Auf der grünen Maiwiese

 

Wann ist die Welt grüner als in diesem Monat? Wann gibt es mehr der schönsten, duftenden Blüten und der frischesten, gesündesten Kräuter als jetzt im jungen Mai?

 

Wieder einmal war ich mit einer netten Frauengruppe zur Kräuterwanderung und langsam werde ich bei der Bestimmung der heimischen Wildpflanzen immer sicherer. Was von weitem einfach nur grün aussieht, ist bei näherer Betrachtung eine vielfältig gefüllte Schatzkiste, ein wundervolles Geschenk für unser Wohlbefinden.

 

Abseits von Hunderouten finden wir Gundermann...

 

 

... Mädesüß...

 

 

... Knoblauchsrauke...

 

 

und Giersch...

 


Voller Interesse lauschen wir die spannenden Hintergrundsgeschichten, lernen mehr über die uralten Anwendungsmöglichkeiten und gewinnen einen Teil der Achtung wieder, die unseren wertvollen heimischen Wildkräutern einst entgegengebracht wurde - Spitz- und Breitwegerich

z. B., den hochverehrten Kostbarkeiten, die früher zur Wundversorgung unentbehrlich waren, oder der Knoblauchsrauke, dem vielfältigen Heil- und Küchenkraut.

 

Wir lernen, dass uns der Giersch etwas von seiner Unverwüstlichkeit schenkt, uns robuster und stabiler macht. Dass das Gänseblümchen das Mittel der Wahl nach traumatischen Erlebnissen ist, da es jeden Tag aufs Neue dem Lauf der Sonne folgt und uns an eine heile Welt erinnert. Die Brennnessel wiederum stärkt unsere Umsetzungskraft und schenkt uns eine angemessene Wehrhaftigkeit. 

 

Auch Märchen begleiten unseren Gang, wie beispielsweise Andersen's "Wilde Schwäne", weil auch dort die Brennnessel eine entscheidende Rolle spielt.

 

Ich als Prinzessin Schaumkraut bin überaus inspiriert und sehe inzwischen überall nur Wichtelblüten und Feenschlösser.

 

 

Nachdem wir ausgiebig die jungen, glänzenden Lindenblätter direkt vom Stamm genascht haben (vom stets positiven "Salatbaum der Germanen"), sammele ich noch ein paar Hand voll Löwenzahnblüten, denn ich möchte daraus endlich einmal Löwenzahnblütengelee machen. Da die Blüten stimmungsaufhellend sein sollen, bin ich doppelt motiviert und trenne abends fröhlich die gelben Blätter von den den grünen.

 

Wenn man nach dem Sammeln etwas wartet, schließen sich die Kelche und das Herausziehen geht einfach und schnell.

 

  

Nun einfach mit 1 Liter Wasser und dem Saft von 3 Zitronen aufkochen und den Sud über Nacht stehen lassen.

 

Am nächsten Morgen durch ein Sieb gießen, die Flüssigkeit mit Wasser auf 900 ml auffüllen und mit einem Paket Gelierzucker 2:1 wie üblich zu Gelee kochen. 

 

Sonne, wilde Wiese und reichlich Lebensfreude im Glas! Bin happy.

 

 

Genieße und achte die Natur in Dir und um Dich herum! ♥