Frühlingstagundnachtgleiche und Zuckermond

 

Frühlingstagundnachtgleiche. Mit ihr beginnt heute der astronomische Frühling. Der Zeitpunkt, an dem die Sonne den Himmelsäquator überquert, wurde schon von den Urvölkern beobachtet. Die astronomischen Kreisläufe bilden, neben den phänologischen Zeitpunkten, die natürlichste Einteilung des Jahres - Alte Gegebenheiten, nach deren Rhythmus es sich immer am besten lebt. 

 

 

Die erwachende Natur erlebe ich am liebsten hautnah. Es ist jedes Jahr dasselbe: Erst muss ich mir einen kleinen Schubs geben, um mir an diesen oft noch kühlen Tagen das erste Mal Gartenkleidung anzuziehen und mit meinem Gerätekorb den ersten Rundgang zu beginnen.

 

Aber dann passiert jedes Mal zuverlässig das: Ich knie über der Erde, entferne Mulchschichten, altes Laub, vertrocknete Zweige und - lebe einfach nur auf! Es gibt in dem Moment keine größere Freude als den Anblick all der vielen kleinen Triebe, die aus der Erde sprießen, der frischen, grünen Blättchen, die sich neu entfalten. 

  

Taglilien
Taglilien
Korkenzieherweide
Korkenzieherweide

 

Nicht zur zupfen und harken hier und da sind angesagt. Manche Arbeiten sind auch gröber. Aber inzwischen habe ich wieder Lust und Energie. Der Winter war lang und viele neue Ideen sind in der Zeit entstanden. Hier soll ein Busch versetzt werden, dort muss ein großes Pflanzloch ausgehoben werden, um ein neues Bäumchen zu pflanzen. Das Beet um die Ecke wird erweitert, viele Stauden müssen geteilt und neu eingesetzt werden.

 

Auf meinen Wegen begleiten mich fröhlich die ersten Knospen und Blüten.

 

Hyazinthe
Hyazinthe
Krokusse und neue Stockrosenblätter
Krokusse und neue Stockrosenblätter

 

Zusätzlich zum heutigen Frühlingsbeginn haben wir morgen Vollmond. Noch ein beachtenswerter Aspekt, denn gibt eine magischere Zeit im Monat? Und ist dies nicht ein spannendes Zusammentreffen? Der erste Frühlingsvollmond. Lass ihn nicht unbeachtet.

 

Man sagt dem Vollmond so viele Kräfte nach! Sind die wirklich widerlegt? Kann man alles messen? Alles erklären? Und ist mir das überhaupt wichtig? Versetzt nicht der Glaube Berge? Bringen nicht positive Rituale automatisch Positives? Einfach weil...?

 

Eine kleine Auswahl alten Glaubens: 

 

Stelle ein Gefäß mit klarem Wasser ins Vollmondlicht und wasche Dir am nächsten Morgen damit Dein Gesicht - Es wird Dir besondere Schönheit verleihen. (Alleine schon, weil Du Dir besondere Aufmerksamkeit schenkst und es Dich sicher zum Lächeln bringen wird.)

 

Lege Heilsteine und Kristalle ins Vollmondlicht, um sie energetisch zu reinigen und wieder aufzuladen. (Was Dich vielleicht dazu bringen sollte, Dich überhaupt erst einmal mit der Energie dieser Steine zu beschäftigen. Helfen sie? Zumindest Dein Allgemeinwissen wird wachsen.)

 

Wende bei Vollmond Cremes, Masken und Vitamine an, denn nun werden sie besonders gut aufgenommen. (Wunderbarer Rat. Ich lege mich mit einer reichhaltigen Gesichtsmaske ins Kräuterbad und entspanne im hellen Nachtlicht. Wirkung persönlich belegt!) 

 

 

Wusstest Du, dass einer der alten Namen des März-Vollmondes Zuckermond ist?

 

Zuckermond! Schön! Ich habe beim besten Willen nicht herausbekommen, warum er so hieß, aber der Name hat mich zu einem Kuchenrezept inspiriert, dass ich Dir zum Abschluss für heute vorstellen möchte.

 

Der Zuckermond:

 

Alte Vollmondnamen / Brauchtums-Gebäck / Rezept zu Vollmondritualen: Zuckermond, Lenzmond, Jahreskreis-Rezepte: März-Vollmond

 

Den stellst Du ganz easy peasy aus Mürbeteig her und füllst ihn simpel mit Apfelmus und gemahlenen Mandeln. Schmeckt. Passt.

 

 

Das Rezept: 

 

Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 175 °C vorheizen, das Rost ins untere Drittel schieben. 

 

Einen Mürbeteig herstellen aus 1 Ei, 150 g Butter, 100 g Zucker, 1 EL Vanillezucker, 300 g Mehl, 2 TL Backpulver.

 

Den Teig halbieren, eine Hälfte ausrollen, den Boden der Form belegen, einen kleinen Rand hochziehen.

 

Für die Füllung 300 g Apfelmus, 200 g gemahlene Mandeln, 3 EL Zucker und 1 EL Zimt mischen. In die Form füllen. 

 

2. Hälfte Teig stark einmehlen, auf Backpapier(!) rund ausrollen. Die Springform als Schablone leicht eindrücken, einen Kreis ausschneiden. Die Teigreste beiseite legen.

 

Das überstehende Backpapier ebenfalls rund ausschneiden, dann die Teigdecke vorsichtig auf die Füllung stürzen.

 

Ein Ei trennen. 

 

Den Teigrest ausrollen und Auge, Nase, Mund etc. ausschneiden. Die Rückseiten mit etwas Eiklar bepinseln und auf die Kuchendecke kleben.

 

Den Mond etwa 50 Minuten backen, in der Form etwas abkühlen lassen, dann auslösen und vollständig auskühlen lassen. 

 

Vor dem Servieren mit Puderzucker überstäuben.  

 

 

Natur ist unsere Natur. ♥