möglichst) immer das Gute in den Dingen sehen. 

 

So wünsche ich Dir ruhig-besinnliche und kuschelig-gemütliche Spätherbsttage!

 


Oktoberleben und Wintervorbereitungen

 

Wir haben es in den letzten Tage gemerkt: Der Altweibersommer ist deutlich vorbei. Typisch für Mitte Oktober ist es merklich kühler und nasser geworden.

 

Lassen wir aber den Kopf nicht hängen. Als meistens positive Prinzessin Schaumkraut habe ich sowieso auch für dieses Wetter einen Trost. Denn wie es in einer alten Bauernregel heißt: Oktoberregen - Feldersegen! Na also.

 

Und wer weiß. Oft wird es auch noch mal schön sonnig. Eine kleine Verlängerung des Altweibersommers, bei der wir die Blätterfärbung der Laubbäume natürlich noch viel besser genießen können.

 

 

Wenn ich hier den Altweibersommer erwähne, sollte ich wohl auch Fotos von kunstvollen, taubenetzten Spinnweben hochladen. Sie sind immerhin namensgebend, da das "weiber" ursprünglich von "weiben" = "weben" kommt. Kann ich aber leider nicht. Denn ICH MAG DIE NICHT!

 

Ich kriege die Krise, wenn ich morgens in der Dunkelheit zum Fahrrad möchte und mich streift plötzlich... uäääääääh!!! Oder wenn ich bei der Gartenarbeit eins übersehe... Nee. Echt nicht. Also: Damit kann ich nicht dienen, weil ich mich weigere. Ich kommentiere nur, weil gerade die Zeit war oder ist. Die gehören dazu. Themenwechsel. Schnell.

 

Mit etwas weniger Makro also, genießen wir die schönsten Spaziergänge unter bunten Baumkronen, durch raschelndes Laub, vorbei an Wiesen und Stoppelfeldern. Mit den Kids kann man an den nun etwas windigeren Tagen dort prima Drachen steigen lassen. 

 

 

Nach unserem Gang über die Felder oder durch den bunten Herbstwald gibt es den ersten heißen Apfelpunsch des Jahres oder einen einfachen Hagebutten-Vanille-Tee und dazu ein Stück leckere Sanddorn-Buchweizentorte. Wenn wir Glück haben, noch einmal auf der sonnigen Terrasse.

 

Herbstliche Sanddorn-Buchweizentorte mit Blattmotiv

 

Mein Rezept für diese herbstlich dekorierte Sonntagstorte findest Du hier.

 

 

Schöner Herbst. Mit Glück im "goldenen Oktober"-Sonnenschein. Aber wie sehr wir auch genießen, das Jahr schreitet fort und alle sind tunlichst dabei, sich auf den nahenden Winter vorzubereiten.

 

Die letzten Starenschwärme fliegen in den Süden, und die Tiere die hier bleiben, füllen ihre Winterlager.

 

 

Auch ich bin emsig bei den Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit.

 

Draußen habe ich die Gartendeko, die nicht frostfest ist, in Kisten ins Gartenhaus gepackt, die Nistkästen geleert und gesäubert, die Wasserspiele abgestellt und ausgeleert, die Gartenschläuche ebenfalls.

 

Den Rasen habe ich mit Herbstdünger versorgt, gekalkt und kahle Stellen nachgesät...

 

 

... und im Baumarkt habe ich fehlende Frostschutzdecken aus Jute und Kokosfaser besorgt.

 

 

Das Laub, dass nun fällt, lasse ich in den Beeten liegen. Das freut die Tiere und schützt meine Pflanzen. In der Einfahrt, auf dem Rasen und den Wegen reche ich es auf und sammle es für den Moment, in dem der Frostschutz demnächst in die letzte Runde geht: Es ist ein natürliches und kostenfreies Dämm-Material, um damit die besonders empfindlichen Sträucher zu schützen: Einfach im unteren Bereich anhäufeln und ggf. mit einem Jutesack locker umwickeln.

 

Auch für Hochstämmchen ist das Naturfasergewebe ideal und ich finde so Verpacktes viel attraktiver, als im Winter auf irgendwelche Kunststoffsäcke zu schauen.

 

 

Ich freue mich immer, wenn ich rechtzeitig, in Ruhe und bei mildem Sonnenschein, mit dem Garten fertig bin, dann muss ich zuletzt nichts in Panik im kalten Wind oder bei eisigem Regen nachholen.

 

 

Auch Drinnen bin ich derzeit fleißig und mach es den Eichhörnchen nach: Sammeln und horten. Ich finde einen gut gefüllten Vorratsraum auch heutzutage noch praktisch. Wenn plötzlicher Besuch kommt oder man bei Starkschnee keine Lust hat einzukaufen oder auch wenn man mal mit einer dicken Erkältung flach liegt, freut man sich doch, wenn man z. B. Salami, Pasta und eine eingekochte Paprikasoße schnipp-schnapp zur Hand hat. 

 

Meine Gedanken und einige Links zum Thema Vorratshaltung findest Du hier.

 

Einmachen und Einkochen ist im Übrigen auch wieder in! Zu den Gläsern mit Sommerfrüchten  und -gemüse gesellen sich in diesen Tagen eingeweckte Kürbissuppe, Gewürzbirnen und Äpfel mit Rosinen:

 

Eingekochte Äpfel

 

Konfitüren einzumachen hast Du vielleicht schon probiert oder machst das regelmäßig. Auch das echte Einkochen ist gar nicht schwer! Man muss zwar erst einmal ein bisschen was dazu lesen, aber wenn man erst angefangen hat, hat es Suchtpotential. Denn der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und außer den oben genannten Vorteilen einer gefüllten Vorratskammer hat man auch superbeliebte Mitbringsel und Geschenke parat. In ein paar Wochen geht es spätestens wieder los, das Nachdenken in der Adventszeit. Ein paar liebevoll eingekochte Gläser mit Mangowürfeln in Limettensoße oder hausgemachter Backobstkompott sind doch oft schon ne gute Antwort! Und ca. 1 Jahr haltbar!

 

Am besten findest Du eine gleichgesinnte Freundin, dann macht das Einlesen und Besorgen, das Tüfteln und Schnippeln gleich doppelt so viel Spaß. Meinen kleinen praktischen Einkoch-Ratgeber findest Du hier als Freebie-Download. Und dann kann es auch schon losgehen...

 

Vorbereitung zum Einwecken oder Einkochen: Alle Utensilien liegen sterilisiert bereit.
Oberstes Gebot beim Einkochen: Hygiene. Alle Utensilien stehen abgekocht bereit...
Einwecken - Einkochen - Einsetzen der vorbereiteten Gläser in den Einkochautomaten
Und hier siehst Du die vorbereiteten Gläser im Einkochautomaten
Weck-Einkochautomat - Eine Anschaffung für's Leben
Mein Weck-Einkochautomat - Eine Anschaffung für's Leben

 

So sieht übrigens unser Vorratskeller aus:

 

Vorratsraum, Vorratskeller, Wintervorbereitung

 

Da tummeln sich nicht nur Vorräte und paar Flaschen Wein, sondern auch selten benutzte Töpfe und solche Sachen wie Fondue-Set, Stövchen, Erweiterungs-Geschirr und - das ist einfach genial wenn was Größeres ansteht: Eine zweite Kühl-Gefrier-Kombi. Wir haben keine durchgestylte Regalwand, aber sauber und einladend ist mir eh wichtiger. 

 

Das Erweiterungs-Geschirr steht verschlossen und mit Tüchern abgedeckt im Schrank. So kann ich es auch nach einigen Wochen Lagerung gleich auf den Tisch stellen.

 

Oben auf diesem Schrank steht, wie im ganzen Raum, allerhand Schnickschnack herum. Das liebe ich einfach. Verbinde ich mit der "guten alten Zeit von Omas heiler Welt zwischen Speisekammer und Kohleofen" oder so...

 

 

Tja. So sieht's aus. Lasst uns also Brennholz einlagern, Herbstfrüchte einwecken und das Strickzeug wieder auspacken. Ist es nicht schön, mit der Natur und den "guten alten" Abläufen zu leben?

 

Ich hoffe, ich konnte Dich ein wenig inspirieren. ♥

 


Michaeli, Erntezeit und Erntedankfest

 

29. September. Heute ist Michaeli-Tag.

 

Merkt man nicht in allen Gegenden, aber besonders in Süddeutschland werden am Gedenktag des Erzengels Michael noch einige Bräuche hochgehalten, wie die Michelgans und das Michelfeuer, und auch viele traditionelle Jahrmärkte finden rund um diesen Tag statt. Besonders bekannt ist der Dürkheimer Michaelismarkt, der seinen Ursprung auf einem kleinen Rebenhügel namens Michaelsberg hat. Heute gilt der Dürkheimer Michaelismarkt als das größte Weinfest der Welt. 

 

 

Der Wein fließt also in Strömen und dazu genießt man die deftigen, regionalen Spezialitäten. Ein typisches, uraltes Pfälzer Rezept möchte ich Dir zum heutigen Tag vorstellen: Dampfnudeln mit Salzkruste und Kartoffelsuppe.

  

Boh. DAS hört sich doch gut an, oder? Und so sieht es aus, wenn ich mich daran versuche:

 

 

Ich garantiere Dir, dass hinterher niemand mehr hungert. Möchtest Du es nachkochen, findest Du hier das Rezept dafür.

 

 

Ende September. Die Ernte von Birnen und Spätkartoffeln ist fast abgeschlossen, nun ist in den Weinbaugebieten die Traubenlese in vollem Gang und auch Kürbisse und Herbstäpfel werden jetzt geerntet.

 

 

Nicht nur in der Pfalz, sondern überall finden Herbst- und Bauernmärkte, Wein- und Apfelfeste, Umzüge und Tanzveranstaltungen an herbstlich dekorierten Orten statt. Die Landwirte bieten in den Innenstädten ihre regionalen Waren an oder laden zu Hoffesten ein und beim Gang durch's Maislabyrinth, beim Bummel vorbei an Imker- und Konfitürenständen, Korbmachern und Kunsthandwerkern, bei Traktorfahrten oder dem Genuss von Eintopf und leckeren Landfrauentorten in der herbstlichen Sonne, lässt man es sich gut gehen. 

 

Es ist also genau die richtige Zeit für das noch bekanntere schöne Fest: Erntedank!

 

Im Wort steckt alles drin, finde ich. Dass es uns so gut geht, ist schließlich nicht einfach nur eine Selbstverständlichkeit. Zwischen all unserem geschäftigen, modernen Treiben vergessen wir gerne mal die Basis und dass nicht alles machbar und planbar ist. Stürme, Überschwemmungen und Dürren z. B. leider nicht.

 

Es schadet sicher nicht, sich in dieser Zeit wieder einmal klarzumachen, wie perfekt wir in unserem Land ständig versorgt sind, auch wenn das Wetter einmal kurze Zeit verrückt gespielt hat. Unsere üppig gefüllten Stände, Regale und Einkaufstüten sind nicht überall der Standard.

 

Ausgelassen Erntedank feiern und sich grundsätzlich für faire und ökologische Bedingungen auf der Erde zu engagieren, dass wäre doch eine gute Kombi, oder?

 

Erntedank - Zur Apfelernte ein Herz aus Äpfeln im Gras

 

In unserer Gemeinde wird am Erntedank-Sonntag im historischen Möllnhof erst unter einer prachtvollen Holsteiner Erntekrone ein Gottesdienst auf plattdüütsch abgehalten und anschließend bei Speis, Trank, Musik und netten Aktionen ausgiebig gefeiert.

 

 

Wenn auch Du das Erntedankfest nicht einfach unbeachtet vorbeiziehen lassen möchtest, hast Du viele Möglichkeiten. Angebote gibt es ja genug. Schau mal in Euren Veranstaltungskalender oder den Regionalteil Eurer Tageszeitung. Sicher wirst Du etwas Passendes finden. 

 

Oder Du dekorierst zuhause herbstlich-gemütlich, mit Kerzen, Moos und Ähren, mit Äpfeln, Kastanien und Kürbissen, und lädst Freunde und Nachbarn ein zur fröhlichen Erntedank-Kaffeetafel mit Traubentorte und Kastanienkuchen oder dem berühmten "Pumpkin-Pie".

 

 

Eine andere Idee für diese Tage wäre ein netter, unkomplizierter Spiele-Abend, bei dem Ihr den neuen, noch gärenden, Wein dieser Saison, den "Federweißer", genießt, mit ein paar schnell gemachten herzhaften Beilagen.

 

Federweißer wird jetzt überall stehend im Kühlregal angeboten. (Achtung, auch beim Transport nach Hause müssen die Flaschen aufrecht bleiben, da sie nicht fest verschlossen sind.)

 

Klassisch dazu kannst Du rustikal-herzhaften Zwiebelkuchen anbieten, dann noch ein Brett mit einer schönen Käseauswahl und vielleicht auch meine pikanten Mürbeteigplätzchen:

 

Knabberei zum Wein: Pikante Mürbeteigplätzchen

 

Die Rezepte für Zwiebelkuchen und die pikanten Mürbeteigplätzchen findest Du hier

 

 

Genieße BEWUSST! ♥

 

 

Altweibersommer. Zeit zwischen Sommer und Winter. Zeit zum Genießen, Zeit Abschied zu nehmen, Zeit sich vorzubereiten, Zeit zu verstehen...

 


Herbstschönheit, Oktoberfest und heimische Superfood-Cookies

 

Mitte September. Die Tage waren zwar bis gestern noch einmal richtig heiß, aber spürbar kürzer sind sie längst und in knapp einer Woche, am 22., haben wir schon Herbst-Tagundnachtgleiche. 

 

Ich bin kein bisschen wehmütig, ist gerade diese Zeit doch so prall-fröhlich und lädt zu so herrlichen, ausgiebigen Spaziergängen ein. Guck mal meine Bilder von gestern Abend: 

 

Eichel und Eichelblatt im September
Langsam verfärbt sich das Eichenlaub
Kastanie im September
Und so sehen die Kastanienbäume gerade aus (mit reifen Kastanien, aber leider nicht nur herbstlich verfärbt, fürchte ich...)
Wiesen und Bäume in der September-Abendsonne
Ist das nicht schön? Wiesen und Bäume in der September-Abendsonne

 

Wenn Du unterwegs bist, ist jetzt auch eine gute Zeit, um Materialien für herbstliche Naturdekorationen zu sammeln: Die ersten Hagebutten sind rot und laden mit Moos, Heide, Hortensienblüten und kleinen Zieräpfelchen dazu ein, einen hübschen Türkranz zu winden oder ein Tischgesteck zusammenzustellen. 

 

 

Und wie wäre es, mal wieder die guten alten Kastanienmännlein zu basteln? Die niedlichen, eingeschrumpelten Gesellen, die ich vor Jahren mit den Kids gemacht habe, zieren immer wieder ab September unsere Fensterbank.

 

Herbstbastelei und Naturdeko im September / Oktober: Kastanienmännchen auf der Fensterbank

 

Im Garten gibt es natürlich im September auch einiges zu tun. Vorbei sind die müßigen Sommermonate, in denen zwar so manche Wasserkanne zu tragen war und hier und da vielleicht ein wenig Unkraut zu zupfen oder Verblühtes abzuschneiden war, die wir aber im Prinzip träge im Liegestuhl verbracht haben. War natürlich ganz nett, aber nun sind auch die Temperaturen wieder so, dass man sich bewegen mag und darum geht es jetzt los:

 

Erst einmal von stehengelassenen ausgereiften Pflanzen die Samen sammeln und trocken einlagern - das geht bei Ringelblumen, Stockrosen, Kapuzinerkresse und vielen anderen spielend einfach. In hübsche Papiertütchen verpackt und beschriftet sind diese Samen auch ein nettes kleines Geschenk für Garten- und Balkonbesitzer! Anschließend alle Beete und Kübel durchputzen, eingegangene Einjährige entfernen und Stauden eventuell schon etwas zurückschneiden. Zu groß gewordene oder überaltete Stauden herausnehmen, teilen und neu pflanzen oder ebenfalls verschenken. 

 

Nun vielleicht entstandene Lücken neu verplanen und eine Liste für den Gartenmarkt machen. In manchen Kübeln und Kästen lassen sich beispielsweise noch einigermaßen gut aussehende Sommerblumen schön mit Gräsern, Astern, Knospenheide, Alpenveilchen und anderen Herbstpflanzen oder Immergrünen kombinieren und so saisongerecht aufpeppen. 

 

Kübel mit Herbstbepflanzung: Knospenheide, Alpenveilchen und Gräser
Alpenveilchen

 

Tja und schließlich ab in den Gartenmarkt, Gräser und frostfeste Herbstblüher besorgen, aber vor allem auch Blumenzwiebeln! Denn: Kann man von den bunten Frühlingsblühern eigentlich genug haben? Nö. Ich denke nicht! Am liebsten sind mir die Sorten, die später verwildern. Immer mehr und immer bunter von ganz alleine, auch wenn ich im Herbst einmal nicht mehr knien und einbuddeln mag? Perfekt!

 

 

Mitte September, das heißt auch wieder: Oktoberfestzeit! Sogar hier, im hohen Norden, finden aller Orten kleinere und größere "Wiesn"-Veranstaltungen statt. Es werden Dirndl und Trachten-Lederhosen angeboten und in den Magazinen können wir später lesen, wer mit wem auf dem größten Volksfest der Welt eine Maß gestemmt hat.  

 

 

Wenn auch Du vom bayrischen Rausch erfasst worden bist: Hier findest Du zu Knödeln und Kraut mein erprobtes Rezept für einen zünftig-deftigen Schinkenbraten. Oder kann ich Dich - ich bin ja flexibel - mit dieser Münchner Veggie-Brotzeit überzeugen? Erstaunt? Ja, Veggie und Bayern geht jetzt mal. Wir haben 2016. Und dazu empfehle ich ein schön-natürliches Veggie-Weißbier! Oder zwei...

 

Vegetarisch-bayrisch: Zum Oktoberfest eine Veggie Brotzeit

 

Mein Rezept für diese vegetarische Brotzeitplatte mit Obatzter, "Wurst"-Salat, Getreidepflanzerln und Brezn findest Du hier. An Guadn!

 

 

Tja. Für viele Norddeutsche ist ja Bayern wahrscheinlich exotischer als Malle oder Bali und umgekehrt kennt mancher Bayer vielleicht zwar Neuseeland, war aber noch nie an der Nordsee. Ich bin ja immer für's Gucken über'n Tellerrand. Unbedingt! Wenn wir dabei aber bitte nicht unsere eigenen guten Dinge vergessen. So inspiriert, habe ich gestern wieder mal meine heimischen "Superfood-Cookies" gebacken. Die passen perfekt zur Jahreszeit, weil sie unter anderem mit Kastanienmehl hergestellt werden. Ich habe einen herbstlichen Plätzchenausstecher genommen und die Blätter mit Walnüssen verziert. Wir lieben diese Kekse einfach. Back sie doch mal nach! Die gibt es sicher noch nicht an jeder Ecke und sie sind auch eine schöne Idee für ein herbstliches Mitbringsel. Das Rezept findest Du hier.

  

Heimische Superfood Cookies mit Kastanienmehl
Heimische Superfood Cookies mit Kastanienmehl

 

Übrigens noch etwas anderes: Denk nicht ich töpfere nicht mehr. Über die Sommermonate war zwar Pause, aber nun bin ich wieder dabei. Zuletzt habe ich z. B. diese drei kleinen Anhänger gemacht. Farblich noch ein wenig von Strand und Meer inspiriert, aber gedacht zum Tragen über den ersten herbstlichen Strickpullis:

 

Getöpferte Keramikanhänger: Keramikschmuck in blau weiß und türkis
Getöpferter Keramikanhänger Nahaufnahme: Keramikschmuck in türkis

 

Nun denn. Bleibt mir nur noch, Dir eine angenehme Zeit zu wünschen. Genieße den Herbst mit seinen warmen Farben, seiner Fülle und seiner ganz besonderen Stimmung! ♥

 


Spätsommer, eine Nähtruhe und Einmachzeit

 

Hallo! Na? Wie waren Deine Sommerwochen bisher? Ich hoffe Du steckst voll schöner neuer Eindrücke und hast die Zeit genau so genossen wie ich.

 

Auch wenn es gerade sehr heiß ist: Es ist Spätsommer und bald schon Frühherbst. Ich liebe diese Zeit so sehr! Gerste, Roggen und Weizen sind eingefahren, nun folgt der Hopfen. Noch gibt es viele Sommerfrüchte auf dem Markt, doch bald sind auch schon die frühen Äpfel und Birnen dran.

 

Die Heide steht in voller Blüte und in den Gärten blühen die Sonnenblumen, Zinnien, Astern und Dahlien um die Wette.

 

Alles strotzt noch vor Sommerkraft, aber langsam werden die Temperaturen gemäßigter, das Licht wird ein bisschen weicher, wir kommen zur Ruhe oder setzen die Pläne um, die uns in den Wochen am Strand oder der Gartenliege so in den Kopf gekommen sind. 

 

 

Auch ich war nicht nur unterwegs, sondern habe an den Sommerregentagen ein paar Bastelstunden eingelegt. Da mir ja, wie Du schon weißt, das "wohlgefällig Gestaltete" am Herzen liegt, habe ich mir einmal meine unansehnlichen Näh-Dosen und -Kartons vorgenommen und dem nützlichen Handwerkszeug einen hübschen Rahmen gegönnt. 

 

Schau mal:

 

 

Selbst zusammengezimmert, lakiert und verziert.

 

Ich finde ja, meine neue Holztruhe sieht schon äußerlich viel hübscher aus als die olle Ansammlung, die sich vorher verbeult, zerschlissen und ein bisschen chaotisch im Schrank türmte. 

 

Aber nun sieh Dir mal das Innere an: 

 

 

Ich hab mir Mühe gegeben mit den Details! Es gibt mehrere Einsätze, die ich nach Bedarf entnehmen kann und aller Kleinkram ist in aufgehübschte Döschen und Schächtelchen gewandert. 

 

Auch ein neues Nadelkissen habe ich mir aus ein paar Stoffresten genäht:

 

 

Die Garnkarten habe ich mit Acrylfarben bemalt...

 

 

... und dazu neue Nadelhefte nach alten Vorbildern gebastelt:

 

 

Falls Du eine ähnliche Kiste nachmachen möchtest, zeige ich Dir hier noch mal den Aufbau: 

 

 

Es gibt drei Ebenen. Auf den Boden der Truhe setze ich den Rahmen, darin lagere ich nun Schnittmuster, Vliseline und dergleichen. Der Rahmen gibt der unteren Innenkiste Halt, in der ich seltener Benutztes aufbewahre. Darauf wiederum kommt die obere Kiste, in die ich alles stecke, woran ich schnell und oft gelangen möchte.

 

Alle Innenteile sind so bemessen, dass zu den Innenmaßen der Truhe ein klein wenig Platz bleibt, um sie leicht zu entnehmen. (Ich habe ausprobiert, dass man sie von innen gut mit zwei Händen greifen und darum auf Griffe verzichten kann.)

 

Hier zur Veranschaulichung noch einmal die eingesetzte untere Kiste, die auf dem Rahmen lagert:

 

 

Hier die obere eingesetzte Kiste:

 

 

Und hier die Scharniere an der Rückwand: 

 

 

Mit ein paar Skizzen und einfachen Berechnungen war ich im Baumarkt und habe mir dort alles millimetergenau aus Sperrholz zusägen lassen. Das Zusägen kostet in der Regel nichts.

 

Nach dem Zusammennageln habe ich alles nach Wunsch und Geschmack mit Acrylfarben lackiert, dann mit Serviettentechnik die Stiefmütterchen aufgebracht und den äußeren Deckel freihändig mit Lack gestaltet. Dabei habe ich mir aber vorher mit Bleistift meine Vorlagen aufgezeichnet.

 

Nun hat die neue Nähtruhe einen Ehrenplatz und ich freue ich mich, dass ich dieses Projekt noch vor dem Herbst fertig bekommen habe. Denn wenn die Tage langsam ruhiger werden, findet man die eine oder andere Stunde, in der man mal ein Kleidungsstück ändern oder aufpeppen möchte und spätestens im Winter sind dann auch wieder ein paar ganze Stücke dran. Ich hab da diesen tollen Lagenrock gesehen... ♥

 

Bei der Gelegenheit: 

 

Warst Du schon oder warst Du mal wieder auf meiner Pinterest-Seite? Die ist prallgefüllt mit vielen Nähideen und Inspirationen für "Country-Fashion", mit leckeren Rezepten, kreativen Dekorationen und vielem mehr. Schau doch mal rein. Die Anmeldung ist kostenlos.

 

 

Bevor ich mich für heute verabschiede, noch eine kleine Erinnerung: Falls Du bisher nicht dazu gekommen bist, vergiss nicht, dass jetzt die beste Gelegenheit ist, die vielen Obst- und Gemüsesorten für den Winter zu verarbeiten. Auch Kräuter gibt es noch im Überfluss. Mehr Auswahl hat kein Monat des Jahres zu bieten! Einkochen ist wirtschaftlich, macht Spaß und die fertige Gläserparade sieht einfach toll aus: Köstliche Zimtkirschenkonfitüre, Kräuteröle, Brombeer-Lavendel-Aufstrich, Tomaten-Paprika-Soße, beschwipstes Johannisbeergelee oder oder oder...

 

Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt und denk daran, wie praktisch es ist, für alle Fälle einen kleinen feinen Vorrat zu haben - ganz davon abgesehen, dass man so auch immer ein hochwillkommenes Mitbringsel zur Hand hat. 

 

Mehr Motivation und schöne Rezepte findest Du in meinem Archiv "Geheimnisse aus der Schlossküche".

 

Vielleicht begeistert Dich ja beim Lesen und Schauen die Idee so sehr, dass Du gleich eine kleine Einmachparty veranstalten möchtest? Diese Idee kommt bei Deinen Nachbarinnen oder Freundinnen bestimmt gut an und Spaß ist garantiert! Hier sind meine Tipps dazu für Dich. 

 

 

 

Gut. Genießen wir also die schönen Spätsommerwochen mit überbordenden Marktständen, bunten Astern, Dahlien, Herbstanemonen und Sonnenblumen und mit dem ersten Schoko-Birnenkuchen auf der noch sonnigen Wiese! ♥

 


Sommerfrische und basteln mit Fundstücken

Landende Möwe

 

Die schönsten Wochen des Jahres sind da. Wie wir uns alle freuen! Am Ausflugsziel oder Ferienort angekommen, werde ich sicher wieder mit Kamera und Sammel-Stoffbeuteln bewaffnet unterwegs sein. Je mehr Zeit ich habe, desto mehr sammel ich. Meine Lieben kennen das schon. Kein Wald- oder Strandspaziergang, bei dem ich nicht endlos hintendran rumstehe, rumhocke und rumwühle.

 

Aber immerhin: Ich mach dann auch was draus:

 

Mobile aus Naturmaterialien

 

 

 

 

 

Dazu brauche ich keine Anleitung schreiben, nicht wahr? Sammeln, was man schön findet und dann ran an die Kordel. Fertig.

 

Ich kann mir das auch mit Zapfen, Grasbüscheln, Ästen, Steinen und vielem mehr vorstellen.

 

Was wirst Du finden?

Mobile aus Naturmaterialien

Und so geht's auch:

 

Collage aus Herzsteinen

 

Sand mit Tapetenkleister vermischen, in eine alte Kiste oder Schale füllen. Glätten und Muster reinmachen, dann Muscheln oder Steine hineindrücken. Nach paar Tagen ist es richtig fest. In diesem Fall - das hat gedauert!!! - hab ich eine Sammlung herzförmiger Steine zusammengetragen. ♥

 

Ist doch nett, oder? Kostet nix und die Erinnerung bleibt noch schön lange vor der Nase.

 

 

Mit diesen Ideen verabschiede ich mich in die diesjährige Sommerfrische. Wir machen Tagestouren durch Marsch und Geest, fahren sicher auch mal an die Nordsee, lassen uns einfach den Wind um die Nase wehen und sind vor allem offline. Digital Detox! Das geht!!! 

 

Möwe am Strand
Zwei Fahrräder am Strand
Sonnenuntergang an der Nordsee

Genieß die schöne Zeit und schau wieder rein - Ende August geht's weiter hier. ♥


Hochsommer - 15 Abkühltipps für die Hundstage

 

Ohje Ohje, bald beginnen sie, die "Hundstage". Gemeint sind die heißesten aller Sommertage, so zwischen dem 23. Juli und dem 23. August. 

 

Aber wieso "Ohje Ohje" bei DIESEM Wetter, dass wir bisher hatten? JA! Auch bei DIESEM Wetter sehne ich mich nicht nach Hitze. Ich nicht! Okay, bisschen mehr blau, bisschen mehr Rock und Sandalen als jetzt. Aber ansonsten ist mir persönlich einfach alles, was über 23 °C geht, auf jeden Fall zu viel. 30 °C? Da mag aufblühen wer will. Ich finde es nur anstrengend. Noch dazu, wo man als Prinzessin nicht schwitzen sollte, sondern allenfalls damenhaft zu glühen hat! 

 

Nee, nee, nee. 

 

Allerdings hast zumindest Du einen Vorteil von meiner heimlichen Abneigung: Durch meine Sehnsucht nach kühlen Schattenstunden, nach Eiscreme bei gemäßigten Temperaturen und vornehmem Ruhen bei sanfter Brise, bin ich zu einer echten Expertin in Sachen Abkühlung geworden und davon kannst Du nun profitieren, wenn es auch Dir zu doll wird mit der Hitze. Denn die kommt. Da kannste sicher sein...

 

 

Und hier sind sie - Meine 15 hilfreichen Abkühltipps für die heißesten Tage und Nächte des Jahres: 

 

1. Morgens rechtzeitig aufstehen, um mindestens 10 Minuten alle Fenster und Türen weit zu öffnen und die kühle Morgenluft durch die Räume ziehen zu lassen. 

 

2. Den Tag in Ruhe und mit einer lauwarm-kühlen Dusche beginnen, danach etwas Helles, Luftiges aus Naturfasern anziehen.

 

3. Nach dem morgendlichen Durchlüften alle Fenster schließen, Jalousien und Vorhänge zumachen und so lassen, bis es abends wieder erträglich wird und die Außentemperatur kühler als die Innentemperatur ist.

 

3. Anstrengendes so früh wie möglich erledigen, wenn möglich die Arbeitszeit den Temperaturen anpassen: Früh hin, früh weg.

 

4. An heißen Tagen ist vor allem sehr viel Trinken angesagt! Der beste und sinnvollste Durstlöscher ist natürlich Mineralwasser. Davon sollte ein Erwachsener an den tropischen Tagen mindestens 3 Liter trinken. 

 

 

5. Ich habe in dieser Zeit immer eingefrorene Bio-Zitronenscheiben und Limettenachtel im Vorrat, außerdem tiefgefrorene Beeren und Eiswürfel aus Orangen- oder Kirschsaft. Und im Kühlschrank steht abgekühlter Melissen-, Pfefferminz oder Zitronenverbenentee bereit. So kann ich im Nu die schönsten Erfrischungen servieren: Kalten, aromatischen Zitronentee, kühles Mineralwasser mit einem Schuss Fruchtsirup und Saft-Eiswürfeln, frische Brause mit einer Handvoll tiefgekühlter Himbeeren darin...

 

Abkühlung: Kühle Getränke für die Hundstage mit Saft-Eiswürfeln

 

6. Auch das Essen passt Du jetzt am besten den Temperaturen an. Wir heizen die Küche und uns nicht noch zusätzlich mit Herd und Backofen auf, sondern erwärmen höchstens kurz die an kühleren Tagen vorgekochten Speisen. Ansonsten ist leichte, kalte Küche angesagt: Viele wasserhaltige Früchte wie Melonen, leckere, frische Salate oder auch meine Paprika-Kaltschale und die delikate kalte Gurkenschaumsuppe mit Räucherlachs.

 

Diese beiden Rezepte (und viele andere Rezepte der Saison, wie z. B. Salate, Beeren-Desserts oder Kühlschranktorten, habe ich hier abgespeichert.

 

Für die heißesten Tage: Köstliches kaltes Gurkenschaumsüppchen
Die Suppe kommt heute nicht aus dem Topf, sondern aus dem Standmixer.

 

7. Tagsüber gilt allgemein: Die Hitze meiden, Anstrengungen vermeiden, Kaffee weglassen, im Schatten aufhalten, für Abkühlung sorgen: Kühl-Gel in die Handtasche, eine kleine Flasche Thermalwasserspray, vielleicht auch einen Taschenventilator oder einen hübschen Fächer. Wenn Du länger unterwegs bist, wickel Dir eine Wasserflasche in eine Thermotüte, mit einem flexiblen Kühlkissen darin. Auch gut: Hin und wieder die Unterarme mit kaltem Wasser abwaschen. Luxus: Wenn es die Möglichkeit für ein kühles Fußbad gibt! Wie wäre es also mit einer netten Plastikschüssel unter dem Schreibtisch? Dann noch ein kleiner Tischventilator - so müsste es gehen.

 

 

8. Lässt es sich nicht umgehen, dass Du in die Sonne musst, trage einen leichten Hut und bereite Deine Haut mit Sonnenschutz auf die Strahlen vor.

 

9. Wenn Du es in Deinen Tagesablauf einbauen kannst: Halte eine kleine Siesta und verschlafe ganz einfach die heißeste Mittagsstunde.

 

10. Deinen Feierabend verbringst Du natürlich am angenehmsten in der Nähe von Wasser: Ab unter den Baum am Badesee oder die Gartendusche, los zum Sprung in den Pool - zur Not tut es aber auch die kühl gefüllte Badewanne!

 

 

11. Abends dann überlegen: Gibt es vielleicht einen kühleren Ort im Haus oder in der Wohnung, wo Du während der Hitzeperiode schlafen könntest? (Im Keller? Auf dem Balkon???!)

 

12. Durchlüften erst wieder wenn es draußen kühler ist als drinnen. Alles ausgiebig aufreißen und durchatmen!

 

13. Vor dem Schlafen noch einmal duschen, aber wieder nur lauwarm bis höchstens leicht kühl.

 

14. Alle schweren Bettdecken sind zuviel, ein leichtes Laken genügt. Dieses Laken kannst Du tagsüber in einer Ecke des Kühlschranks aufbewahren - zusammen mit Deiner leichten Nachtwäsche. Sehr angenehm!

 

15. Was auch wunderbar ist: Die Wärmflasche zur Kühlflasche umfunktionieren! Einfach eiskaltes Wasser einfüllen und ab damit z. B. ans Fußende. Dazu vielleicht noch eine Schüssel mit Eiswasser, in dem Du immer wieder einmal einen Waschlappen für Deine Stirn abkühlen kannst?

 

 

Okay. Also beim Schreiben habe ich mir selber Mut gemacht: Wir schaffen das! Wir überstehen es! Wir ernähren uns ausschließlich von Eiscreme. Ach was, wir ziehen um in eine klimatisierte Eisdiele! In ein Iglu. Wir reisen ins ewige Eis. Wir wälzen uns im Schnee! 

 

Oh. Ich phantasiere. Das sind Anzeichen! Habe ich einen vorauseilenden Stich?

 

Mein Wohnzimmer

 

Mein Badezimmer

 

Na Okay... Wie gesagt: Wir schaffen das! 

 

Bevor ich Dir nun für heute verkraftbar sonnige Tage und gut erholsame Nächte wünsche, noch ein kleiner Hinweis auf tolle, neue Gartenbilder vom "Tag der offenen Gärten" vor nun schon einem Monat (Beachte bitte die kühlen(!) Farben):

 

 

Diese und mehr "zaubergrüne Lichtbilder" mit Hinweisen zu den Gärten findest Du in meinem Archiv

 


Rosenzeit, Rosenfeste, Rosenrezepte

 

Betörende Duftwolken strömen in diesen Wochen durch unsere Parks und Gärten. Mal schwer und von weitem schon intensiv, mal leicht, frisch und heiter, aber immer unbeschreiblich: Es ist Rosenzeit! Überall blühen wunderschöne gefüllte oder einfache Blüten in allen Größen und Farben von weiß über gelb, apricot, rosa und violett bis hin zu rot und tiefstem schwarz-rot...

 

Sie erfreuen unser Auge und wirken, wenn wir ihren Duft einatmen, dazu auch noch stimmungsaufhellend und sorgen für einen klaren, beruhigten Kopf.

 

So viele zart-kleine oder herrliche andere Blumen es auch gibt: Die Rose ist die unangefochtene Königin aller Blumen!

 

Da gehört es sich, dass ich mich mit diesem Post auch gar keinem anderen, zusätzlichen Thema widme, sondern heute dreht es sich hier ausschließlich um SIE.

 

 

Und da ich mich natürlich nicht wissenschaftlich ernst, sondern genussvoll fröhlich mit der Rosenzeit befassen möchte, habe ich hier für Dich Rezepte und Tipps für einen angenehmen Rosennachmittag unter Freundinnen - eine "Ladies Tea Party"!

 

Also. Legen wir los: Schon die Einladung sollte Stil und Stimmung entsprechend. Nimm gutes Papier oder hübsche Karten und schreib mal wieder mit Füller und Tinte...

 

 

Selbstverständlich findet Deine Party möglichst draußen statt. Schön, wenn Du den Tisch unter wildromantisch-wuchernden Kletterrosen aufstellen kannst, wenn nicht, sorgen Rosen in Kübeln und Vasen für die nötige Kulisse. 

 

Dass für eine stilvolle Tee-Party schöne Tischwäsche zum Einsatz kommt, versteht sich von selbst. Vielleicht findest Du ja auch noch Großmutters rosenbestickte Decke im Schrank? Sonst ist aus einem einfachen, mit Rosen bedruckten Stoff, aber doch auch schnell eine passende Mitteldecke genäht, oder?

 

Als Geschirr würden sich natürlich am besten verschnörkelte Goldrand-Tellerchen und

-Tässchen eignen. Manchmal bekommt man sie in Antikläden zu recht bezahlbaren Preisen. Anderes, farblich passendes Geschirr geht aber auch und sowieso hübschst Du ja Deine Tafel z. B. mit Rosengestecken, Rosenblättern, rosa Kerzen und Rosenservietten auf.

Ein Tipp: Rosen in Glasvasen stellen und in das Wasser einige Tropfen rote Lebensmittelfarbe mischen - ein schönes Detail.

 

Sicher fällt Dir auch noch eine Menge ein. Wenn man einmal ein Motto gewählt hat, findet man dazu meist noch allerhand Passendes. Na und Rosen - das sollte doch kein Problem sein!

 

 

Nun aber geht es los mit den Rezepten, denn die sind ansonsten eigentlich das einzige, was Du noch zu planen hast. Nett wird der Nachmittag dann ja eh: Unter Freundinnen, ganz entspannt: gute Stimmung garantiert!

 

Also: Zur Begrüßung gibt es vielleicht erst mal einen Sekt auf Eis, mit einem Schuss Rosenlikör darin. Die Eiswürfel aromatisierst vor dem Einfrieren mit ein paar Tropfen Rosenwasser (gibt's in gut sortierten Backzutaten-Regalen, aber auch in der Apotheke). 

 

Der Rosenlikör braucht 2 Wochen Zeit, also beeile Dich jetzt ganz doll!

Du brauchst dafür 1 Handvoll Blütenblätter von ungespritzten, möglichst roten oder rosanen Duftrosen. Die gibst Du in eine gut verschließbare Flasche, füllst 200 ml Wodka darüber und lässt das Ganze 1 Woche kühl und dunkel stehen.

Nun köchelst Du 200 ml Wasser und 200 g weißen Zucker unter Rühren zu Sirup, lässt ihn gut abkühlen.

Filter den Wodka ab, vermische ihn mit dem kalten Sirup und lasse den Likör noch einmal 1 Woche kühl und dunkel reifen, dann ist er genussfertig. 

 

 

Neben Sekt, Likör und natürlich einigen schönen Teesorten kannst Du zur Rosen-Teestunde diese kleine Erdbeer-Quark-Torte im Rosenlook anbieten:

 

Mit 4 Biskuitböden: Köstliche kleine Erdbeer-Quark-Torte

 

... diesen locker-saftigen Rosenkuchen:...

 

Zum Rosenfest ein locker, saftiger, aromatischer Rosenkuchen

 

... und diese delikaten Rosen-Muffins:...

 

Rosenmuffins

 

Eine Idee für ein passendes, besonderes Mitgebsel habe ich auch noch für Dich: Gläschen mit Rosen-Sekt-Gelee. Über diesen kleinen Luxus für's nächste Sonntagmorgenfrühstück freut sich sicher jede und so bleibt die Erinnerung an den schönen Nachmittag noch ein wenig länger wach!

 

Köstliches aus Duftrosen: Rezept für Rosen-Sekt-Gelee

 

Das Rezept für die Rosen-Muffins findest Du hier. Die vorgeschlagenen Kuchenrezepte sind hier. Und wie Du das Rosen-Sekt-Gelee machst, steht hier. ♥

 

Zur Krönung der Romantik aber schenke ich Dir noch - meinem alten Adelstitel verpflichtet - die märchenhafte Geschichte einer meiner Ahninnen als Freebie-Download auf hübschem Schmuckpapier: Dornröschen! Klick einfach auf das Bild:

 

 

Okay. Habe ich Dich einigermaßen in Stimmung gebracht? Bist Du nun im rosig-rosanen Rosenrausch? Gut. Dann leg los und vergiss auch nicht die schönen Veranstaltungen rund um die Rose, die es jetzt an vielen Orten gibt. 

 

Ich z. B. freue mich schon auf's Rosenfest in der ADR Rosenstadt Uetersen an diesem Wochenende, wenn im dortigen Rosarium 35.000 Rosen in ca. 850 Sorten blühen. 

 

Wenn Du Näheres zu Rahmenprogramm und Anfahrt erfahren möchtest, ist hier der Link zur Homepage des Rosariums: 

 

http://www.rosarium-uetersen.de/

 

Und hier habe ich schon viele schöne Fotos vom Rosarium Uetersen für Dich.

 

 

Won't you come into the garden? I would like my roses to see you.

(Richard Brinsley Sheridan)

 

 

Rosenduftwolken, Bienensummen und Farbspektakel... Ich wünsche Dir einen sinnlichen Juli! ♥


Heiter bis wolkig: Der Siebenschläfertag

 

Heute gibt es von mir einen kleinen Zwischengruß zum Siebenschläfertag.

 

Nach altem Volksglauben ist der 27. Juni ein sogenannter "Lostag", an dem man eine Vorhersage über das Wetter der folgenden Wochen machen kann. Viele kennen ja die Bauernregel "Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag".

 

Und tatsächlich beobachten die Meteorologen, dass sich die Großwetterlage aus der Zeit von Ende Juni bis Anfang Juli regelmäßig für eine längere Zeit stabilisiert. 

 

Wenn Du dies verfolgen möchtest, achte also nicht nur heute auf das Wetter, sondern auf den Trend von jetzt bis ca. Ende der ersten Juliwoche.

 

(http://www.wetteronline.de/14-tage-wetter schreibt heute: "Typisch deutsches Sommerwetter - Sonne, Wolken und Schauer - So sieht der Wetterfahrplan bis in den Juli aus...") 

 

Ich wär's zufrieden. Hört sich gut verträglich für Mensch und Natur an. ♥

 


Sommersonnenwende, Johanni und Midsommar

 

21. Juni: Heute ist Sommersonnenwende! Die kürzeste Nacht und der längste Tag des Jahres, an dem die Sonne mittags ihren höchsten Stand über dem Horizont hat. Ein Tag, der seit Urzeiten gefeiert wird.

 

Dann, nur wenige Tage später, am 24. Juni, ist Johannistag, das Hochfest der Geburt Johannes des Täufers.

 

Beide Tage stehen in enger Verbindung miteinander, da der Johannes-Gedenktag im Zuge der Christianisierung bewusst in die Zeit des alten Sonnwendfestes gelegt wurde, um dessen Traditionen auszumerzen. Die damalige Rechnung ging nicht ganz auf: Manche schönen vorchristlichen Bräuche haben sich bis heute gehalten: Das Johannisfeuer, die Johanniskrone aus grünen Zeigen, die Feuerräder, die traditionellen „Hollerküchle“ und viele mehr.

 

 

Zum Beispiel der Brauch, am Johannistag die Heilkräuter für die Hausapotheke zu sammeln, natürlich nur bei trockenem Wetter. Man spricht den verschiedenen Kräutern an diesem Tag besondere Kräfte zu. Wer sich dann noch an die richtige Tageszeit hält, nämlich den späten Vormittag, der macht schon mal nichts falsch.

 

An einem luftigen, schattigen Ort einige Tage getrocknet, bis sie rascheln und dann entweder nach Sorten getrennt oder gleich als Würz-, Tee- oder Heilmischung in dunklen Schraubverschlussgläsern aufbewahrt, halten sie bis zum nächsten Sommer (und geben nett abgepackt auch gleich ein schönes Mitbringsel ab).

 

Ebenfalls üblich ist es, einige Kräuter für die Vase zu schneiden. Hier mein kleiner Johannisstrauß aus Salbei, Melisse, Lavendel und Frauenmantel:

 

Da sich an Johanni viel um Kräuter dreht, passen auch Rezepte mit frischen Kräutern zu diesem Tag, z. B. Brennnesselpfannkuchen, frisches Kräuterbrot oder mein herzhaft-aromatischer Kräuterkuchen:  

 

Herzhaft-aromatischer Kräuterkuchen zum Johannistag

 

Das Rezept habe ich hier abgespeichert.

 

Wenn wir über Kräuter sprechen, muss natürlich eines am 24. Juni besonders herausgestellt werden: Das Wildkraut, dass genau jetzt erntereif ist und sogar den Namen des Heiligen trägt: das geschichtsträchtige, gelb blühende Johanniskraut, aus dem sich unter anderem ein heilkräftiger Likör herstellen lässt.

 

 

Das 50 - 100 cm hohe Johanniskraut wächst an trockenen, sonnigen Orten auf mageren Böden. Achte darauf, dass Du es nicht verwechselst: Die Blüten haben fünf rispenartig angeordnete gelbe Blütenblätter und seine rot braun gepunkteten ovalen Blätter sind maximal drei Zentimeter lang. (Wenn Du Dir nicht sicher bist oder nicht zum Sammeln kommst: Johanniskraut gibt es auch in der Apotheke.)

 

Mein Rezept für Johanniskrautlikör findest Du hier.

Wer auch noch den passenden Namen trägt: Unsere allseits bekannten Johannisbeeren. Auch die sind genau jetzt reif und auch aus ihnen lassen sich die schmackhaftesten Dinge zaubern, wie z. B. Johannisbeer-Grillsoße oder mit Johannisbeergelee gefüllte Johannisküchlein. Die Grillsoße ist eine neue Idee, aber die Johannisküchlein habe ich in einem uralten, zerfledderten Kochbuch gefunden... Sie sind köstlich. Back sie einmal nach!

 

Beide Rezepte findest Du hier.

 

24. Juni: Traditionelle Johannisküchlein zum Johannistag
Traditionelle Johannisküchlein

 

Nun. Wir haben einen guten Anlass, wir haben definitiv genügend Rezepte... Wie ich das so sehe, sollten wir am nächsten Wochenende die langen Tage zum Sommerhöhepunkt mit einem stimmungsvollen Gartenfest feiern! Natürlich mit Feuerkorb, mit Lampions und vielen Windlichtern und mit allen traditionellen und passenden Rezepten: Johanniskrautlikör, Johannisbeertartes, Holunderblütenlimonade, Holunderküchlein, Kräuterkuchen... Vielleicht auch noch ein letztes Mal mit einem leckeren Spargelgericht, denn am Johannistag ist „Spargelsilvester“: An diesem Tag endet die Ernte, damit sich die Pflanze für das nächste Jahr erholen kann.

 

Also: Peppe, wenn nötig, noch einmal Deinen Garten auf, mäh den Rasen, pflanze weiße Stauden und Sommerblumen in vielleicht vorhandene Lücken (denn weiße Blüten sieht man auch in der Dunkelheit noch lange!) und dann ran an Planung und Einladung. 

 

 

Du hast gar keinen Garten? Na, das ist ja auch kein Hinderungsgrund! Ab zum Sonnwendfeuer, mit Picknickkorb bewaffnet, ab an den Badesee, mit Windlichtern im Gepäck...

 

Machen wir es wie die Schweden. Dort ist "Midsommar" das zweitgrößte Fest nach Weihnachten und man feiert mit Freunden und Familie ausgelassen die "weißen Nächte". 

 

Alle machen sich fein, die Frauen und Mädchen tragen weiße oder blumige Kleider und manche binden hübsche Sommerblumenkränze, die sie dann im Haar tragen. Ist das nicht toll?

 

So wird dann gelacht, getanzt, geschlemmt und getrunken(!!!) bis tief in die helle Nacht...

 

Tja, dann genieße mal ausgiebigst den beginnenden Hochsommer und viel Spaß am Wochenende! Skål!

 


Schafskälte, Landspaziergänge und Picknicktipps

 

Juni! Sommer! Härrlisch!!! Auch wenn das Wetter für Gartenfeste oder Picknick am Badesee gerade noch nicht wirklich geeignet ist. Ein Grund kann sein, dass es, nach einer alten Bauernregel, um den 11. Juni herum die sogenannte "Schafskälte" gibt. Die Wahrscheinlichkeit für plötzlich sehr kühle und regnerische Tage ist in dieser Zeit sehr hoch. Es hat in der Vergangenheit sogar schon Temperaturabstürze bis auf unter 10 Grad gegeben. Brrrrr. DAS WOLLEN WIR NICHT MEHR!

 

Trotzdem gut zu wissen. Wir müssen also nicht gleich fürchten, dass es ein schlechter Sommer wird, sondern dies ist ein ganz normales Phänomen - und es geht nach wenigen Tagen vorüber.

 

Der Begriff Schafskälte soll übrigens daher stammen, dass um diese Zeit schon die erste Schur gemacht wurde und die armen Süßen ohne ihre dicke Wolle bei einem Kälteeinbruch natürlich ganz schon frieren... 

 

 

Na ich höre geradezu das klagende "Määääääääääääähhhhhh!"

 

Aber ob mit oder ohne Jacke: Draußen sein ist angesagt! Ich liebe es, mich einfach ein bisschen auf's Fahrrad zu setzen und aus dem Ort zu fahren: Vorbei an Bauernhöfen und Feldern, Wiesen mit Kühen und Pferden, unter alten Baumkronen hindurch und über schmale Schotterwege ganz nah am summenden Treiben.

 

Hier ein paar Bilder vom letzten Wochenende. Da war es richtig heiß, so dass die Kühe sich erst mal ein nettes Schattenplätzchen gesucht haben:

 

zwei Kühe suchen sich ein Schattenplätzchen

 

Perfektes Wetter auch, um das Heu nach der Mahd auf dem Boden trocknen zu lassen:

 

Frisch gemähte Wiese
Zaunpfosten und Stacheldraht an einer Weide
Pferde auf der Weide

 

Mehr Fotos von meinen Ausflügen in Feld, Wald und Flur findest Du unter meinen "zaubergrünen Lichtbildern".

 

 

Jetzt im Sommer essen wir am liebsten draußen auf der Terrasse und am Wochenende wird natürlich abends schön gegrillt. Wenn es auch mal eine Unterbrechung gibt: Die Saison für Grillabende, Gartenfeste und Picknicktouren ist natürlich längst eröffnet!

 

 

Hast Du in meinem Archiv, unter "Geheimnisse aus der Schlossküche" schon meine Picknick- und Sommerfestrezepte gesehen? Schau doch mal rein.

 

Für unseren letzten Grillabend hatte ich zum Beispiel unter anderem diese Beilage gemacht:

Rucolasalat mit Walnüssen, Cranberries und Feta. Auch dieses Rezept findest du dort.

 

Rucolasalat mit Cranberries, Walnüssen und Feta

 

Und dann habe ich auch wieder einmal einen kleinen Freebie-Download für Dich: Druck Dir meine "Checkliste und Tipps für ein gelungenes Picknick" aus, spann Deine Freundinnen oder Deine Familie ein und dann ran an die Planung der nächsten Sommertour...

 

Ich wünsche Dir wunderschöne Junitage! ♥

 


Blumenteppiche, offene Gärten und Glühwürmchenzeit

 

Sechzig Tage nach Ostern haben wir schon und heute ist Fronleichnam. Fronleichnam. Das klingt ja irgendwie nicht wirklich attraktiv und die Bedeutung dieses Tages ist auch sehr vielen nicht mehr bekannt. Dabei ist Fronleichnam eines der Hochfeste der katholischen Kirche, an dem nach der Messe in feierlicher Prozession die Monstranz unter einem Stoffbaldachin durch den Ort getragen wird. 

 

Ohne auf den Ursprung dieses Festes näher einzugehen, gebe ich, Her Majesty Princess Deco-Victim, hiermit zu, was mir am meisten an der Sache gefällt: Mancherorts werden noch heute auf der frühsommerlichen Route ganze Straßenzüge mit Birkenzweigen geschmückt. Es werden Blüten gestreut und die aufwendigsten, teilweise sehr großen Motiv- und Ornament-Blumenteppiche gelegt. Die größten dieser prachtvollen Teppiche aus Millionen von bunten Blüten legen Scharen von Helfern schon in der Nacht aus, beispielsweise im Baden-Württembergischen Mühlenbach und in Hüfingen.

 

Viele Bilder zum Thema findest Du z. B. auf Pinterest:

 

 

Die Idee, mit Blüten prachtvoll zu schmücken, bietet sich für ein Fest zu dieser Jahreszeit natürlich an. Freie Natur, Gärten und Parks sind ja voll der duftenden Schönheiten.

 

Auch darum hält es mich jetzt nicht viel im Haus. Ich liebe die Spaziergänge durch die Natur oder das Erkunden von Parks und Gärten (auch bei kühlem Nieselwetter wie jetzt gerade). Bald gibt es wieder den "Tag des offenen Gartens" - Dafür habe ich mir schon einen ausgiebigen Plan gemacht.

 

Viele Gärten öffnen natürlich nicht nur dann. Vor zwei Wochen war ich zum Beispiel auch schon unterwegs (bei strahlendem Sonnenschein. Na gut. Ist natürlich besser.):

 

 

Mehr Bilder und alle Hinweise zu diesem Garten findest Du hier.

 

 

Neben dem "Tag des offenen Gartens" gibt es übrigens auch die "Lange Nacht der Gärten" - bei mildem trockenen Wetter natürlich ebenso verlockend!

 

 

Vielleicht möchtest Du, wenn es eine wirklich schöne, warme Nacht ist, sogar noch einen kleinen Abstecher machen, denn ab Juni beginnt wieder die Glühwürmchenzeit!.

 

Die märchenhaften Leuchtkäferchen kannst Du nur in warmen Nächten sehen und nur wenige Wochen lang. Du findest sie nach Beginn der Dämmerung auf Wildwiesen und an Gehölzrändern. Das feenhafte grünliche Leuchten ist so romantisch! Ich erinnere mich, wie wir die Glühwürmchen als Kinder auch manchmal ganz vorsichtig gefangen haben. Sie fliegen sehr langsam und zart. Nachdem wir sie ausgiebig bewundert hatten, haben wir sie immer wieder frei gelassen. Glühwürmchen zu finden soll Glück bringen und niemals, niemals sollte jemand auf die Idee kommen, eines zu verletzen!

 

 

Was außer der schönen Glühwürmchenzeit natürlich im Juni auch beginnt: Die Hauptsaison für unser köstlichen heimischen Erdbeeren! 

 

Auf dem Markt und in originellen, roten Verkaufswagen werden sie jetzt überall angeboten. Aber auch Erdbeerfelder zum Selberpflücken gibt es. Herrlich, an einem sonnigen, trockenen Tag durchs Stroh zu krabbeln und sich die glänzendsten, prallsten Früchte auszusuchen. 

 

Schild: Erdbeeren zum Selbstpflücken

 

Vom Sammeltrieb gepackt, pflücken wir dabei immer viel mehr, als wir vorhatten. Die Menge ist aber ein Luxusproblem, denn sie werden schneller verputzt, als ich gucken kann und meist muss ich zusehen, dass ich für Kuchen und Konfitüre schließlich noch genug habe.

Beim Einkochen duftet dann das ganze Haus nach Erdbeeren.

 

selbst gepflückte Erdbeeren
Schale mit gezuckerten Erdbeeren

 

Erdbeer-Torte, Erdbeer-Kuchen, Erdbeer-Shakes, Erdbeer-Konfitüre... Mmmmmmmmmh.

(Kann man eigentlich auch in einen Erdbeer-Rausch verfallen?)

 

Probier doch übrigens mal mein Rezept für Erdbeeren in Basilikumsoße, meine Erdbeer-Quark-Torte oder koch die leckere Erdbeer-Vanille-Konfitüre! ♥

 

Erdbeeren in Basilikumsoße

 

Alle süßen, erdbeerroten Rezepte findest Du hier.

 

 

Gänseblümchenseligkeit
Pusteblumenwünschdirwas

 

Es ist fast Juni, bald wird es wieder sonnig... Gänseblümchenseligkeit und Pusteblumenwünschdirwas! ♥ 


Mai-Romantik, Eisheilige und Pfingsten

Maiglöckchen
romantischer Gedichtband mit Porzellantasse "May"

 

Mai, Mai, Mai. Ich muss einfach weiterschwärmen von diesem romantischsten aller Monate. Als Prinzessin aus einer anderen Epoche kann ich ja kaum genug von dem Gefühl bekommen, dass durch gerade diesen Monat weht. Wenn Du einen Moment stillhältst merkst Du es: Ein ganz kleines bisschen duftet er noch wie früher, wie ZU MEINER Zeit! 

 

Um noch ein wenig tiefer einzutauchen und um ein bisschen zurückzuträumen, habe ich mir heute nachmittag zur Teestunde einmal wieder meinen schönen alten Gedichtband zur Hand genommen...

 

Teestunde im romantischen Monat Mai

 

Durch den Wald, den dunkeln, geht holde Frühlingsmorgenstunde...

(Hold! Schon das Wort!!!)

 

Durch den Wald vom Himmel weht eine leise Liebeskunde...

(Liebeskunde! Ja! Nix mit "Boah, krasses Event, eyh. Geht voll ab, Alter!")

 

Wie wohltuend.

 

Gedichte im romantischen Mai
Altes Bild: Mädchen bricht einen blühenden Zweig ab

 

So ein hübscher und reichlich bebilderter Gedichtband war früher sicher so was wie unsere heutigen Träum-Dich-Weg-Hochglanzmagazine. Nichts Kritisches, nichts Unschönes.

Nett, leicht, ideal... Viele mögen da die Nase rümpfen, aber ich frag mal: Und warum denn nicht? Ein bisschen rosarote Auszeit von der rauen Wirklichkeit ist doch einfach nur angenehm. Finde ich jedenfalls. Aber ich bin ja auch "Prinzessin Schaumkraut". 

 

Dame des 19. Jahrhunderts mit Blütenkranz

 

My Sis

 

... im Sonntags-Look. Sie kann auch Kartoffeln schälen und die lilienweißen Händchen in Gartenerde und Hefeteig versenken...

 

  

Apropos Gartenerde. Nicht vergessen: Erst wenn sich nach dem 15. Mai die fünf Eisheiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalte Sophie (Toller Name! Hat die vier Kollegen bestimmt im Griff!) verabschiedet haben, dürfen die frostempfindlichen Sommerblumen und Kübelpflanzen hinaus an die frische Luft. Vorher kann es halt manchmal noch mal Nachtfröste geben.

 

  

Guter Tipp. Ich selber halte mich jedoch meist - mit Vorsicht - nicht daran. Bin viel zu ungeduldig. Ich finde, wenn man den Wetterbericht verfolgt und die Temperaturen selber beobachtet, bekommt man doch meistens mit, wenn "Gefahr" droht. Dann müssen die ersten Töpfe und Kästen halt schnell ein bisschen abgedeckt oder an die Hauswand gerückt werden.

 

In wenigen Tagen ist das "Zittern" aber eh vorbei... Dann haben wir Pfingsten. Und an Pfingsten fängt er an, der SOMMER!

 

Pfingstrosen

  

Pfingsten, dieses nette lange Fest zwischen Frühling und Sommer. Dieses Fest, dass sehr vielen allerdings gar nichts mehr sagt. Irgendwie fehlt Hase. Oder Baum. 

 

"Am Pfingstmorgen" 1868
"Am Pfingstmorgen" 1868

 

Dabei kann man, wie aus allem, auch aus Pfingsten, so viel mehr machen, als einfach lange rumdümpeln, weil frei ist...

 

Überall sind schöne Frühsommer-Veranstaltungen, bei Sonne wird ein festlicher, fröhlicher Tisch im Garten gedeckt oder - nach einer kleinen Fahrradtour - das erste (in dem Fall bitte recht edle!) Picknick des Jahres genossen. Planung ist alles. Und Freunde oder Familie sind auch froh, wenn was Nettes organisiert wird.

 

(Bei der Gelegenheit: Hast Du übrigens schon meine Pinterest-Seite entdeckt? Dort sammle ich zusätzlich alle möglichen wunderschönen Ideen, die ich im World Wide Pinterest Web und in anderen Quellen so finde. Unter anderem auch zum Thema "Elegant Picnic". ☺)

 

 

... Okay. Pfingsten... 

 

getöpferte Keramiktauben als Pfingsschmuck

 

Bei uns läuft das so ab: Am Samstag vorher wird das Haus geputzt und mit frischen Birkenzweigen und Pfingstrosen geschmückt. Als Tischschmuck habe ich vor ein paar Jahren schon diese einfachen Tauben getöpfert, die ich mit Begriffen beschriftet habe, die ich mit Pfingsten verbinde. Die kleinen Tauben hänge ich mit Bändchen an Zweige in einer Vase.

 

Außerdem dürfen als Tischdeko die kleinen Schoko-Maikäfer nicht fehlen und diese netten Bilder von alten Pfingst-Postkarten, die mir eine liebe Freundin letztes Jahr geschenkt hat:

 

 

Gekocht wird an Pfingstsonntag nicht, denn hier gibt es jedes Jahr mehrere schöne Veranstaltungen, bei denen unter anderem auch ein großer Pfingstochse gegrillt wird...

 

Plakat zum Pfingstochsen-Grillen

So ein ganzer Ochse am Spieß ist natürlich beeindruckend. Der wird die ganze Nacht vorher schon gegrillt und bewacht. Ein Foto habe ich mir verkniffen, ist zumindest für Vegetarier kein schöner Anblick. Ist halt nicht hübsch, aber lecker und wird schlicht mit Kraut und Kartoffelpü verspeist. Und auf der Veranstalung in Elmshorn wird der Ochse vor dem Verzehr zumindest noch in einer festlich-netten Rede gewürdigt!

 

Nachmittags gibt es dann Feiertags-Kaffee, mit Erdbeer-Cupcakes und Maitorte und für die Damen noch meinen Waldmeisterlikör. Prösterchen! 

 

So vorbereitet fehlt uns doch nur noch der Sonnenschein zum Glück, nicht wahr? (Wobei ja - Hilfe! - was anderes angekündigt ist, aber das muss nun einfach falsch sein!)

 

 

Zuletzt, bevor ich es vergesse: Wie versprochen, habe ich Wiesenschaumkraut gesammelt und zwei schöne Rezepte für Dich abgespeichert. Probier sie mal aus. Die hübsche Wiesenschaumkraut-Butter macht sich sicher toll auf dem Feiertags-Frühstückstisch oder wäre auch ein nettes Geschenk.

 

Wiesenschaumkraut wächst und blüht jetzt auf feuchten Wiesen. Ein netter Grund loszuziehen!

 

Hier ist mein gepflücktes Sträußchen:

 

 

Und das habe ich daraus gezaubert:

 

 

Ich wünsche Dir ein herrliches, grün-sonniges Pfingstfest unter Flieder- und Kastanienblüten! ♥

 

Blühender Flieder vor blühender Kastanie

Vatertag und Muttertag

 

Heute gibt es von mir einfach nur zwei kleine Zwischengrüße.

 

Einmal an alle lieben Väter: Haltet ruhig die alte Tradition aufrecht und zieht los! 

 

Wenn Ihr nett seid, packen Euch Eure Frauen zu Bier, Korn und Grillfleisch auch noch einen tollen Picknickkorb mit ganz viel herzhaften Beilagen für Euer Gelage im Grünen.

 

Sie machen das sicher gerne, denn still und leise freuen sie sich auf die Fernbedienung, die kalte Küche und den Klöhnschnack mit der Schwester.

 

Kuchen zum Vatertag - Vatertagstorte oder Himmelfahrtstorte: Minikuchen mit Bollerwagen

 

Da die meisten Väter (oder die, die es einmal werden wollen) auch Süßschnäbel sind, habe ich mir zum Vatertag diese Minitorte ausgedacht: Zarter Biskuit mit Vanillecreme und - natürlich - einem Bollerwagen mit Flüssignahrung. 

 

Das Rezept für diese kleine Vatertagsüberraschung habe ich hier gespeichert.

 

 

Mein zweiter Gruß geht schon jetzt an alle Mütter im Lande: Es ist wirklich gut und richtig, dass es den Muttertag gibt! Überlegt Euch rechtzeitig, wie Ihr den kommenden Sonntag verbringen wollt und macht was wirklich Schönes daraus. Lasst Euch beschenken, lasst Euch bekochen, lasst Euch ausführen oder unternehmt etwas mit Eurer besten Freundin... Ganz wie Ihr mögt. 

 

Ich wünsche Euch jedenfalls allen ein schönes, sonniges Wochenende und verabschiede mich für heute mit zwei Muttertagsbildern. Zum einen ein Bild vom vorletzten Jahr, als meine liebe Tochter, des Kochens gänzlich unmächtig, ein erstaunliches Menue zubereitet hatte.

So toll sah die Vorspeise aus (wie sie schmeckte wird nicht verraten):

 

 

Zum anderen ein Bild meines letzten Muttertagsstraußes (der kurz nach dem Foto in die Vase kam und wieder ganz frisch wurde). Zart-buntes Wiesenglück aus der Hand meines Sohnes: