Oktoberleben und Wintervorbereitungen

 

Wir haben es in den letzten Tage gemerkt: Der Altweibersommer ist deutlich vorbei. Typisch für Mitte Oktober ist es merklich kühler und nasser geworden.

 

Lassen wir aber den Kopf nicht hängen. Als meistens positive Prinzessin Schaumkraut habe ich sowieso auch für dieses Wetter einen Trost. Denn wie es in einer alten Bauernregel heißt: Oktoberregen - Feldersegen! Na also.

 

Und wer weiß. Oft wird es auch noch mal schön sonnig. Eine kleine Verlängerung des Altweibersommers, bei der wir die Blätterfärbung der Laubbäume natürlich noch viel besser genießen können.

 

 

Wenn ich hier den Altweibersommer erwähne, sollte ich wohl auch Fotos von kunstvollen, taubenetzten Spinnweben hochladen. Sie sind immerhin namensgebend, da das "weiber" ursprünglich von "weiben" = "weben" kommt. Kann ich aber leider nicht. Denn ICH MAG DIE NICHT!

 

Ich kriege die Krise, wenn ich morgens in der Dunkelheit zum Fahrrad möchte und mich streift plötzlich... uäääääääh!!! Oder wenn ich bei der Gartenarbeit eins übersehe... Nee. Echt nicht. Also: Damit kann ich nicht dienen, weil ich mich weigere. Ich kommentiere nur, weil gerade die Zeit war oder ist. Die gehören dazu. Themenwechsel. Schnell.

 

Mit etwas weniger Makro also, genießen wir die schönsten Spaziergänge unter bunten Baumkronen, durch raschelndes Laub, vorbei an Wiesen und Stoppelfeldern. Mit den Kids kann man an den nun etwas windigeren Tagen dort prima Drachen steigen lassen. 

 

 

Nach unserem Gang über die Felder oder durch den bunten Herbstwald gibt es den ersten heißen Apfelpunsch des Jahres oder einen einfachen Hagebutten-Vanille-Tee und dazu ein Stück leckere Sanddorn-Buchweizentorte. Wenn wir Glück haben, noch einmal auf der sonnigen Terrasse.

 

Herbstliche Sanddorn-Buchweizentorte mit Blattmotiv

 

Mein Rezept für diese herbstlich dekorierte Sonntagstorte findest Du hier.

 

 

Schöner Herbst. Mit Glück im "goldenen Oktober"-Sonnenschein. Aber wie sehr wir auch genießen, das Jahr schreitet fort und alle sind tunlichst dabei, sich auf den nahenden Winter vorzubereiten.

 

Die letzten Starenschwärme fliegen in den Süden, und die Tiere die hier bleiben, füllen ihre Winterlager.

 

 

Auch ich bin emsig bei den Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit.

 

Draußen habe ich die Gartendeko, die nicht frostfest ist, in Kisten ins Gartenhaus gepackt, die Nistkästen geleert und gesäubert, die Wasserspiele abgestellt und ausgeleert, die Gartenschläuche ebenfalls.

 

Den Rasen habe ich mit Herbstdünger versorgt, gekalkt und kahle Stellen nachgesät...

 

 

... und im Baumarkt habe ich fehlende Frostschutzdecken aus Jute und Kokosfaser besorgt.

 

 

Das Laub, dass nun fällt, lasse ich in den Beeten liegen. Das freut die Tiere und schützt meine Pflanzen. In der Einfahrt, auf dem Rasen und den Wegen reche ich es auf und sammle es für den Moment, in dem der Frostschutz demnächst in die letzte Runde geht: Es ist ein natürliches und kostenfreies Dämm-Material, um damit die besonders empfindlichen Sträucher zu schützen: Einfach im unteren Bereich anhäufeln und ggf. mit einem Jutesack locker umwickeln.

 

Auch für Hochstämmchen ist das Naturfasergewebe ideal und ich finde so Verpacktes viel attraktiver, als im Winter auf irgendwelche Kunststoffsäcke zu schauen.

 

 

Ich freue mich immer, wenn ich rechtzeitig, in Ruhe und bei mildem Sonnenschein, mit dem Garten fertig bin. Dann muss ich zuletzt nichts in Panik im kalten Wind oder bei eisigem Regen nachholen.

 

 

Auch Drinnen bin ich derzeit fleißig und mach es den Eichhörnchen nach: Sammeln und horten. Ich finde einen gut gefüllten Vorratsraum auch heutzutage noch praktisch. Wenn plötzlicher Besuch kommt oder man bei Starkschnee keine Lust hat einzukaufen oder auch wenn man mal mit einer dicken Erkältung flach liegt, freut man sich doch, wenn man z. B. Salami, Pasta und eine eingekochte Paprikasoße schnipp-schnapp zur Hand hat. 

 

Meine Gedanken und einige Links zum Thema Vorratshaltung findest Du hier.

 

Einmachen und Einkochen ist im Übrigen auch wieder in! Zu den Gläsern mit Sommerfrüchten und -gemüse gesellen sich in diesen Tagen eingeweckte Kürbissuppe, Gewürzbirnen und Äpfel mit Rosinen:

 

Eingekochte Äpfel

 

Konfitüren einzumachen hast Du vielleicht schon probiert oder machst das regelmäßig. Auch das echte Einkochen ist gar nicht schwer! Man muss zwar erst einmal ein bisschen was dazu lesen, aber wenn man erst angefangen hat, hat es Suchtpotential. Denn der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und außer den oben genannten Vorteilen einer gefüllten Vorratskammer hat man auch superbeliebte Mitbringsel und Geschenke parat. In ein paar Wochen geht es spätestens wieder los, das Nachdenken in der Adventszeit. Ein paar liebevoll eingekochte Gläser mit Mangowürfeln in Limettensoße oder hausgemachter Backobstkompott sind doch oft schon ne gute Antwort! Und ca. 1 Jahr haltbar!

 

Am besten findest Du eine gleichgesinnte Freundin, dann macht das Einlesen und Besorgen, das Tüfteln und Schnippeln gleich doppelt so viel Spaß. Meinen kleinen praktischen Einkoch-Ratgeber findest Du hier als Freebie-Download. Und dann kann es auch schon losgehen...

 

Vorbereitung zum Einwecken oder Einkochen: Alle Utensilien liegen sterilisiert bereit.
Oberstes Gebot beim Einkochen: Hygiene. Alle Utensilien stehen abgekocht bereit...
Einwecken - Einkochen - Einsetzen der vorbereiteten Gläser in den Einkochautomaten
Und hier siehst Du die vorbereiteten Gläser im Einkochautomaten
Weck-Einkochautomat - Eine Anschaffung für's Leben
Mein Weck-Einkochautomat - Eine Anschaffung für's Leben

 

So sieht übrigens unser Vorratskeller aus:

 

Vorratsraum, Vorratskeller, Wintervorbereitung

 

Da tummeln sich nicht nur Vorräte und paar Flaschen Wein, sondern auch selten benutzte Töpfe und solche Sachen wie Fondue-Set, Stövchen, Erweiterungs-Geschirr und - das ist einfach genial wenn was Größeres ansteht: Eine zweite Kühl-Gefrier-Kombi. Wir haben keine durchgestylte Regalwand, aber sauber und einladend ist mir eh wichtiger. 

 

Das Erweiterungs-Geschirr steht verschlossen und mit Tüchern abgedeckt im Schrank. So kann ich es auch nach einigen Wochen Lagerung gleich auf den Tisch stellen.

 

Oben auf diesem Schrank steht, wie im ganzen Raum, allerhand Schnickschnack herum. Das liebe ich einfach. Verbinde ich mit der "guten alten Zeit von Omas heiler Welt zwischen Speisekammer und Kohleofen" oder so...

 

 

Tja. So sieht's aus. Lasst uns also Brennholz einlagern, Herbstfrüchte einwecken und das Strickzeug wieder auspacken. Ist es nicht schön, mit der Natur und den "guten alten" Abläufen zu leben?

 

Ich hoffe, ich konnte Dich ein wenig inspirieren. ♥