Ein letztes Mal vor der Fastenzeit: Fettgebackenes

 

Karneval, Fastnacht, Fasching... wie auch immer man die närrischen Tage bezeichnet: Heute um Mitternacht enden sie, auch wenn nicht überall eine Strohpuppe verbrannt oder eine Narrenfigur vergraben wird.

 

Mit dem morgigen Beginn der Fastenzeit enden traditionell all die fettreichen, winterlichen Speisen, wie deftige Braten, oder Fettgebackenes, wie Mutzen oder Krapfen. Den heutigen Tag bezeichnet man darum auch als "Fettdienstag", denn ein letztes Mal darf noch einmal aus dem Vollen geschöpft werden.

 

 

Traditionen, die, ganz unabhängig von religiösen Vorstellungen, gut nachzuvollziehen sind... Über den kalten Winter futtern wir uns eine Schutzschicht an (die in der heutigen Zeit allerdings niemand mehr braucht), besinnen uns mit den länger werdenden Tagen aber darauf, wieder leichter und beweglicher zu werden. Von Advent bis Karneval haben wir zugelangt, dann wird der Gürtel enger geschnallt. Die Natur gibt uns den Rhythmus vor.

 

 

Da erst ab Morgen "Enger-Gürtel-Zeit" ist, habe ich heute für Dich schnell noch drei schöne Ideen für Fettgebackenes. Ein letztes Schwelgen in den guten Seiten des Winters...

 

Es geht los mit Zitronenkringeln aus einem unkomplizierten Quark-Öl-Teig. Rasch zusammengerührt und dann in gutem Pflanzenöl ausgebacken.

 

 

Das Rezept: 

 

Mit den Knethaken des Mixers einen glatten Teig herstellen aus 2 Eiern, 120 g Zucker, 125 g Quark, 125 ml Rapsöl, 80 ml Milch, 500 g Mehl Type 405, 2 gehäuften TL Backpulver und 1 P. Zitronenschale.

 

Den Teig auf gut bemehlter Fläche ausrollen und mit zwei unterschiedlich großen Gläsern Kringel ausstechen.

 

Pflanzenöl in einem großen, weiten Topf erhitzen. Die richtige Temperatur ist erreicht, wenn man einen trockenen Holzlöffelstiel hineingibt und an diesem Bläschen aufsteigen. Dann die Temperatur nur leicht verringern und die Kringel schwimmend goldgelb ausbacken. Zwischendurch wenden.

 

Auf Küchenkrepp abkühlen lassen und mit einer dickflüssigen Zitronenglasur verzieren.

 

 

Weiter geht es mit Cranberry-Mandel-Rauten. Ebenfalls aus Quark-Öl-Teig, aber mit Dinkel-Vollkornmehl hergestellt. Energie!

 

 

Auch hierfür gerne das Rezept für Dich:

 

Mit den Knethaken des Mixers einen glatten Teig herstellen aus 2 Eiern, 100 g Zucker, 125 g Quark, 125 ml Rapsöl, 80 ml Milch, 100 g Mandelstiften, 100 g getrockneten, ungeschwefelten Cranberries, 500 g Dinkel-Vollkornmehl und 2 gehäuften TL Backpulver.

 

Den Teig auf gut bemehlter Fläche ausrollen und Rauten ausrädern.

 

Pflanzenöl in einem großen, weiten Topf erhitzen. Die richtige Temperatur ist erreicht, wenn man einen trockenen Holzlöffelstiel hineingibt und an diesem Bläschen aufsteigen. Dann die Temperatur nur leicht verringern und die Rauten schwimmend ausbacken.

 

Auf Küchenkrepp abkühlen lassen.

 

 

Und zuletzt etwas ganz Besonderes. Kennst Du Rosettenwaffeln? Ich kannte sie nicht, bis zuletzt eine Freundin diese leckeren Schmuckstückchen serviert hat. Sie konnte sich an dieses nostalgische Gebäck aus Besuchen bei ihrer Großmutter erinnern und erzählte dazu gleich noch ein paar nette Anekdoten. Welch ein Glück, dass es das kleine Eisengerät, das man für diese Waffeln benötigt, auch heute noch zu kaufen gibt! 

 

Mit den Tipps besagter Freundin bewaffnet, habe ich gerade vorhin selber meine ersten Versuche gestartet und wenn man ein wenig geübt hat, klappt es wunderbar!

 

 

Googel einfach "Rosettenwaffeleisen", dann wirst Du fündig werden, wo Du es bestellen kannst. Mit eigenen Rezepten für den Teig habe ich noch nicht lange genug herumexperimentiert, darum verweise ich an dieser Stelle auf das Rezept der Zeitschrift "Wohnen und Garten", Ausgabe Februar 2020, in der die "Rosenküchlein" gerade vorgestellt wurden. Oder nimm einfach einen herkömmlichen Pfannkuchenteig... Wichtig ist, das Waffeleisen erst in das heiße Öl zu tauchen, dann zu 3/4 in den Teig und anschließend schnell zurück ins Öl, bis sich die Röschen von alleine lösen und goldgelb gebacken sind. Auf einem Teller umdrehen und das Öl auslaufen lassen, dann auf Krepp-Papier auskühlen lassen. Knusprig-lecker-zart!

 

 

 

Ich hoffe, meine Vorschläge gefallen Dir und ich wünsche gutes Gelingen beim Nachbacken.

 

Ab morgen ist dann jedenfalls Fasten angesagt. In unserer heutigen Überflussgesellschaft aktueller denn je. Mach mit! Befreie Dich von Fast Fashion oder teste ein paar Wochen vegane Ernährung. Lass Dein Handy öfter aus oder was auch immer vielleicht ein bisschen zu viel Kontrolle über Dich hat...

 

Der Blog macht an dieser Stelle zu einer ungewöhnlichen Zeit Pause. Da ich mich einem besonderen Projekt widmen möchte, werde ich bis ca. Ende April kaum schreiben und Dich darum beim Veilchen- und Osternester-Suchen leider nicht begleiten können. 

 

Stöbere aber gerne in meinen saisonalen Rezepten und Blog-Beiträgen der letzten Jahre für die Monate März und April. Vielleicht findest Du dort ja ein paar passende Anregungen?

 

 

Mit einem Gruß aus meinem Garten sag ich tschüss bis ca. Ende April. Lass es Dir gut gehen. ♥