Neujahrsputz am Freitag, den 13.

Spaziergang im Januar. Der kleine Bach beginnt zu vereisen.
Spaziergang im Januar. Der kleine Bach beginnt zu vereisen.
Spaziergang im Januar. Schnee am bemoosten Baum.
Spaziergang im Januar. Schnee am bemoosten Baum.

 

Freitag, der 13. Hm. Freitag, der Kreuzigungstag, plus die Dreizehn, das "Dutzend des Teufels". Oha! Kann das gut gehen?! Also irgendwann vor vielen Jahren habe ich mal darüber nachgedacht, dass mir eigentlich nie was besonders Schlechtes passiert ist an einem dieser Tage. Ich habe angefangen, ganz genau darauf zu achten. Aber nein, nach weiteren Jahren der Beobachtung habe ich festgestellt: Nix. Gar nix. Im Gegenteil! Eigentlich liefen diese verrufenen Tage sogar besonders glatt, ja geradezu schön und gut. Und zwar immer. So bin ich zu dem Schluss gekommen: Freitag, der 13.? Das ist eigentlich ein Glückstag. Das wissen nur nicht so viele. Yeah. Ich lebe jedenfalls sehr gut mit ihm. 

 

 

Jedenfalls traue ich mich auch an diesem Tag ganz mutig zu putzen. Kein Wischwasser auf den glatten Fliesen lässt mich erschauern und auch die Haushaltsleiter erklettere ich unbekümmert, denn ich hab mir ja für den Januar was vorgenommen!

 

 

Das Jahr ist schließlich neu, da sollen auch Haus und Garten wieder wie neu strahlen! Darum ist der Januar der perfekte Monat für eine großangelegte Neujahrs-Entrümpelungs- und

-Putzaktion. Man ist motiviert, hat Zeit und kann es sich nach getaner Arbeit sooo schön gemütlich machen!

 

Wenn ich mich ranhalte, bin ich Ende des Monats durch und profitiere den ganzen Rest des Jahres davon. Denn manches ist eh nicht so oft dran und anderes hält man viel leichter sauber und ordentlich, wenn es möglichst viele freie Flächen gibt.

 

Wenn es losgeht, nehme ich mir jeden Raum einzeln vor, sehe mich von Wand zu Wand um und frage mich: Muss dieses Sammelsurium im Regal wirklich hier stehen und einstauben oder kann ich mich trennen?!

  

Angehäufte Stapel und Kisten werden gesichtet, es wird aussortiert und aufgeräumt.

Das Wichtigste dabei: auch die Schrankinhalte werden geklärt. Bestenfalls gibt es anschließend überall noch reichlich Luft, damit Neues IM Schrank gelagert werden kann und sich nirgendwo Zwischenlager auf Schränken, Tischen oder sogar dem Boden bilden. 

 

 

Während und nach dem Entrümpeln mache ich eine Liste, was vielleicht repariert oder erneuert werden muss. Kleinigkeiten, wie z. B. Kerben, bessere ich sofort aus, größere Befunde wie "Oh. die Tapete ist aber auch mal wieder fällig!" werden notiert.

 

Wenn so erst mal alle Flächen freigeräumt und die Vorhänge in der Waschmaschine sind, atme ich schon durch, denn das weitere Pflegen der freien Flächen ist doch dann überhaupt kein Problem mehr!

 

Das Putzen erledige ich grundsätzlich mit umweltverträglichen Reinigungsmitteln. Und mit einer ziemlich reduzierten Palette. Für die allermeisten Fälle brauche nur: Spülmittel, Soda und Zitronensäure.

 

Spüli, Soda, Zitronensäure - Ökologisch putzen: Nur wenige Mittel reichen.

 

Spülmittel: Ich wüsste keinen Grund, Spülmittel nicht auch als Allzweckreiniger zu benutzen. Außer für Geschirr benutze ich es daher auch beispielsweise für Böden und Fenster. Was die angeht ist mein bester Zusatz-Tipp die Investition in einen Akku-Fenstersauger. Ich habe mir

z. B. vor Jahren den Kärcher-Fenstersauger zugelegt und der ist einfach nur suuuuuuper! Ich reinige die Fenster mit Spüliwasser, schäume sie dabei ordentlich ein und ziehe den Schaum dann in nur einem weiteren Arbeitsgang vollkommen streifenfrei und ohne Tropferei mit dem Akkusauger ab. Fertig! Kein Nachpolieren. Lediglich die Ränder einmal nachwischen und gut ist. Besonders für Schlossherrinnen ohne Personal eine lohnende Anschaffung!

 

Ich liebe meinen Kärcher Fensterreiniger

 

Zitronensäure: Wo zum Schmutz auch noch Kalkreste dazukommen, kommt eine Lösung aus Zitronensäure und Wasser zum Einsatz - und zwar 30 g auf 1 Liter. Eine natürlich kalklösende Mischung ohne den "Duft" von Essig.

 

Soda: Bei fettigem Schmutz, z. B. in der Küche, hilft normales Waschsoda perfekt. Soda ist alkalisch und ein echter Fettkiller. Bei der Verwendung daher unbedingt Handschuhe anziehen.

 

Mit einer Mischung aus Soda, ein wenig Wasser und Spülmittel reibt man beispielsweise hartnäckigen Schmutz im Backofen ein, lässt es etwas wirken und wischt den Ofen dann einfach aus. Auch als Abflussreiniger ist eine Sodalauge bestens geeignet, denn sie tötet Bakterien und hilft gegen Schimmel und Gerüche.

 

 

Mit den oben genannten Mitteln halte ich 98 % unseres Haushaltes sauber. Dazu gesellen sich einige wenige Sondermittel, wie ein guter WC-Reiniger, ein Glasspray für kleine Zwischendurch-Aktionen, Schmierseife, z. B. für die Gartenmöbel, Wiener Kalk zum Polieren und einige wenige mehr. Diese Reiniger kaufe ich aber immer von Ökoherstellern. Überall bekommt man ja z.B. die günstigen Produkte von www.frosch.de oder sieh mal z. B. nach bei www.waschbaer.de.

 

Ökologisch reinigen: Umweltverträgliche Putzmittel
Schmitzol's Wiener Kalk
Savon de Marseille

 

Was richtige Spezialfälle angeht, liebe ich die alten Haushaltstipps aus Großmutters Zeiten. Die ganz alten Originalhefte dienen allerdings oft nur noch dem Amüsement. Was für eine wundervoll skurille Mischung!

 

„Rußflecke an den Händen entfernt man durch Schwefeldampf“, Glanzstellen in Anzügen beseitigt man, wenn man sie mit einer Efeublätter-Salmiak-Brühe abreibt“, „Lackierte Gegenstände reinigt man mit einem Gemisch von Mehl und Baumöl“ und „Teppiche frischt man auf durch Abreiben mit Sauerkraut“… Herrlich!

  

Alter Haushaltsratgeber: Die rechte Hand der Hausfrau, für 90 Pfennige
Verblichene Handschriften...
Verblichene Handschriften...

 

Auch die weniger alten Ratgeber sind für mich die wundervollste Lektüre:

 

Kristall-Lüster...
Kristall-Lüster...

 

Ich liebe z. B. auch das kleine Informationsheftchen von Holste's "Kaiser Natron", die Allzweckwaffe für alles und jedes. 

 

 

Die Informationsbeschaffung geht aber natürlich auch moderner - heute ist ja das Internet die angesagte Quelle für Reinigungsprobleme aller Art. 

 

Einige Beispiele:

 

Fräulein Ordnung

Rosa und organisiert

Haushaltstipps.com

und der Klassiker: Simplify.de

 

weiße Amaryllisblüte am Fenster

 

Wenn dann Raum für Raum fertig ist, kommt das Schönste:

 

Dekoriert mit frisch geduschten oder neu erworbenen Zimmerpflanzen... 

 

Im Januar: Frische Zimmerpflanzen

 

... mache ich es mir ganz gepflegt gemütlich, bei einer guten Tasse Tee.

 

Gemütliche Tasse Tee im Goldrandgeschirr, dazu Ingwer-Konfekt

 

Draußen ist es kalt. Die Natur ruht. Und nun kann auch ich mich ausruhen in unserem ordentlichen, sauberen Heim.