Schön ist die Welt

Burg Katz und Loreley Felsen
Burg Katz und Loreley Felsen

 

Schön ist die Welt. Okay und jetzt? Ach so, Du kennst es gar nicht, dieses alte Volks- und Wanderlied? 

 

Schön ist die Welt, 

drum Brüder, lasst uns reisen, 

wohl in die weite Welt,

wohl in die weite Welt...

 

Also ich muss ja vielleicht nicht jeden Tag Volksmusik hören, aber die alten Lieder aus der "Mundorgel" oder anderen Liedersammlungen haben doch eigentlich genau die Prise "Heile Welt", die wir mehr brauchen könnten als je zuvor, oder?

 

Denk mal an "Hoch auf dem gelben Wagen..." oder "Das Wandern ist des Müller's Lust" usw. "...Felder, Wiesen und Auen, leuchtendes Ährengold..." Duften die Zeilen nicht geradezu nach Klee und Löwenzahn? Hört man nicht förmlich die Holzräder über das Kopfsteinpflaster rollen und sieht man nicht gleich das karierte Bündel am krummen Wanderstab? 

 

 

Ich jedenfalls mag diese Stimmung. Und bin, wie gesagt, fest davon überzeugt, dass es uns sehr gut tun würde: Ein kleines bisschen mehr Einfachheit und Rückbesinnung. Und Heimat.

 

Heimat. DIE war zu Zeiten der alten Volkslieder "die Welt". Die Länder, die bereist wurden, waren nicht Thailand oder Braslilien, sondern die Landschaften und Orte im eigenen Sprachraum. Den Harz, die Heide, den Rhein sah man sich an, die Donau, die Nordsee-Inseln und die Alpen. Und schickte stolz eine sorgsam ausgesuchte Ansichtskarte an die Lieben daheim.

 

 

Ich finde es sehr erfreulich, dass der Begriff "Heimat" wieder benutzt werden darf, ohne dass jemand zusammenzuckt. Und ich plädiere hier und heute, zu Beginn der Urlaubszeit, dafür, sich auch (auch!) in unserem Land genussvoll umzusehen. 

 

Nordsee
Nordsee
Ostsee
Ostsee
Lüneburg
Lüneburg
Eifel
Eifel
Dresden
Dresden
Thüringer Wald
Thüringer Wald
Heidelberg
Heidelberg
Allgäu
Allgäu

 

Durch Deutschland zu reisen bedeutet eine Reise durch großartige Landstriche und Orte, mit wunderschönen Details auch abseits der Wege.

 

 

Dabei interessiere ich mich, als Prinzessin Schaumkraut halt, vor allem natürlich für unsere vielen Burgen, Schlösser und mittelalterlichen Ortskerne. Denn dort weht er noch: Der Hauch einer sicher auch nicht leichten, aber sehr viel gemächlicheren und überschaubareren Zeit. 

 

Auf nach Bamberg
Auf nach Bamberg

 

Leinensäcke statt Plastikboxen, schwere, alte Eichenmöbel statt furnierter Massenware, langsam gebrutzelte Bratkartoffeln aus der gusseisernen Pfanne statt Industrie-Tortellini aus der Mikrowelle, Kräutertee vom Dorfmarkt statt Kunstgebräu aus dem Discounter.

 

Na, Du verstehst schon...

 

 

Also, wo Du nun auch sein wirst in den schönen Juli- und Augustwochen: Schalte auf jeden Fall einen Gang runter, genieße, entspanne. Und wenn Du dann so in Ruhe irgendwo sitzt, mach Dir doch mal Gedanken, wie Du auch den anschließenden Alltag ein wenig langsamer, bewusster und nachhaltiger gestalten kannst. Das wäre heute mein Tipp des Tages für Dich. 

 

Zur weiteren Vertiefung hier mal wieder ein paar nette Links:

 

www.einfachbewusst.de

 

www.suchtdasglueck.at

 

www.slowliving-conference.de

 

 

 

In dieser entschleunigten, vorfreudigen Stimmung macht der Blog auch in diesem Jahr wieder eine ausgiebige Sommerpause. Wir schnüren unser Ränzlein und sehen uns um oder liegen wohlig-träge am Strand und auf der Sommerwiese.

 

Ich wünsche Dir sanften Wind im Gesicht, lange Gräser, die Deine Beine kitzeln, und jede Menge Sternschnuppen, Blumenduft, Glitzerwellen und Erdbeereis.

 

 

♥ Anfang September geht es hier weiter. ♥