Dreikönigstag, Neubeginn und alles wird durchgeputzt

Glücksklee

 

Ein neues Jahr hat begonnen und heute, am 6. Januar, verabschieden wir uns endgültig vom weihnachtlichen Feiermarathon. Es gibt einen leckeren Backschrank-Reste-Dreikönigs-Kuchen  und Caspar, Melchior und Balthasar dürfen heute endlich aus ihrer Ecke auf der Fensterbank in die Krippe hinein. Schön!

 

Die Heiligen Drei Könige Caspar Melchior und Balthasar aus Keramik

Die habe ich ausnahmsweise einmal nicht selber getöpfert, aber süß, oder? Und die Kids lieben sie sowieso.

 

Aber sobald dann der 7. da ist, bin ich nicht mehr zu halten: Baum abschmücken und raus mit dir! Runter in den Keller, ihr dicken Engel, rein in die Kisten, ihr Kugeln und Stoffstiefel! Platz für neue Zimmerpflanzen, Platz zum Durchatmen, Platz für Neubeginn. Ich freue mich auf die Zeit, die jetzt kommt, denn ich liebe diese ruhigen Wintertage. Papiere ordnen, Ecken entrümpeln, Liegengebliebenes beenden, Urlaub planen... 

 

frisches Grün auf der Fensterbank - zum Neubeginn auch neue Pflanzen

 

... und durchputzen. Dabei habe ich als Prinzessin Schaumkraut nur das Problem, dass ich mich entscheiden muss: Beauftrage ich meine Dienerschaft oder rufe ich doch lieber gleich ein paar hilfreiche Feen herbei? Tja, leider nur Träume. Ich muss, wie wohl die meisten von uns, selber ran.

 

Da ein Plan bei allem hilft, teile ich meinen gerne mit Dir. Hier ist ein kleiner Freebie Download.

 

 

Auch meinen Körper putze ich jetzt durch. Kampf den Feiertagspfunden mit grünen Smoothies und leichten, frischen Gerichten. Hey! Und hatte ich nicht die Mitgliedschaft in diesem Sportverein? Moment, wie war das noch... Ach ja, stimmt. Sport. Okay, da sollte ich dann auch mal wieder hin!

 

Ein paar Rezepte für leckere und wirksame Smoothies findest Du in meiner Januar/Februar Sammlung.

 

 

Noch so lange hin bis zum Frühling. Macht nichts. Ich bin anscheinend die Einzige, die sich darüber freut. Ich liebe einfach jede Jahreszeit!

 

Jede Jahreszeit ist schön. Eine dampfende Tasse Tee wärmt von innen im Winter

Schokokuchen, Fairtrade Blumen und Winterstimmung

Vogelhaus

 

Zwischen Salattellern und Gemüseplatten, Apfelshakes mit Flohsamenschalen und weiteren figurfreundlichen Gute-Vorsätze-Speisen (Ja, noch bin ich dabei!) musste ich heute mal einen feisten Schokoladenkuchen backen. Natürlich nur für die anderen ;-)

 

Mmmh... Der ist eigentlich ganz schlicht, aber umwerfend köstlich und saftig. Geht bei uns weg wie nichts. Back den unbedingt mal nach!

(Er lässt sich übrigens auch perfekt vorbereiten, hält sich lange frisch.)

 

Hier zeige ich Dir Schritt für Schritt wie es geht:

 

Leckerer Schokokuchen mit Schneeflocken Muster

 

Saftiger Schokokuchen

 

Über den Boden einer Springform Backpapier einspannen.

 

Den Ofen auf 165 °C vorheizen (Ober-/Unterhitze).

 

200 g zerkleinerte Zartbitterschokolade und 200 g Margarine in einer Schüssel im heißen Wasserbad schmelzen lassen und glatt rühren.

 

Schokomasse im Wasserbad

 

Die Schüssel aus dem Wasserbad nehmen. 100 g weißen Zucker, 100 g braunen Zucker, 1 P. Vanillezucker, 1 Prise Salz und 200 g gemahlene Mandeln unterrühren.

 

Mandeln untergerührt

 

Die Masse einmal umfüllen, damit sie weiter auskühlt.

4 ganze Eier hintereinander gründlich untermixen. Damit alles schön glatt wird, nehme ich dazu den elektrischen Mixer.

 

Eier unterrühren

 

100 g Mehl Type 440 mit knapp 2 TL Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren. Den Teig in die vorbereitete Springform füllen.

 

Teig ist in der Form

 

Auf dem Rost, mittlere Schiene, bei ca. 165 °C ungefähr 40 Minuten backen. 

In der Form etwas abkühlen lassen, dann den Springformrand lösen, den Kuchen auf eine Platte stürzen und das Backpapier abziehen.

 

Nach Geschmack entweder mit Puderzucker überstreuen, mit Schokoladenguss überziehen oder als Tortenboden weiterverwenden. 

 

Das Rezept speichere ich auch hier ab.

 

Und dann habe ich noch Blumen für Dich - allerdings verbunden mit einem kleinen Appell:

 

Blumenstrauß mit Rosen und Gerbera

 

Was für ein erfreulicher Anblick, nicht wahr?! So ein schöner Blumenstrauß, gekauft zu einem netten Anlass, ist natürlich besonders jetzt, im Winter, eine echte Augenweide.

 

Wer macht sich da schon Gedanken über Anbau-Bedingungen und Herkunft der hübschen Pflänzchen? Dabei lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen unbedingt, denn sehr viele Blumen sind extrem pestizidbelastet und werden unter unsozialen und umweltschädlichen Bedingungen produziert.

 

Was kannst Du tun?

 

Gib Blumen den Vorzug, die unbelastet sind und die unter fairen Bedingungen gezüchtet und gehandelt werden. Kaufe bei solchen Blumenhändlern, die unbelastete saisonal-regionale Ware anbieten und die bei der zusätzlich importierten Ware auf fairen Handel und ökologischen Anbau achten.

 

Die Nachfrage bestimmt das Angebot und darum kann jede(r) einzelne von uns mit dem eigenen Verhalten etwas bewegen! (Und so traust Du Dich auch, Deine Nase tief in das hübsche Sträußchen zu stecken...)

 

 

Weiterführender Link:

 

In diesem Artikel von www.reset.org werden unter anderem Blumensiegel vorgestellt, es gibt einen Link zum Saisonkalender von www.oeko-fair.de und einen Link zum Blumenfinder von www.fairtrade-deutschland.de. 

Verschneiter Zweig
Tannenzweige mit Rauhreif
Baumstamm im Schnee

 

Winterzauber. Draußen sein. Gehen. Schauen. Zieh Dich warm an und los! 


Fasching, Valentinstag und ein kleiner getöpferter Schneemann

Äste von Rauhreif umhüllt

 

Der Februar ist da, das Wetter wird kälter und wir machen es uns so richtig gemütlich.

Heute, am 02. Februar, ist übrigens das alte Fest "Mariä Lichtmess". Das steht nur noch in wenigen Kalendern - bis 1912 war es aber ein offizieller Feiertag.

An Lichtmess brachten die Leute ihren Jahresbedarf an Kerzen in die Kirchen, um sie segnen zu lassen. Die Kerzen hatten in alter Zeit im Winter natürlich große Bedeutung als Lichtquelle, man glaubte aber auch an ihre schützende Wirkung.  

leuchtende Kerze

 

Andere alte Festtage haben sich bis heute besser bewahrt. Klar, tanzen und feiern ist wohl attraktiver: Es ist wieder Fasching (oder auch Karneval).

 

Hier oben im Norden wird Fasching nicht so ausgiebig gefeiert wie im Rheinland oder in Süddeutschland. Tolle Feste gibt es aber auch hier und besonders für die Kids ist es immer ein Ereignis. Gleich "um die Ecke" bei uns sind z. B. die Karnevalisten aus Moorrege aktiv. Die stellen jedes Jahr nette Veranstaltungen auf die Beine.

 

Ich selber backe an Rosenmontag kleine, mit Marmelade gefüllte Krapfen. Die gehören einfach dazu. Das Rezept findest Du hier.

 

Faschingskrapfen oder auch Mini-Berliner

 

Zum Valentinstag am 14. werde ich für meine Liebsten wie jedes Jahr Butterplätzchen herstellen und verzieren. Mit drei verschiedenen Ausstechförmchen und Zitronen-Puderzuckerguss sind die rasch gemacht - eine nette Nachmittagsbeschäftigung. Die Zutaten für den Teig und die Ofen-Einstellung (Ober-/Unterhitze) habe ich für Dich aus meinem alten Kochbuch abfotografiert.

 

 

Diese Jahr fällt der Valentinstag auf einen Sonntag. Zeit, endlich einmal Aurélies verführerisches "Menu d'amour" nachzukochen, aus dem romantischen Buch "Das Lächeln der Frauen" von Nicolas Barreau. ♥

 

Nostalgisches Vintage Herz

 

Hier noch ein paar Gartenbilder aus den letzten Wochen. (Weitere Gartenbilder im Jahreslauf findest Du auf meiner Seite Zaubergrüne Lichtbilder.)

 

 

Und getöpfert habe ich natürlich auch wieder:

 

Getöpferter Keramik-Schneemann vor einem Pflanzenkorb und einer Schale mit Walnüssen

Gärtner im Winter, getöpferte Schlittschühchen und eine süße Nascherei

sämling

 

Was macht eigentlich ein Hobby-Gärtner im Februar? Er freut sich natürlich an den ersten zarten Blüten im Vorgarten oder Balkonkasten, sieht nach seinen Kübeln und Töpfen im Winterquartier, blättert in Gartenmagazinen, träumt beim Anblick blühender Beete am Bildschirm vom Sommer und ab Ende Februar kann er endlich auf der warmen Fensterbank die ersten Töpfchen vorbereiten!

 

Los geht es z. B. mit Paprika und Tomaten, ab März dann beispielsweise mit Gurken, Kohlrabi, Zucchini oder Zwiebeln. Einfach die gewünschten Samentütchen, spezielle Anzuchterde und kleine, verrottbare Minitöpfe besorgen und los geht's:

 

Die Anzuchterde in die Töpfe füllen, glätten und etwas andrücken.

 

Pro Topf (mit 2 cm Abstand) ca. 3 Samen auf die Erde legen und nach Angabe auf den Tütchen mit mehr oder weniger Erde bedecken.

 

Die Töpfe beschriften und dann Erde und Samen ganz vorsichtig bewässern. Um nicht alles durcheinanderzuschwemmen, nimmt man in der ersten Zeit am besten eine Sprühflasche.

 

Nun ein bisschen Klarsichtfolie darüber legen, in die man aber einige Löcher schneidet, damit nichts schimmelt.

 

Wenn sich die ersten Blättchen gebildet haben, müssen die Sämlinge vereinzelt werden. Bei der Mini-Töpfchen-Methode heißt das nicht pikieren und umsetzen, sondern einfach nur den stärksten Sämling stehen lassen.

 

Ab dann wird auch regelmäßig gedüngt.

 

Später (Angabe auf dem Tütchen) wandern die Pflänzchen samt der kleinen Töpfe an ihren endgültigen Ort ins Beet oder in den Kübel, wo sie weiter gegossen und gedüngt werden. 

 

Ein bisschen Sonne noch und dann steht schließlich der Ernte des eigenen Bio-Gemüses nichts mehr im Wege!

 

Tomatenpflanze

 

Ich finde es schön zu sehen, wie sich ab dem späten Winter wieder alles entwickelt. Darum macht selber säen auch so viel Freude.

 

Bis wir die leuchtend roten Tomaten ernten können, ist es natürlich noch hin. Wir sind mitten im Februar. Mitten im Winter.

 

Den Kranz an unserer Haustür wechsle ich je nach Jahreszeit. Unseren Winterkranz aus "Rauhreif"-Ästen habe ich schon vor zwei Jahren mit kleinen getöpferten Schlittschühchen dekoriert. Passen doch gut dazu, oder?

 

 

Zuletzt für heute eine kleine Naschidee für die Kids. Ganz simpel und rasch gemacht. Einfach Kokos-Marshmallows und Lakritzschnecken besorgen, alles mit Zuckerguss zusammenkleben, innen und als "Besen" einen Zahnstocher nehmen - den Rest erklärt das Bild:

 

Süße Marshmallows-Schneemänner

 

Mach immer das Beste draus und hab schöne Winterwochen!


Nigelnagelneues Jahr

 

So. Nun geht alles wieder von vorne los... Ach nee. Natürlich nicht ganz. Immerhin haben wir uns doch verdammt viel Gutes und Sinnvolles vorgenommen und das halten wir SELBSTVERSTÄNDLICH auch ein und durch! Also wird alles sogar noch besser als es je war! Super!!! In dem Sinne wünsche ich erst einmal ein 

 

Frohes Neues Jahr!

 

 

 

Oh. Stopp. Dir ist noch gar nicht sooo froh zumute? Bisschen verkatert?! Aha. Na, da hilft doch garantiert DAS zum Frühstück:

 

 

Okay. Das war jetzt echt gemein. Trotzdem hier ein paar Tipps für's Katerfrühstück. Es muss ja kein Brathering oder Matjes sein. Salzig-herzhafte Aufbaunahrung für Deinen Zustand ist z. B. auch Vollkornbrot mit Schinken-Rührei mit ein paar sauren Gurken dazu. 

 

Zu Trinken gibt es dazu den Kater-Killer schlechthin: Brau Dir eine Kanne Tee aus Majoran mit Honig und frischem Ingwer. Danach sollte es schon wieder ein bisschen gehen - Sonst müssen noch paar homöopathische Wunderkügelchen unterstützen: Versuch's mal mit "Nux Vomica" - hilft gut gegen Übelkeit.

 

Anschließend reißen wir uns zusammen und räumen erst mal auf. Die Party ist zwar vorbei, aber der Neujahrstag selber ist ja immerhin ein Festtag. Und den wollen wir, wenn auch müde, so doch würdevoll begehen.

 

 

Nachdem die Spülmaschine läuft, mein Tipp für alles und für jeden Zustand und jede Jahreszeit:

 

Raus aus dem Haus zum traditionellen Neujahrsspaziergang! Die frische Januarluft des unverbrauchten neuen Jahres wird Dich endgültig zurechtrücken!

 

 

Anschließend geht auch wieder eine kleine Leckerei von der nett gedeckten Neujahrskaffeetafel, nicht wahr?

 

Wie wäre es mit einem lecker gefüllten Berliner und bunt verzierten Neujahrsplätzchen?

 

 

Hufeisen, Schweinchen und Kleeblätter sind einfach ausgestochene Mürbeteigkekse mit Zuckerguss verziert. Die niedlichen Fliegenpilzplätzchen machst Du so: Aus dem selben Butter-Mürbeteig stichst Du runde Kekse aus, drückst zwei abgezogene Mandeln ein, darüber kommt je eine halbe kandierte Kirsche. An den Fuß der Pilzchen drückst Du noch gehackte Pistazien auf und pinselst dann alles, außer den Kirschen, mit Eimilch ein. 

 

Nach dem Backen bei 175 °C (etwa 12 Minuten) lässt Du die Plätzchen auskühlen und trägst zuletzt noch mit einem zähen Zuckerguss kleine Punkte auf.

  

Klasse, oder? Einzeln verpackt in kleinen Tütchen sind diese Kekse auch ein tolles Neujahrs-Mitbringsel für Freunde und Kollegen.

 

 

 

Wenn Du einfach mit losem Zucker überstreute Berliner ein bisschen aufpeppen möchtest, habe ich auch eine nette kleine Idee für Dich: Hast Du von gestern Abend noch ein bisschen von den Streuteilen des Tischfeuerwerks da? Dann leg einen dieser kleinen Plastikschornsteinfeger als Schablone auf Deine Berliner, streu kräftig Puderzucker darüber und fertig ist's.

 

 

Außer Schmalzgebackenem, wie den bekannten Krapfen, sind auch Hefekränze und -zöpfe zum Jahreswechsel guter alter Brauch.

 

Bei uns gibt es immer eine verzierte Neujahrsbrezel, die ich aus Dinkel-Vollkornmehl backe. Dieses Jahr ist sie mir so üppig geraten, dass man allerdings zweimal hingucken muss, um die Brezelform zu erkennen.

 

Gebildgebäck aus Hefe - Traditionsgebäck zu Neujahr: Neujahrs-Brezel

 

Übrigens: Vergiss nicht, dass wir die Zeit der Rauhnächte haben. Das sind die Tage und Nächte zwischen dem ersten Weihnachtstag und dem Dreikönigstag am 06. Januar, an denen früher täglich Haus und Hof ausgeräuchert wurden, um böse Geister fern zu halten. 

 

Auch heute noch glauben viele Menschen an die Kraft des Räucherns und daran, dass es zumindest Einfluss auf unsere Seele hat. Wer's glaubt wird also selig und schaden kann es ja sowieso nicht. Zumindest schaffst Du Dir eine "dufte" Wohlfühlatmosphäre und führst eine sehr sehr lange Tradition fort.  

 

Neujahr ist also ein passender Anlass, einmal die eigenen Räume auszuräuchern.

 

Wenn Du nicht gleich groß ins Thema einsteigen und richtig mit Räucherkohle, Harzen und Kräutern experimentieren möchtest, dann reichen ja für's erste auch unsere altgedienten Räuchermännchen und die kleinen kegelförmigen Räucherkerzen, die es dazu gibt. Vielleicht hast Du die Weihnachten eh schon abbrennen lassen? Na, nun weißt Du woher der Brauch kommt.

 

 

Zuletzt für heute noch ein kleiner grüner Tipp. Zu Neujahr ist es ja ebenfalls schöner Brauch, kleine Töpfchen mit Glücksklee zu verschenken oder den Tisch damit zu schmücken. (Wobei der Klee dieses Jahr eine Rarität war, weil es in DEM holländischen Klee-Kühlhaus einen Brand gegeben hatte...) Wenn bald der Alltag des neuen Jahres wieder kommt, denk bitte daran: Wirf das Töpfchen nicht achtlos in den Müll. Es lohnt sich, die kleinen Pflänzchen auf der Fensterbank weiterzupäppeln, auch wenn sie zwischendurch ziemlich schlapp machen.

 

Im zeitigen Frühjahr topfst Du sie in frische Erde und in einen bisschen größeren Topf um, stellst sie an die frische Luft und dann wirst Du sehen: Sie wachsen und gedeihen und zeigen schließlich ihre Dankbarkeit mit zarten roten Blüten! Also: Versuch es doch mal. Hier ist zur Motivation ein Bild vom letzten Sommer:

 

blühender Glücksklee

 

Und so ist es: Wir gehen durch Alltag und Festtag, immer mit einem kleinen Blick zurück und eben auch nach vorne. Frei nach dem Motto

 

Einszweidrei, im Sauseschritt 

Läuft die Zeit; wir laufen mit.

 

(Wilhelm Busch 1877)

 

Ich wünsche Dir einen schönen Start und fröhliches, erfolgreiches Mitsausen im neuen Jahr!

 

 

 


Neujahrsputz am Freitag, den 13.

Spaziergang im Januar. Der kleine Bach beginnt zu vereisen.
Spaziergang im Januar. Der kleine Bach beginnt zu vereisen.
Spaziergang im Januar. Schnee am bemoosten Baum.
Spaziergang im Januar. Schnee am bemoosten Baum.

 

Freitag, der 13. Hm. Freitag, der Kreuzigungstag, plus die Dreizehn, das "Dutzend des Teufels". Oha! Kann das gut gehen?! Also irgendwann vor vielen Jahren habe ich mal darüber nachgedacht, dass mir eigentlich nie was besonders Schlechtes passiert ist an einem dieser Tage. Ich habe angefangen, ganz genau darauf zu achten. Aber nein, nach weiteren Jahren der Beobachtung habe ich festgestellt: Nix. Gar nix. Im Gegenteil! Eigentlich liefen diese verrufenen Tage sogar besonders glatt, ja geradezu schön und gut. Und zwar immer. So bin ich zu dem Schluss gekommen: Freitag, der 13.? Das ist eigentlich ein Glückstag. Das wissen nur nicht so viele. Yeah. Ich lebe jedenfalls sehr gut mit ihm. 

 

 

Jedenfalls traue ich mich auch an diesem Tag ganz mutig zu putzen. Kein Wischwasser auf den glatten Fliesen lässt mich erschauern und auch die Haushaltsleiter erklettere ich unbekümmert, denn ich hab mir ja für den Januar was vorgenommen!

 

 

Das Jahr ist schließlich neu, da sollen auch Haus und Garten wieder wie neu strahlen! Darum ist der Januar der perfekte Monat für eine großangelegte Neujahrs-Entrümpelungs- und

-Putzaktion. Man ist motiviert, hat Zeit und kann es sich nach getaner Arbeit sooo schön gemütlich machen!

 

Wenn ich mich ranhalte, bin ich Ende des Monats durch und profitiere den ganzen Rest des Jahres davon. Denn manches ist eh nicht so oft dran und anderes hält man viel leichter sauber und ordentlich, wenn es möglichst viele freie Flächen gibt.

 

Wenn es losgeht, nehme ich mir jeden Raum einzeln vor, sehe mich von Wand zu Wand um und frage mich: Muss dieses Sammelsurium im Regal wirklich hier stehen und einstauben oder kann ich mich trennen?!

  

Angehäufte Stapel und Kisten werden gesichtet, es wird aussortiert und aufgeräumt.

Das Wichtigste dabei: auch die Schrankinhalte werden geklärt. Bestenfalls gibt es anschließend überall noch reichlich Luft, damit Neues IM Schrank gelagert werden kann und sich nirgendwo Zwischenlager auf Schränken, Tischen oder sogar dem Boden bilden. 

 

 

Während und nach dem Entrümpeln mache ich eine Liste, was vielleicht repariert oder erneuert werden muss. Kleinigkeiten, wie z. B. Kerben, bessere ich sofort aus, größere Befunde wie "Oh. die Tapete ist aber auch mal wieder fällig!" werden notiert.

 

Wenn so erst mal alle Flächen freigeräumt und die Vorhänge in der Waschmaschine sind, atme ich schon durch, denn das weitere Pflegen der freien Flächen ist doch dann überhaupt kein Problem mehr!

 

Das Putzen erledige ich grundsätzlich mit umweltverträglichen Reinigungsmitteln. Und mit einer ziemlich reduzierten Palette. Für die allermeisten Fälle brauche nur: Spülmittel, Soda und Zitronensäure.

 

Spüli, Soda, Zitronensäure - Ökologisch putzen: Nur wenige Mittel reichen.

 

Spülmittel: Ich wüsste keinen Grund, Spülmittel nicht auch als Allzweckreiniger zu benutzen. Außer für Geschirr benutze ich es daher auch beispielsweise für Böden und Fenster. Was die angeht ist mein bester Zusatz-Tipp die Investition in einen Akku-Fenstersauger. Ich habe mir

z. B. vor Jahren den Kärcher-Fenstersauger zugelegt und der ist einfach nur suuuuuuper! Ich reinige die Fenster mit Spüliwasser, schäume sie dabei ordentlich ein und ziehe den Schaum dann in nur einem weiteren Arbeitsgang vollkommen streifenfrei und ohne Tropferei mit dem Akkusauger ab. Fertig! Kein Nachpolieren. Lediglich die Ränder einmal nachwischen und gut ist. Besonders für Schlossherrinnen ohne Personal eine lohnende Anschaffung!

 

Ich liebe meinen Kärcher Fensterreiniger

 

Zitronensäure: Wo zum Schmutz auch noch Kalkreste dazukommen, kommt eine Lösung aus Zitronensäure und Wasser zum Einsatz - und zwar 30 g auf 1 Liter. Eine natürlich kalklösende Mischung ohne den "Duft" von Essig.

 

Soda: Bei fettigem Schmutz, z. B. in der Küche, hilft normales Waschsoda perfekt. Soda ist alkalisch und ein echter Fettkiller. Bei der Verwendung daher unbedingt Handschuhe anziehen.

 

Mit einer Mischung aus Soda, ein wenig Wasser und Spülmittel reibt man beispielsweise hartnäckigen Schmutz im Backofen ein, lässt es etwas wirken und wischt den Ofen dann einfach aus. Auch als Abflussreiniger ist eine Sodalauge bestens geeignet, denn sie tötet Bakterien und hilft gegen Schimmel und Gerüche.

 

 

Mit den oben genannten Mitteln halte ich 98 % unseres Haushaltes sauber. Dazu gesellen sich einige wenige Sondermittel, wie ein guter WC-Reiniger, ein Glasspray für kleine Zwischendurch-Aktionen, Schmierseife, z. B. für die Gartenmöbel, Wiener Kalk zum Polieren und einige wenige mehr. Diese Reiniger kaufe ich aber immer von Ökoherstellern. Überall bekommt man ja z.B. die günstigen Produkte von www.frosch.de oder sieh mal z. B. nach bei www.waschbaer.de.

 

Ökologisch reinigen: Umweltverträgliche Putzmittel
Schmitzol's Wiener Kalk
Savon de Marseille

 

Was richtige Spezialfälle angeht, liebe ich die alten Haushaltstipps aus Großmutters Zeiten. Die ganz alten Originalhefte dienen allerdings oft nur noch dem Amüsement. Was für eine wundervoll skurille Mischung!

 

„Rußflecke an den Händen entfernt man durch Schwefeldampf“, Glanzstellen in Anzügen beseitigt man, wenn man sie mit einer Efeublätter-Salmiak-Brühe abreibt“, „Lackierte Gegenstände reinigt man mit einem Gemisch von Mehl und Baumöl“ und „Teppiche frischt man auf durch Abreiben mit Sauerkraut“… Herrlich!

  

Alter Haushaltsratgeber: Die rechte Hand der Hausfrau, für 90 Pfennige
Verblichene Handschriften...
Verblichene Handschriften...

 

Auch die weniger alten Ratgeber sind für mich die wundervollste Lektüre:

 

Kristall-Lüster...
Kristall-Lüster...

 

Ich liebe z. B. auch das kleine Informationsheftchen von Holste's "Kaiser Natron", die Allzweckwaffe für alles und jedes. 

 

 

Die Informationsbeschaffung geht aber natürlich auch moderner - heute ist ja das Internet die angesagte Quelle für Reinigungsprobleme aller Art. 

 

Einige Beispiele:

 

Fräulein Ordnung

Rosa und organisiert

Haushaltstipps.com

und der Klassiker: Simplify.de

 

weiße Amaryllisblüte am Fenster

 

Wenn dann Raum für Raum fertig ist, kommt das Schönste:

 

Dekoriert mit frisch geduschten oder neu erworbenen Zimmerpflanzen... 

 

Im Januar: Frische Zimmerpflanzen

 

... mache ich es mir ganz gepflegt gemütlich, bei einer guten Tasse Tee.

 

Gemütliche Tasse Tee im Goldrandgeschirr, dazu Ingwer-Konfekt

 

Draußen ist es kalt. Die Natur ruht. Und nun kann auch ich mich ausruhen in unserem ordentlichen, sauberen Heim.

 


Wintertraditionen

Januarlandschaft: Ente auf dem zugefrorenen Bach

 

Mitten im Winter. Draußen ist es frösteligjanuarkalt. Wir laufen Schlittschuh im Park oder planen bei Schnee eine Wanderung mit Winterpicknick. Im glitzernden Weiß rasten wir dick eingemummelt auf unseren Schlitten, packen einen Thermotopf mit deftiger Erbsensuppe aus, das frisch gebackene Brot mit Schinkenwürfeln und Kannen mit süßem, heißem Vanillepunsch.

 

 

Ansonsten sitzen wir nun aber gerne und viel hinter dem Ofen, beschäftigen uns mit einigen liegengebliebenen Projekten oder finden wieder die Zeit für verschiedene Handarbeiten. Schon in alten Tagen waren vor allem Januar und Februar die Monate, in denen gesponnen und gewebt, geflickt und genäht wurde.

 

Altes Spinnrad

 

Die Kälte draußen bringt uns zum Beispiel automatisch auf die Idee, uns einen schönen Schal oder eine kuschelige kleine Decke zu stricken. Projekte, die selbst Anfänger in Angriff nehmen können. Schöne Wolle besorgt, die passenden Nadeln dazu und dann trifft man sich mit der Tante oder Freundin, die bereit ist, einem das Aufnehmen der Maschen und die beiden Grundarten zu zeigen. 

 

Wenn man ein wenig experimentiert, kann man aus einfachen rechten und linken Maschen zahlreiche kreative Muster stricken. 

 

Wintertradition: Einfach gestrickte Decke
Wintertradition: Einfach gestrickte Decke

 

Dann sind bald schon ein paar weiche, wärmende Lieblingsstücke fertiggestellt.

 

Wenn das Stricken in immer gleich breiten Reihen erst einmal gelingt, kann man sich im nächsten Schritt daran machen, zwischendurch die Wollfarbe zu wechseln und auch das Abnehmen und Zusammennähen zu üben. Auf diese Weise ist zum Beispiel diese einfach Wärmflaschenhülle entstanden:

 

Wintertradition: Gestrickte Hülle für die Wärmflasche

 

Mit Wolle kann man aber nicht nur stricken und häkeln. Versuch doch ruhig auch einmal zu weben! Ich habe z. B. den alten Schulwebrahmen der Kids hier liegen und finde, es geht auch wirklich kinderleicht. Einfach Wollfäden einspannen und dann im Wechsel drüber und drunter die Wolle in der gewünschten Farbe einweben. 

 

So entstehen individuelle Schals, Pulswärmer oder andere Kleinigkeiten, die anschließend ganz nach Wunsch zusammengenäht werden können.

 

Wintertradition: Weben mit dem Schulwebrahmen
Wintertradition: Weben mit dem Schulwebrahmen

 

Wenn Du Dich auch mal wieder mit Handarbeiten beschäftigen möchtest, kann ich Dir hier ein paar inspirierende Blogs empfehlen:

 

Farbenfaden

Krautiline

Maschenfein und

Manu strickt...

 

 

Im Gegensatz zu meinen winterlichen Aktivitäten wurden früher mit viel Fleiß und Sorgfalt noch weitaus beeindruckendere Handarbeitsstücke hergestellt.

 

Hier eine alte, hübsche, große Tischdecke aus meiner Familie, die ich mit weißem Geschirr immer wieder besonders gerne zum Sonntagskaffee auflege:

 

Handbestickte Tischdecke in blau-weiß
Handbestickte Tischdecke in blau-weiß - Detail

 

Mit diesen gemütlichen Traditionen lässt sich der Winter doch aushalten, oder? Wir trinken Tee und lesen, treffen uns, um gemeinsam Handarbeiten zu machen, kochen und backen in unseren Schlossküchen all die typischen Winterrezepte und lassen es uns richtig gut gehen.

 

 

Übrigens ist jetzt in der kalten Jahreszeit auch eine besondere Zeit für alle Korbflechter, denn es ist die Zeit, in der die Ruten der Kopfweiden geschnitten werden. Diese dürfen nämlich nur in der Saftruhe von Ende November bis Ende Februar geerntet werden.

 

Kopfweiden findest Du häufig an Bachläufen und sie sind an ihrer besonderen Form gut zu erkennen. Natürlich musst Du den Besitzer vorher fragen, ob Du Dir Ruten abschneiden darfst. 

 

 

Nach der Ernte der Weidenruten müssen diese erst einmal geputzt werden, das heißt, von allen kleinen Verästelungen befreit werden. Danach prüfst Du, ob sie für Dein Projekt genügend biegsam sind. Wenn nicht, werden sie entsprechend lange in Wasser eingelegt. 

 

Möchtest Du das Weidenflechten, dieses wunderschöne alte Handwerk, einmal ausprobieren, findest Du im Internet einfache Anleitungen, um selber damit zu experimentieren. Dort wirst Du natürlich auch fündig, wenn du lieber gleich einen Kurs besuchen möchtest.

 

  

Ich jedenfalls liebe Körbe und überhaupt alles aus Weidengeflecht zu sehr! Ich brauche sie für's Gartenkleingerät, zum Einsammeln von Laub und auch im Haus sind sie überall verteilt: Altglas, Äpfel, Zeitungen, Strickzeug, Bastelkram... Man kann doch gar nicht genug haben!

 

 

So. Der Schornstein raucht. Drinnen haben wir es schön warm und es warten ein Glas heiße Schokolade und mein Strickzeug auf mich. Darum tschüss für heute - mit diesem kleinen Gedicht:

 

 

Januar

 

Wohin man schaut, nur Schnee und Eis,
Der Himmel grau, die Erde weiß;
Hei, wie der Wind so lustig pfeift,
Hei, wie er in die Backen kneift!

 

Doch meint er`s mit den Leuten gut,
Erfrischt und stärkt, macht frohen Mut.
Ihr Stubenhocker schämet euch,
kommt nur heraus, tut es uns gleich.

 

Bei Wind und Schnee auf glatter Bahn,
Da hebt erst recht der Jubel an.

 

 

(Robert Reinick, 1805-1852)

 

 

Wintergetränk, typisch im Januar: Ein Glas heiße Schokolade mit Sahne

Mariä Lichtmess? Kerzenweihe?

 

Heute gibt es von mir wieder einmal einen kleinen Zwischengruß, denn es ist "Mariä Lichtmess".

 

Mariä Lichtmess??? Äh. Ähm. Aha?!

 

Ja. Hier nur so viel: Am uralten Lichtmessfest brachten früher die Menschen ihren ganzen Jahresbedarf an Kerzen in die Kirchen, wo sie gesegnet wurden und so beim Abbrennen Schutz versprachen, z. B. vor Unwetter und Krankheit.

  

Schade, dass der Tag für die meisten heute keine Bedeutung mehr hat. Denn es ist doch schön, dass uns der Lichtmess-Kerzenschein mitten im kalten, dunklen Winter Wärme und Licht bringen möchte!

 

 

Ich halte bei uns diesen Tag zumindest dadurch ein wenig hoch, dass ich am 02. Februar viele Kerzen anzünde und meist auch etwas Passendes backe, z. B. knusprige Haferflockenplätzchen, ausgestochen in Kerzenform.

 

 

Außerdem könnte man gerade an diesem Tag vorhandene Kerzen hübsch verzieren, beispielsweise mit winterlichen oder auch schon mit fröhlichen Frühlingsmotiven. Kerzenmalstifte und Wachsplatten dafür gibt es in jedem Bastelbedarfsgeschäft.

 

Ich hatte mir für heute vorgenommen, aus unseren vielen Kerzenresten eine schöne, große, neue Kerze zu gießen.

 

Meine Methode ist dabei supereinfach. Kein Gefummel mit gekauftem Docht und keine Formen, die man nach dem Gießen lösen muss...

 

Du brauchst einfach nur eine leere Blechdose, ein Glas (oder mehrere), einen Kochtopf und natürlich die Kerzenreste.

  

 

Der Zeitspartrick ist: Ich nehme eine in der Länge passende alte Kerze, die ich mit ein paar Wachstropfen in der Mitte eines alten hitzebeständigen Glases befestige...

 

 

...dann erhitze ich die Wachsreste im Wasserbad...

 

 

... fische mit einer Gabel die alten Dochtreste heraus und gieße das flüssige Wachs einfach um die Kerze herum ins Glas.

 

 

Dabei kannst Du in einer oder mehreren Schichten arbeiten, je nach Größe von Dose und Glas und natürlich je nach Lust und Laune. Wichtig ist, dass Du die oberste Schicht nicht ganz bis zum Rand der Mittelkerze gießt, denn beim Erkalten sackt die ganze Mitte ein wenig ab. Lass Dir also für den nächsten Tag ein wenig Wachs über, den Du noch einmal erhitzen kannst, um damit die Mitte aufzufüllen.

 

So sieht meine fertige Kerze aus:

 

 

Lass es Dir gut gehen!


♥ Valentinstag ♥

 

Es ist wieder Valentinstag! Valentinstag. Nun rümpft doch hoffentlich keiner die Nase und behauptet, der Tag wurde von Schokoladenfabrikanten und Blumenhändlern erfunden? Denn dem ist nicht so. 

 

Valentinsfeste gab es schon im Mittelalter, in England übergab man am Valentinstag bereits im 15. Jahrhundert kleine Geschenke und Gedichte und in Deutschland wurde das Valentinsbrauchtum immerhin bereits in den 1950er Jahren bekannt. Was attraktiv begangen wird, ist eben auch rasch populär. Ist doch nett!

 

Und dass heutzutage der Handel kräftig mitmischt, finde ich sogar gut. So wird dieser schöne Tag gewiss nicht vergessen - wie so viele andere. Darum sollten auch für den Walpurgistag endlich Marzipanhexen hergestellt werden. Und warum gibt es noch keine Johannistagsbonbons oder auch süße Bartholomäustörtchen und kleine Sankt-Andreas-Geschenke? Ist nicht. Und so merkt dann auch kaum noch jemand, dass diese Tage einst von Bedeutung waren im Jahreslauf.

 

Ich persönlich bin ja der Überzeugung, dass wir nicht nur die alten Apfelsorten retten sollten, sondern auch die alten Gedenktage. Einer der Gründe für diesen Blog!

 

Nun. Also an Valentin ist es einfacher. Schon am Morgen starten wir mit einem herzigen Frühstück in den Tag. Das finden auch unsere Kids nett. 

 

Herzige Häppchen: Frühstück am Valentinstag oder Valentinsfrühstück
Herzige Häppchen: Frühstück am Valentinstag oder Valentinsfrühstück - Nahaufnahme

 

Für die Schul- oder Aktentasche gibt es noch eine süße Handvoll glänzender roter Bonbons mit, dann geht es erst einmal los zur Dienstags-Pflichterfüllung. 

 

Hübsche Herzbonbons - Süßes zum Valentinstag

 

Nach Feierabend möchten wir den Tag natürlich angemessen verbringen - egal ob frisch verliebt oder zum noch größeren Glück im bereits ruhig-beständigen Liebesfahrwasser.

  

Dabei muss es am Valentinstag gar nicht Venedig oder Paris sein. Ein gemeinsamer Besuch im Spa, Restaurant, Konzert oder Theater hebt diesen Tag ja ebenfalls aus der Arbeitswoche hervor. 

 

 

Aber auch in den eigenen vier Wänden können wir es uns abends mit einem raffinierten Dinner und einem Liebesfilm so richtig nett machen. Ein paar buntgemischte Klassiker – selbstverständlich mit Happy End:

 

Stolz und Vorurteil

Notting Hill

Frühstück bei Tiffany

Der Prinz aus Zamunda

Pretty Woman

Pyjama für Zwei

Männerherzen

 

Zwei orange-rote Rosen

 

Ideen für raffinierte Rezepte und herzige Törtchen habe ich auf meiner Pinterest-Seite gespeichert. Schau doch mal rein...

 

 

Valentinstag. Ist doch schön, dass es ihn gibt, oder? Welches Thema könnte angenehmer sein? Und falls Du immer noch findest, das ganze "Theater" sei übertrieben, dann werfe mal einen Blick in meinen alten, rot-goldenen Prinzessinen-Gedichtsband. Das schwelgt. Das schwärmt. Das trieft...

 

Herrlich.

 

Hab einen schönen 14. Februar.  ♥  ♥  ♥

 

 

... in deiner Augen lichtem Schein, blüht meine Seele, liebestrunken...

... bei deinem Kuß tönt mir Musik, mit süßen Schauern mich durchbebend...

 

Wow.

 


Buntes Treiben und Graue Erbsen - Von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag

Ende Februar: Die ersten Schneeglöckchen
Ende Februar: Die ersten Schneeglöckchen

 

Der schlimmste Frost ist seit einiger Zeit vorbei, wir haben Plustemperaturen und beim Rundgang durch den Garten sieht man es deutlich: Die Natur will wieder erwachen. Erste Boten sind die hübschen Schneeglöckchen, die sich nun wieder zeigen und bestätigen: Es ist tatsächlich Vorfrühling! In den Blumengeschäften locken schon seit Längerem Töpfe mit vorgezogenen Primeln und anderen Frühlingsblühern und der Handel bietet die ersten Schokohasen und Kunststoffeier an. Winter?! Und tschüss!

 

 

So knallebunt wie diese Primeln sind, geht es hier heute weiter, denn wir haben Weiberfastnacht! Da ich die althergebrachten Feste so mag, liebe ich ja alleine schon das zünftige Wort: Weiber! Das steckt doch was drin! Saft und Kraft und die richtige Portion Wildheit. Finde ich jedenfalls. 

 

Heute an Weiberfastnacht übernehmen jedenfalls in vielen Regionen die Frauen das Regiment. Sie gehen verrückt verkleidet und mit Scheren bewaffnet auf Krawattenjagd, stürmen die Rathäuser, halten närrische Sitzungen ab und in den Gaststätten wird ausgelassen gefeiert.

 

Die Weiberfastnacht geht bis ins tiefe Mittelalter zurück, wo selbst die Nonnen in den Klöstern den Tag ausgiebig feierten. Das kann ich gerne glauben!  

 

 

Also rein in den bunten Partyfummel, die Federboa umgeschlungen und dann los mit dem restlichen Furiengeschwader! Härrlisch!!!

 

Der Hit dabei ist, dass die Weiberfastnacht ja sogar nur der Auftakt für die tollen Tage ist, die noch folgen. Da braucht frau wirklich Stehvermögen.

 

Damit das so hinhaut mit der Feierei von Donnerstag bis Dienstag, gehört seit jeher eine gute Grundlage dazu. Jetzt, bei noch immer kalten Temperaturen, hat darum gehaltvolles Schmalzgebackenes in allen Variationen eine lange Geschichte. 

 

 

Rezepte gibt es zuhauf. Heutzutage wird das Gebäck oft bunt verziert und kommt auch in Form der amerikanischen Donuts daher. Lecker. Prima. Aber mich freut besonders, dass ich hier eine traditionelle rheinische Karnevalsspezialität vorstellen kann, die mir eine Eifeler Leserin zugeschickt hat: Mutzen!

 

Liebe Bina K., hier sind Deine Bilder und Dein Rezept. Vielen Dank dafür und Alaaf! ☺☺☺

 

 

Für eine Schüssel Karnevalsmutzen stellen wir einen Teig her aus 500 g Quark, 4 Eiern, 160 g Mehl, 2 P. Vanillezucker, 400 g Mehl, ca. 1 EL Natron und je 1 Handvoll Rosinen, feine Apfelstückchen und Mandelstifte.

 

Daraus formen wir ca. 12 - 14 Bällchen, die wir portionsweise in heißem Fett goldbraun ausbacken.

 

 

Die fertigen Mutzen auf Küchenkrepp abtropfen lassen und vor dem Servieren ordentlich mit Puderzucker bestäuben.

 

Faschingsrezept - Rheinische Spezialität zu Karneval - Rezept für Karnevals-Mutzen

 

Ich finde ja, die alten Familienrezepte sind meist die allerbesten. Sehr lecker!

 

 

Zu den Eifeler Karnevalsmutzen gesellt sich hier nun noch eine deftige, regionale Spezialität aus Norddeutschland. Die gibt es schon seit Sechzehnhundertschießmichtot und sie wird bis heute jedes Jahr am Faschingsdienstag in vielen Gaststuben und Familienküchen gekocht: "Graue Erbsen".

 

Graue Erbsen, auch Kapuzinererbsen genannt, sind vor allem in Ostfriesland und im Elmshorner Raum bekannt. Woanders sind diese Hülsenfrüchte aus Großmutters Küche kaum zu finden. 

 

Kapuzinererbsen kaufen - Graue Erbsen kaufen

 

In Elmshorn beliefert der Landhandel "Theodor Stüben OHG" die umliegenden Gaststätten. Im kleinen Kontor kann man aber auch für den Privathaushalt Packungen ab 500 g erwerben. 

 

Kapuzinererbsen kaufen - Graue Erbsen kaufen

 

Rechtzeitig vor dem Veilchendienstag war ich dort, wurde sehr freundlich und fröhlich bedient und bekam netterweise gleich noch das passende Rezept dazu mit:

 

 

(Übrigens: Theodor Stüben versendet die grauen Erbsen um die Karnevalszeit herum auch innerhalb Deutschlands. Hier ist darum gerne der Link zur Webseite.)

 

Die traditionelle Zubereitungsart habe ich Dir also - siehe oben - nicht vorenthalten. Ich selber allerdings mache das etwas anders, füge z. B. noch Kräuter dazu, halte es leichter, indem ich Schweinebacke und Speck weglasse und ich koche Kassler und Wurst nicht separat. Kann ja jeder machen wie er mag...

 

So sieht es bei mir aus - mir ist das noch deftig genug:

 

Traditionsrezept: Spezialität zum Faschingsdienstag: Rezept für Graue Erbsen - Eine Elmshorner Tradition

 

Wenn Du die "Grauen Erbsen" auf meine Art nachkochen möchtest: Die Kapuzinererbsen wie oben beschrieben zubereiten, aber kein Salz zum Kochwasser geben. Nach den 2,5 Stunden Kochzeit 2 Loorbeerblätter, Majoran, Petersilie, gemahlenen Kümmel und 1 Prise Zucker zufügen, außerdem pro Person 2 Scheiben Kassler und 1 - 2 kleingeschnittene Mettwürstchen.

30 Minuten nur mild köcheln lassen, in der Zwischenzeit die Beilagen zubereiten (wir bevorzugen Kartoffelpüree). Pro Person 1 Zwiebel in Ringe schneiden, leicht mit Mehl überstäuben und in heißem Öl goldbraun ausbacken. Alles anrichten und dazu mittelscharfen Senf reichen.

 

Nun bist Du, was die Grundlagen angeht, doch ausgestattet, oder? Für die flüssigen Spezialitäten brauchst Du sicher keine Tipps. Dann also Prost, Helau und Alaaf! Feier schön, lärme, vertreibe den restlichen Winter. Und hau ordentlich rein, denn Aschermittwoch beginnt schließlich die Fastenzeit.

 

Um die geht es hier das nächste Mal, aber daran wollen wir ja jetzt noch gar nicht denken!

 


Pflugmontag - Aufräumen 2.0

 

Spätestens nach dem Dreikönigstag am 6. Januar schmeißen selbst die hartgesottetsten Weihnachtsfans die Tanne auf den Haufen. Wird ja sonst auch nicht mehr mitgenommen.

 

Verstaut werden auch all die Dekorationen, mit denen wir die Jahreswechselfeste stimmungsvoll gestaltet haben. Und nun sehen wir geklärt nach vorne. Tun wir doch, oder?

 

Oder rennen wir einfach weiter? Zum nächsten Event. Zur nächsten Shopping-Orgie. Schnell. Viel. Los jetzt. Keine Atempause.

 

Bloß nicht, bitte. Lass diese Zeit des Neubeginns inmitten des ruhigen Winters nicht ungenutzt, sondern halt mal an. LEIDER ist damit aber nicht einfach Rumlümmeln auf dem Sofa gemeint. Nein. Wir machen leer. Aktiv. Wir stoppen. Den Wahnsinn.

 

 

Es gibt einfach keine besseren Wochen, als in Haus und Kopf mal wieder alles zu bereinigen. Das wussten auch schon die alten Generationen, die noch im Rhythmus des Jahreslaufes gelebt haben. (Wie gesund!) Am Montag nach Dreikönig, dem "Pflugtag", ging es los, das große Flicken und Aufräumen. 

 

 

Geh also durch. Nimm Dir Raum für Raum und Schrank für Schrank vor, entrümpele, schaffe Dir Überblick, befreie Dich und dann plane neu!

 

Die meisten von uns sind überladen, schleppen viel zu viel Ballast mit sich herum, häufen viel zu viel an...

 

Geh den umgekehrten Weg! Lass los, befreie Dich, atme durch und drehe Dein Leben auf einen angemesseneren Level zurück. Es wird sich so gut und passend anfühlen wie ewig nicht mehr und sehr viele positive Energien freisetzen. Glaube mir.

 

 

Denn nach dem Aufräumen geht es erst richtig los.

 

Trenne Dich von noch mehr Dingen. Nimm alles in die Hand und hinterfrage seinen Sinn. Brauchst Du es wirklich oder kann man es verkaufen oder verschenken?

 

Nimm Dir Zeit. Mach es gründlich.

  

Mülle Dich anschließend nicht wieder zu. Frage Dich bei allen Neuanschaffungen, ob Du sie wirklich benötigst. Beschäftige Dich damit, woher sie kommen, auf welche Weise sie produziert wurden. Qualität vor Quantität. Handgefertigt vor Massenware. Fair und ökologisch sowieso bitte. Mach Dir klar, welche Auswirkungen unsere Überflussgesellschaft wirklich hat und ändere die Welt, indem Du Dich änderst.

 

  

Befreie Dich weiter. Es geht nicht nur um Klamotten oder Dekokrempel, nicht nur um unsere kollektive Kaufsucht.

 

Viel mehr ist kaputt gegangen in den letzten Jahrzehnten, in denen sich Konsum als die neue Religion etabliert hat. Alles einfach übertrieben. Alles nicht mehr normal...

 

Also frage Dich: Zu viele Verpflichtungen? Abhängigkeiten? Zu viel Tempo? Zu viel Stress?

Konzentriere Dich auf das Wesentliche. Begegne anderen Menschen und Dir selber mit Achtsamkeit. Triff Menschen offline, erlebe Momente pur anstatt Dich dauerberieseln zu lassen.

 

Geh zu Fuß. Erlebe die Natur. 

 

 

DAS ist ein "Frohes neues Jahr": Stelle dich bewusst gegen die moderne Konsumorientierung, die jedes natürliche Maß verloren hat und uns immer weiter wegtreibt von einer gesunden Basis. Stelle Dich dagegen. Mit Deinen nackten Füßen auf dem Boden. Werde gesund. 

 

 

So fang es an, das Jahr 2018. Lass es zu einem Jahr der Veränderung werden. Finde, erhalte und pflege den Kontakt zur Natur. Lebe einfach. Lebe gemäßigt. Lebe regional. Lebe saisonal. Gestalte sie mit, die neue Gesellschaft, die guten neuen Zeiten! 

 


Frost und Kälte trotzen

"Ein Dorf im Winter" - Joos de Momper d. J. (1564 - 1635) - Aufnahme Hamburger Kunsthalle
"Ein Dorf im Winter" - Joos de Momper d. J. (1564 - 1635) - Aufnahme Hamburger Kunsthalle

  

Winter. So idyllisch wie oben gezeigt ist es leider echt nicht immer, aber seit ein paar Wochen schon halten wir es tapfer aus. Kälte, Schnee und Nässe haben uns fest im Griff und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Brrrrrrrrrr.

 

Strumpfhosen und dicke Socken, zwei Schals übereinander, fünf Schichten obenrum. Mindestens. Und immer noch ist's verdammt kalt. Zähneklappern.

  

 

Da hilft nur eines: Wenn Wärmflaschen, Fußbäder, Wollmützen, Taschenwärmer und Omas Thermounterwäsche nicht genügen und auch ein netter Urlaub in der Karibik gerade nicht drin ist, müssen wir uns halt zusätzlich von innen aufheizen!

 

 

Denn ständiges Frieren hat ganz oft auch etwas mit unserer Ernährung zu tun. Die meisten ahnen es zwar, beachten es aber trotzdem nicht konsequent: Bei Kälte sollte man kühle Speisen und Getränke meiden und stattdessen auf heißen Tee und warme Gerichte setzen.

 

 

Dabei gibt es einige Kombinationen, die zusätzlich für ihre durchblutungsfördernde und wärmende Wirkung bekannt sind: Ingwer, Knobi, Zwiebeln, Chili, Zimt, Pfeffer und Rosmarin beispielsweise, aber auch viele Gemüsesorten, wie z. B. Grünkohl, Lauch und Kürbis.

 

Gehen wir also mal "in medias res":

 

Hier kommen für Dich zwei schöne Rezepte, die Dich in den kalten Wochen begleiten sollen: Eine wärmende, heilende Gemüsesuppe und eine selbstgemachte Gewürzteemischung. 

Beide kannst Du so oft Du magst zu Dir nehmen. 

 

Also. Legen wir los:

 

Veggie-Power: Veganer Wintereintopf - Rezept für wärmende Wintersuppe, Aufwärmen im Winter, heiße Suppe

 

Für diesen leckeren Wintereintopf bereitest Du folgendes Gemüse vor:

 

(Rezept für 4 Personen)

 

400 g vorgegarte Edelkastanien (Maronen) grob zerhacken, 1 große Zwiebel würfeln, 4 Knoblauchzehen schälen, 1 große Lauchstange kleinschneiden, 2 Fenchelknollen in Stücke schneiden, 1 kleinen Hokkaidokürbis zerteilen, schälen, von der faserigen Mitte und den Kernen befreien und in Würfel schneiden. 

 

Stell Dir noch 1,5 Liter kräftige Gemüsebrühe, Rapsöl, Salz und Pfeffer bereit und dann kannst Du loslegen.

 

2 EL von dem Öl erhitzt Du in einen großen Topf, dünstest darin die Zwiebelwürfel goldgelb an und löschst dann mit der Brühe ab. 

 

Nun die Knoblauchzehen hineinpressen und dann einfach alles Gemüse (außer Maronen und Kürbis!) einfüllen. Aufkochen lassen, dann 10 Minuten weiterköcheln. Nun das Kürbisfleisch zufügen und weitere 6 bis 7 Minuten köcheln lassen. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Servieren mit den Maronen überstreuen.

 

Veggie-Power!

 

 

Und weiter geht's mit dem Aufwärmprojekt: 

 

Wir mischen uns unseren Gewürztee für diesen Winter selber zusammen. Es wird nicht warm, es wird heiß, Baby! Dafür sorgen Zimt, Ingwer, Nelken, Kardamom und Pfeffer...

 

Tipp gegen die Kälte: Gewürztee selber machen, Kardamomkapseln, Nelken, Ingwer, Zimt und Pfeffer

 

Es geht ganz einfach: 

 

Entscheide Dich, ob Du die Mischung frisch aufbrühen oder für den Vorrat herstellen möchtest, denn dann brauchst Du entweder 1 EL gemahlenen, getrockneten Ingwer oder ein Stück frische Ingwerwurzel (kandierter Ingwer geht auch).

 

Dann gibst Du 2 TL Gewürznelken, 2 TL schwarze Pfefferkörner, 3 Stangen Zimt (schon grob zerschlagen) und 4 EL Kardamomkapseln in den Mörser oder einfach in den Standmixer und stampfst oder mahlst die Gewürze klein.

 

Für eine Vorratsmischung mischst Du das trockene Ingwerpulver unter.

 

Hier siehst Du das Ergebnis: 

 

Tipp gegen die Kälte: Gewürztee selber machen, Kardamomkapseln, Nelken, Ingwer, Zimt und Pfeffer fertig gemahlen

 

Zur Zubereitung nimmst Du 1 TL Gewürze auf 1/4 Liter Wasser, fügst ggf. frischen oder kandierten Ingwer dazu und lässt das Ganze gut 20 Minuten köcheln. 

 

Dabei zieht der starke, köstliche und einladende Duft durch das ganze Haus!

 

 

Gieß Deinen Gewürztee durch ein Sieb und genieße ihn mit etwas Milch und Honig. Es ist... himmlisch! Und scharf. Genau wie wir es wollten.

 

Winterliche Geschenkidee - Gewürztee selber machen für den Vorrat: Kardamomkapseln, Nelken, Ingwer, Zimt und Pfeffer

 

So gewappnet, und dick eingemummelt, kannst Du Dich auch wieder raus trauen und einen langen Winterspaziergang machen. Nimm doch gleich eine Thermoskanne des Supertees mit!

 

Zum Thema "Raus in die Natur" meine neuesten Bilder vom vergangenen Wochenende im wunderschönen, ruhigen Arboretum in Ellerhoop:

 

Winterspaziergang im Arboretum Ellerhoop
Winterspaziergang im Arboretum Ellerhoop
Winterspaziergang im Arboretum Ellerhoop - Sumpfzypresse
Winterspaziergang im Arboretum Ellerhoop
Winterspaziergang im Arboretum Ellerhoop
Winterspaziergang im Arboretum Ellerhoop
Winterspaziergang im Arboretum Ellerhoop
Winterspaziergang im Arboretum Ellerhoop

 

Für heute mummelig-warme Grüße aus Norddeutschland, Deine Maria ♥


 

 

Imbolc - Licht und Reinigung

(Bild:https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Saint_Brigid%27s_cross.jpg)

 

 

Imbolc? Ähm... Nie gehört.

 

Glaube ich Dir gerne. Nicht viele wissen, dass das alte keltische Reinigungs- und Lichtfest Imbolc im Zuge der Christianisierung zu Lichtmess wurde (Lichtmess? Ähm... Nie gehört).

 

Lichtmessbräuche gibt es heute noch in manchen Gegenden, Imbolc wird in seiner alten oder wiederentdeckten Form hierzulande nur selten begangen.

 

Schade, denn das uralte Fest am 02. Februar, dem Tag der Heiligen und Göttin Brigid, der Hüterin des Feuers, ist ein sehr positives Fest mit vielen schönen Themen und Ritualen.

 

Einige von ihnen möchte ich Dir gerne vorstellen und Dich wieder einmal dazu inspirieren, Dich mit unseren alten Traditionen zu beschäftigen. Schließlich sind wir immer was wir waren und die Vergangenheit zu begreifen, das Gute davon in Ehren zu halten, kann uns nur Gewinn sein. 

 

(Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Celtic_expansion.png)

 

 

Reinigung

 

An Reinigungstagen wie diesem, solltest Du zunächst mit Dir selber beginnen. Vielleicht duschst Du nicht einfach nur, sondern nimmst heute lieber ein entspannendes Meersalzbad? Reinigung doppelt-gemoppelt - und alles Negative möge den Abfluss hinuntergespült werden.

 

Eine andere gute Möglichkeit: Plane einen ausgiebigen Saunabesuch ein. Irgendwas hat doch jeder "auszuschwitzen", oder?

 

Der Klassiker zum Reinigen Deiner Räume ist natürlich das Durchputzen und Durchlüften, aber auch das Ausräuchern - vorzugsweise mit Salbei. Ein alter, positiver Brauch! Du kannst dabei die Kräuter auf ein Stück Räucherkohle legen oder Dir ein Räucherstövchen besorgen, bei dem die getrockneten Heilpflanzen in einem Metallsieb über einem Teelicht verglühen. Ist Dir das alles zu aufwendig, lassen sich die Kräuter natürlich auch einfach so in einer feuerfesten Schale anzünden.

 

Wenn Du Gefallen am Ausräuchern findest: Vielleicht planst Du für den nächsten Sommer schon mal ein, Dir aus getrockneten Kräuterzweigen richtige Räucherbündel für den Vorrat zu binden? Hoch lebe die positive Energie!

 

Imbolc-Riutal Ausräuchern - Reiningungsritual - Räuchern mit getrockneten Salbeiblättern

 

Licht und Freude

 

Feuer und Licht ist heute alles. Schön, wenn Du eine Menge weißer (bitte paraffinfreier) Kerzen brennen lässt. Schöner, wenn Du auf der Terrasse einen Feuerkorb bestückst. Wenn schon Imbolc - oder Lichtmess - dieses Jahr auf einen Freitag fällt, dann erkenne auch die perfekte Aufforderung ein paar nette Freunde einzuladen. Auftakt des Besuches bei flackerndem Feuer und vielen leuchtenden Windlichtern, mit Tassen voll heißem Grog oder gewürztem Weißwein. Geht doch!

 

Imbolc, Lichtmess: Weiße Kerzen

 

Erwachende Natur

 

Den Neubeginn, den wir mit Imbolc feiern, symbolisieren am hübschesten die zarten Schneeglöckchen, die Du jetzt im Garten oder beim Blumenhändler findest. Schneeglöckchen oder andere vorgezogene Knollenblumen, auch schon knospende Blütenzweige sind die passende Dekoration für diesen Tag. Bald ist der Vorfrühling da!

 

 

Heil und Schutz

 

Imbolc / Lichtmess fällt genau in die Mitte zwischen Wintersonnenwende und Frühjahrstag-undnachtgleiche. Der Jahreskreis der Natur gab und gibt die Feste den Menschen vor. Und genau so fühlt es sich richtig an. Da kommen "Black Friday" und andere Konsumfeiertage nicht mit.

 

Viele sehnen sich heute wieder nach Verbundenheit mit der Natur, nach uralten Bräuchen und Riten und, ja, viele sehnen sich bewusst oder unbewusst auch wieder nach mehr Spiritualität. 

 

Vielleicht machst Du Dich genau heute auf den Weg? Oder Du bist es längst und nimmst Dir einmal wieder besonders viel Zeit für die Dinge hinter den Dingen? 

 

 

Traditionelle Speisen

 

Kein Festtag ohne besondere Rezepte. Das ist ja klar. Gibt es doch keine schönere Art, Traditionen weiterzutragen. Was wäre Ostern ohne bunte Eier, Weihnachten ohne Stollen? Je älter die Rezepte, desto mehr liebe ich sie. Genau DEN Apfelkuchen zu backen, den schon meine Oma als junge Frau aus dem Kohleofen serviert hat, ist so bedeutsam - was sollte besser schmecken? Auch andere überlieferte historische Rezepte ziehen mich magisch an. Mich fasziniert, wie aus den wenigen einfachen Grundzutaten, die es damals regional und saisonal gab, die tollsten Variationen zubereitet wurden.

 

In den ältesten Zeiten feierte man Imbolc mit einfachem Fladen- oder Pfannenbrot, Butter und Milch.

 

Das Brot frisch gebacken, Butter und Milch von bester Qualität - das ist heute (wieder) Genuss pur. 

 

Haferflocken-Pfannenbrot

 

Immer noch bekannt in einigen Regionen ist Lichtmessgebäck. Zum ersten Mal nach Neujahr schöpft man wieder aus dem Vollen und stellt aus Hefeteig gehaltvolle Krapfen her, die in heißem Fett ausgebacken werden.

 

Aus dem ausgerollten Teig kannst Du Kreise ausstechen, dann erhältst Du die bekannte Berlinerform. Es gehen aber auch alle anderen Arten. Wie wäre es mit Dreiecken oder kleinen, puderzuckerbestäubten Sonnen?

 

Lichtmessgebäck, Imbolc-Rezept, Imbolc-Gebäck
Lichtmessgebäck, Imbolc-Rezept, Imbolc-Gebäck: Ausgebackene Sonnenkrapfen

 

Wenn Du noch mehr Abwechslung haben möchtest, oder Fettgebackenes nicht so liebst, kannst Du aus dem selben Teig auch andere Figuren formen und sie - mit einer Ei-Milch-Glasur bepinselt - im Ofen fertig backen. 

 

Ich habe mich, passend zum heutigen Anlass, für ein süßes Brigidkreuz entschieden:

 

Lichtmessgebäck, Imbolc-Rezept, Imbolc-Gebäck: Gebackenes Brigid-Kreuz

 

(Wenn ich übrigens Fotos von Frischgebackenem machen möchte, muss ich mich jedes Mal höllisch beeilen. Denn wenn meine Lieben heimkommen, sind solche Köstlichkeiten ratz-fatz verschwunden.)

 

Mein Hefeteigrezept für das oben gezeigte Gebäck findest Du hier.

 

Mir bleibt, Dir einen schönen Start in den Februar zu wünschen. Die kältesten Wochen haben wir geschafft und nun lass uns die länger werdenden Tage und die ganz langsam erwachende Natur feiern!

 

Wie dabei das Wetter wird? Wollen wir mal drauf achten. Das sagen die Bauernregeln:

 

 

Wenn's an Lichtmess stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit;
ist es aber klar und hell,
kommt der Lenz wohl nicht so schnell.

 

 

 


Valentinstag - voll verliebt - in mich

 

Valentinstag? Natürlich haben wir gestern alles für das heutige "perfekte Diner" eingekauft, selbstredend an Schokoherzen für die Pausendosen der Kids gedacht und selbstverständlich stellen wir heute früh dem GöGa seinen Lieblingswein mit Herzchenband auf den Frühstückstisch. Zarter Hinweis. Blumen besorgen. Wehe wenn nicht, Du! Küsschen. Bin weg.

 

Wir quälen uns durch den Berufsverkehr in die Firma, Liebeslieder im Radio.

Wie immer haben wir ein Herz für die Kollegin, die ja sooo im Stress ist und helfen ihr spontan mit den Reporten, die bis Mittag fertig sein müssen. Wie immer kommen wir zu spät aus dem Büro.

 

Auf dem Nachhauseweg besuchen wir noch rasch unsere alte Tante Helga, telefonieren beim Tanken mit der deprimierten Freundin, die ausgerechnet heute mit ihrem Freund Schluss gemacht hat (zum vierten Mal) und ertragen geduldig die zickige Schnepfe hinter'm Tankstellenverkaufstresen. Super.

 

 

Tja. So ist das. Fleißig, überfleißig, sammeln wir Nachsichts- und Sympathiepunkte. Geben ist schließlich seliger denn Nehmen. Wir kämen gar nicht auf die Idee, uns zu ändern. Ist doch ganz normal sich zu kümmern. Immer.

 

Hm. Jain, sag ich mal.

 

Klar ist es schön und richtig so. Für andere da sein, ein Lächeln bewirken, Wohlbefinden. Allem positiv begegnen. Liebe ist das einzige was sich verdoppelt wenn man es teilt - etc. etc.

 

Da wirst Du von mir auch nie etwas anderes hören. Solange Du genau die selbe Achtsamkeit auch Dir selber schenkst!

 

 

Damit der gute Vorsatz, Dir selber regelmäßig etwas Gutes zu gönnen, funktioniert, gibt es einen simplen Trick. Einer, der sogar funktioniert, wenn Du zu faul, zu erkältet, zu gestresst bist: Schließe Abos ab. Dann werden Dir Deine Wohlfühlmomente aufgezwungen. Genial nicht wahr? Ich meine es ernst:

 

Fahr zum nächsten Blumenhändler (oder suche Dir online einen Lieferdienst) und lasse Dir selber regelmäßig einen kleinen, frischen Strauß der Saison liefern.

 

Du rennst gerade mit einem Berg Wäsche durch's Haus, aus der Küche riecht es irgendwie angebrannt, Du stolperst fast über rumliegende Fußballschuhe und dann klingelt es auch noch an der Haustür. Verdammt. Du öffnest - und:

Ach ja! Blumen. Für DICH! Seufz. Schön. Gute Idee. 

 

 

Und teste doch vielleicht auch einmal ein "Beauty-Box"-Abo. Die werden immer beliebter und es gibt es zum Glück auch Boxen mit Naturkosmetik, vegan und ohne Tierversuche. Ist einfach nett: Denkst an nichts Böses, kommt ein Überraschungspaket mit Lotionen, Seifen, Masken daher.

 

Na, also da MUSST Du Dir doch einfach eine Auszeit im Badezimmer gönnen - egal, wieviel Bügelwäsche da liegt und ob Du Dich eigentlich noch bis in den Feierabend hinein über Deinen Chef aufregen wolltest, diesen blöden, dämlichen... Ach, egal. Jetzt bist DU wichtig!

 

Was man z. B. testen könnte, wäre fairy-box.de oder auch biobox.me.

 

 

Wunderbar als Selbstverwöhnkur sind auch Kultur-Abos geeignet. Bei uns in Hamburg z. B. über www.inkultur.de

 

Wie regelmäßig nimmst Du Dir sonst die Zeit für Konzert oder Theater? Hast Du aber einmal gebucht, gehst Du automatisch über's Jahr verteilt in die Theaterstücke Deiner Wahl, ins Ballett oder Konzert, zu Lesungen oder in Ausstellungen.

 

Live, nicht nur online. Langsam, nicht husch-husch überflogen. Tut garantiert gut!

 

 

Sooo simpel ist das mit der Selbstliebe?! Nun. Natürlich nicht. Aber das sind supereinfache erste kleine Schritte. Oder nette Nebenschrittchen, wenn Du so willst.

 

Ansonsten ist der Weg dahin, sein wahres Ich zu finden und sich selber wirklich anzunehmen, natürlich ein langer Lernprozess.

 

Wenn ich ein Thema am Wickel habe, bringt mir am meisten, erst einmal möglichst viel darüber zu lesen. Die Umsetzung beginnt anschließend fast von alleine, Stück für Stück: Es wird Thema im Gespräch mit der Freundin, ein Kurs wird gebucht, Gedanken werden weitergesponnen auf einem ruhigen Spaziergang oder einer langen Autofahrt, Pläne geschmiedet und umgesetzt etc.

 

Darum ist meine letzte Empfehlung ebenfalls ganz einfach:

 

Koch Dir einen Kaffee oder Tee und fange an zu lesen. Bücher zum Thema gibt es ja endlos. 

 

Einige als Beispiel:

 

Das Sonnenkind Prinzip – Julia Tomuschat

Finde dich gut, sonst findet dich keiner – Paula Lambert

Selbstliebe – Ruediger Dahlke

 

Echte Valentinstagslektüre! 

 

Dass sie Dir hilft, Dich in die richtige Richtung zu bewegen, wünscht Dir Maria ♥