Nigelnagelneues Jahr

 

So. Nun geht alles wieder von vorne los... Ach nee. Natürlich nicht ganz. Immerhin haben wir uns doch verdammt viel Gutes und Sinnvolles vorgenommen und das halten wir SELBSTVERSTÄNDLICH auch ein und durch! Also wird alles sogar noch besser als es je war! Super!!! In dem Sinne wünsche ich erst einmal ein 

 

Frohes Neues Jahr!

 

 

 

Oh. Stopp. Dir ist noch gar nicht sooo froh zumute? Bisschen verkatert?! Aha. Na, da hilft doch garantiert DAS zum Frühstück:

 

 

Okay. Das war jetzt echt gemein. Trotzdem hier ein paar Tipps für's Katerfrühstück. Es muss ja kein Brathering oder Matjes sein. Salzig-herzhafte Aufbaunahrung für Deinen Zustand ist z. B. auch Vollkornbrot mit Schinken-Rührei mit ein paar sauren Gurken dazu. 

 

Zu Trinken gibt es dazu den Kater-Killer schlechthin: Brau Dir eine Kanne Tee aus Majoran mit Honig und frischem Ingwer. Danach sollte es schon wieder ein bisschen gehen - Sonst müssen noch paar homöopathische Wunderkügelchen unterstützen: Versuch's mal mit "Nux Vomica" - hilft gut gegen Übelkeit.

 

Anschließend reißen wir uns zusammen und räumen erst mal auf. Die Party ist zwar vorbei, aber der Neujahrstag selber ist ja immerhin ein Festtag. Und den wollen wir, wenn auch müde, so doch würdevoll begehen.

 

 

Nachdem die Spülmaschine läuft, mein Tipp für alles und für jeden Zustand und jede Jahreszeit:

 

Raus aus dem Haus zum traditionellen Neujahrsspaziergang! Die frische Januarluft des unverbrauchten neuen Jahres wird Dich endgültig zurechtrücken!

 

 

Anschließend geht auch wieder eine kleine Leckerei von der nett gedeckten Neujahrskaffeetafel, nicht wahr?

 

Wie wäre es mit einem lecker gefüllten Berliner und bunt verzierten Neujahrsplätzchen?

 

 

Hufeisen, Schweinchen und Kleeblätter sind einfach ausgestochene Mürbeteigkekse mit Zuckerguss verziert. Die niedlichen Fliegenpilzplätzchen machst Du so: Aus dem selben Butter-Mürbeteig stichst Du runde Kekse aus, drückst zwei abgezogene Mandeln ein, darüber kommt je eine halbe kandierte Kirsche. An den Fuß der Pilzchen drückst Du noch gehackte Pistazien auf und pinselst dann alles, außer den Kirschen, mit Eimilch ein. 

 

Nach dem Backen bei 175 °C (etwa 12 Minuten) lässt Du die Plätzchen auskühlen und trägst zuletzt noch mit einem zähen Zuckerguss kleine Punkte auf.

  

Klasse, oder? Einzeln verpackt in kleinen Tütchen sind diese Kekse auch ein tolles Neujahrs-Mitbringsel für Freunde und Kollegen.

 

 

 

Wenn Du einfach mit losem Zucker überstreute Berliner ein bisschen aufpeppen möchtest, habe ich auch eine nette kleine Idee für Dich: Hast Du von gestern Abend noch ein bisschen von den Streuteilen des Tischfeuerwerks da? Dann leg einen dieser kleinen Plastikschornsteinfeger als Schablone auf Deine Berliner, streu kräftig Puderzucker darüber und fertig ist's.

 

 

Außer Schmalzgebackenem, wie den bekannten Krapfen, sind auch Hefekränze und -zöpfe zum Jahreswechsel guter alter Brauch.

 

Bei uns gibt es immer eine verzierte Neujahrsbrezel, die ich aus Dinkel-Vollkornmehl backe. Dieses Jahr ist sie mir so üppig geraten, dass man allerdings zweimal hingucken muss, um die Brezelform zu erkennen.

 

Gebildgebäck aus Hefe - Traditionsgebäck zu Neujahr: Neujahrs-Brezel

 

Übrigens: Vergiss nicht, dass wir die Zeit der Rauhnächte haben. Das sind die Tage und Nächte zwischen dem ersten Weihnachtstag und dem Dreikönigstag am 06. Januar, an denen früher täglich Haus und Hof ausgeräuchert wurden, um böse Geister fern zu halten. 

 

Auch heute noch glauben viele Menschen an die Kraft des Räucherns und daran, dass es zumindest Einfluss auf unsere Seele hat. Wer's glaubt wird also selig und schaden kann es ja sowieso nicht. Zumindest schaffst Du Dir eine "dufte" Wohlfühlatmosphäre und führst eine sehr sehr lange Tradition fort.  

 

Neujahr ist also ein passender Anlass, einmal die eigenen Räume auszuräuchern.

 

Wenn Du nicht gleich groß ins Thema einsteigen und richtig mit Räucherkohle, Harzen und Kräutern experimentieren möchtest, dann reichen ja für's erste auch unsere altgedienten Räuchermännchen und die kleinen kegelförmigen Räucherkerzen, die es dazu gibt. Vielleicht hast Du die Weihnachten eh schon abbrennen lassen? Na, nun weißt Du woher der Brauch kommt.

 

 

Zuletzt für heute noch ein kleiner grüner Tipp. Zu Neujahr ist es ja ebenfalls schöner Brauch, kleine Töpfchen mit Glücksklee zu verschenken oder den Tisch damit zu schmücken. (Wobei der Klee dieses Jahr eine Rarität war, weil es in DEM holländischen Klee-Kühlhaus einen Brand gegeben hatte...) Wenn bald der Alltag des neuen Jahres wieder kommt, denk bitte daran: Wirf das Töpfchen nicht achtlos in den Müll. Es lohnt sich, die kleinen Pflänzchen auf der Fensterbank weiterzupäppeln, auch wenn sie zwischendurch ziemlich schlapp machen.

 

Im zeitigen Frühjahr topfst Du sie in frische Erde und in einen bisschen größeren Topf um, stellst sie an die frische Luft und dann wirst Du sehen: Sie wachsen und gedeihen und zeigen schließlich ihre Dankbarkeit mit zarten roten Blüten! Also: Versuch es doch mal. Hier ist zur Motivation ein Bild vom letzten Sommer:

 

blühender Glücksklee

 

Und so ist es: Wir gehen durch Alltag und Festtag, immer mit einem kleinen Blick zurück und eben auch nach vorne. Frei nach dem Motto

 

Einszweidrei, im Sauseschritt 

Läuft die Zeit; wir laufen mit.

 

(Wilhelm Busch 1877)

 

Ich wünsche Dir einen schönen Start und fröhliches, erfolgreiches Mitsausen im neuen Jahr!