Ice Ice Baby

 

Die heißesten Tage im heißesten Sommer... Dort, wo eigentlich ein grüner Teppich zwischen meinen Beeten sein sollte: Heu. Gut. Müssen wir keinen Rasen mähen. Zeit gespart. Und Kraft. Viel zu warm. Bäh. 

 

Nachts paar mal aufstehen, kaltes Wasser ins Gesicht. Alle sind gerädert, schleppen sich nur durch den Tag und werden erst ab ca. 22:00 Uhr überhaupt wieder fit. Einigermaßen...

 

Was da hilft? Nichts. Außer abwarten und Eis essen.

 

 

Eis. Morgens. Mittags. Abends. Sorte egal. Gib her.

 

 

Komisch, dass ich bei Eis nie auf die Zutatenliste geguckt habe. Eigentlich untypisch für mich. Ganz naiv dachte ich wohl: Na, ist doch tiefgefroren. Was soll drin sein, außer Früchten, Sahne, Zucker...? Ich koche täglich frisch, möglichst viel in Bio-Qualität, bis auf Ausnahmen immer regional und saisonal. Aber Eis? Da hab ich nicht drauf geachtet. Obwohl es im Sommer mein Grundnahrungsmittel ist.

 

Erst mein GöGa brachte mich darauf, dass fast jede (fast jede!) Sorte, egal welcher Preisklasse, egal ob am Stiel oder im Pott, ganz schön viele und teilweise auch komische Zutaten aufweist.

 

 

"Aroma"... "Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren"... Laut Google-Ergebnissen alles als unbedenklich eingestuft - aber weiß ich, was genau das ist und woher es kommt? Hilfe! Labor-Aroma und Schlachtfett in meinem Erdbeereis?! Zu meinem Wunsch nach einer "cleanen" Ernährung passt es jedenfalls nicht und irgendwie vergeht mir da ein bisschen der Appetit. Wo ist Eis in Bio-Qualität? Findet man leider noch nicht überall.

 

Also muss ich darben und siechen? 33 °C ohne EIS???!

 

 

In meiner aufgeheizten Stimmung fiel mir ein, dass wir noch eine No-Name-Eismaschine im Schlosskeller rumstehen haben. War ein Geschenk für den Abschluss irgendeines Zeitungsabos und noch nie benutzt. Hab ich nicht vermisst. Keine Lust mich damit zu befassen. 

 

Bis heute! Ich muss sagen: Wenn man es einmal getestet hat, will man nicht mehr ohne. Sowas Simples und Wunderbares. Cremiges, frisches Eis, aus wenigen guten Zutaten spontan zusammengemixt. Super!

 

 

Hast Du schon eine Eismaschine? Dann lächelst Du jetzt natürlich ein bisschen gelangweilt. Aber ich bin ganz begeistert. Ich kannte das Prinzip halt einfach gar nicht. Man lagert den leeren Eisbehälter einfach immer im Eisfach und hat ihn dann parat, wenn man Eis herstellen möchte. Nix mit lange warten, nix mit über Nacht und so. Man rührt in wenigen Minuten zusammen, was man so da hat, schmeißt es in den eiskalten Behälter und den Rest erledigt die Maschine, indem sie einfach 30 Minuten lang immer wieder die angefrorene Randschicht untermengt, bis eine cremig-feste, durchgefrorene Konsistenz erreicht ist - fertig zum Servieren. 

 

 

Schau Dir doch mal meine Ergebnisse an:

 

 

Ein fettarmes Bananen-Schoko-Eis mit braunem Zucker. Hört sich gut an? Sieht gut aus? 

 

1 (über)reife Banane, 500 g Magerquark, 1 gehäufter Esslöffel Backkakao, brauner Zucker (Menge nach Geschmack)...

 

Ich entscheide also selber, was ich in meinem Eis haben möchte - perfekt für alle die auf irgendwelche Zutaten verzichten möchten oder müssen.

 

 

Und perfekt für Leute mit Entdeckergeist. Ganz leicht verwöhnt man sich selber oder Gäste mit neuen Kreationen. Die fertig gemischten Zutaten im Kühlschrank bereithalten und 30 Minuten vor dem Servieren in die Maschine geben. Applaus, Applaus!

 

 

Der zweite Versuch: Vanille-Joghurt-Eis mit Minze und Honig. Lecker? Ja. Kompliziert? Nö. 

Diesmal ein "richtiges" Rezept:

 

Vanille-Honig-Minz-Eis

 

In einem Topf 1 P. Vanillepuddingpulver mit 200 ml kalter, fettarmer Milch glatt rühren.

8 EL Honig untermengen. Unter Rühren 1 x aufkochen lassen, dann in eine Schüssel umfüllen.

Von 500 ml fettarmem Joghurt einige Esslöffel unterrühren, dann die Masse für ca. 30 Minuten kühl stellen.

Vom Joghurt einige Esslöffel abnehmen und in den Standmixer geben. 1 Handvoll Minzblätter zufügen und glatt mixen.

 

Wenn die Pudding-Honig-Masse abgekühlt ist, den Minzjoghurt und den restlichen Joghurt glatt unterschlagen.

 

In die vorbereitete Eismaschine füllen und 30 bis 40 Minuten laufen lassen.

 

Reste kann man übrigens leider nicht gut aufbewahren. Stellt man sie ins Eisfach, sind sie bald steinhart. Die Lösung: Du überlegst vorher, für wie viele Personen Du Eis herstellen möchtest. Verhaust Du Dich dabei, kannst Du übriggebliebene Masse aber gut in Stieleisförmchen füllen. Bei denen ist "steinhart" ja gewünscht. So hast Du noch ein paar leckere Miniportionen für die nächste Zeit. Nach dem Blumengießen auf der Gartenbank. Während Deine Lieblingsserie läuft. Nach dem Wäscheaufhängen. Weil es heiß ist. Weil es jetzt sein muss. Ach, vergiss den Tipp mit "Menge passend herstellen" und hau rein!

 

 

Weil aller guten Dinge drei sind, noch eine letzte Idee für heute: Veggie-Himbeerträumchen pur. 300 g Früchte, 500 g Soja-Sahne, 150 g Zucker. Fäddisch.

 

Guckst Du:

 

 

Also ich bin happy mit meinem Eis und wünsche schon mal gutes Gelingen beim Nachrühren. 

 

 

Ganz zum Schluss aber noch ein anderer Hinweis: Auch auf Instagram tummele ich mich schon seit einigen Monaten - als "i.n.a.r.i.a".

 

Ich habe entdeckt, dass es weit mehr interessante User dort gibt, als die endlose Anzahl an Selfie-süchtigen Teenagernvermuten lässt.

 

Hast Du Lust einmal reinzuschauen, findest Du neuerdings in der rechten Leiste (oder auch beim Click auf die Bildergalerie unten) den entsprechende Link.

 

 

Mach langsam. ♥