Erste Frühjahrsblüten und Keramik-Ostereier

Schneeglöckchen

 

Ostern ist so früh dieses Jahr! Irgendwie stresst mich das. Jedenfalls wird es höchste Zeit den Garten durchzuputzen - zumindest Vorgarten und Terrasse müsste ich ja festtagstauglich aufpeppen. Viele Kleinsträucher muss ich zurückschneiden, die Rispenhortensie, etliche Kräuter. Auch sehr viele Staudenreste stehen noch. Was standfest ist, räume ich im Herbst nie ab. Es schützt ja die Pflanze, bietet Tieren einen Winterunterschlupf und ich finde, es sieht vertrocknet auch noch gut aus - passend zur ruhigen Jahreszeit.

 

Nun muss alles weg, Platz für den Neuaustrieb machen. Das ist bei der ersten Gartenarbeit des neuen Jahres das Schönste: Ganz nah am neuen Leben! Alles will wieder raus, überall Knospen und frisches Treiben. Erbaulich!

 

Frauenmantel Neuaustrieb
Neuaustrieb Frauenmantel
Holz-Clogs
Wieder in den Garten - güldene Prinzessinnen-Schläppchen

 

Am Wochenende werde ich dann unseren Gartenmarkt stürmen, um mich mit Bellis, Primeln und Hornveilchen einzudecken. Ich freue mich schon. Hab ich behauptet, ich liebe den Winter? Na ja, kann schon sein, aber nun weg mit ihm. Nun will ich Farbe und Vogelzwitschern und Licht!

 

Wobei - der neu fertiggestellte Osterschmuck für die Terrasse ist jetzt nicht wirklich bunt. Aber so rustikal passt er sicher gut zwischen Moos und weiße Narzissen.

 

getöpferte Ostereier aus rotem Ton mit Braunstein

 

Am meisten freue ich mich auf die ersten Duftveilchen. Die erinnern mich an meine Oma. Als kleines Kind habe ich sie ihr immer unter der langen Hecke bei der Auffahrt gepflückt.

 

Ein Blumenorakel besagt übrigens, wer das erste Veilchen des Jahres findet, darf sich etwas wünschen! Da würde mir ne Menge einfallen...

 

Duftveilchen

 

Und sonst? Nehme ich Dich noch mit auf einen kleinen Spaziergang durch die Feldmark. Noch kein Veilchen weit und breit, aber eine wunderschöne Ahnung liegt in der Luft...

 

Bäume hinter einem Stoppelfeld
Weg durch die Feldmark
Bäume in der Feldmark

 

Deck Dich mit Blüten ein und genieß die Zeit! ☼

 

Blühende Kirschzweige

Ostervorbereitungen und ein merkwürdiges Sammelsurium

gelbe Narzissen
violett-weiße Hornveilchen

 

Erste gute Nachricht: In zwei Tagen, am 20. März, ist Tagundnachtgleiche. Ab da werden die Tag länger als die Nächte. Mehr Licht, weniger Dunkelheit!

 

Zweite gute Nachricht: Nur noch eine kurze Arbeitswoche, dann ist das lange Frühlingswochenende auch schon da. Hoffentlich ist es sonnig! Die Fenster habe ich fast schon wirklich, wenn ich jetzt mal Gas geben würde, alle geputzt, die Menüpläne für abends stehen aber schon. Bei uns gibt's nicht mittags, sondern abends warm, denn wir frühstücken an Ostern immer sehr spät und seeehr ausgiebig. Also lassen wir das Mittagessen ausfallen und als nächstes gibt es nachmittags Kaffee und Kuchen. Ein gebackenes Osterlämmchen gehört dabei jedes Jahr dazu. Wehe, ich würde das weglassen. Versagen! Möchte ich aber ja auch gar nicht. Ist saftig-locker und ein netter Blickfang. Mein Rezept dafür und auch andere Frühlings- und Osterrezepte findest Du hier.

 

Gebackenes Osterlämmchen auf Ostergras
Oster-Butterplätzchen

 

Die Ostereier möchte ich dieses Jahr lieber ganz natürlich färben. Ich habe mich schon schlau gemacht, wie es geht und nun wird ausprobiert. 

 

Muss noch Rote-Beete- und Fliederbeersaft besorgen, Kurkuma und Zwiebeln sind eh immer da. Damit sollen die weißen Eier (wenn ich denn weiße bekomme! Irgendwie ist immer nur braun...) also die weißen Eier sollen dann rot, violett, gelblich und braun werden (braun? da kann ich doch gleich braun lassen)... Die hartgekochten Eier soll man in einem alten Topf in den hergestellten Sud legen. Mit Ziehzeit und Mischung kann man experimentieren. Ich bin gespannt und motiviert - und halte zur Not noch ein bisschen Färbepulver in der Schublade bereit ;-)

Natürlich gefärbte Ostereier
Ostereier natürlich färben

 

Ein paar ausgepustete Eier haben die Kids schon bemalt. Zusammen mit farblich passenden gekauften Eiern habe ich sie einfach auf ein Heubett in eine größere Glasvase gefüllt. Und aus den ausgepusteten Eiern hab ich abends Bärlauch-Omelettes gebacken. Simpel und lecker. Auch das Rezept teile ich natürlich gerne mit Dir.

 

bemalte Eier in einer Glasschale

 

Zum traditionellen Osterfeuer am Karsamstag fahren wir wieder mit Punsch und Häppchen an die Elbe. Kann ja keinen schöneren Ort geben. Sieh mal hier zwei Bilder aus den letzten Jahren:

 

Osterfeuer an der Elbe
Osterfeuer an der Elbe - Die beleuchtete Aida Luna fährt vorbei

(Aida Luna)

 

Zum Schluss noch etwas aus unserem Alltag:

 

Tja, so ist es. Trotz Durchwühlen der meisten Jeans- und Jackentaschen vor dem Waschen findet sich manchmal anschließend doch noch das eine oder andere Fundstück an. 

 

Jahrelang hab ich die Cents und Haarklammern, Steine, Kirschkerne und Bonbonpapiere in die drei alten Dekotöpfe geworfen, die in unserer Waschküche hängen. Doch nun kam ich auf die Idee, sie als mahnende Daueraustellung über dem Wäschekorb zu befestigen. 

 

Also einen Schaurahmen aus dem Bastelbedarf weiß und hellblau lakiert, auf der Rückwand ein Waschmaschinenbild befestigt und darauf die ganze merkwürdige Sammlung geklebt. Fertig ist meine etwas schräge Familienhaushaltsalltagscollage. 

 

Unsere Waschküche: Halter mit Seife Soda Sand Töpfen und ein altes Bügeleisen
Schaurahmen mit Sammelsurium Collage aus Waschmaschinen Fundstücken

 

Und nun wünsche ich Dir und Deinen Lieben frohe Ostern!

 

Hahn und Hühner auf einer grünen Wiese

Typisch April, ein Spaziergang an der Elbe und grüner Kiwi-Kompott

Regenschirm

 

Pssst! Ich teile heute einen geheimen Geheim-Tipp mit Dir. Weiß ich selber erst seit paar Tagen und bin schon wie wild durch alle möglichen exotischen Spezialitätenläden in Hamburg gelaufen, um es zu suchen. Also. Wenn Du irgendwo eine Packung "MBR Minovo-Mix" im Regal siehst, schau auf die aufgedruckte Chargen-Nummer. Wenn es vielleicht IDS 1743.BX005-36.12 ist, atme erst mal durch. Ganz ruhig! Denn in diesen Packungen ist eine kleine Menge Diamanten geschmuggelt worden. Diese Charge von "Minovo-Mix" sollte nie in den Handel gelangen!

 

Wie, Du glaubst mir nicht? Hab ich aus einer superzuverlässigen Quelle! 

April, April?! Hm. Na gut :-) 

Klar war das n Aprilscherz. Und auch noch ein ziemlich unausgegorener. Sorry. :-)

 

Immerhin ist es Freitag. Wochenende. Ist doch auch schon mal ein Gewinn!

 

Tee und Lesen am Wochenende

 

Mein Jüngster hat auch Spaß an dem Tag. Heute vormittag (Ferien!) hat er Scherzkekse mit ins Jugendzentrum genommen. Fast alle lecker mit Marmelade gefüllt. Nur ein paar mit Löwensenf. Er war begeistert, weil seiner Meinung nach auch noch "die Richtigen" die Senf-Teile erwischt hatten. Was bringe ich ihm bloß bei?! Na, zum Dank für die Erziehung waren sein Vater und ich auch dran: Ihm hat er einen Zettel an die Winschutzscheibe geklebt "Ich habe leider einen Kratzer in Ihren Wagen gemacht. Bitte melden Sie sich unter 0174......" (Mein armer GöGa hat sich nach dem Kratzer totgesucht) und mir hat er die Maus zugeklebt (wie alt! Und ich hab trotzdem 2 x den Restart gemacht) und wunderschöne, kleine Gummi-Kakerlaken unter dem Badezimmerschrank hervorkrabbeln lassen. Oh oh.

 

Party-Tröten

 

In den letzten Wochen habe ich weiter fleißig meine Seiten gefüllt. Rezepte aus meiner bisherigen Sammlung, Gartenbilder, Naturfotos... Zum Beispiel einige von unserem rustikalen, stürmischen Ostermontagspaziergang auf dem Deich. Kamera ruhig halten?

Na ja. Aber herrlich war's. Vollkommen durchgepustet. Pumps im lauen Sonnenschein kann schließlich jeder! Hier sind die letzten Elbe-Bilder:

 

 

Und mehr Bilder findest Du hier.

 

Weil zu frischer Luft auch frisches Grün passt und frisches Obst und frischer Nachtisch, hier noch ein leckeres Rezept für Kiwi-Kompott:

 

Gläser mit Kiwi-Kompott
Kiwikompott

 

Aaalso: 

 

Leckerer Kiwi-Kompott (als Dessert oder Brotaufstrich)

 

 

Für ca. 6 kleine Gläser:

 

12 Kiwis schälen, die weiße Mitte entfernen, das Fruchtfleisch würfeln und in einen Kochtopf geben. 250 ml Wasser, 250 g Zucker und 1 TL Vitamin-C-Pulver zufügen.

 

Einmal aufkochen lassen, dann 5-6 Minuten weiterköcheln.

 

Inzwischen mit einem Schneebesen 90 g Koch-Vanillepuddingpulver (ca. 2 Beutel) mit 500 ml kaltem Wasser glattrühren.

 

Zu den Kiwis gießen und unter Rühren noch einmal aufkochen lassen, dann randvoll* in die vorbereiten Gläser füllen und sofort verschließen.

 

5 Minuten kopfüber auf ein nasses Tuch stellen, danach umdrehen und auskühlen lassen.

 

Kühl gelagert ein paar Tage haltbar.

 

 

 

(* Für längere Haltbarkeit die Gläser einkochen. Dann vorher nur bis 1 cm unter dem Rand befüllen.)

Kiwis

April. Die Uhren sind umgestellt. Abends ist es länger hell. Das wird was! ♥


Gartenarbeit, Birkensaft und Gäste-Bad aufhübschen

Blick in den Frühlingshimmel

 

Unterwegs ein Blick in den Frühlingshimmel.

 

War das tolles Wetter zuletzt! Ich komme im Garten richtig vorwärts. Wenn's mich wieder gepackt hat, bin ich an regenfreien Nachmittagen nicht mehr zu stoppen.

 

Die Rosen hab ich abgehäufelt, allen Frostschutz abgenommen. Den Rasen hab ich gedüngt, die Beete schick gemacht, Kompost und Hornspäne eingearbeitet. Nur die Saattütchen hab ich letztens vergessen, da muss ich noch mal los. Sonnenblumen für's gelbe Beet und Jungfer im Grünen für paar Lücken unterhalb der Terrasse.

 

Ringelblumen- und Kapuzinerkressesamen hab ich noch in Schraubgläsern. Die sammle ich im Herbst immer selber, sind ja einfach zu erkennen.  

 

 

Nun kommt alles in die Erde. Und dann nur noch aufpassen, dass mein lieber Mann mir nicht beim Unkrautzupfen helfen möchte (wie letztes Jahr, als er mir stolz die ordentlich-nackte Beetecke gezeigt hatte, in der sich vorher ein paar zarte neu gepflanzte Stauden ans Licht gewagt hatten). 

 

 

In der Sonne ist es schon richtig schön warm. Zeit auch die Gartenmöbel hervorzuholen und das grüne Wohnzimmer wieder einzuweihen...

 

Birke

 

Wer auf seinem Grundstück eine oder mehrere Birken hat oder jemanden kennt, der ihm die Erlaubnis dafür gibt, hat Glück: Denn jetzt, Mitte April, ist die ideale Zeit, um Birkensaft zu gewinnen. Ist eine urtümliche, faszinierende Sache! 

 

Die Birken "pumpen" nämlich ungefähr von Ende März bis Anfang Mai ihre Nährstoffe mit viel Flüssigkeit aus den Wurzeln in die Knospen und dieses Birkenwasser ist ein richtiger Powersaft. Klar, kraftvoll, nährstoffreich und schmackhaft. Ideal als Frühjahrskur!

 

Wenn das Abzapfen richtig gemacht wird, musst Du Dir keine Sorgen machen, dass Du dem Baum schadest. Man kann auch den Stamm anbohren und später wieder ordentlich verschließen, aber die einfachste Methode ist das Kappen eines Astes an seiner Spitze, dort, wo er ungefähr 0,5 cm Durchmesser hat.

 

Diese Spitze hängst Du morgens in eine saubere Flasche, die Du dann mit einer Kordel stabil mit dem Ast verbindest. Noch eine Folie um die Öffnung wickeln, damit keine Insekten in die Flasche krabbeln, fertig. Abends kannst Du dann ungefähr ein Glas voll Saft genießen.

Und das geht ein paar Wochen lang, wenn Du möchtest. 

 

Birken

 

Na toll, sagst Du jetzt, hab ich ne Birke bei mir rumstehen?! Da kann ich Dich trösten: 

 

In Naturkostläden und Reformhäusern gibt es mittlerweile Birkensaft auch fertig abgefüllt zu kaufen. Ist zum Glück gerade trendy . Probier doch mal!

 

 

 

 

 

Den habe ich zum Beispiel bei "Altnatura" gefunden.

 

Und dazu habe ich noch eine schöne Idee für Dich. Aus Birkensaft kannst Du nämlich auch ein originelles Gelee herstellen. Das gibt es bisher sicher nicht an jeder Ecke zu kaufen. Frühling auf dem Sonntagsbrötchen und ein tolles Mitbringsel für den Pfingstbesuch in vier Wochen.

 

Das Rezept findest Du auf meiner Unterseite "Küchen-Geschenke und Vorräte" oder gleich hier:

Leckeres Birkengelee aus Birkenwasser und Birkenblättern
Glänzender Birkengelee aus Birkensaft und Birkenblättern

 

Rezept für ein leckeres und gesundes Birkengelee:

 

In einem größeren Topf 750 ml Birkensaft (z. B. aus dem Naturkostladen oder Reformhaus) aufkochen, 1 EL Birkenblätter (z. B. aus der Apotheke oder ca. Ende Mai selber gesammelt) zufügen.

 

5 Minuten ziehen lassen, dann abfiltern.

 

Zur Flüssigkeit 1 EL Zitronensaft und 500 g Gelierzucker 2:1 zufügen, unter Rühren aufkochen lassen und noch ca. 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.

 

Sofort randvoll in heiß ausgespülte Gläser füllen, verschließen und 10 Minuten kopfüber stehen lassen. (Mehr Hinweise zum Einmachen von Gelee findest Du hier.)

 

 

 

Neben dem Ausprobieren von Birkengelee habe ich zuletzt, ganz in Frühlingsstimmung, ein paar Kleinigkeiten hergestellt, um unser Gäste-Bad aufzuhübschen. 

 

 

Das Gestaltungsmotto ist "Lavendel" und so bin ich vorgegangen:

 

Für das Hygienebeutelaufbewahrungssäckchen (was für ein schönes Wort!) habe ich einen Rest weißen Vorhangstoff im gewünschten Maß von Links zusammengenäht, dabei für den Zugband-Tunnel eine kleine Öffnung freigelassen und oben einen breiten Bund eingeplant, weil man nicht gleich die Nahtzugaben sehen soll.

 

Die Hygienebeutelaufbewahrungssäckchenschleifenbänder (hi hi, das musst jetzt sein) zum Zubinden und Aufhängen sind natürlich farblich passend gewählt.

 

Für die vordere Deko habe ich im Schreibprogramm Motiv und Aufschrift in der gewünschten Größe hergestellt, auf Transfer-Folie gedruckt (Achtung: Die Schrift muss dabei spiegelverkehrt auf die Folie!) und auf ein Stückchen einfache weiße Baumwolle gebügelt.

 

Anschließend das Stoff-Schild rund ausgeschnitten, mit beidseitig haftendem Bügelflies auf das Beutelchen gebügelt und schließlich, mit lila Stickgarn, mit groben Stichen einmal umrandet. (Du kannst es Dir auch etwas einfacher machen und das Motiv gleich von der Transfer-Folie auf Deinen Stoffbeutel bügeln, wenn der glatter ist als meiner hier.)

 

Der Hinweis, was mit benutzen Hygienartikeln zu tun ist, hängt nun dezent und charmant in der Nähe des kleinen Mülleimers. 

 

Stoff-Hygienebeutel mit Lavendelmotiv

 

Für Gäste-Pflegeminiaturen (Deo, Haarspray, Kamm, Taschentücher etc.) habe ich ein kleines Körbchen weiß lakiert und ebenfalls mit einem Hinweisschild versehen. 

 

Das Holzschildchen gab es im Bastelbedarf, Aufschrift und Dekor sind mit Acrylfarbe freihändig darauf gemalt. Das könntest Du Dir aber auch ausdrucken und erst mal mit Kopierpapier auf's Holz übertragen, bevor Du lospinselst.

 

 

Den Spiegel über dem Waschbecken habe ich nach bekannter Methode mit Servietten-technik verziert. (Falls Du die doch noch nicht kennst: Ich habe den Spiegel mit weißer Acrylfarbe grundiert, dann aus einer Papierserviette einige Lavendel-Motive ausgeschnitten. Die obere Serviettenlage abgetrennt, auf die gewünschte Stelle gelegt und mit Schwämmchen und Spezialkleber vorsichtig festgetupft. Nach dem Trocknen dann alles noch mal mit Klarlack überpinselt. So ist es wisch- und wasserfest.)

 

Serviettentechnik Spiegel Lavendel Lotion

 

Viele Gäste freuen sich sicher, wenn neben der Seife auch eine Handlotion bereit steht...

 

Also mir gefällt alles so. Die Ideen gehen natürlich auch mit anderen Mottos - was Du halt magst: Rosen? Zitronen? Fische? 

 

 

(Das Eisen-Wandkörbchen und auch andere zauberhafte Bad-Utensilien, die jetzt nicht abgebildet sind, sind übrigens von Clayre & Eef. Hier ist ein Link für direkte Infos.

Bestellungen gehen dann aber nur über verschiedene Wiederverkäufer. Das googelst Du bei Bedarf halt einfach.)

Aprilfrische! Jetzt weißt Du wie clever und passend der Begriff gewählt wurde. 

Geh raus ins Grüne und dann gaaaanz tief einatmen...


Luftigleicht: Gartenzeit und Fastenzeit

 

Fast Mitte März, schönster Sonnenschein. Zeit, wieder in den Garten zu gehen. Ach, haben wir uns aber lange nicht mehr richtig gesehen, mein Liebster! Dich werde ich nun erst mal schön durchputzen und vom Wintergrau befreien. Zwischen den vertrockneten Zweigen der Stauden und altem Laub finde ich sogar noch einige heruntergefallene Silvesterhülsen. Jetzt aber ran da!

 

 

Ich arbeite guten organischen Dünger in den Boden ein, häufel die Rosen ab und sehe mir an, was da so alles wieder wachsen möchte. Am weitesten sind natürlich die Frühblüher. Winterlinge und Krokusse blühen schon, auf Tulpen und Nazissen warte ich noch.

 

Ouh. Ein Blick auf unseren Rasen holt mich allerdings wieder aus den Frühlingsblütenträumen zurück in die Wirklichkeit. Der braucht eine Sonderkur. Hat meine Zuwendung im Herbst denn nichts gebracht? Doof. Dort wo die Kids den ganzen Winter über täglich zum Kaninchenstall gelaufen sind, ist plattgewalzte, nackte Erde. Da haben wir noch mal richtig zu tun. Aber gut. So ist das eben jetzt. Trittsteine möchten wir halt auch nicht legen.

 

Am Ende der Arbeit wird auch der Rasen wieder grün und dicht sein.

 

 

Die Natur erwacht, wir säen die ersten Kräuter aus und auch wir selber wollen Müdigkeit und Ballast nach dem langen Winter vertreiben. Da hilft es wieder einmal, sich an die alten Jahresabläufe zu erinnern, denn die haben sehr oft ihren Sinn gehabt!

 

Schon seit Aschermittwoch haben wir Fastenzeit. Ob katholisch oder nicht, auf den Zug können wir gerne aufspringen. Denn den Organismus durchzuputzen und zu entgiften, zwischen den Feiertagen etwas reduzierter zu leben, über eine frische, unbelastete und vollwertige Ernährung nachdenken, ist für die meisten von uns doch hilfreich. Fast alle können wir da noch etwas verbessern.

 

 

Darum nehme ich die Fastenzeit gerne an - eine Tradition, die lohnenswert und gut ist. Letztendlich sind solche Dinge wie Achtsamkeit dem eigenen Körper gegenüber oder Nachdenken, was esse ich und woher kommt es, nicht einmal sooo weit weg von religiösen Anschauungen. 

 

Lassen wir uns also darauf ein!

 

Fastenformen gibt es viele. Mir selber ist die ganz strikte Methode, bei der man nur noch Wasser und ungesüßten Tee zu sich nimmt, viel zu anstrengend ist und Molkefasten ist mir zu "durchschlagend". Was ich aber sehr ansprechend finde, ist eine ganz gemäßigte Art des Saftfastens, bei der auch kleine ballaststoffreiche Snacks erlaubt sind. 

 

Ein paar Tage mit dieser Art Saftfasten führt garantiert zu einem Energieschub! Natürlich spreche ich nicht von pappesüßem Bananensaft aus dem Supermarktregal, dazu ein paar Müslieriegel... Nein. Zucker sollte man schon vermeiden. Es geht um frische Gemüsesäfte, ganz viel Mineralwasser dazu und ein wenig Vollkornbrot- oder Vollkornnudeln.

 

Einen Entsafter brauchst Du für meine Vorschläge übrigens nicht, aber einen Standmixer. EIGENTLICH sind meine "Säfte" dadurch Smoothies, denn sie enthalten ja noch alle Fasern des Gemüses. Finde ich aber auch viel besser. So bekomme ich die gesamte Power, produziere keinen Abfall und es füllt natürlich auch den Bauch ein wenig.

 

Los geht der erste Kurtag mit frischem Gurken-/Staudenselleriesaft. Für 1 großes Glas benötigst Du 1/2 Salatgurke und 2 Stangen Staudensellerie. Beides grob zerkleinern und mit 200 ml Mineralwasser im Mixer glatt pürieren.

 

Diesen Rohkostsaft bereite ich mir fünfmal an diesem ersten Tag zu. 

 

Rezept für die Fastenzeit: Gurken-Sellerie-Smoothi

 

 

Gurke und Sellerie. Eine Power-Kombi! Die beiden entschlacken, entwässern und bringen den Stoffwechsel so richtig auf Touren. Damit ich ein bisschen was zu kauen habe, backe ich zu Beginn meiner Kur diese kleinen Fastenbrötchen:

 

Fastenspeise - Rezept für die Fastenzeit: Ballaststoffreiche Fastenbrötchen

 

Zu jeder Saftmahlzeit gibt es 1-2 kleine Brötchen.

 

Hier ist mein Rezept:

 

Ballaststoffreiche Fastenbrötchen (10 Stück á ca. 50 Kcal)

 

Für 10 Minibrötchen: 60 g Dinkelvollkornmehl, 1 P. Trockenhefe, 140 g Haferkleie, 1 TL Zucker, 1 TL Salz, 1 TL gemahlener Kümmel, 1/2 TL gemahlener Anis vermengen.

 

200 ml lauwarmes Wasser zufügen und zu einem glatten Teig verkneten.

 

Abgedeckt an einem warmen Ort mindestens 1 Stunde gehen lassen.

 

Den Ofen auf 250 °C vorheizen. 10 kleine Brötchen formen und auf dem Blech, mittlere Schiene, in gut 10 Minuten fertigbacken.

 

Fastenzeit Rezepte

 

Ganz wichtig ist: Ich trinke vor jeder Mahlzeit zwei große Gläser Mineralwasser, so komme ich auf mindestens 2,5 Liter Wasser pro Tag. Dazwischen genieße ich unterstützende Fastentees, die man im Handel ja problemlos bekommt.

 

 

Am zweiten Tag läuft es eigentlich genauso ab. Nur das ich dieses Mal für jedes der fünf Gläser die frische Kombi aus 1/2 gelben Paprika und 1/2 Handvoll Spinat plus 100 ml Mineralwasser zubereite.

 

Mixer für grüne Smoothies - Smoothie mixen

 

Jetzt kommt die Sache langsam in Schwung. Merkst Du's? Und das Prinzip ist doch auch ganz einfach. Es geht jetzt eben ein paar Tage so weiter, mit Kombinationen wie man sie mag.

 

Die 1-2 Brötchen pro Mahlzeit kannst Du durch 2-4 Scheiben Vollkornknäckebrot oder eine Tasse Vollkornreis oder Vollkornnudeln ersetzen (gekocht gemessen) und für Deine Smoothies probier mal Rote Bete, Weißkohl, Möhren und Kohlrabi. Gib verschiedene Salatsorten dazu, auch mal einen halben Apfel, wirf eine Handvoll Kräuter mit hinein... Ein Gefühl für die Mengen hast Du doch jetzt, nicht wahr?

 

Für's Büro füllst Du Dir vorher Deine Portionen in Schraubverschlussgläser. So einfach ist das.

 

 

Über die selbsthergestellten Säfte geht nichts. Trotzdem kannst Du als Ergänzung auch zu hochwertigen Gemüsesäften aus dem Handel greifen. 

 

In meinem Reformhaus habe ich z. B. diese Supermischung entdeckt: Verschiedene Gemüsesorten plus Löwenzahn- Brennessel- und Artischockensaft. Perfekt für meinen Plan und sehr lecker!:

 

Saftfasten mit Gemüsesaftmischungen

 

Eine übliche Zeit für eine solche Saftkur wären fünf Tage. Aber auch drei bewirken schon viel Gutes und gegen eine kleine Verlängerung spricht normalerweise auch nichts. (Auf der sicheren Seite bist Du bei individuellen Fastenfragen aber erst nach Rücksprache mit einem Arzt.)

 

Ich jedenfalls fühle mich nach fünf Tagen schon super durchgeputzt, bin fit und energiegeladen! (...und passe auch wieder besser in meine zarten, perlenbesetzten Prinzessinnenroben )

 

Anschließend bin ich bereit für viel Bewegung an der frischen Luft und bereit, von den Safttagen langsam umzusteigen auf eine wieder abwechslungsreichere Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, guten Pflanzenölen, Kräutern, naturbelassenen Joghurts und Quark, kräftigem Körnerbrot uvm.

 

 

Zum Abschluss für heute ein paar Fotos von meinem letzten Spaziergang am Blankeneser Strandweg. Befrei Dich und atme durch! ♥

 

Spaziergang am Blankeneser Strandweg - knorriger Baumstamm mit Tau an der Elbe
Spaziergang am Blankeneser Strandweg - bizarrer Stein an der Elbe
Spaziergang am Blankeneser Strandweg - Sonnenungergang an der Elbe
Spaziergang am Blankeneser Strandweg - Sonnenungergang an der Elbe

Die Sonne im Märzenwald

 

Die Frühlingstagundnachtgleiche am 20. haben wir schon hinter uns. Von jetzt an ist es länger hell als dunkel und das merken wir alle an unserer Energie. Mir geht es jedenfalls so:

Je weiter der März fortschreitet, desto fröhlicher werde ich.

 

Manchmal fallen mir dann zwei alte Märzlieder ein, die schon ich in meiner Kindheit und unsere Kids dann wieder in ihrer Kindergartenzeit gesungen haben. Irgendwie hüpft mein Herz dabei immer ein bisschen: 

 

... Scheint die Sonne, scheint die Sonne in den Märzenwald 

kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.

Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling komm doch bald herbei, 

jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben frei!

(Auszug. Text und Melodie Heinz Lau, 1950)

 

Oder auch dieses. Wer kennt's nicht?:

 

Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt;

er setzt seine Felder und Wiesen in Stand.

Er pflüget den Boden, er egget und sät

und rührt seine Hände frühmorgens und spät...

(Auszug. Volkslied aus Mähren, Erstveröffentlichung 1905)

 

 

Nachdem auch ich unseren kleinen Garten gedüngt und "gepflügt" habe, das Haus renoviert und durchgeputzt ist, räume ich derzeit vor allem wieder mal die Regale und Tische in den Gartenmärkten leer. Frühlingsgestecke für die Tische, Zweige für Wohnzimmer und Treppenhaus, Narzissen für den Flur... 

 

Märzdekoration: Schale mit Narzissen

 

Narzissen sind natürlich ein Muss in diesen Wochen, aber wovon ich am meisten anschleppe, wovon ich nicht genug bekommen und woran ich mich nicht sattsehen kann, das sind Hornveilchen. Ich gebe es hier und jetzt zu: Ich bin hornveilchensüchtig. Ich finde die sooo klasse. Die können früh raus, sie sind umwerfend niedlich, standfest, leuchtend und halten fast ohne Pflege bis weit in den Sommer hinein. Ach, guck mal, da ist ja auch noch ne freie Stelle! Na da MUSS ich ja wieder los, noch 'n paar Töpfchen kaufen!

 

♥ ♥ ♥
♥ ♥ ♥

 

Übrigens: Jetzt, wo es wieder losgeht mit dem Blütenreigen, möchte ich Dir einmal die kleinen Bücher zeigen, die ich vor einigen Jahren mit den Kids gemacht habe. Durch alle Monate haben wir gesammelt und getrocknet was gerade Saison hat: Frühblüher, Rosen, Kräuter, bunte Blätter und im Winter Ilex, Buchsbaum und Efeu...

 

Nostalgie-Liebe: Blumen pressen für ein Herbarium oder um einen Gedichtsband zu verzieren

 

... ergänzt mit jahreszeitlichen Gedichten, Bastelein und hübschen Glanzbildern. So ist im Laufe der Zeit eine weitere nette Erinnerung aus Kindertagen entstanden.

 

Nostalgie-Liebe: Traditionelle Beschäftigung mit Kindern: Blumen pressen

 

Ob Waldmeister, Flieder oder Rosen...

 

Typisch Mai: Gepresster Waldmeister - Nostalgie-Liebe
Typisch Mai: Gepresster Flieder - Nostalgie-Liebe

 

...trocknen kann man fast alles. Wer keine Blumenpresse besitzt, ordnet die gesammelten Pflanzen einfach zwischen Löschpapier in einem dicken Buch ein. Dann einige Wochen warten und schließlich vorsichtig entnehmen.

 

Die gepressten Blüten eignen sich natürlich nicht nur für ein kleines, individuelles Herbarium, sondern auch zum Verzieren von Einladungen, Grußkarten und - vorsichtig mit Klarlack überzogen - auch für Holzschachteln und dergleichen. Herrlich nostalgisch, das Ganze. Finde ich jedenfalls.

 

Typisch Juni - Blumen pressen: Gepresste Rose - Nostalgie-Liebe

 

 

Lass es Dir gut gehen! ♥

 


Gründonnerstag, Karfreitag und Vorfreude auf Ostern

 

Auch wenn die Temperaturen momentan gar nicht frühlingshaft sind: Der warme März hat dafür gesorgt, dass die Natur jetzt, Mitte April, schon richtig weit ist. Es blüht, so weit das Auge reicht. Mir haben es ja immer schon die wunderschönen, zartrosa oder weißen Magnolien angetan, aber auch die gelben Blüten der Forsythien leuchten jetzt geradezu - selbst bei verhangenem Himmel. Und darunter wachsen gelbe Narzissen, rote Tulpen, blaue Hyazinthen... Wirklich eine bunte Pracht!

 

Bei all den fröhlichen Farben sollten wir aber nicht vergessen, dass vor dem heiteren Osterwochenende gerade noch eine andere Zeit ist - denn wir befinden uns ja mitten in der Karwoche.

 

 

Die beginnt mit dem Palmsonntag, dem letzten Sonntag vor Ostern, und in der Karwoche wird das Fasten traditionell besonders streng eingehalten!

 

Hm. Wenn ich so überlege... Da wir Ostern mit einer Überdosis Braten und Torten begehen, ist es vielleicht nicht nur im Gedenken an die Ereignisse vor 2017 Jahren ratsam, sich noch etwas zurückzuhalten?

  

 

Am heutigen Gründonnerstag z. B. kann man passenderweise ein leichtes, grünes Gemüsegericht auf den Tisch bringen - auch wenn das "Grün" im Wort ursprünglich nichts mit der Farbe zu tun hat, sondern von "grinen" abstammt, was so viel wie klagen und weinen bedeutet.

 

Hier ist mein Vorschlag für Dich:

 

Rezept für Gründonnerstag: Grüne Gemüsepfanne mit grünen Nudeln - ein grünes Gericht

 

Eine leichte Gemüsepfanne mit grünem Spargel, Broccoliröschen und Bärlauch in Pesto-Sahne-Soße, dazu grüne Bandnudeln...

 

Mein Gründonnerstagsrezept für Dich findest Du hier.

 

 

Nach Gründonnerstag folgt der Karfreitag, der Kreuzigungstag, für den es sogar von öffentlicher Seite aus Vorschriften gibt. In Hamburg beispielsweise steht das Riesenrad auf dem Frühlings-"Dom" still. Denn Volksfeste, Tanzveranstaltungen oder Fußballspiele sind verboten.

 

Manche wollen diese Vorschriften für den Karfreitag abschaffen. Frag mich mal, was ich davon halte. Du weißt ja schon, dass ich gegen das graue Einerlei bin, dass uns mit Jogginghose von Montag bis Sonntag, mit Ladenöffnungszeiten an 365 Tagen, mit Pizzaservice auch an Pfingsten droht. Für mich ist das kulturelle Verarmung. Äscht, eyh!

 

Nee, nee. Wir möchten doch bitte hoffentlich die alten Jahreslaufsbräuche hochhalten und essen SELBSTVERSTÄNDLICH an Karfreitag - wenn schon nicht gleich vegetarisch - Fisch!

 

Ich habe hier zwei Rezepte für Dich, die Du vielleicht gerne nachkochen möchtest: 

 

Rezept für Karfreitag: überbackener Lachs mit Kräuterkruste - ein leckeres Karfreitagsgericht

 

Mein erster Vorschlag ist ein überbackener Lachs mit Kräuterkruste.

 

Rezept für Karfreitag: überbackener Lachs mit Kräuterkruste - ein leckeres Karfreitagsgericht - Nahaufnahme

 

Das werden alle mögen! Frischkäse mit Kräutern und Croutons... Das Rezept findest Du hier.

 

Mein zweiter Vorschlag: Fischröllchen mit Pesto und Oliven:

 

Rezept für Karfreitag: Fischröllchen mit Pesto und Oliven - ein leckeres Karfreitagsgericht

 

Aromatisches Pesto Genovese zwischen aufgerollten Seelachsfilets, dazu Pasta mit einer milden Käse-Sahnesoße... Auch richtig lecker! Hier habe ich für Dich das Rezept abgespeichert.

 

Rezept für Karfreitag: Fischröllchen mit Pesto und Oliven - ein leckeres Karfreitagsgericht - Nahaufnahme

 

Eigentlich alles viel zu lecker und kein bisschen zurückhaltend? Nun. Die innere Haltung und das richtige Handeln bei den wirklich wichtigen Themen spielen ja eh die größere Rolle. Stimmen diese beiden nicht, hilft auch kein Wassersüppchen. Also lassen wir uns unseren schönen Karfreitagsfisch ruhig schmecken und pflegen dabei unseren Geist, indem wir uns an unsere Geschichte erinnern und einen klaren Kopf bewahren bei allen Entscheidungen für unsere Zukunft - und die unserer Mitmenschen.

 

Die allernächste Zukunft ist dabei in unserem Land im Normalfall schon mal verdammt erfreulich: Denn mit dem Ostersonntag ist die Fastenzeit schließlich schon wieder vorbei, wir besuchen die Familie im festlich geschmückten Heim, laden Freunde zum Festtagsbrunch ein, machen - dieses Jahr warm eingemummelt - wunderschöne Frühlingsspaziergänge und genießen das Leben in vollen Zügen!

 

 

Meine Rezepte für Ostern findest Du in meinen "Geheimnissen aus der Schlossküche", oben im Menue oder klicke einfach auf diesen Link. Alles ist wie immer schnell und einfach zubereitet, so dass Du es auch spontan noch einplanen kannst. Samstags haben die Geschäfte noch mal auf!

 

 

 

♥ Ich wünsche Dir ein fröhliches und überraschend sonniges Osterwochenende! ♥

 

 


Tanz in den Mai

 

Wenn Du meinen Blog schon eine Weile verfolgst, weißt Du ja was mich so umtreibt und bist nicht erstaunt, was wohl für mich einer der Höhepunkte der alten Jahresbräuche ist: Der Tanz in den Mai.

 

Ich liebe es, wenn sich schöne Sitten der "guten alten Zeit" bis heute gehalten haben. Sicher oft reichlich verändert, aber immerhin. 

 

Nach meinem Geschmack ist eine Tanzveranstaltung auch heutzutage viel netter mit Stöckelschuhen und hübschem Kleid, aber man kann ja nicht alles haben. Und wenn auch viele in dieser Gesellschaft Jeans und Schlabber-Shirt bevorzugen - es liegt es ja immer noch an einem selber, welchen Stil man lebt.

 

 

1926: Im Garten des Berliner Hotels "Esplanada" spielt eine Jazzband zum 5 Uhr-Tee.

(Bild-Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundesarchiv_Bild_183-K0623-0502-001,_Berlin,_Tanztee_im_%22Esplanade%22.jpg)

 

 

1930er Jahre, Ochsenfurt: Kinder warten auf den Beginn des Mai-Umzugs

(Foto: Paul Walde (1899-1970), Bild-Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ochsenfurt_1930er_Umzug_Kinder.jpg)

 

Tanz in den Mai... Wieviel uralte Tradition das beinhaltet! Mit dem Tanz in der Walpurgisnacht feiern wir den Auftakt zu den Festlichkeiten und Bräuchen rund um den Maifeiertag. Verliebte Jungs schmücken in der Nacht das Haus der Angebeteten mit einem großen Birkenzweig, der mit vielen bunten Bändern geschmückt ist. Ist das Mädchen aus dem Nachbarort, gilt es anschließend den Baum zu bewachen und die Nachbarjungs des umworbenen Fräuleins mit Bier und Schnaps auszuzahlen. 

 

 

In der Mitte vieler Dörfer und Städte wird noch immer ein prachtvoller Maibaum aufgestellt, um den dann in althergebrachter Weise getanzt wird.

 

 

Für Tanzfreudige aus Hamburg und Umland hier meine Lieblingsveranstaltungen: 

 

Angesagt und stilvoll unter Kronleuchtern und Stuck:

"Swing in den Mai", am Sonntag, den 30. April 2017, ab 20:00 Uhr, Mozartsäle

 

Mit Hafenblick unter'm Sternenzelt:

"Mai Ahoi", am Sonntag, den 30. April 2017, ab 21:00 Uhr, Museumsschiff Cap San Diego

 

6 Clubs im Park am See:

"Tanz in den Mai", am Sonntag, den 30. April 2017, ab 20:00 Uhr, Café Seeterrassen 

 

Natürlich findest Du viele weitere Tipps auch aus Deiner Umgebung in den Zeitungen und im Internet. Mach Dich hübsch und dann los! Schuhe zertanzen bis in die Morgenstunden. Denn praktischerweise ist ja der daraufolgende Tag immer ein Feiertag und angenehmerweise in diesem Jahr auch noch ein Montag!

 

 

Bunte Bänder leuchten, Vögel zwitschern, das junge Grün leuchtet und warm soll es auch endlich werden... Wir haben es doch einfach wunderbar!

 

Bleiben als Vorletztes nur noch meine Hinweise für's "Davor und Danach"...

 

Meine Rezepte für Birkengelee und Hexenlikör findest Du hier und meine weiteren Mairezepte findest Du hier.

 

 

... und zuletzt gibt es noch eine passende Geschichte aus "meiner" Zeit:

 

 

Die zertanzten Schuhe

 

Es war einmal ein König, der hatte zwölf Töchter und eine war schöner als die andere. Der König behütete seine Töchter sehr: Sie hatten ihre zwölf Betten zusammen in einem Saal und immer wenn sie schlafen gingen, wurde die Tür verschlossen und verriegelt. Trotzdem waren aber jeden Morgen ihre Schuhe zertanzt und keiner wusste, wie das zugehen konnte oder wo sie gewesen waren.

 

Da ließ der König ausrufen, wer ausfindig machen könnte, wo seine Töchter in der Nacht tanzten, der sollte sich eine davon zur Frau wählen und nach seinem Tod König sein. Wer sich aber meldete und es nach drei Tagen und Nächten nicht herausbrächte, der hätte sein Leben verwirkt.

 

Es kam bald ein Königssohn, der wurde freundlich aufgenommen und abends in das Zimmer vor dem Schlafsaal der zwölf Töchter geführt. Da stand sein Bett und er sollte Acht haben, wo sie hingingen und tanzten. Damit sie ja nicht heimlich verschwinden konnten, wurde dieses Mal die Saaltür offen gelassen.

 

Der Königssohn schlief aber leider ein und als er am Morgen aufwachte, waren alle Zwölf zum Tanz gewesen: Ihre Schuhe standen da und hatten Löcher in den Sohlen. Den zweiten und dritten Abend ging es ebenso und da wurde ihm tatsächlich sein Haupt abgeschlagen.

 

So wie der erste kamen noch viele und meldeten sich zu dem Wagestück, sie mussten aber alle ihr Leben lassen.

 

Nun trug es sich zu, dass ein armer Soldat, der eine Wunde hatte und nicht mehr dienen konnte, in die Stadt des Königs kam und von der Geschichte hörte. Da begegnete ihm eine alte Frau, die fragte ihn, wo er hin wollte. „Ich weiß noch nicht genau", sprach er, „aber ich hätte wohl Lust König zu werden und auszumachen, wo die Königstöchter ihre Schuhe zertanzen.“ „Ei", sagte die Alte, „das ist so schwer nicht, du musst nur den Wein nicht trinken, den dir eine von ihnen abends bringt und musst tun, als wärst du fest eingeschlafen!“ Darauf gab sie ihm ein Mäntelchen und sprach: „wenn du das umhängst, bist du unsichtbar und kannst den Zwölfen nachschleichen!“

 

Nachdem der arme Soldat so guten Rat bekommen hatte, wurde es ihm Ernst und er fasste sich ein Herz. Er ging vor den König und meldete sich als Kandidat. Er wurde genauso gut aufgenommen wie die andern und es wurden ihm königliche Kleider angetan.

 

Abends zur Schlafenszeit wurde er in das Vorzimmer geführt, und als er zu Bette gehen wollte, kam tatsächlich die älteste und brachte ihm einen Becher Wein. Er schüttete ihn heimlich aus, legte sich nieder und als er ein Weilchen gelegen hatte, fing er an zu schnarchen, wie im tiefsten Schlaf.

 

Das hörten die zwölf Königstöchter, lachten, und die älteste sprach: „Der hätte auch sein Leben sparen können!“ Danach standen sie auf, öffneten Schränke, Kisten und Kästen, holten die prächtigsten Kleider heraus und putzten sich vor den Spiegeln. Sie sprangen herum und freuten sich auf den Tanz. Nur die jüngste sagte: „ich weiß nicht, ihr freut euch, aber mir ist so wunderlich zu Mute, gewiss widerfährt uns ein Unglück!“ – „Du Schneegans", sagte die älteste, „du fürchtest dich doch immer! Hast du vergessen, wie viele Königssöhne schon umsonst da gewesen sind? Dem Soldaten hier hätte ich nicht einmal den Schlaftrunk zu geben brauchen. Der wäre doch nicht aufgewacht.“

 

Als sie alle fertig zurecht gemacht waren, gingen sie zu dem Soldaten, aber der rührte und regte sich nicht. Sie glaubten, ganz sicher zu sein, darum ging die älteste an ihr Bett und klopfte daran. Sofort sank das Bett in die Erde und es öffnete sich eine Falltür. Der Soldat aber sah zu, wie sie hinunter stiegen, eine nach der andern, die älteste voran. Er wusste, dass er keine Zeit zu verlieren hatte, hing sich rasch das Mäntelchen um und stieg hinter der jüngsten mit hinab.

 

Mitten auf der Treppe trat er ihr ein wenig auf's Kleid; da erschrak sie und rief: „es ist nicht richtig, es hält mich was am Kleid!“ „Stell dich nicht so einfältig an!", sagte die älteste, „du bist an einem Haken hängen geblieben.“

 

Da gingen sie vollends hinab, und als sie unten waren, standen sie in einer wunderprächtigen Allee. Die Blätter der Bäume waren alle von Silber und schimmerten und glänzten. Der Soldat dachte 'du willst dir ein Wahrzeichen mitnehmen' und brach einen Zweig davon ab, da gab es natürlich ein lautes Geräusch. Die jüngste rief wieder: „es ist nicht richtig, habt ihr das knallende Geräusch nicht gehört? Das ist noch nie hier geschehen!“ Die älteste aber sprach: „das sind Freudenschüsse, weil wir unsere Prinzen bald erlöst haben!“

 

Darauf kamen sie in eine Allee, wo alle Blätter von Gold waren und endlich in eine dritte, wo sie aus funkelnden Diamanten waren; von beiden brach der Soldat einen Zweig ab, wobei es jedes Mal knallte, so dass die jüngste vor Schrecken zusammen fuhr. Die älteste blieb aber dabei, es wären Freudenschüsse.

 

Da gingen sie weiter bis zu einem großen See, darauf lagen zwölf Boote, und in jedem Boot saß ein schöner Prinz. Sie hatten auf die Zwölf gewartet und jeder nahm eine zu sich. Der Soldat setzte sich mit der jüngsten hinein, da sprach der Prinz: „Ich bin doch so stark wie sonst, aber heute ist das Schiff viel schwerer! Ich muss hier rudern, was ich nur kann!“ – „Wovon sollte das kommen?", sprach die jüngste, „vielleicht vom warmen Wetter, es ist mir auch so heiß zu Mute.“

 

Jenseits des Wassers aber stand ein wunderschönes, hell erleuchtetes Schloss, aus dem fröhliche Musik erschallte. Sie ruderten hinüber, gingen hinein und jeder Prinz tanzte mit seiner Prinzessin. Der Soldat tanzte einfach unsichtbar mit und wenn eine einen Becher mit Wein hielt, trank er ihn aus, so dass er leer war, wenn sie ihn an den Mund brachte. Der jüngsten machte auch das Angst, aber die älteste brachte sie immer wieder zum Schweigen.

 

Sie tanzten bis drei Uhr am andern Morgen, dann waren alle Schuhe durchgetanzt und sie mussten aufhören. Die Prinzen fuhren die Königstöchter über das Wasser zurück. Sie nahmen voneinander Abschied und versprachen in der folgenden Nacht wieder zu kommen. Als sie an der Treppe waren, lief der Soldat schnell voraus, legte sich ins Bett und als die Zwölf langsam und müde herauf kamen, schnarchte er schon wieder laut, so dass sie sprachen „also vor dem sind wir sicher!“ Sie zogen ihre schönen Kleider aus, hängten sie weg, stellten die zertanzten Schuhe unter das Bett und legten sich nieder.

 

Am andern Morgen wollte der Soldat noch nichts sagen, sondern lieber das wunderliche Treiben noch weiter ansehen. Er ging auch die zweite und die dritte Nacht mit und da war alles, wie beim ersten Mal: Sie tanzten, bis die Schuhe entzwei waren. Beim dritten Mal nahm er noch einen Becher mit als Wahrzeichen.

 

Vor der Stunde, in der er antworten sollte, nahm er die drei Zweige und den Becher hervor und ging zum König. Die Zwölf aber standen hinter der Tür und horchten, was er sagen würde. Als der König fragte: „Nun. Wo haben meine zwölf Töchter ihre Schuhe in der Nacht zertanzt?“ antwortete er: „mit zwölf Prinzen in einem unterirdischen Schloss!“ Er erzählte alles und holte die Wahrzeichen hervor. Da rief der König seine Töchter und fragte sie, ob der Soldat die Wahrheit gesagt hätte und weil sie sahen, dass sie verraten waren und leugnen nichts half, erzählten sie alles.

 

Das Rätsel war endlich gelöst und der König fragte den armen Soldaten, welche seiner Töchter er denn zur Frau haben wollte. Er antwortete: „ich bin nicht mehr jung, so gebt mir die älteste.“ Noch am selben Tag wurde die Hochzeit abgehalten und ihm das Reich nach des Königs Tode zugesprochen.

 

Die Prinzen aber wurden auf so viel Tage wieder verwünscht, als sie Nächte mit den Zwölfen getanzt hatten.

 

Ende

 

 

Modifiziert nach Brüder Grimm "Kinder- und Haus-Märchen, Band 2" (1815). Quelle: https://de.wikisource.org/wiki/Die_zertanzten_Schuhe_(1815)

 


Frühjahrsmüde? Ganz natürlich nicht

 

Demnächst ist es wieder soweit: Noch geschwächt von der letzten Erkältung begegnen wir der nächsten Herausforderung: Meist zwischen Mitte März und Mitte April jammern viele wegen Frühjahrsmüdigkeit. Sie gehört ganz natürlich zu unserem Jahreslauf, ist aber lästig und wird meistens bestmöglich ignoriert oder auch mit viel Kaffee überdeckt. Hm. Weiß nicht.

 

 

Offenbar spielt bei der Ursache der Frühjahrsmüdigkeit einmal das Hormon Serotonin eine Rolle, das uns über den dunklen Winter langsam ausgeht, während andererseits der Pegel des Schlafhormons Melatonin zu hoch ist.

 

Mit diesem Wissen ist es uns möglich, die Gründe anzugehen, anstatt einfach nur die Auswirkungen zu überdecken. Ursachenbekämpfung ist wie immer die nachhaltigste Methode.

 

Und so lautet der wichtigste Tipp: Licht! Tageslicht! Möglichst viel natürliches Tageslicht, am besten schon in den Vormittagsstunden, ist das Beste, was Du jetzt für Dich tun kannst.

 

 

Dazu: Sauerstoff und Bewegung! Deine Zellen werden gut durchblutet, Dein Kreislauf angeregt.

 

Die logische Verbindung dieser Hinweise? Yep. Tägliche Spaziergänge! Ist ja eh immer wieder mein Tipp des Tages. Weil ich bei Spaziergängen nah an der Natur bin, mich verbunden fühle, den Wechsel der Jahreszeiten mitbekomme und weil sich genau das so gut anfühlt.

 

 

Ansonsten: Was für das ganze Jahr gilt, hilft natürlich auch bei Frühjahrsmüdigkeit: Ausreichend Schlaf, frisches, vollwertiges, abwechslungsreiches Essen, genügend gute Flüssigkeit (Kaffee reduziert Dein Serotonin!), Wechselduschen und genügend Zeit und Aufmerksamkeit für viele schöne Momente - Glücksgefühle lassen den Serotoninspiegel steigen.

 

 

Da es netterweise für jede Phase und Gelegenheit das passende Rezept gibt, habe ich Dir mein Rezept für einen "Gute Laune Salat" mitgebracht. Mit Power-Zutaten, deren Inhaltsstoffe Dein Wohlbefinden richtig pushen.

 

(Du hast keine Augenprobleme. Für dieses Foto hatte ich meine schöne Canon nicht zur Hand, sondern nur ein älteres Handy. Sorry. Auweia.)

 

Trotzdem. Geht los:

 

Avocado, Edamer, Cashewkerne und Weizen, dazu ein Joghurt-Olivenöl-Dressing mit anregender Petersilie und Kurkuma.

 

Sättigend, lecker und wirksam! Das Rezept ist simpel. Als Hauptmahlzeit für 4 Personen:

 

125 g Weizenkörner in Salzwasser weichkochen, in einem Sieb kalt abbrausen und beiseite stellen.

 

500 g Hähnchenbrustfilets kalt abwaschen, trocken tupfen und rundum mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver einreiben und in einer Pfanne in heißem Öl rundum anbraten und durchgaren. 

Aus der Pfanne nehmen und in Scheiben schneiden. 

 

Ein Dressing anrühren aus 300 g Naturjoghurt, 3 EL Olivenöl, 2 EL Weißweinessig, 1 EL Kurkuma, 1 gestrichener TL Salz und 1 gestrichener TL Zucker. Nach Geschmack mit einigen Spritzern Sojasoße und Pfeffer abschmecken. 1 großes Bund fein gehackte Petersilie unterrühren.

 

Ein paar Salatblätter (z. B. Romanasalat) kalt abbrausen und trocken schütteln, eine Salatplatte damit auslegen. 

 

2 reife Avocados schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. 

 

Das Fleisch, die Avocadoscheiben, den Weizen, 250 g gestieftelter Edamer und 200 g ungesalzene Cashewkerne anrichten und mit dem Dressing überträufeln.

 

 

Ansonsten: Raus mit Dir!

Wir haben März!

 

Juchhuuuu!!!

 


Veilchenzeit!

 

Sei wie das Veilchen im Moose, 
bescheiden, sittsam und still... 

 

 

Kennst Du das?

 

In alten Poesiealben gutgläubig und in Schönschrift von unzähligen Mädchengenerationen eingetragen, bevorzugen wir heute doch lieber die "stolze Rose" zu sein. Laut, wenn es sein muss. Und mit Dornen. 

 

 

 

Viola odorata...

 

Die lieblichen kleinen Veilchen nehmen wir uns nicht mehr als Verhaltensvorbilder, sondern erfreuen uns jetzt im März einfach an ihrem Anblick, genießen ihren zarten Duft und kreieren raffinierte Köstlichkeiten aus ihren Blütenblättern.

  

Guter Plan. Aber wie bitte komme ich an Veilchenblüten?  

 

 

Gute Frage. Duftveilchen findet man schließlich nicht an jeder Ecke. Sie bevorzugen halbschattige Standorte, unter Hecken und im lichten Märzwald. Dort bilden sie gerne ganze Teppiche, aber - wie gesagt - erst mal finden.

 

Der Versuch lohnt sich aber. Alleine schon weil es heißt, dass der Glück hat, der im März das erste Veilchen findet. 

 

DAS ist dann also entsprechend das RIESENGLÜCK:

 

 

Aber kein Neid und keine Sorge: Findest Du auch beim ausgedehntesten Spaziergang kein einziges von den duftenden, violetten Blütchen: Es gibt sie auch getrocknet im Kräuterhandel.

 

(Und da essbare Blüten Trend sind, wird man inzwischen sogar in gut sortierten Supermärkten fündig. Meist in Mischungen mit Ringelblumen, Rosen und Borretschblüten - aber immerhin.)

 

 

Sollen es aber frische Blüten sein, z. B. für Eiswürfel oder zum Kandieren, kann man sich anstelle von Duftveilchen auch wunderbar mit ihren hübschen Schwestern, den Hornveilchen behelfen.

 

Allerdings Achtung bitte: Auch hier muss man sich auf die Suche begeben. Denn natürlich sind die mit Kunstdünger hochgepäppelten und gespritzten Zierblumen nicht für die Küche geeignet.

 

Halte also bitte Ausschau nach Bio-Gärtnereien oder/und frage nach Hornveilchen, die als Nahrungsmittel angebaut wurden.

 

 

Manche Gartenbesitzer lächeln vielleicht jetzt zufrieden-mitleidig, weil sie diese Tipps gar nicht nötig haben, sondern schon vor Jahren für einen guten Bestand auf dem eigenen Grund und Boden gesorgt haben. Tja. Alles richtig gemacht, sag ich mal.

 

Wer es bisher versäumt hat, der sollte sich rasch ein mäßig helles und eher feuchtes Eckchen auszugucken und dieses entweder mit Jungpflanzen bestücken oder die romantischen Blümchen aus Samen ziehen. Ein Garten ohne Duftveilchen ist nämlich doch auch gar kein richtiger Garten, oder? 

 

 

Jut. wir sind nun also versorgt. Was machen wir denn jetzt Schönes damit? 

 

Das absolut Allersimpelste: Wir frieren frische Blüten in Eiswürfeln ein, damit wir an den kommenden Frühlingsfeiertagen unseren Sekt oder Wein damit aufpeppen können.

 

Die wenigen Tipps dafür: Sind Dir möglichst klare Eiswürfel wichtig, nimm abgekochtes (und dann natürlich wieder abgekühltes) Wasser oder (auch gut) stilles Mineralwasser. Leg die Blüten kopfüber in die Eiswürfelfächer (oder in eine Mini-Muffins-Form o. a.) und fülle diese zunächst einmal nur halb voll. Ist alles angefroren, gibst Du Wasser bis oben hin dazu. So sind die Blüten am Ende schön in der Mitte. Prost.

 

Idee zur Veilchenzeit - Veilchen in der Küche: Wein oder Sekt mit Veilchen-Eiswürfeln

 

Auch einfach: Frische Blüten kandieren. Es gibt dafür verschiedene Methoden, u. a. das Kandieren mit Sirup. Ich bevorzuge meist die Art mit Eiweiß und Kristallzucker.

 

Idee zur Veilchenzeit - Veilchen in der Küche: Veilchen mit Eiweiß kandieren für Torte mit Veilchen

 

Für 12 Blüten genügt 1 Eiweiß, das Du einmal kurz aufschlägst, und ein Schälchen Zucker.

 

Lass zunächst den Stiel an den Blüten, das hilft Dir, sie kopfüber ins Eiweiß zu tauchen. Mit einem Pinsel drückst Du sie sanft unter und benetzt auch die Rückseite. Dann vorsichtig abtropfen lassen und das überflüssige Eiweiß sanft abschütteln. 

 

Jetzt drehst Du die Blüten um, legst die Blätter wenn nötig wieder zurecht, drückst sie (wieder kopfüber) in den Zucker und überstreust auch die Rückseite. 

 

Aus dem Zucker nehmen, wieder leicht schütteln und dann zum Trocknen einige Stunden auslegen. Das war's.

 

Deine Veilchenblüten, drapiert auf zierlichen Petit-Fours, verführerischen Cupcakes oder einer prächtigen Sahnetorte, sind garantiert der Hingucker auf der festlichen Kaffeetafel!

 

Idee zur Veilchenzeit - Veilchen in der Küche: Veilchen mit Eiweiß kandieren für Torte mit Veilchen

 

Die nächste Idee: Wir stellen Veilchensirup her. Dafür sammelst oder besorgst Du 2 Handvoll frische oder getrocknete Duftveilchenblüten und gibst sie in eine Schüssel. Bring 1 Liter Wasser zum Kochen und übergieße die Blätter damit. Lass das Veilchenwasser abgedeckt über Nacht ziehen.

 

Am nächsten Tag kochst Du Twist-Off-Gläser oder -Flaschen aus und stellst sie kopfüber auf ein sauberes feuchtes Küchentuch.

 

Das aromatisierte und gefärbte Wasser gießt Du durch ein Sieb in einen Kochtopf und fügst
250 g Zucker dazu.

 

Lass diese Mischung unter Rühren aufkochen, fülle den fertigen Veilchensirup kochend heiß in die vorbereiteten Gläser und verschließe sie fest.

 

Lass sie 10 Minuten kopfüber stehen, drehe sie dann um und lasse sie endgültig auskühlen. Der Sirup ist einige Monate haltbar (und - in schönen Schmuckflaschen - auch eine tolle Geschenkidee!).

 

Idee zur Veilchenzeit - Veilchen in der Küche: Rezept für Veilchensirup

 

Mit Veilchensirup kannst Du beispielsweise Sekt verfeinern, einen frühlingshaften Eistee herstellen oder auch Desserts parfümieren - wie diese einfache Frischkäsecreme:

 

Idee zur Veilchenzeit - Veilchen in der Küche: Veilchendessert - Dessert mit Veilchensirup

 

Kühl, frisch und lieblich aromatisiert, passt dieses einfache Dessert auch noch nach einem üppigeren Mahl als süßer Abschluss.

 

Die Zutaten fügst Du einfach in den Standmixer und stellst die dickflüssige Creme bis zum Verzehr kalt. (Übrigens kannst Du frische Bio-Blüten, mit denen Du dekorieren möchtest, auch gut bis zur Verwendung einfrieren - einfach lose nebeneinander. Dann musst Du sie nicht erst, kurz bevor Gäste kommen, besorgen. Stress lass nach.)

 

Die Zutaten pro Person:

 

1 EL Frischkäse, 1 EL Sahne, 1 TL Zucker, 1 TL Veilchenlikör - und eine frische Blüte.

 

 

Also. Nachmachen erwünscht!

 

Duftende Märzwochen, Vogelgezwitscher, erwachende Natur...

Auch wenn es noch knackig kalt ist:

Genieße die Zeit und lass es Dir gut gehen! ♥

 


Ostern im Schnee

 

Schnee bedeckt das norddeutsche Tiefland. Weiß, braun, grau - so weit das Auge reicht. Und woran denken wir bei diesem winterlichen Bild? Na? Nun, an Ostern wohl erst nach längerer Bedenkzeit.

 

"Weihnachten im Klee, Ostern im Schnee" fällt mir dazu ein und dass wir Ostern allerdings auch ziemlich früh feiern dieses Jahr. 

 

 

Dass der Ostertermin beweglich ist, ist einer der vielen Hinweise auf die alte Tradition dieses Festes. Im Jahre 325 beschlossen die Kirchenoberhäupter, Ostern immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond zu feiern. Aha? Klingt sehr naturverbunden, nicht wahr? Feiern nach Sonne- und Mondstand? 

 

Auch über 300 Jahre nach Christi Geburt begingen die Menschen noch überall ihr uraltes Frühlingsfest, rund um die Zeit der Tagundnachtgleiche im März. Man zelebrierte die erwachende Natur und das wiederkehrende Licht und entzündete Feuer, um Frühlings- und Sonnengöttin zu huldigen.

 

Man feierte tief verwurzelt im Rhythmus der Natur und die Kirchenmänner waren clever genug, das neue Auferstehungsfest möglichst passend überzustülpen und die alten Nebenbräuche, wie Feuerräder und gefärbte Eier, weiter zu dulden.  

 

 

Wir können also nicht an jedem Osterfest mit sonnig-trockenem Wetter rechnen. Es herrscht auch einmal Schneematsch, Sturm oder Dauerregen. Aber das finde ich gar nicht so schlimm. Alles, was uns daran erinnert, dass die Natur mächtiger ist als wir, tut uns nur gut. Rückt vielleicht immer wieder einmal den Kopf zurecht.

 

Die Natur lässt sich halt nicht ebenso in Normen pressen, wie die endlosen Reihen lächelnder Fabrik-Schokohasen, die zum Fest den Besitzer wechseln.

  

 

Davon abgesehen, dass wir die perfekte Osterkulisse nicht einfach befehlen können, setzt die Natur derzeit dennoch genügend Frühlingszeichen. Und die finde ich bei jedem Wetter beeindruckend und beglückend.

 

 

Ansonsten machen wir es uns über die Feiertage einfach so angenehm wie möglich. Wir haben frei! Gute Basis! Das lassen wir uns auch von unwirtlichem Wetter nicht vermiesen.

 

Wer einfach ein gemütliches Beisammensein mit Freunden oder Familie geplant hat, ist eh fein raus. Das Programm steht fest. Wir klönen, spielen und genießen wunderbare Feiertagsköstlichkeiten... 

 

 

... Selbst Eierverstecken geht drinnen doch genau so gut. Dieses Jahr veranstalten wir einen Wettbewerb und suchen uns besonders kniffelige Verstecke aus. (Hey. Merk Dir wo die Eier sind. Merk es Dir! Du willst nicht erst nach Jahren das mit Klebeband unter dem Wohnzimmerstuhl befestigte Ding finden...)

 

 

Wer lieber raus und etwas unternehmen wollte, lässt sich seine Laune aber bitte auch nicht nehmen. Dauerniederschlag von morgens bis abends wird es schon nicht geben. Entsprechenden Kleidung angezogen und einfach nicht stoppen lassen. 

 

Neben schönen Outdoor-Touren bietet jede Region auch attraktive Innen-Angebote über Ostern. So viele Menschen arbeiten, damit andere ihren Spaß haben! 

 

Brunch-Lokale, Schwimmbäder, Museen und Theater, Clubs und Kinos... Eigentlich sollte jeder fündig werden. 

 

 

So wünsche ich Dir also richtig schön passende Ostertage. Mach das Allerbeste daraus! ♥

 


Kleine Pause

 

So geht es manchmal. Eigentlich voll im Rhythmus, bringt einen irgendetwas aus dem Takt. Manchmal ist das "irgendwas" nur eine Kleinigkeit, manchmal auch etwas Größeres und da braucht es Zeit, die Dinge zu ordnen und zu regeln.

 

Genau damit bin ich gerade beschäftigt und so macht der Blog eine kleine Pause. Genieße die schöne Frühlingszeit und schau bald wieder rein! ♥